Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Die Stadt Leipzig hatte in der Vergangenheit mehrfach (zuletzt für den 1. März 2026) für Heimspieltage der BSG Chemie Leipzig mit erhöhtem Risiko (von der Polizei eingestuft als Spiel, bei dem Gewalttätigkeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind, sogenannte Hochrisikospiele) Allgemeinverfügungen erlassen, die das Mit-Sich-Führen von Baseballschlägern, Latten, mit Quarzsand gefüllten Handschuhen, Reizstoffsprühgeräten, die nicht unter das Waffengesetz fallen, Schutzwesten, Protektoren, Sturmhauben, missbräuchlich verwendeten Tüchern und Schals sowie Sonnenbrillen in Kombination mit anderen vermummenden Gegenständen untersagten. Räumlich betraf dieses Verbot ein Gebiet ausgehend vom Alfred-Kunze-Sportpark in nördlicher Richtung begrenzt durch den »Bauerngraben«, in östlicher Richtung durch die Gustav-Esche-Straße und Rathenaustraße, in südlicher Richtung durch die Philipp-Reis-Straße und in westlicher Richtung durch die Georg-Schwarz-Straße und Leipziger Straße sowie einschließlich der Auenstraße und der Straße Zum Waldbad bis zur »Alten Luppe«. Hiergegen wandte sich eine Klägerin, die innerhalb des räumlichen Geltungsbereichs einen Kleingarten besitzt. Sie meinte, durch entsprechende Allgemeinverfügungen in schwerwiegender Weise in ihrer allgemeinen Handlungsfreiheit eingeschränkt zu sein, weil sie regelmäßig für den Gartenaufenthalt Gegenstände bei sich führe, etwa Sonnenbrillen oder Gartengeräte, die unter das Verbot fielen. Mit seinem Urteil vom 25. März 2026 (Az. 3 K 3619/24) hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass die konkret angegriffene Allgemeinverfügung vom 19. November 2024 rechtswidrig gewesen ist, soweit ihr Geltungsbereich über den Alfred-Kunze-Sportpark hinausreichte. Zur Begründung heißt es im Urteil, das Sächsische Polizeibehördengesetz enthalte zwar eine Ermächtigung für die zuständigen Polizeibehörden, Anordnungen zu treffen, um Gefahren für Leib, Leben, Gesundheit oder bedeutende Sach- oder Vermögenswerte bei öffentlichen Veranstaltungen unter freiem Himmel zu begegnen, insbesondere das Mit-Sich-Führen bestimmter Gegenstände zu verbieten. Das betreffe aber lediglich den Veranstaltungsort selbst, etwa ein Fußballstadion, nicht jedoch angrenzende Gebiete. Dies zeige sowohl der Wortlaut des Gesetzes wie auch dessen Entstehungsgeschichte. Ein entsprechendes Verbot könne danach nur in zeitlicher Hinsicht auf den Zeitraum der Veranstaltung selbst wie auch in örtlicher Hinsicht beschränkt auf den konkreten Veranstaltungsort ergehen. Diesem Verständnis stehe auch nicht der Grundsatz effektiver Gefahrenabwehr entgegen. Denn insbesondere den spezifischen Gefahren im Vor- und Nachfeld von Fußballspielen könne durch zulässige polizeiliche Maßnahmen wie Identitätsfeststellungen, Durchsuchungen, Sicherstellungen und der Ingewahrsamnahme ausreichend begegnet werden. Da die Auslegung der maßgeblichen Regelungen des Polizeibehördengesetzes als Landesrecht in der Rechtsprechung bislang nicht abschließend geklärt ist, hat das Verwaltungsgericht die Berufung gegen sein Urteil zugelassen. Diese wurde nunmehr von der Stadt Leipzig erhoben, sodass das Sächsische Oberverwaltungsgericht mit der Sache befasst und zu einer abschließenden Entscheidung des Rechtsstreits berufen ist.
  • Verantwortlich: Moritz Peters (mp), Tom Erik Richter (tr) Verstoß gegen das Waffengesetz Ort: Schönwölkau (Brinnis), Sprödaer Weg Zeit: 10.05.2026, gegen 16:45 Uhr Gestern kam es im Revierbereich Delitzsch zu einem größeren Polizeieinsatz, bei dem ein 24-Jähriger vorläufig festgenommen wurde. Ein Zeuge alarmierte am Sonntagnachmittag die Polizei, da er auf einem Waldweg zwischen Brinnis und Spröda von einem ihm unbekannten jungen Mann angesprochen wurde, der ihm plötzlich zwei mutmaßliche Schusswaffen zeigte. Eine konkrete Bedrohung ging von ihm zu diesem Zeitpunkt nicht aus. Nachdem die Männer ihrer Wege gegangen waren, verständigte der Zeuge die Polizei. Da eine zukünftige Bedrohung nicht vollständig ausgeschlossen werden konnte, wurden Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen zur Unterstützung gerufen. Die verständigten Polizeibeamten konnten den beschriebenen Mann (24, deutsch) ohne Waffen später antreffen. Bei der freiwilligen Durchsuchung seiner Sachen wurden eine Patrone und eine Cliptüte mit einer kristallinen drogenverdächtigen Substanz gefunden. Da die nicht aufgefundenen Waffen sich möglicherweise in der Wohnung des 24-Jährigen befanden, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. In der Wohnung wurden verschiedene Beweismittel gefunden und sichergestellt. Der 24-Jährige wurde vorläufig festgenommen und in das Zentrale Polizeigewahrsam gebracht. Die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln dauern an. (mp) Damenschuh führt zu Haft Ort: Delitzsch, Lauesche Straße Zeit: 10.05.2026, gegen 12:50 Uhr Am Sonntagmittag wurden Polizeibeamte nach Delitzsch gerufen, weil ein Damenschuh für eine Waffe gehalten wurde. Kurz vor 13 Uhr meldeten Passanten eine männliche Person, welche in der Öffentlichkeit herumschrie und laut Aussage einer Zeugin auch eine Waffe bei sich führte. Im Zuge der Fahndung in der Umgebung wurde ein Tatverdächtiger (33, nigerianisch) festgestellt, auf welchen die Personenbeschreibung passte. Bei der Überprüfung führte er keine gefährlichen Gegenstände mit sich, und es wurden weder Personen verletzt noch bedroht. Nur ein auffälliger Damenschuh, der in Größe und Farbe der von den Zeugen beschriebenen Waffe ähnelte, wurde bei dem 33-Jährigen gefunden. Bei der Aufnahme seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann zwei Haftbefehle vorlagen. Aus diesem Grund wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Justizvollzugsanstalt Leipzig eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an. (mp) Verkehrsunfall bei Geithain Ort: Geithain, Altenburger Straße (B7) Zeit: 11.05.2026, 07:15 Uhr Am Montagmorgen kam es auf der B7 zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Männer verletzt wurden. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der auf der Altenburger Straße in Richtung Geithain fahrende 39-Jährige (deutsch) mit seinem Peugeot kurz vor dem Ortseingang in den Gegenverkehr, wo ihm ein 57-Jähriger in einem Mitsubishi entgegenkam. Die Fahrzeuge kollidierten frontal miteinander, wobei diese so schwer beschädigt wurden, dass sie abgeschleppt werden mussten. Die verletzten Fahrzeugführer wurden mit Rettungsdiensten in Krankenhäuser gebracht. Es entstand ein Sachschaden von circa 50.000 Euro an den Autos. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall wurden aufgenommen. (tr)
  • Chemnitz Toyota gestohlen Zeit: 10.05.2026 und 11.05.2026 polizeibekannt Ort: OT Gablenz, OT Schloßchemnitz und OT Sonnenberg (1372) Zwischen Samstagabend und Sonntagvormittag entwendeten unbekannte Täter in der Carl-von-Ossietzky-Straße einen Toyota RAV4. Das graue SUV mit weißen Felgen war im Jahr 2019 erstmals zugelassen worden. Der Stehlschaden beläuft sich auf etwa 30.000 Euro. Am heutigen Montagmorgen stellte der Eigentümer eines weiteren Toyota RAV4 fest, dass sein Fahrzeug von einem Hinterhof-Parkplatz in der Altendorfer Straße verschwunden war. Dort hatte er es am Sonntag, gegen 13:30 Uhr, abgestellt. Der Wert des blauen, erstmals im Jahr 2020 zugelassenen Autos wurde mit etwa 30.000 Euro beziffert. Ein dritter Toyota RAV4 verschwand von Sonntag zum heutigen Montag in der Schüffnerstraße. Der Zeitwert des schwarzen SUV ist derzeit noch unbekannt. (ds) Kind bei Sturz leicht verletzt - Zeugen gesucht Zeit: 10.05.2026, 14:15 Uhr Ort: OT Yorckgebiet (1373) Ein zwölfjähriger Junge befuhr am Sonntagnachmittag mit seinem Fahrrad die Augustusburger Straße stadteinwärts. Auf Höhe der Clausewitzstraße soll ihn ein nachfolgendes Auto abgedrängt haben, sodass der Junge nach rechts auswich, um eine Kollision zu vermeiden. Dabei geriet er an den abgesenkten Bordstein, stürzte und erlitt leichte Verletzungen. Am Fahrrad entstand Sachschaden von etwa 100 Euro. Bei dem Auto soll es sich um einen silberfarbenen Pkw Kombi handeln, besetzt mit einem Pärchen (Mann und Frau), wobei der Mann der Fahrer war. Es gab keine Berührung zwischen dem Pkw und dem Fahrrad. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und fragt: Wer kann Angaben zum Unfallgeschehen bzw. dem unbekannten Pkw und/oder dessen Fahrer machen? Unter Telefon 0371 387-102 werden Hinweise beim Polizeirevier Chemnitz-Nordost entgegengenommen. (Kg) Kollision an Einmündung Zeit: 10.05.2026, 17:00 Uhr Ort: OT Röhrsdorf (1374) Von der Haardt nach rechts auf die bevorrechtigte Limbacher Straße fuhr am Sonntag die 58-jährige Fahrerin eines Pkw Audi. Dabei kollidierte der Audi mit einem aus Richtung Kändler vorbeifahrenden Pkw Kia (Fahrerin: 67). Nach dem Anstoß kam der Kia noch von der Fahrbahn ab und stieß gegen ein Verkehrszeichen sowie einen Zaun. Beide Fahrerinnen erlitten leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 24.000 Euro. (Kg) Landkreis Mittelsachsen 30-Jähriger landete nach Sachbeschädigung in Gewahrsam Zeit: 11.05.2026, 03:00 Uhr Ort: Rechenberg-Bienenmühle (1375) In der Nacht zu Montag stellten Polizisten einen 30-jährigen Mann nach einer Sachbeschädigung. Für ihn endete die Kontrolle im polizeilichen Gewahrsam. Eine Anwohnerin eines Mehrfamilienhauses in der Alten Straße verständigte die Polizei, als der Mann gegen eine Wohnungstür des Hauses getreten und das Vordach des Gebäudes beschädigt hatte (Sachschaden derzeit unbekannt). Die alarmierten Beamten stellten den Renitenten (30/deutsch) kurz darauf im Kellerbereich des Wohnhauses. Während der Kontrolle reagierte der 30-Jährige gegenüber den Einsatzkräften aggressiv und leistete Widerstand. Die Polizisten konnten den Tatverdächtigen unter Kontrolle bringen. Zur Unterbindung weiterer Straftaten brachten ihn die Beamten anschließend in Gewahrsam, welches er am heutigen Vormittag verlassen durfte. Die Ermittlungen gegen den deutschen Tatverdächtigen wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte dauern an. (mou) Vorfahrtsfehler? Zeit: 10.05.2026, 17:55 Uhr Ort: Weißenborn (1376) Am Sonntag befuhr der 22-jährige Fahrer eines Pkw VW die Lichtenberger Straße aus Richtung Bobritzsch in Richtung Lichtenberg. Die 64-jährige Fahrerin eines Pkw Mercedes war zur selben Zeit in der Frauensteiner Straße (S 184) aus Richtung Weißenborn in Richtung Frauenstein unterwegs. Als der VW-Fahrer am Lichtenberger Kreuz auf die bevorrechtigte Frauensteiner Straße fuhr, kam es zur Kollision mit dem dort fahrenden Mercedes. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand wurden bei dem Unfall beide Fahrzeugführer sowie der 89-jährige Beifahrer des VW leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 25.000 Euro. Die S 184 war für etwa zwei Stunden voll gesperrt. (Kg) Wendemanöver auf Kreuzung - Zeugen gesucht Zeit: 10.05.2026, 17:45 Uhr Ort: Frankenberg, OT Dittersbach (1377) Ein bisher unbekannter, schwarzer Pkw befuhr am Sonntag die Äußere Hainichener Straße (B 169) in Richtung Frankenberg. Im Kreuzungsbereich Sachsenburger Weg wendete dieser Pkw vor der dortigen Baustellen-Ampel, um zurück in Richtung Hainichen zu fahren. Gleichzeitig fuhr eine 15-jährige Mopedfahrerin bei »Grün« vom Sachsenburger Weg nach links auf die bevorrechtigte Bundesstraße. Die 15-Jährige wich nach rechts aus, um eine Kollision mit dem wendenden Pkw zu vermeiden. Dabei stürzte sie und erlitt leichte Verletzungen. Am Simson-Moped entstand Sachschaden von etwa 500 Euro. Der unbekannte Pkw-Fahrer bzw. die unbekannte Pkw-Fahrerin entfernte sich pflichtwidrig von der Unfallstelle. Wer kann Angaben zum Geschehen bzw. zum unbekannten Pkw und/oder dessen Fahrer/in machen? Unter Telefon 03727 980-0 werden Hinweise im Polizeirevier Mittweida entgegengenommen. (Kg) Erzgebirgskreis Gemalte Kennzeichen, keinen Führerschein und Überladung Zeit: 08.05.2026, 08:45 Uhr Ort: Drebach, OT Venusberg –Bildveröffentlichung- (1378) Ein Lkw wurde am vergangenen Freitag aus dem Verkehr gezogen, nachdem Polizisten mehrere Verstöße festgestellt hatten. Beamte der GFG Chemnitz (Gemeinsamen Fahndungsgruppe der Landes- und Bundespolizei) hatten während einer Streife einen Lkw im Gegenverkehr bemerkt, an dem im Front- als auch Heckbereich keine Kennzeichentafeln zu erkennen waren. Sie wendeten, stoppten und kontrollierten den mit Bauschutt beladenen Lkw MAN in der Ortslage Venusberg. Wie sich bei genauem Hinsehen herausstellte, waren hinter der Frontscheibe und hinten am Fahrzeug auf Pappschilder gemalte Kennzeichen angebracht. Grund dafür war offenbar, dass die amtlichen Kennzeichen vor einigen Tagen verloren wurden. Eine weitere Überprüfung der Polizisten ergab allerdings, dass inzwischen für den Lkw bereits andere Kennzeichen zugeteilt worden sind. Es wird diesbezüglich wegen Kennzeichenmissbrauchs ermittelt. Weiterhin konnte der 27-jährige Fahrer (rumänisch) keine Fahrerlaubnis vorweisen, die ihn zum Führen eines Lkw berechtigt, weshalb Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstattet wurde. Den Lkw als solches stellten hinzugerufene Einsatzkräfte der Chemnitzer Verkehrspolizeiinspektion letztlich noch aufgrund technischer Mängel und einer Überladung um über 82 Prozent sicher. Ein Gutachter bestätigte erhebliche Mängel, sodass eine Weiterfahrt nicht zulässig ist. Unter anderem waren die Bremsen sowie alle Reifen verschlissen, ein Stabilisator der Hinterachse war defekt und die Kippmulde wies nicht unerhebliche Beschädigungen auf. Neben den genannten Strafverfahren kommen noch Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten auf den Fahrer und Halter zu. (ds) Auto und Pedelec kollidierten an Einmündung Zeit: 10.05.2026, 18:05 Uhr Ort: Olbernhau (1379) Von der S 213 aus Richtung Seiffen kommend nach rechts auf die bevorrechtigte Hirschberger Straße (S 214) fuhr am Sonntagabend der 54-jährige Fahrer eines Pkw Mercedes. Dabei kollidierte das Auto mit einem auf der S 214 von links kommenden Pedelec. Durch den Anstoß wurde der Pedelec-Fahrer (75) schwer verletzt. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 1.000 Euro. (Kg) Beim Ausweichen verunglückt Zeit: 11.05.2026, 04:50 Uhr Ort: Olbernhau (1380) Am Montag früh befuhr die 45-jährige Fahrerin eines Renault-Kleintransporters die Zöblitzer Straße (B 171) in Richtung Marienberg. Dabei wich sie nach derzeitigem Kenntnisstand einem über die Straße wechselnden Reh nach rechts aus, kam von der Fahrbahn ab und kollidierte mit Strauchwerk sowie dem Bankett. Die 45-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 10.500 Euro. (Kg)
  • Seit Anfang Februar hält sich in der großräumigen Umgebung von Eibenstock/Westerzgebirge ein zugewanderter Luchs auf, der mehrmals in »Fotofallen« getappt ist. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Laut der tschechischen Nationalparkverwaltung Šumava handelt es sich bei dem Tier um den Luchs »Bardi«. Seine unverwechselbare charakteristische Fleckenzeichung hatte bei einem Vergleich von Wildkameraaufnahmen schnell zu diesem Ergebnis geführt. Das Tier ist knapp zwei Jahre alt und wurde im Frühjahr 2024 nahe der nordöstlichen Grenze des Böhmerwalds geboren. Im Winter 2025 wanderte »Bardi« aus dem Territorium seiner Luchsmutter ab und machte sich auf die Suche nach einem eigenen Revier. Auf seiner Wanderung ins Westerzgebirge wurde er nur einmal im Juli 2025 in der Region Klatovy südlich von Pilsen von Wildkamerafallen erfasst. Deshalb sind weder seine genaue Wanderstrecke noch die dabei zurückgelegten Kilometer bekannt. Die reine Luftlinie von der Geburtsregion des Luchses bis ins Westerzgebirge beträgt etwa 160 Kilometer. Die Weitwanderung von Luchs »Bardi« hat eine große Bedeutung für das Luchsprojekt »RELynx Sachsen«. Er trifft im Westerzgebirge auf die im Rahmen des Projektes ausgewilderten Luchse und wurde bereits mehrmals an Wildkamerastandorten aufgenommen, die auch von den territorialen Luchsen Alva und Chapo genutzt werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass »Bardi« mit dem Luchsmännchen Chapo um das Weibchen Alva konkurriert hat, denn zwischen Februar und April ist Paarungszeit bei den Luchsen. Sollte sich »Bardi« dauerhaft im Westerzgebirge ansiedeln, könnte er die lokale, noch kleine und im Aufbau befindliche Population stärken. Weite Wanderungen sind bei Luchsen selten, aber essenziell für die Vernetzung von Populationen. Dieses aktuelle Ereignis zeigt, dass das Projektziel von »RELynx Sachsen« aufgehen kann und der notwendige natürliche Austausch zwischen mitteleuropäischen Luchsvorkommen erreichbar ist. Im Rahmen dieses bedeutenden Artenschutzprojektes soll im Erzgebirge eine Trittsteinpopulation des Karpatenluchses angesiedelt werden, die eine Verbindung zwischen Vorkommen in Tschechien, dem Harz und Thüringen schafft. Fachlicher Hintergrund: Die böhmisch-bayerisch-österreichische Luchspopulation zählt zu den bedeutendsten in Mitteleuropa und spielt eine zentrale Rolle für die Vernetzung anderer europäischer Bestände. Sie wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren im Rahmen von Wiederansiedlungsprojekten auf Basis weniger Tiere aus den Westkarpaten gegründet. Damit gehört der Luchs »Bardi« derselben Unterart an wie die bisher in Sachsen ausgewilderten Luchse. Projekt »RELynx Sachsen«: Seit dem Spätsommer 2024 wurden im Rahmen des Projektes sieben Luchse im Eibenstocker Forst des Westerzgebirges ausgewildert, darunter Alva und Nova - beide Wildfänge aus dem Schweizer Juragebirge – sowie fünf Luchse aus Gehegehaltung: das Weibchen Freya und die vier Kuder Juno, Anton, Chapo und Charlie. Anton lebt nicht mehr, er wurde überfahren. Im Spätsommer 2026 sollen zwei weitere Luchse ausgewildert werden.
  • Verantwortlich: Stefan Heiduck (sh), Anja Leuschner (al), Julia Szagunn (js) Mit knapp 119 km/h durch die Ortschaft Doberschau-Gaußig, OT Weißnaußlitz, Neukircher Straße 08.05.2026, 11:00 Uhr - 16:00 Uhr Auf der Neukircher Straße in Weißnaußlitz gilt ein Tempolimit von 50 km/h. Dass sich nicht alle Verkehrsteilnehmer daran halten, hat am Freitag ein Messteam festgestellt. Sie nahmen den Bereich für fünf Stunden unter die Lupe. In dieser Zeit fuhren insgesamt 505 Fahrzeuge an der Anlage vorbeigefahren. Davon waren 109 Fahrer zu schnell. 68 Verstöße lagen im Verwarn- und 41 im Bußgeldbereich. Am eiligsten hatte es offensichtlich ein VW mit Bautzener Kennzeichen. Er raste mit 119 km/h durch die Ortschaft. Dafür erwarten den Fahrer zwei Punkte in Flensburg, 700 Euro Bußgeld und ein dreimonatiges Fahrverbot. (al) Autobahnpolizeirevier Bautzen In Baustelle geblitzt BAB 4, Görlitz - Dresden, zwischen Salzenforst und Uhyst am Taucher 08.05.2026, 08:00 Uhr - 12:00 Uhr Ein Messteam hat am Freitag vier Stunden lang zwischen Salzenforst und Uhyst auf der A 4 in Richtung Dresden geblitzt. Die Beamten bauten die Messanlage in einer Baustelle bei erlaubten 80 km/h auf. 2.055 Fahrzeuge erfasste das System. 49 Temposünder waren darunter. Im Ergebnis standen 22 Verwarn- und 27 Bußgeldverfahren. Den unrühmlichen Tagesrekord stellte ein VW mit polnischen Kennzeichen auf, der mit 116 km/h gemessen wurde. Den Fahrer erwarten 200 Euro Bußgeld sowie ein Punkt in Flensburg. (sh) Verstöße gegen das Sonntagsfahrverbot festgestellt BAB 4, Dresden - Görlitz, Görlitz - Dresden 10.05.2026, 19:15 Uhr - 21:00 Uhr Autobahnpolizisten haben am Sonntagabend ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Fahrverbotes für Brummis gelegt und auf der A 4 zwischen Görlitz und Dresden gleich vier Verstöße festgestellt. Die Lkw-Fahrer wurden kontrolliert und belehrt. Sie erhalten in Kürze Post von der Bußgeldstelle. Beladen waren die Brummis unter anderem mit Pkw und Fahrzeugteilen sowie Isolierungsmaterial und einem Boot. (sh) Landkreis Bautzen Polizeireviere Bautzen/Kamenz/Hoyerswerda Ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs Bautzen, Löbauer Straße 10.05.2026 Eine Streife des örtlichen Reviers hat am Sonntag einen 37-Jährigen mit seinem Skoda und Anhänger auf der Löbauer Straße in Bautzen kontrolliert. Die Ordnungshüter stellten fest, dass der deutsche Kraftfahrer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnisklasse war, um den Anhänger zu ziehen. Eine Anzeige war die Folge. Die Uniformierten untersagten die Weiterfahrt. Der Verkehrs- und Verfügungsdienst des Bautzener Reviers ermittelt in dem Fall. (sh) Unter Drogen- und Alkoholeinfluss Radeberg, Pulsnitzer Straße 10.05.2026, 10:20 Uhr Ein 41-Jähriger ist am Sonntagvormittag unter Drogen- und Alkoholeinfluss durch Radeberg gefahren. Beamte stoppten ihn mit seinem VW auf der Pulsnitzer Straße. Ein Drogentest zeigte Cannabis und der Alkomat umgerechnet 0,48 Promille an. Die Polizisten ordneten eine Blutentnahme an und untersagten dem deutschen Lenker die Weiterfahrt. Er erhielt eine Anzeige. (al) Brand Kamenz, Fichtestraße 10.05.2026, 14:45 Uhr Am Sonntagnachmittag ist es zu einem Polizei- und Feuerwehreinsatz an der Fichtestraße in Kamenz gekommen. Aus bislang unbekannter Ursache brach ein Brand in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus aus. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden belief sich auf rund 1.000 Euro. Die Ermittlungen dauern an. (js) Gegen 0,5-Promille-Grenze verstoßen Kamenz, Elsa-Brändström-Straße 10.05.2026, 21:25 Uhr Eine Alkoholfahrt haben Kamenzer Polizisten am Sonntagabend auf der Elsa-Bandström-Straße beendet. Bei der Kontrolle des 48-jährigen Benz-Fahrers stieg den Beamten Alkoholgeruch in die Nasen. Sie ließen ihn pusten. Umgerechnet 0,80 Promille war das Ergebnis. Königsbrück, Alte Poststraße 10.05.2026, 22:35 Uhr Auf der Alte Poststraße in Königsbrück ertappte eine Streife am späten Sonntagabend einen VW-Fahrer, welcher vor Fahrtantritt Alkohol getrunken hatte. Ein Test zeigte bei dem 33-Jährigen umgerechnet 0,54 Promille. Damit waren die Fahrten beendet und die deutschen Betroffenen erhalten demnächst Post von der Bußgeldstelle. (al) E-Bike weg Radeberg, Badstraße 10.05.2026, 20:15 Uhr Am Sonntagabend ist es zu einem Diebstahl von einem E-Bike auf der Badstraße in Radeberg gekommen. Langfinger entwendeten das im Hinterhof angeschlossene Husqvarna. Beamte des Kamenzer Reviers nahmen eine Anzeige auf und fahnden nach dem Diebesgut. Das Rad hatte einen Wert von ungefähr 4.300 Euro. Der zuständige Revierkriminaldienst übernahm die Ermittlungen. (js) Fahrzeugteile entwendet Hoyerswerda, OT Zeißig, Straße E 08.05.2026, 16:00 Uhr - 10.05.2026, 06:45 Uhr Am Wochenende ist es zu einem Diebstahl von Fahrzeugteilen auf der Straße E in Hoyerswerda gekommen. Unbekannte entwendeten Anbauteile und Beleuchtungselemente zweier Lkw. Beamte des zuständigen Reviers nahmen die Anzeige auf und sicherten Spuren. Der Stehlschaden belief sich auf rund 8.200 Euro. Es entstand Sachschaden in etwa von 400 Euro. Der Revierkriminaldienst Hoyerswerda übernahm die Ermittlungen. (js) Kontrolle deckt mehrere Verstöße auf Hoyerswerda, Groß-Neidaer-Straße 10.05.2026, 13:50 Uhr Beamte des örtlichen Reviers haben am Sonntagnachmittag einen 16-Jährigen mit seiner Simson auf der Groß-Neidaer-Straße in Hoyerswerda zur Verkehrskontrolle gestoppt. Die Polizisten stellten fest, dass der deutsche Moped-Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Für die S50 bestand kein gültiger Versicherungsschutz. Die Uniformierten untersagten die Weiterfahrt und fertigten eine Anzeige. Das Sachgebiet Verkehr des Hoyerswerdaer Reviers ermittelt in dem Fall. (sh) Motorroller entwendet und wiedergefunden Hoyerswerda, Bertolt-Brecht-Straße 09.05.2026, 18:00 Uhr - 10.05.2026, 08:00 Uhr In der Nacht zu Sonntag haben Unbekannte einen Motorroller auf der Bertolt-Brecht-Straße in Hoyerswerda entwendet. Beamte des örtlichen Revieres nahmen die Anzeige auf. Das Gefährt hatte einen Wert von circa 550 Euro. Einige Stunden später fanden Polizisten des Görlitzer Reviers das Diebesgut im Stadtbereich wieder und stellten es sicher. Die Ermittlungen dauern an. (js) Landkreis Görlitz Polizeireviere Görlitz/Zittau-Oberland/Weißwasser Tempokontrolle Görlitz, Görlitzer Straße 10.05.2026, 15:15 Uhr - 16:45 Uhr Eine Streife des örtlichen Reviers hat am Sonntagnachmittag eineinhalb Stunden die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Görlitzer Straße in Görlitz überwacht. In dem betreffenden Streckenabschnitt gilt ein Tempolimit von 50 km/h. Von 36 gemessenen Fahrzeugen waren lediglich vier zu schnell unterwegs. Die Ordnungshüter sanktionierten mit Verwarngeldern. Ein Lob gilt allen Verkehrsteilnehmern, die sich vorschriftsmäßig verhalten haben. (sh) Zigaretten erbeutet Görlitz, Bahnhofstraße 10.05.2026, 20:15 Uhr Am Sonntagabend ist es zu einem Raubdelikt auf der Bahnhofstraße in Görlitz gekommen. Zwei männliche Geschädigte im Alter von 22 und 36 Jahren liefen durch den Brautwiesenpark. Die zunächst unbekannten Täter fragten nach Zigaretten, welche sie auch von den Spaziergängern erhielten. Anschließend forderten sie gewaltvoll die Herausgabe weiterer Tabakwaren. Das zuständige Revier eilte zur Stelle, nahm die Anzeige auf und konnte einen Tatverdächtigen bekannt machen. Dabei handelte es sich um einen 13-Jährigen mit polnischer Staatsangehörigkeit. Verletzt wurde niemand. Der Diebstahlschaden belief sich auf etwa 15 Euro. Der Revierkriminaldienst Görlitz übernahm die Ermittlungen. (js) Drohnenflug Görlitz, Innenstadt 10.05.2026, 20:45 Uhr Am Sonntagabend haben mehrere Zeugen eine fliegende Drohne über dem Innenstadtbereich von Görlitz gesehen und die Polizei informiert. Das unbemannte Flugobjekt passierte auch den Luftraum über der Justizvollzugsanstalt. Eine Streife machte den Piloten ausfindig. Der 21-jährige italienische Bürger erhielt eine Anzeige. (js) Gespann vs. Pkw S 132 zwischen Eichgraben und Lückendorf 10.05.2026, 13:00 Uhr Am Sonntagmittag ist es zu einem Unfall zwischen einem Motorrad mit Beiwagen und einem Pkw auf der S 132 gekommen. Der 37-jährige Zweiradfahrer war mit seiner zehnjährigen Beifahrerin in Richtung Lückendorf unterwegs. Dabei kam es aus bislang unbekannter Ursache mit einem entgegenkommenden Multivan eines 55-Jährigen in einer Haarnadelkurve zum Zusammenstoß. Beamte des Zittauer Reviers nahmen den Sachverhalt auf. Die Strecke war für etwa anderthalb Stunden gesperrt. Der Rettungsdienst brachte die Motorradfahrer leichtverletzt in ein Krankenhaus. Der Sachschaden belief sich auf rund 15.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen übernahm der zuständige Verkehrs- und Verfügungsdienst. (js) Relikte aus alten Zeiten… K 8652, zwischen Jonsdorf und Großschönau 10.05.2026, 16:30 Uhr ...hat ein Wanderer am Sonntagnachmittag zwischen Jonsdorf und Großschönau im Wald gefunden. Beamte stellten mehrere Munitions- und Granatenteile sicher und übergab diese dem Kampfmittelräumdienst. Die Polizei warnt: Wenn Sie Munition, Granaten oder Waffen finden, fassen Sie die Gegenstände nicht an! Informieren Sie die Polizei! Solange Sie auf die Beamten warten, lassen Sie niemanden in den Bereich! Anlage: Foto der Fundmunition (js) Gegen die 0,5-Promille-Grenze verstoßen Zwischen Kringelsdorf und Klitten 10.05.2026, 21:45 Uhr Ein 22-Jähriger ist mit seinem Mercedes am späten Sonntagabend auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Kringelsdorf und Klitten in eine Verkehrskontrolle geraten. Die Ordnungshüter ließen den Mann pusten. Der Alkomat zeigte umgerechnet 0,60 Promille an. Für den deutschen Kraftfahrer war die Fahrt beendet. Die Polizisten fertigten eine Anzeige. Ein Bußgeldbescheid wird die Folge sein. (sh) Kran verunfallt Weißwasser/O.L., Spreestraße 11.05.2026, 06:00 Uhr Am Montagmorgen ist ein Kran auf der Spreestraße in Weißwasser verunfallt. Die Baumaschine kam aus bislang unbekannten Gründen von der Fahrbahn ab. Das zuständige Revier nahm den Sachverhalt auf. Der Kranfahrer wurde dabei leicht verletzt und vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Mit schwerem Gerät wurde die große Arbeitsmaschine geborgen. Der Sachschaden konnte bislang nicht beziffert werden. (js)