Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Der Bockwitzer See hat sich in den letzten Jahren sowohl als gern besuchtes Ausflugsziel als auch als Naturschutzgebiet entwickelt. Das ist wesentlich auch dem neuen, über dreizehn Kilometer langen, Naturlehrpfad zu verdanken. Er konnte im September 2025 eingeweiht werden. In der vergangenen Woche wurde eine große Anzahl Informationstafeln des Lehrpfads großflächig mit Graffiti beschmiert: Sie sind dadurch in weiten Teilen unlesbar. Der Sachschaden beläuft sich nach erster Schätzung auf mehrere Tausend Euro. Bei der Polizeidienststelle Borna wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Sachdienliche Hinweise dazu nimmt die Polizei in Borna entgegen. Gemeinsam mit der Stadt Borna arbeitet die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) jetzt daran, die Tafeln fachgerecht zu reinigen. Wo erforderlich sollen sie auch ersetzt werden. Die LaNU plant die Tafeln mit einer Anti-Graffiti-Schutzfolie zu versehen. Damit werden künftige Reinigungen erheblich vereinfacht. »Unser Naturschutzareal in Bockwitz ist ein Ort, auf den wir stolz sind! Wir bringen den Lehrpfad wieder in Ordnung und machen ihn gleichzeitig fit für die Zukunft.", sagt Robert Clemen, Stiftungsdirektor der LaNU. »Helfen Sie uns dabei!« Spendenaufruf Für Reinigung, Ersatztafeln und Schutzfolien ruft die LaNU zu Spenden auf. Die LaNU ist als gemeinnützig anerkannt; Spenden sind steuerlich absetzbar, Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt. Spenden sind online unter lanu.de/spenden oder als Überweisung auf das folgende Konto möglich: Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt Bank: GLS Bank IBAN: DE92 4306 0967 4096 8091 00 Verwendungszweck: Bockwitz Das Naturschutzgebiet Bockwitz südlich von Borna ist heute ein Aushängeschild der Region. Wo einst Braunkohle abgebaut wurde, entwickelte sich eine vielfältige Landschaft mit weiten Wasserflächen und seltenen Vogelarten. Tierische Landschaftspfleger halten das Gebiet offen. Der neue Naturlehrpfad macht diese Geschichte für Besucherinnen und Besucher erlebbar. Wie groß die überregionale Strahlkraft des Gebiets inzwischen ist, zeigte zuletzt der Borna-Halbmarathon: Läuferinnen und Läufer aus der gesamten Region und darüber hinaus erlebten Bockwitz aus nächster Nähe. Familien, Schulklassen, Radfahrer und Naturfreunde nutzen den Pfad das ganze Jahr über. Er ist ein großer Gewinn für Umweltbildung, sanften Tourismus und die Lebensqualität in und um Borna. Möchten Sie mehr über unsere Stiftung erfahren, dann schauen Sie bitte auf unsere Homepage www.lanu.de.
  • Sachsens Verkehrsministerin Regina Kraushaar hat sich heute (15. Mai 2026) in Dresden zum ersten Mal mit dem neuen tschechischen Verkehrsminister Ivan Bednárik getroffen. Im Mittelpunkt standen die gemeinsamen Verkehrsprojekte zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik, hier insbesondere die Eisenbahnneubaustrecke Dresden–Prag. Beide Seiten bekräftigten, dass das Projekt für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr, den Güterverkehr und die europäische Verkehrsinfrastruktur von zentraler Bedeutung ist. Sachsen will sich gemeinsam mit Tschechien weiter dafür einsetzen, dass der Bund die nächsten Planungsschritte finanziell absichert und der Staatsvertrag für die weiteren Etappen des Projektes von beiden Seiten zeitnah unterzeichnet wird. Staatsministerin Regina Kraushaar: »Sachsen und Tschechien arbeiten seit vielen Jahren gut und vertrauensvoll zusammen. Und gerade die Realisierung der neuen Zugverbindung zwischen Dresden und Prag ist ein Projekt, das uns eng zusammenschweißt. Denn hier handelt es sich nicht um ein sächsisches Wunschprojekt, sondern ein bedeutendes europäisches Schlüsselvorhaben. Die EU steht bereit, es kräftig mitzufinanzieren. Die Strecke verbindet Menschen, Wirtschaftsmärkte und Regionen. Jetzt kommt es darauf an, dass der Bund zu seinen Zusagen steht. Wir brauchen Planungssicherheit, den Staatsvertrag und die nötigen Mittel im Bundeshaushalt.« »Die Eisenbahnneubaustrecke Dresden-Prag und insbesondere den Erzgebirgstunnel betrachte ich als strategisches Projekt für die Tschechische Republik und für Sachsen. Zugleich ist sie eine Schlüsselinvestition in den modernen und nachhaltigen Verkehr in Mitteleuropa. Jetzt sollten wir alle Kräfte darauf konzentrieren, eine adäquate europäische Mitfinanzierung zu sichern. Ich glaube fest, dass der Bundestag das Projekt baldmöglichst genehmigt, damit wir den Staatsvertrag unterzeichnen und die Realisierung vorantreiben können«, sagt der Verkehrsminister der Tschechischen Republik, Ivan Bednárik. Kraushaar und Bednárik verständigten sich darauf, das Projekt weiter gemeinsam gegenüber der Bundesregierung und auf europäischer Ebene zu vertreten. Dabei geht es auch um die Zusagen aus dem Koalitionsvertrag des Bundes, die Verlässlichkeit gegenüber Tschechien und den Zeitdruck mit Blick auf die nächste CEF-Förderperiode 2028 bis 2034. Die Eisenbahnneubaustrecke Dresden–Prag hat für Sachsen höchste Priorität. Mit den Beschlüssen des Verkehrs- und in der vergangenen Woche des Haushaltsausschusses ist die Parlamentarischen Befassung des Deutschen Bundestages einen weiteren Schritt vorangekommen. Ziel bleibt ein Ergebnis im ersten Halbjahr 2026. Für die weiteren Planungsschritte müssen im Bundeshaushalt 2027 rund 20 Millionen Euro eingestellt werden. Am 21. Mai 2026 wird Staatsministerin Kraushaar dieses Anliegen in einer Rede vor dem Plenum des Deutschen Bundestags ebenfalls zum Ausdruck bringen. Seit 2008 wird das Vorhaben gemeinsam mit Tschechien vorangetrieben. Grundlage für das bisher Erreichte ist die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit beider Länder auf politischer, fachlicher und kommunaler Ebene. Ein wichtiges Instrument ist dabei der 2016 von Sachsen und Tschechien gegründete Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit »Eisenbahnneubaustrecke Dresden–Prag EVTZ«. Dieser bündelt die gemeinsame Arbeit an dem Projekt. Neben der Schienenverbindung war auch die Elbeschifffahrt Thema des Gesprächs. Sachsen bekennt sich zum Schifffahrtsweg Elbe, zu den sächsischen Häfen in Dresden, Riesa und Torgau sowie zur Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH. Über Tochterbeziehungen gehören auch die Elbehäfen Děčín und Lovosice zu diesem Verbund. Der Freistaat und Tschechien benötigen diese Binnenwasserstraße als verlässlichen Verbindung an die deutschen Seehäfen, hier insbesondere den Hafen Hamburg. Sachsen setzt sich dafür ein, die Schiffbarkeit der Elbe zu erhalten und dort, wo es möglich ist, zu verbessern. Gerade Groß- und Schwerlasttransporte sind teilweise auf die Wasserstraße angewiesen. Deshalb sollen Häfen, Schiene, Straße und Wasserstraße als gemeinsames System gedacht werden, in dem die einzelnen Verkehrsträger sinnvoll ineinandergreifen.
  • In dem vorbezeichneten Verfahren vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts werden die weiteren Verhandlungstermine vom 21. Mai 2026 bis 30. April 2027 wie folgt mitgeteilt (Beginn jeweils 09:30 Uhr): Donnerstag, 21.05.2026 Freitag, 22.05.2026 Dienstag, 26.05.2026 Mittwoch, 27.05.2026 Dienstag, 02.06.2026 Mittwoch, 03.06.2026 Dienstag, 09.06.2026 Mittwoch, 10.06.2026 Dienstag, 16.06.2026 Mittwoch, 17.06.2026 Dienstag, 23.06.2026 Mittwoch, 24.06.2026 Dienstag, 30.06.2026 Mittwoch, 01.07.2026 Donnerstag, 30.07.2026 Freitag, 31.07.2026 Dienstag, 04.08.2026 Mittwoch, 05.08.2026 Dienstag, 11.08.2026 Mittwoch, 12.08.2026 Dienstag, 18.08.2026 Mittwoch, 19.08.2026 Dienstag, 08.09.2026 Mittwoch, 09.09.2026 Dienstag, 29.09.2026 Mittwoch, 30.09.2026 Dienstag, 06.10.2026 Dienstag, 20.10.2026 Mittwoch, 21.10.2026 Dienstag, 27.10.2026 Mittwoch, 28.10.2026 Donnerstag, 05.11.2026 Freitag, 06.11.2026 Donnerstag, 12.11.2026 Freitag, 13.11.2026 Donnerstag, 19.11.2026 Freitag, 20.11.2026 Donnerstag, 26.11.2026 Freitag, 27.11.2026 Donnerstag, 03.12.2026 Freitag, 04.12.2026 Donnerstag, 10.12.2026 Freitag, 11.12.2026 Donnerstag, 17.12.2026 Freitag, 18.12.2026 Dienstag, 05.01.2027 Mittwoch, 06.01.2027 Dienstag, 12.01.2027 Mittwoch, 13.01.2027 Dienstag, 19.01.2027 Mittwoch, 20.01.2027 Dienstag, 26.01.2027 Mittwoch, 27.01.2027 Donnerstag, 04.02.2027 Freitag, 05.02.2027 Donnerstag, 11.02.2027 Freitag, 12.02.2027 Donnerstag, 18.02.2027 Freitag, 19.02.2027 Donnerstag, 25.02.2027 Freitag, 26.02.2027 Dienstag, 02.03.2027 Mittwoch, 03.03.2027 Dienstag, 09.03.2027 Mittwoch, 10.03.2027 Dienstag, 16.03.2027 Mittwoch, 17.03.2027 Dienstag, 23.03.2027 Mittwoch, 24.03.2027 Dienstag, 30.03.2027 Mittwoch, 31.03.2027 Donnerstag, 08.04.2027 Freitag, 09.04.2027 Donnerstag, 15.04.2027 Freitag, 16.04.2027 Donnerstag, 22.04.2027 Freitag, 23.04.2027 Donnerstag, 29.04.2027 Freitag, 30.04.2027
  • Chemnitz Durchsuchungen wegen Kinderpornografie Zeit: 12.05.2026 Ort: Stadtgebiet (1405) Im Kampf gegen Kinderpornografie durchsuchte die Chemnitzer Kriminalpolizei am Dienstag erneut mehrere Wohnungen. Unterstützung erhielten die Kriminalbeamten dabei von der sächsischen Bereitschaftspolizei. Die Beamten setzten acht Durchsuchungsbeschlüsse in Chemnitz um, denen verschiedene Ermittlungsverfahren wegen Besitzes bzw. Verschaffung von Kinderpornografie zugrunde lagen. Unangekündigten Besuch von der Polizei erhielten somit insgesamt acht Männer im Alter zwischen 29 und 72 Jahren (alle deutsch). Die Beamten stellten zahlreiche Speichermedien sicher, die nun ausgewertet werden. Darunter befinden sich insgesamt 18 Handys, 16 Computer sowie über 50 weitere Speichermedien. Im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen erfolgten keine Festnahmen der Beschuldigten. (ds) Fahren unter Betäubungsmitteln führt zu weiteren Anzeigen Zeit: 13.05.2026, 19:30 Uhr Ort: OT Kappel (1406) Am Mittwochnachmittag befuhr ein 18-Jähriger mit einem Elektrokleinstfahrzeug die Stollberger Straße in Chemnitz. Der darauf beabsichtigten Kontrolle entzog sich der Fahrer zunächst, indem er versuchte zu Fuß zu flüchten, konnte jedoch kurz darauf gestellt werden. Bei der anschließenden Kontrolle ergaben sich Hinweise, dass der Tatverdächtige unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Weiterhin wurden im Rahmen der weiteren Maßnahmen zwei Tütchen mit weißer Substanz, ungewöhnliche Summen Bargeld sowie ein Reizstoffsprühgerät fest- und sichergestellt. Bei der sich anschließenden gerichtlich bestätigten Wohnungsdurchsuchung wurden zudem zwei Mobiltelefone sichergestellt. Gegen den 18-Jährigen wird nun wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, sowie des Fahrens unter berauschenden Mitteln ermittelt. (wea) Landkreis Mittelsachsen Garteneinbrecher wurde rabiat Zeit: 13.05.2026, 05:20 Uhr Ort: Hainichen (1407) Ein Gartenbesitzer (49) ertappte einen mutmaßlichen Einbrecher in seinem Gartengrundstück an der Pflaumenallee. Der Unbekannte hatte die Laubentür aufgebrochen und nach bisherigen Erkenntnissen Stromkabel von Elektrogeräten abgeschnitten sowie Werkzeug entwendet. Der Gartenbesitzer sprach den Eindringling an, woraufhin dieser mit seinem Fahrrad flüchtete. Der 49-Jährige nahm mit einem E-Scooter die Verfolgung auf. In der Oederaner Straße kam es zu einem Gerangel und der Dieb zu Fall. Dabei verlor er Diebesgut. Er ergriff erneut die Flucht, wobei er seinen Verfolger attackierte. Der 49-Jährige erlitt leichte Verletzungen, die aber keiner sofortigen medizinischen Behandlung bedurften. Ob der Unbekannte weitere Beute gemacht hat und wie hoch der Stehlschaden insgesamt ist, wird noch geprüft. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 1.500 Euro. Der Unbekannte mit hellem Teint, schlanker Statur und kurzen Haaren wurde auf etwa 40 bis 50 Jahre geschätzt und sprach Deutsch. Die Polizei ermittelt wegen räuberischen Diebstahls. (ds) Verkehrsunfall mit einem schwer Verletzten Zeit: 13.05.2026, 19:24 Uhr Ort: Hartmannsdorf, Bundesautobahn 72, Hof - Leipzig (1408) Der 25-jährige Fahrer eines Kleintransporters Daimler-Benz befuhr am Mittwochabend die Bundesautobahn 72 in Richtung Leipzig. Am Kilometer 111,7 verlor er beim Wiedereinscheren nach einem Überholvorgang die Kontrolle über den Transporter, kam nach rechts ins Bankett von der Fahrbahn ab und kam hinter der Leitplanke auf der Beifahrerseite zum Liegen. Der Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und in der Folge in ein Krankenhaus gebracht. Am Transporter entstand Totalschaden. Weiterhin wurden das Bankett und die Leitplanke beschädigt. Der Gesamtsachschaden wurde mit 50.000 Euro beziffert. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste der rechte Fahrstreifen gesperrt werden. (Mu) Erzgebirgskreis Fußgängerin schwer verletzt Zeit: 13.05.2026, 09:45 Uhr Ort: Schneeberg (1409) Von der Bruno-Dost-Straße nach links auf den Parkplatz eines Einkaufsmarktes bog am Mittwoch der 63-jährige Fahrer eines Pkw Opel ab. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einer auf dem Parkplatz in Richtung des Einkaufsmarktes laufenden Fußgängerin (78). Die 78-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Am Pkw entstand Sachschaden in Höhe von etwa 200 Euro. Der Opel-Fahrer blieb zwar unverletzt, stellte sich aber dennoch einem Arzt vor – zur Blutentnahme. Ein mit dem Mann (deutsche Staatsangehörigkeit) durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,88 Promille. Es wird wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. (Kg) Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang Zeit: 13.05.2026, 21:40 Uhr Ort: Olbernhau (1410) Am Mittwochabend ereignete sich ein tödlicher Verkehrsunfall auf der Kleinneuschönberger Straße. Dabei fuhr ein Pkw Honda, besetzt mit einem 18-jährigen Fahrer und einem 20-jährigen Beifahrer, in Richtung Reukersdorf. Aus bisher ungeklärter Ursache kam der Honda nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit einem Baum. Der Fahrer erlitt schwerste Verletzungen, an welchen er noch am Unfallort verstarb. Der 20-jährige Beifahrer wurde schwer verletzt und durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Der entstandene Sachschaden beträgt schätzungsweise 8.000 Euro. Die Ermittlungen zur Unfallursache wurden durch den Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion Chemnitz aufgenommen. (we) PKW kollidierte mit einem Baum Zeit: 13.05.2026, 21:50 Uhr Ort: Zwönitz (1411) Der 19-jährige Fahrer des Pkw Audi befuhr am Mittwochabend die Dorfchemnitzer Straße (S257) aus Richtung Zwönitz in Richtung Dorfchemnitz. In einer Rechtskurve verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug und verletzte sich bei der Kollision mit einem Baum leicht. Der Fahrer wurde durch Rettungskräfte zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus verbracht. Die Feuerwehr kam zur Ausleuchtung der Unfallstelle zum Einsatz. Es entstand Sachschaden von insgesamt 16.000 Euro. Die Fahrbahn wurde kurzzeitig voll gesperrt. (LA) Betrüger erfolgreich Zeit: 21.02.2026, 10:00 Uhr bis 12.05.2026, 16:00 Uhr Ort: Lugau/Erzgeb. (1412) Im Februar dieses Jahres wurde ein 78-Jähriger über eine Werbeanzeige im Internet auf ein Unternehmen aufmerksam. Dort wurden, auch bei kleinen Anlagen, hohe Gewinne versprochen. Der 78-Jährige zahlte einen niedrigen 3-stelligen Betrag ein, woraufhin er telefonisch von einem angeblichen Mitarbeiter des Unternehmens kontaktiert wurde. Er legte ein Konto an und investierte in mehreren Überweisungen insgesamt 13.000 Euro. Auf seinem angeblichen Konto wurden ihm horrende Gewinne suggeriert. Daraufhin wollte er sich einen Betrag im hohen 6-stelligen Bereich auszahlen lassen. In der Folge wurde er durch das Investmentunternehmen kontaktiert und ihm vermittelt, dass er für die Auszahlung in dieser Höhe eine Vorsteuer von 22738,12 Euro zahlen müsse. In der Hoffnung auf den Gewinn überwies der 78-Jährige auch diese Summe. Ein Gewinn wurde ihm allerdings nicht ausgezahlt. Er nahm telefonisch Kontakt auf und erfragte den Stand der Auszahlung. Doch anstatt Geld zu bekommen forderte ein Mitarbeiter die Zahlung weiterer 10.000 Euro zum Schutz vor Geldwäsche. Nunmehr ahnte der 78-Jährige, dass er auf eine Betrugsmasche hereingefallen war. Die 10.000 Euro überwies er nicht mehr. Stattdessen erstatte er Anzeige bei der Polizei, die nunmehr die Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen hat. Schlussendlich entstand ihm ein Schaden von mehr als 35.000 Euro. (Mu)
  • Das Semiconductor Talent Incubation Program (STIPT) wird auch im kommenden Jahr fortgeführt. Studierende mit Schwerpunkt MINT können sich im Zuge dessen für einen sechsmonatigen Auslandsaufenthalt bewerben, der Studien an einer taiwanesischen Universität mit einem Praktikum bei TSMC, einem der weltgrößten Halbleiter-Hersteller, kombiniert. Für den Zeitraum Februar bis August 2027 stehen 100 Plätze zur Verfügung. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK), der TU Dresden und der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited (TSMC). Wegen des großen Interesses aus anderen Bundesländern und der Bedeutung des sächsisch-taiwanesischen Projekts für die Zukunft des Halbleiterstandorts Deutschland wird es nach erfolgreichem Auftakt inzwischen bundesweit angeboten. Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: »Mit Blick auf die dringend benötigten Fachkräfte in der Halbleiterleiter-Industrie in Sachsen und Deutschland verfolgt das STIPT das Ziel, den Fachkräftenachwuchs zu sichern und setzt dabei gezielt schon im Studium an. Das Programm hat sich etabliert und bietet eine qualitativ sehr hochwertige Ausbildung in enger Partnerschaft zwischen den Wissenschaftseinrichtungen und TSMC.« Bisher haben mehr als 100 Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen der Ingenieurs- und Naturwissenschaften, darunter Elektrotechnik, Mikroelektronik, Nanoelektronik, Werkstoffkunde, Mechatronik, Maschinenbau, Gerätetechnik, Automatisierungstechnik, Robotik, Sensortechnologie, Physik und Chemie, das Angebot genutzt. Die Exzellenzuniversität TU Dresden administriert das Programm im Auftrag des SMWK und organisiert mit dem Saxon Science Liaison Office Taiwan den Austausch mit Partner-Universitäten und TSMC in Taiwan. Insgesamt stellen Bund und Freistaat rund 900.000 Euro pro Jahr zur Finanzierung von STIPT zur Verfügung. Dabei beteiligt sich der Bund zu 40 Prozent an den Kosten.