Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Fahrraddiebstahl aus Keller | Kradfahrer schwer verletzt | Pkw überschlug sich
Chemnitz Fahrraddiebstahl aus Keller Zeit: 30.06.2026 02:00 Uhr – 10.07.2026 10:05 Uhr Ort: Kapellenberg (2031) In einem Mehrfamilienhaus auf der Neefestraße wurde durch unbekannte Täter ein Kellerabteil aufgehebelt. Im Anschluss wurden zwei E-Bikes der Marke Cube, ein Mountainbike der Marke Bulls und ein Gasgrill entwendet. Es entstand ein Diebstahlschaden von 8.500 Euro sowie ein geringer Sachschaden. (scto) Kellereinbruch in Mehrfamilienhaus Zeit: 03.07.2026 15:00 Uhr – 10.07.2026 16:00 Uhr Ort: Yorckgebiet (2032) Unbekannte Täter drangen in die Kellerräumlichkeiten eines Mehrfamilienhauses in der Clausewitzstraße ein. Dabei wurde ein Komplettset Aluminiumfelgen und mehrere Schuhe entwendet. Der Diebstahlschaden beläuft sich auf 1.000 Euro, der Sachschaden liegt im niedrigen zweistelligen Bereich. (scto) Mobile Toiletten angezündet Zeit: 10.07.2026, 22:45 Uhr Ort: Schloßchemnitz (2033) Am gestrigen Abend entzündeten unbekannte Täter mit bisher unbekanntem Mittel zwei mobile Toiletten, welche am Konkordia-Park abgestellt waren. Diese wurden durch das Feuer völlig zerstört. Der Sachschaden wird auf etwa 2.000 Euro beziffert. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. (uhda) Landkreis Mittelsachsen Kabel gestohlen - 50.000 Euro Schaden Zeit: 09.07.2026, 21:45 Uhr bis 10.07.2026, 04:50 Uhr Ort: Penig (2034) Unbekannte Täter verschafften sich nach Aufbrechen eines Schlosses Zugang auf ein Firmengelände in der Dittmannsdorfer Straße. In der Folge rollten sie von einer Kabelrolle rund 250 Meter Elektrokabel ab und entwendeten dieses. Der Wert des Kabels wurde auf rund 50.000 Euro beziffert. Weiterhin entstand ein Sachschaden von etwa 100 Euro. (ju/uhda) E-Bike gestohlen Zeit: 09.07.2026, 17:30 Uhr bis 10.07.2026, 06:30 Uhr Ort: Waldheim, OT Schönberg (2035) In der Nacht zum Freitag verschafften sich Unbekannte Zutritt in ein Mehrfamilienhaus in der Straße Auf der Goldenen Höhe. Dort begaben sie sich in den Kellerbereich und brachen vier Kellerboxen auf. Aus einer stahlen sie anschließend ein schwarz-blaues E-Bike Focus Jam im Wert von rund 4.600 Euro. Der Sachschaden summiert sich auf rund 300 Euro. (ju) Brennende Strohballen sorgten für Einsatz der Feuerwehr Zeit: 10.07.2026, 23:25 Uhr Ort: Mittweida, OT Lauenhain (2036) In der gestrigen Nacht standen mehrere Strohballen an verschiedenen Orten um Mittweida in Brand. Nach einem ersten Brandausbruch im Bereich der Sonnenstraße, bei welchem mehrere Strohballen auf dem Feld nach ersten Erkenntnissen in Brand gesteckt wurden, kam es in der weiteren Folge zur Feststellung von drei weiteren Brandorten im näheren Umfeld (Bleichweg/ Auengrund / weiteres Feld in Richtung Lauenhain). Auch hier wurden Strohballen in Brand gesetzt. Tatverdächtige konnten trotz sofort eingesetzter Kräfte keine festgestellt werden. Durch die Kameraden der Feuerwehr kam weiterhin eine Wärmebilddrohne zum Einsatz. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann derzeit noch nicht genau beziffert werden. (uhda) Drei Verletzte nach Abbiegeunfall Zeit: 10.07.2026, 07:05 Uhr Ort: Jahnatal, OT Obersteina (2037) Die Fahrerin (41) eines Pkw Skoda befuhr die K7509 aus Richtung Zaschwitz kommend und bog an der Einmündung K7509/ S35 nach links auf die Mügelner Straße in Fahrtrichtung Mügeln ab. Am Ende des Abbiegevorganges kam es zum Zusammenstoß mit einem Pkw VW, dessen Fahrerin (56) auf der Mügelner Straße (S35) aus Richtung Mügeln in Fahrtrichtung Obersteina unterwegs war. Beide Fahrerinnen als auch ein Insasse (17) des Skoda erlitten leichte Verletzungen. Ersten Erkenntnissen zufolge waren beide Fahrzeugführerinnen nicht ausreichend weit rechts gefahren. Der Verkehrsunfalldienst der Chemnitzer Verkehrspolizei führt die weiteren Ermittlungen. (ju) Kradfahrer schwer verletzt Zeit: 10.07.2026, 17:15 Uhr Ort: Flöha, Staatsstraße 223 (2038) Ein 63-Jähriger befuhr am gestrigen Abend die Augustusburger Straße (S223) mit einem Kraftrad der Marke Royal Enfield von Augustusburg in Richtung Flöha. In einer Rechtskurve geriet er aus noch unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit zwei entgegenkommenden Pkw – einem Pkw Citroen (Fahrer: 69) und einem Pkw Opel (Fahrerin: 55). Durch die Zusammenstöße wurde der Kradfahrer schwer verletzt und musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus verbracht werden. Die Insassen der beiden Pkw blieben unverletzt. Aufgrund der notwendigen Aufräumarbeiten und dem Einsatz von Abschleppdiensten für das Kraftrad und den Opel musste die Straße für circa 2,5 Stunden voll gesperrt werden. Es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro. (weto) Erzgebirgskreis Einbruch in Wohnung - Bargeld entwendet Zeit: 10.07.2026, 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr Ort: Stollberg (2039) Im Verlaufe der gestrigen Mittagsstunden hebelten unbekannte Täter die Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus in der Albrecht-Dürer-Straße auf und gelangten so in diese hinein. Die Räumlichkeiten wurden komplett durchwühlt und nach ersten Erkenntnissen Bargeld entwendet. Der derzeitig bekannte Stehlschaden beträgt circa 3.700 Euro. Der Sachschaden an der Wohnungseingangstür wurde mit 500 Euro beziffert. (uhda) Pkw überschlug sich Zeit: 10.07.2026, 17:20 Uhr Ort: Drebach, OT Scharfenstein (2040) Ein Pkw Fiat (Fahrer: 60) fuhr gestern Abend auf der Scharfensteiner Straße in Richtung Zschopau. In einer Kurve kam der Fahrer nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Hang. Durch den Aufprall überschlug sich der Pkw und kam auf dem Dach zum Liegen. Der Fahrzeugführer wurde leicht verletzt und musste ambulant behandelt werden. Der Pkw Fiat war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Entstanden ist ein Gesamtsachschaden in Höhe von rund 15.000 Euro. (weto) -
Mehrfach aufgefallen - Festnahme | Brand in leerstehendem Gebäude | Phantomfrachtführer aus dem Verkehr gezogen - Festnahme
Chemnitz Mehrfach aufgefallen - Festnahme Zeit: 09.07.2026 Ort: OT Zentrum und OT Bernsdorf (2019) Nachdem ein 36-Jähriger in den vergangenen Tagen mehrfach mit Straftaten in Erscheinung getreten war, klickten gestern die Handschellen. Polizisten wurden gestern Abend von einem Geschäftsinhaber (54) in der Straße der Nationen angesprochen, weil er einen mutmaßlichen Ladendieb wiedererkannt hatte. Den Angaben zufolge hatte dieser am Dienstag ein Paar Schuhe im Wert von ca. 40 Euro entwendet. Als der Ladeninhaber ihn angesprochen hatte und festhalten wollte, drohte der Dieb mit einem Pfefferspray, wodurch ihm die Flucht gelungen war. Weil der Tatverdächtige bereits am selben Tag als auch in den zurückliegenden Tagen mit weiteren Delikten in Erscheinung getreten war, folgte die vorläufige Festnahme. Neben zwei Ladendiebstählen im Stadtzentrum fiel er am Donnerstag mit einem weiteren räuberischen Diebstahl in Bernsdorf auf. Er steht im Verdacht, vormittags in einer Kantine in der Reichenhainer Straße den Küchenbereich betreten und dort Lebensmittel verspeist zu haben. Nachdem er der Küche verwiesen wurde, bestellte er Speisen im Gesamtwert von einigen Euro, bezahlte aber nicht und ging. Als ein Mitarbeiter ihn zum Zahlen aufforderte, warf er mit einem Besteckmesser in Richtung des Mitarbeiters. Dieser blieb unverletzt. Gegen den 36-Jährigen wurde in jüngster Vergangenheit u. a. auch wegen sexueller Belästigung, Sachbeschädigung und Körperverletzung Anzeige erstattet. So hatte er am Mittwoch in einer Straßenbahn zwei Mädchen (17) ans Gesäß gefasst und vergangene Woche im Park der Opfer des Faschismus auf das Dach eines geparkten Autos (Sachschaden: etwa 300 Euro) und anschließend einen Zeugen (20) geschlagen. Bei einer richterlichen Vorführung ist heute ein Haftbefehl erlassen worden. Polizisten brachten den afghanischen Staatsangehörigen in eine Justizvollzugsanstalt. (ds) Drogenfahrt aufgedeckt Zeit: 09.07.2026, 15:50 Uhr Ort: OT Siegmar, Bundesautobahn 72, Leipzig – Hof (2020) Ein mit Warnblinklicht auf dem Standstreifen haltendes Fahrzeug zog die Aufmerksamkeit einer Streifenwagenbesatzung des Chemnitzer Autobahnpolizeireviers auf sich. Die Beamten hielten hinter dem Pkw Dacia nahe der Anschlussstelle Chemnitz-Süd an, als dieser sich plötzlich in Bewegung setzte. Beim Losfahren ruckelte das Auto, weil der Motor offensichtlich mehrfach zum Abwürgen gebracht wurde. Das Verhalten führte dazu, dass sich die Beamten entschlossen, den Autofahrer zu kontrollieren. Sie lotsten ihn von der Autobahn zu einem Parkplatz in der Mauersbergerstraße, wobei er offenbar Schwierigkeiten hatte, im Kurvenbereich die Spur zu halten. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 46-jährige Fahrer (serbische Staatsangehörigkeit) unter Drogeneinfluss stand. Ein Vortest verlief positiv auf Kokain. Wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr folgten eine entsprechende Anzeige, eine Blutentnahme sowie die Sicherstellung seines Führerscheins. (ds) Pedelec-Fahrer schwer verletzt Zeit: 09.07.2026, 14:45 Uhr Ort: OT Wittgensdorf (2021) Ein 66-jähriger Pedelec-Fahrer fuhr am Donnerstagnachmittag von der Alten Herrenhaider Straße aus Richtung Hartmannsdorfer Straße kommend nach links auf die Obere Hauptstraße in Richtung Wittgensdorf. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem Pkw Ford, dessen Fahrer (30) die Obere Hauptstraße aus Richtung Leipziger Straße in Richtung Wittgensdorf befuhr. Der Pedelec-Fahrer erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 6.000 Euro. (Kg) Erheblicher Leitplankenschaden nach Unfall Zeit: 09.07.2026, 16:45 Uhr Ort: OT Kleinolbersdorf-Altenhain (2022) Am Donnerstagnachmittag befuhr der 70-jährige Fahrer eines Pkw Kia die Zschopauer Straße (B 174) landwärts und wollte diese nach derzeitigem Kenntnisstand an der Ausfahrt Altenhain verlassen. Offenbar fuhr er zu spät in die Ausfahrt ein, kam dabei von der Fahrbahn ab und fuhr auf die Leitplanke, auf der der Kia nach gut 80 Metern zum Stehen kam. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 22.000 Euro. (Kg) Landkreis Mittelsachsen Brand in leerstehendem Gebäude Zeit: 10.07.2026, 03:00 Uhr polizeibekannt Ort: Döbeln (2023) Über die Rettungsleitstelle erhielt die Polizei in der Nacht zu Freitag Kenntnis von einem Brand in einem leerstehenden Gebäude in der Industriestraße. Alarmierte Kameraden der Feuerwehr löschten die Flammen. Verletzt wurde niemand. Nach derzeitigem Kenntnisstand kann ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Der entstandene Sachschaden wird auf eine niedrige fünfstellige Summe geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen. (mou) Fahrradfahrerin bei Auffahrunfall verletzt Zeit: 09.07.2026, 17:20 Uhr Ort: Claußnitz, OT Markersdorf (2024) Die Hauptstraße (B 107) in Richtung Burgstädt befuhren am Donnerstag eine 52-jährige Fahrradfahrerin und die 53-jährige Fahrerin eines Pkw Toyota. Als die Autofahrerin hinter einem Linienbus verkehrsbedingt anhielt, fuhr die Fahrradfahrerin auf den Pkw. Infolgedessen stürzte die 52-Jährige und erlitt leichte Verletzungen. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 2.000 Euro. (Kg) Erzgebirgskreis Phantomfrachtführer aus dem Verkehr gezogen - Festnahme Zeit: 09.07.2026, 09:20 Uhr polizeibekannt Ort: Aue-Bad Schlema, OT Aue (2025) In Zusammenarbeit zwischen Firmenmitarbeitern und der Polizei ist es am gestrigen Donnerstag gelungen, einen Betrug durch sogenannte Phantomfrachtführer zu verhindern. Es ging um Metall mit einem Warenwert von mehr als 260.000 Euro. Und so nahm der verhinderte Betrug seinen Lauf: Ein Unternehmer aus Sachsen-Anhalt hatte bei einer Auer Firma rund 25 Tonnen eines metallischen Werkstoffes erworben. Das Metall sollte ursprünglich durch ein im Erzgebirge ansässiges Transportunternehmen ausgeliefert werden. In Ermangelung verfügbarer Fahrzeuge musste der zuständige Disponent die Transportleistung über eine Frachtenbörse ausschreiben. Daraufhin bekam eine seriös erscheinende Spedition den Zuschlag. Als der angebliche Spediteur für die Zufahrterlaubnis des erwarteten Lkw-Gespanns in die Auer Firma erst ein polnisches und dann ein niederländisches Kennzeichen der Zugmaschine meldete, wurde der Mitarbeiter der Transportfirma aus dem Erzgebirge stutzig. Kurzerhand nahm er Kontakt mit den tatsächlichen Verantwortlichen der scheinbar beauftragten Spedition auf. Es stellte sich heraus, dass unbekannte Täter die Firmendaten in betrügerischer Absicht unbefugt genutzt hatten, um an den Lieferauftrag und in der Konsequenz an das Metall zu kommen. Als der angemeldete Sattelschlepper Donnerstagmorgen auf das Auer Firmengelände eingefahren war, nahmen sich alarmierte Polizisten dem Fahrzeuggespann und seinem Fahrer (61, belgisch) an. Der Fernfahrer wurde vorläufig festgenommen und der Lkw samt Sattelauflieger beschlagnahmt. Während der anschließenden polizeilichen Maßnahmen in einem Polizeirevier stellte sich nicht nur heraus, dass der 61-Jährige im ständigen telefonischen Austausch mit einem derzeit noch unbekannten Hintermann gestanden hatte, sondern er auch nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zum Führen des Lkw-Gespannes ist. Nach Abschluss aller erforderlichen polizeilichen Maßnahmen, den Sicherstellungen diverser Beweismittel und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Chemnitz wurde die Festnahme des belgischen Staatsbürgers am Abend aufgehoben. Er wurde aus dem Polizeirevier entlassen und wird sich wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen. Für den Lkw musste er außerdem einen berechtigten Ersatzfahrer organisieren. Warendiebstähle durch derartige Phantomfrachtführer (Scheinfirmen) sind ein zunehmendes bundes- und europaweites Phänomen. Die Polizei rät insbesondere Unternehmen, sich eingehend mit der Betrugsmasche (engl. auch fake carrier) auseinanderzusetzen. Berufs- und Versicherungsverbände haben sich der Thematik bereits im Sinne der Prävention oder auch geeigneten Schulungsmaßnahmen angenommen. (Ry) Mann nach mehreren Delikten festgenommen Zeit: 03.07.2026 bis 08.07.2026 Ort: Schwarzenberg und Aue-Bad Schlema, OT Aue (2026) Die Polizeidirektion Chemnitz berichtete diese Woche über eine räuberische Erpressung am Montag, bei der ein Mann in einem Geschäft am Neustädter Ring zwei Honiggläser erbeutet hatte (siehe Medieninformation Nr. 250, Meldung 1993). Bereits am Folgetag gelang es den Beamten, den Tatverdächtigen (43/deutsch) zu identifizieren und ihn schließlich festzunehmen. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hatten am Mittwochabend die Polizei verständigt, weil ein Mann den Ablauf in einem Geschäft am Altmarkt in Aue störte. Eingesetzte Beamte stellten dann bei der Identitätsfeststellung fest, dass es sich um den Mann handelte, der im Verdacht steht, bereits die Tat am Montag in Schwarzenberg begangen zu haben. Aufgrund dessen, dass der 43-Jährige in der jüngsten Vergangenheit darüber hinaus weitere Male polizeilich in Erscheinung getreten war (u. a. wegen Körperverletzungsdelikten und Diebstahl), nahmen die Polizisten ihn an Ort und Stelle vorläufig fest. Denn: Der Tatverdächtige war beispielsweise am zurückliegenden Freitagabend, gegen 17:35 Uhr, in einem Einkaufsmarkt in der Eibenstocker Straße in Schwarzenberg gegenüber einer Mitarbeiterin (35) übergriffig geworden. Zunächst hatte er dort mehrere Kunden des Geschäftes belästigt und sie bei ihren Einkäufen gestört, woraufhin er von der 35-Jährigen zum Verlassen des Ladens aufgefordert wurde. Er soll die Mitarbeiterin daraufhin am Hals gepackt, leicht verletzt und beleidigt haben. Weitere Kunden eilten der Frau zu Hilfe, woraufhin er von ihr abließ und die Örtlichkeit verließ. Anschließend ereignete sich auch ein weiterer Vorfall in einem Geschäft in der Unteren Schloßstraße, welcher nach bisherigen Ermittlungen ebenfalls dem 43-Jährigen zugeschrieben werden kann. Zwei Mitarbeiterinnen (39, 52) waren von dem Mann beleidigt und eine von ihnen geschlagen worden. Anschließend hatte er das Geschäft vor Eintreffen der alarmierten Polizei verlassen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz wurde der Festgenommene am gestrigen Tag einem Richter am zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Dieser ordnete die Unterbringung des 43-jährigen Tatverdächtigen in einer Fachklinik an. (mou) Abgekommen und gegen Baum geprallt Zeit: 09.07.2026, 18:30 Uhr Ort: Zschorlau, OT Albernau (2027) Am Donnerstagabend befuhr der 24-jährige Fahrer eines Pkw VW die Bockauer Straße in Richtung Bockau. Ungefähr 400 Meter nach dem Ortsausgang Albernau kam der VW auf einer Gefällestrecke in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 11.000 Euro. Der 24-Jährige zog sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zu. Zudem besteht der Verdacht, dass der Mann zum Unfallzeitpunkt unter Medikamenteneinfluss stand. Für den deutschen Staatsangehörigen folgten eine Blutentnahme sowie eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Zu dieser kam noch eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis hinzu, da der Mann nicht im Besitz solch eines gültigen Dokumentes ist. (Kg) Einbruch in Büroraum Zeit: 09.07.2026, 00:45 Uhr bis 05:45 Uhr Ort: Annaberg-Buchholz (2028) In der Nacht zu Donnerstag schlugen Unbekannte eine Fensterscheibe eines Firmengebäudes in der Robert-Schumann-Straße ein und verschafften sich darüber Zutritt in ein Büro. Anschließend durchsuchten die Einbrecher die Räumlichkeit, versuchten erfolglos einen dort befindlichen Tresor zu öffnen und entwendeten letztlich ein etwas Bargeld. Angaben zum entstandenen Sachschaden stehen noch aus. (mou) Knapp 100.000 Euro Sachschaden bei Unfall Zeit: 10.07.2026, 01:10 Uhr Ort: Annaberg-Buchholz (2029) In der Nacht zum Freitag befuhr der 27-jährige Fahrer eines Pkw Renault die Lindenstraße aus Richtung Geyersdorfer Straße in Richtung Große Kirchgasse. Dabei kam der Renault nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem am rechten Fahrbahnrand parkenden Pkw Skoda. Durch den Anstoß wurde der Skoda auf einen davor parkenden Pkw Hyundai und dieser wiederum auf einen davor parkenden Pkw Seat geschoben. Es entstand Sachschaden an den vier Autos in Höhe von insgesamt etwa 96.000 Euro. Der 27-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Zudem stand der Mann zum Unfallzeitpunkt offenbar unter Alkoholeinfluss. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,54 Promille. Für den deutschen Staatsangehörigen folgten eine Blutentnahme sowie eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. (Kg) -
Zeugnisse für angehende Forstwirtinnen und Forstwirte
Der sächsische Wald ist auch ein Ort der Ausbildung junger Fachkräfte: Am heutigen 10. Juli konnte Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, Utz Hempfling 61 Absolventinnen und Absolventen der Forstwirtausbildung des Jahrgangs 2023/2026 am Forstlichen Bildungszentrum in Bad Reiboldsgrün (Vogtlandkreis) gratulieren und ihnen die Zeugnisse überreichen. Bereits ab dem 1. September beginnt der neue Jahrgang seine Ausbildung im Wald. Probleme, die Ausbildungsstellen zu besetzen, gibt es nicht: Auf eine Ausbildungsstelle bei Sachsenforst entfielen über 6 Bewerberinnen und Bewerber. Landesforstpräsident Utz Hempfling zeigte sich erfreut über die vielen wichtigen Nachwuchskräfte: »Ich wünsche den Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2026 auf ihrem weiteren beruflichen Weg viel Erfolg bei ihrer Arbeit im und für den Wald. Als gut ausgebildete Fachkräfte sind sie unverzichtbar für die Herausforderungen der Waldbewirtschaftung heute und in Zukunft. Zunehmende Trockenperioden, Schadereignisse und die vielfältigen gesellschaftlichen Erwartungen an den Wald erfordern den Einsatz professioneller Forstleute mit einem Blick für das Ganze. Die 3-jährige und thematisch breit angelegte Ausbildung bildet für die angehenden Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter eine sehr gute Grundlage.« Gesuchte Fachkräfte für den Arbeitsmarkt Den besten diesjährigen Abschluss erreichte Niklas Meier aus dem Forstbezirk Chemnitz. Mit einer Durchschnittsnote von 1,3 erzielte er das Spitzenergebnis seines Jahrganges, der sich in Prüfungen zu den Themengebieten Holzernte und Forsttechnik, Waldwirtschaft und Landschaftspflege sowie Naturschutz bis hin zu Wirtschafts- und Sozialkunde beweisen musste. Die Anstrengungen haben sich gelohnt, denn die Berufsaussichten sind gut. Nicht nur in der Forstwirtschaft, sondern unter anderem auch in der Garten- und Landschaftspflege werden die gut qualifizierten Fachleute gesucht. Auch in der staatlichen Forstverwaltung bei Sachsenforst scheiden jährlich ca. 20 Forstwirtinnen und Forstwirte aus: »Wir können dem aktuellen Jahrgang 25 befristete und 8 unbefristete Stellen zur Verfügung stellen und würden uns über jede neue Kollegin und jeden neuen Kollegen im Dienste des sächsischen Staatswaldes freuen.«, berichtet Landesforstpräsident Utz Hempfling. Interesse an Grünen Berufen ungebrochen groß Anders als in vielen anderen Berufsfeldern kann bei der Ausbildung zur Forstwirtin bzw. zum Forstwirt zurzeit nicht von einem Bewerbermangel gesprochen werden. Trotz bereits hoher Ausbildungszahlen bewerben sich auf jede Stelle rund 6 junge Menschen. Das attraktive und oft heimatnahe Arbeitsumfeld, die vielfältigen Themenbereiche und die Möglichkeit, den sächsischen Wald für die Zukunft aktiv mitzugestalten, scheinen dabei wichtige Motivationen zu sein. Das Forstliche Bildungszentrum Bad Reiboldsgrün, welches im Jahr 2023 als überbetriebliche und berufsschulische Ausbildungsstätte eröffnet wurde, bietet moderne und zeitgemäße Rahmenbedingungen für eine hochwertige Ausbildung in Sachsen. Hintergründe Die Ausbildung der Forstwirtinnen und Forstwirte erfolgt in einem dualen System und dauert in der Regel drei Jahre. Die Auszubildenden absolvieren den praktischen Teil der Lehre überwiegend in Ausbildungsbetrieben in ganz Sachsen − davon etwa 30 Prozent bei forstlichen Dienstleistungsunternehmen, in Kirchenwald- und Privatwaldbetrieben oder in körperschaftlichen Ausbildungsbetrieben und 70 Prozent bei den insgesamt acht Ausbildungsforstbezirken von Sachsenforst. Die überbetriebliche Ausbildung, die Berufsschule sowie die zuständige Stelle für den Ausbildungsberuf Forstwirt/-in sind am Standort in Bad Reiboldsgrün gebündelt. Alle Informationen zur Forstwirtausbildung finden Sie im Internet unter: www.sachsenforst.de www.gruene-berufe.sachsen.de -
Geldwäsche geht uns alle an - Polizei informiert über Hintergründe, Maschen und Warnsignale
Verantwortlich: Stefan Heiduck Geldwäsche geht uns alle an - Polizei informiert über Hintergründe, Maschen und Warnsignale Viele Menschen verbinden Geldwäsche mit organisierter Kriminalität, internationalen Banden oder Millionenbeträgen. Tatsächlich können jedoch auch ganz normale Bürgerinnen und Bürger – oftmals ohne es zu wissen – in Geldwäschehandlungen verwickelt werden. Die Polizei informiert deshalb über die Hintergründe und zeigt auf, wie man sich schützen kann. Was ist Geldwäsche? Geldwäsche bedeutet, aus Straftaten erlangte Gelder oder andere Wertgegenstände (Bargeld, Bankguthaben, Sparbücher, Schmuck, Kunstwerke, Kryptowährungen, Aktien etc.) in den legalen Wirtschaftskreislauf einzuschleusen und deren kriminelle Herkunft zu verschleiern. Kriminelle erwirtschaften Geld beispielsweise durch Drogenhandel, Erpressung, Steuerhinterziehung, Betrug oder Cyberkriminalität und versuchen dessen inkriminierte Herkunft zu verschleiern. Ziel ist es, dass das Geld am Ende wie rechtmäßig erwirtschaftetes Vermögen aussieht. Man kann sich das als einen gestohlenen Gegenstand vorstellen, dessen Herkunft durch mehrfaches Weiterverkaufen verschleiert wird – nur dass es sich hierbei um Geld handelt. Warum ist Geldwäsche so gefährlich? Geldwäsche ist die Grundlage vieler weiterer schwerer Straftaten. Ohne die Möglichkeit, ihre Gewinne zu «waschen”, könnten kriminelle Organisationen ihre Geschäfte deutlich schwerer fortsetzen. Oft benötigen Täter dabei die Hilfe anderer Personen. Diese werden nicht selten durch geschickte Täuschung oder verlockende Angebote dazu gebracht, Geld weiterzuleiten oder ihr Bankkonto zur Verfügung zu stellen. Viele Betroffene erkennen zunächst gar nicht, dass sie Teil einer Straftat geworden sind. Aber, wer sein Konto anderen überlässt, macht sich möglicherweise zum Werkzeug von Betrügern und Geldwäschern. So funktionieren die Täter Kriminelle versuchen, die Spur des Geldes möglichst unübersichtlich zu machen. Dazu wird das Geld beispielsweise ● über zahlreiche Bankkonten weitergeleitet, ● in Kryptowährungen umgewandelt, ● über Scheinfirmen verschoben, ● für den Kauf hochwertiger Gegenstände verwendet oder ● ins Ausland transferiert. Je häufiger das Geld den Besitzer oder das Konto wechselt, desto schwieriger wird es für Ermittlungsbehörden, den ursprünglichen Straftaten zu folgen. Beispiele aus dem Alltag Anlagebetrug Sie entdecken im Internet eine vermeintlich sichere Geldanlage mit außergewöhnlich hohen Renditen. Auch die Eröffnung eines neuen Kontos ist Teil der Betrugsmasche. Anfangs werden Ihnen steigende Gewinne angezeigt und möglicherweise ausgezahlt. Leiten Sie dieses Geld nun wegen geforderter Steuern, Gebühren oder weiterer Einzahlungen auf andere Konten weiter, waschen Sie das Geld für die Täter. Anlagebetrug und Geldwäsche gehen deshalb oft Hand in Hand. Jobangebot als «Finanzagent” Sie erhalten per E-Mail, Messenger oder über soziale Netzwerke ein Stellenangebot. Für wenig Arbeit und hohe Bezahlung sollen Sie lediglich Geld auf Ihrem Konto empfangen und an andere Personen weiterleiten. Die Täter bezeichnen dies häufig als Zahlungsabwicklung oder Finanzmanagement. Tatsächlich handelt es sich in vielen Fällen um Geldwäsche. Das Geld stammt häufig aus Betrugsstraftaten. Romance Scam (Liebesbetrug) Nach einer längeren Internetbekanntschaft bittet die angebliche Partnerin oder der angebliche Partner um Hilfe. Sie sollen Geld empfangen, weiterleiten oder ein Konto für eine angebliche Notlage zur Verfügung stellen. Auch hierbei kann es sich um Geldwäsche handeln. Falsche Online-Shops Sie bestellen Waren bei einem kriminellen Online-Shop. Die Zahlung erfolgt auf ein privates Konto oder an ständig wechselnde Bankverbindungen. Das Geld verschwindet, die Ware wird nie geliefert und die Zahlung wird über weitere Konten verschoben. Verkauf über Online-Kleinanzeigen Sie verkaufen einen Artikel. Der Käufer überweist angeblich versehentlich einen deutlich höheren Betrag und bittet Sie, die Differenz an eine andere Person zurückzuüberweisen. Wenn die Zahlung an Sie aus einem Betrug stammt, so kann auch hier die Weiteleitung eine strafbare Geldwäsche darstellen. Verschleierung in Kryptowährungen Täter der beschriebenen Betrugsmaschen versuchen Bargeld, Bank- oder Paypal-Guthaben usw. in Bitcoin oder andere Kryptowährungen umzutauschen und an eine bestimmte Wallet-Adresse zu senden. Kryptowährungen werden häufig genutzt, um Geldströme international zu verschleiern. Werden Sie hierzu aufgefordert, seien Sie wachsam und kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei. Auch wenn Sie für Geldtransfers an andere Personen einen Teil des Geldes behalten dürfen oder Sie gebeten werden, Geld über internationale Zahlungsdienste oder ausländische Konten weiterzuleiten, sollten die Alarmglocken läuten. Grenzüberschreitende Geldbewegungen erschweren häufig die Nachverfolgung der Geldflüsse. Typische Warnsignale Seien Sie besonders aufmerksam, wenn… ● außergewöhnlich hohe Gewinne oder Provisionen versprochen werden, ● Sie Geld für unbekannte Personen empfangen oder weiterleiten sollen ● private Bankkonten für geschäftliche Zahlungen genutzt werden sollen ● Zahlungen über mehrere Konten oder Länder erfolgen ● ausschließlich Kryptowährungen verlangt werden ● Sie unter Zeitdruck gesetzt werden ● Geheimhaltung verlangt wird oder ● die Herkunft des Geldes nicht nachvollziehbar erklärt werden kann. Was sollten Sie tun? Wenn Ihnen eine Geldtransaktion ungewöhnlich erscheint, ● führen Sie keine Überweisung für fremde Personen aus, ● stellen Sie Ihr Konto und die zugehörigen Zugangsdaten niemandem zur Verfügung, ● hinterfragen Sie ungewöhnliche Zahlungswege, ● brechen Sie den Kontakt bei verdächtigen Angeboten ab, ● sichern Sie Nachrichten, Verträge und Zahlungsbelege und ● informieren Sie im Verdachtsfall Ihre Polizei und/oder Ihre Bank. Polizei appelliert an die Bevölkerung Kriminelle entwickeln ihre Betrugsmaschen ständig weiter. Besonders im Internet, über Messenger-Dienste oder soziale Netzwerke gelingt es ihnen immer wieder, Menschen für Geldwäsche zu missbrauchen. Die Polizei rät: Lassen Sie sich niemals dafür bezahlen, fremdes Geld über Ihr Konto an Unbekannte weiterzuleiten. Seriöse Arbeitgeber, Unternehmen oder Behörden werden Sie niemals auffordern, private Konten für geschäftliche Zahlungsabläufe zu nutzen. Wer Zweifel hat, sollte sich frühzeitig an die Polizei wenden. Ein gesundes Misstrauen kann der beste Schutz vor Geldwäsche und Betrug sein. -
Bundesrat stärkt Länderposition zur Zukunft der EU-Agrarpolitik – Sachsen fordert stabile Betriebe, verlässliche Budgets und klare europäische Leitplanken
Der Bundesrat hat heute (10.07.) der von Sachsen-Anhalt und Sachsen eingebrachten Entschließung zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 zugestimmt. Damit setzen die Länder ein deutliches Signal für eine starke, eigenständige und finanziell verlässlich ausgestattete europäische Agrarpolitik. Die Entschließung fordert unter anderem ein robustes GAP-Budget, die Ablehnung verpflichtender Kappungs- und Degressionsregelungen, eine dauerhafte Absicherung der ländlichen Entwicklung sowie eine deutliche Entlastung durch Bürokratieabbau. Im Mittelpunkt steht die Erwartung an die Bundesregierung, diese Positionen geschlossen in die laufenden EU-Verhandlungen einzubringen. Die Länder betonen, dass die GAP auch künftig ein eigenständiger Politikbereich bleiben muss – mit klaren europäischen Leitplanken, vergleichbaren Wettbewerbsbedingungen und einer auskömmlichen EU-Kofinanzierung für Umwelt, Klima- und Tierwohlmaßnahmen. Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch erklärt: »Rund 20 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe in Sachsen wären von den geplanten Kürzungen betroffen – sie bewirtschaften 80 Prozent der Fläche, beschäftigen 80 Prozent der Arbeitskräfte und halten 80 Prozent der Nutztiere. Eine verpflichtende Degression oder Kappung der Direktzahlungen würde unsere leistungsfähigen Strukturen massiv gefährden. Ich lehne diese Pläne klar ab und kämpfe seit Monaten in Brüssel und Berlin dafür, sie zu verhindern. Drei klar abgegrenzte Budgets sind notwendig: eine Basisförderung für alle Betriebe, praxistaugliche Umweltprogramme mit Gewinnanteil und eine auskömmliche Förderung für den ländlichen Raum. Die Ernährungssouveränität Europas ist wichtiger denn je. Dafür braucht es stabile Betriebe, echte Planungssicherheit durch solide ausgestattete Agrarförderung für die gesamte Förderperiode und weniger Bürokratie. Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten größere Spielräume bei der Ausgestaltung versprochen. Dies gilt es nun einzufordern, um in Deutschland und Sachsen den jetzigen Weg weiterzugehen.« Hintergrund Die Entschließung »Für eine Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028, die Einkommen sichert, Wettbewerbsfähigkeit erhält und die bestehenden Strukturen in Deutschland anerkennt« wurde am 12. Juni 2026 von Sachsen-Anhalt und Sachsen in den Bundesrat eingebracht. Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben sich der Initiative angeschlossen. Die Länder fordern insbesondere: * ein verlässliches GAP-Budget im Mehrjährigen Finanzrahmen der EU, * die Ablehnung verpflichtender Kappungs- und Degressionsregelungen, * die Sicherung der ländlichen Entwicklung als zentralen Bestandteil der GAP, * eine auskömmliche EU-Kofinanzierung für Agrarumwelt-, Klima- und Tierwohlmaßnahmen, * eine spürbare Entbürokratisierung der GAP ab 2028.