Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Umweltminister von Breitenbuch: »Bund muss die Finanzierung zur Milderung von Hitzefolgen erhöhen«
Angesichts der jüngsten Hitzeperiode fordert Sachsens Umweltminister und Vorsitzender der Umweltministerkonferenz (UMK) Georg-Ludwig von Breitenbuch den Bund auf, die von den Ländern bei der Frühjahrs-UMK in Leipzig vorgeschlagenen Maßnahmen zügig und konsequent umzusetzen. Die Länder verlangen von der Bundesregierung unter anderem, sich in den Verhandlungen auf EU-Ebene zum Mehrjährigen Finanzrahmen für eine auskömmliche Finanzierung von Projekten im Naturschutz, Klimaschutz und in der Klimaanpassung einzusetzen. Darüber hinaus schlug die Fachministerkonferenz die Schaffung eines geeigneten Finanzierungsinstruments außerhalb der Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes« (GAK) vor, das gezielt auf die Herausforderungen urbaner Ballungsräume ausgerichtet ist. Hierfür müsse der Bund die erforderlichen Haushaltsmittel dauerhaft und auskömmlich bereitstellen. Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: »Zunehmende Hitzeperioden belasten die Menschen in den Städten in besonderem Maße. Deshalb braucht es große Anstrengungen, um die Auswirkungen von Hitzeereignissen zu mildern. Diese Aufgabe ist gewaltig und mit vielen Herausforderungen verbunden. Die Länder und Kommunen wissen um ihre Zuständigkeiten und ihre Verantwortung. Der Hinweis von Bundesumweltminister Carsten Schneider auf die Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität und auf die Zuständigkeit von Ländern und Kommunen greift zu kurz. Denn das wird in den Kommunen für den nötigen umfassenden Umbau der Infrastrukturen nicht reichen. Deshalb muss sich der Bund bei der Finanzierung mehr engagieren und Maßnahmen gegen die steigende Versiegelung, für mehr Grün- und Wasserflächen oder Gebäudebegrünungen möglich machen. Das wird nicht nur den Menschen helfen, sondern ist auch ein wesentlicher Beitrag zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität in den Ballungsräumen.« -
Der Bachforelle soll es besser gehen
Gemeinsame Pressemitteilung des Biologischen Zentrums der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, der Südböhmischen Universität České Budějovice, der TU Dresden und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt In den kommenden drei Jahren sollen die Fließgewässern auf tschechischer und sächsischer Seite des Erzgebirges umfassend untersucht werden. Ziel eines neuen deutsch-tschechischen Verbundprojekts ist es, den Zustand der Fischbestände und deren Parasiten zu erfassen. Damit sollen die Auswirkungen des Klimawandels besser verstanden und Grundlagen für den langfristigen Schutz naturnaher Gewässerökosysteme geschaffen werden. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms Interreg Tschechien–Sachsen gefördert. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam von Fachleuten des Biologischen Zentrums der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, der Südböhmischen Universität in České Budějovice, der Technischen Universität Dresden sowie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU). Im Mittelpunkt des Projekts steht die Untersuchung von Fischgemeinschaften an insgesamt 80 Standorten in Fließgewässern des Erzgebirges. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler knüpfen dabei an erfolgreiche Forschungsarbeiten an einer Population der Bachforelle im Böhmerwald (Tschechische Republik) an und erweitern diese damit auf die gesamten grenzüberschreitenden Gewässerregionen. Neben der wissenschaftlichen Forschung legt das Projekt besonderen Wert auf den Austausch zwischen Wissenschaft, Gewässerbewirtschaftung, Naturschutz und Öffentlichkeit. So sind Fachworkshops, Exkursionen und weitere Informationsveranstaltungen geplant. Darüber hinaus sollen gemeinsam mit den für die Gewässerunterhaltung verantwortlichen Akteuren konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Uferstrukturen und Flussbetten entwickelt und umgesetzt werden. Die Auftaktkonferenz des Projekts findet am 25. August 2026 im Riedelhof (Eubabrunn) im sächsischen Vogtland statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch das Erlebnismuseum Perlmutter ( Flussperlmuschel ) in Adorf und die Aufzuchtstation für Flussperlmuscheln der LaNU in Raun besichtigt. »Das Erzgebirge hat in den vergangenen Jahrzehnten tiefgreifende Veränderungen erfahren. Historische industrielle Belastungen, umgesetzte Renaturierungsmaßnahmen und die Folgen des Klimawandels prägen die bestehenden Gewässer bis heute. Wir wollen untersuchen, in welchem Zustand sich die Fischgemeinschaften aktuell befinden und welche Faktoren ihre zukünftige Entwicklung beeinflussen«, erklärt der Projektleiter Petr Blabolil vom Biologischen Zentrum der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik und der Südböhmischen Universität. Hintergrund Im Rahmen der Feldarbeiten werden die Fischbestände mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden erfasst. Jedes gefangene Individuum soll bestimmt, vermessen und gewogen werden. Dann erfolgt das Zurücksetzen in das Gewässer. Eine Stichprobe von Bachforellen wird parasitologisch untersucht. »Die Kombination aus klassischem Monitoring, genetischen Methoden, Parasitologie und Umwelt-DNA ermöglicht uns, einen bislang einzigartigen und umfassenden Blick auf die Funktionsweise montaner Gewässerökosysteme im Erzgebirge zu erlangen. Auf Grundlage der erhobenen Daten werden wir zudem Populationen identifizieren, welche durch den Klimawandel und Parasiten besonders bedroht sind.«, ergänzt Petr Blabolil. Kontakt Christoph Köbsch (TU Dresden) -
Polizeieinsatz in Weißbach
Polizeieinsatz in Weißbach Bezug: Medieninformation der Polizeidirektion Görlitz Nr. 287/2026 vom 01.07.2026 Neukirch, OT Weißbach 01.07.2026 Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens hat die Polizei am 01.07.2026 mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos und weiterer Spezialkräfte zwei Objekte in Neukirch OT Weißbach durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich gegen einen 51-jährigen deutschen Tatverdächtigen und erfolgten auf Grundlage richterlicher Durchsuchungsbeschlüsse. Dabei stellten die Beamten unter anderem mehrere Langwaffen, eine Schreckschusswaffe, eine Luftdruckwaffe, ein Blasrohr, ein Einhandmesser sowie verschiedene Waffenteile sicher. Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte mehrere Cannabispflanzen und Cannabisblüten. Zudem wurden Bestandteile zur Herstellung pyrotechnischer Gegenstände entdeckt. Diese wurden durch Spezialisten für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV) sichergestellt. Der Tatverdächtige wurde in seiner Wohnung angetroffen, erkennungsdienstlich behandelt und vernommen. Mehrere auf den Grundstücken befindliche Hunde wurden durch die Einsatzkräfte gesichert und anschließend an das zuständige Veterinäramt übergeben. Die sichergestellten Gegenstände werden nun kriminaltechnisch untersucht. Die Ermittlungen hat der Revierkriminaldienst des Polizeireviers Kamenz übernommen. -
Umwelt-EHRENPREIS Sachsen 2026 vergeben
Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch hat am Mittwoch (01.07.) in Dresden verdiente Akteurinnen und Akteure aus dem Freistaat mit dem Umwelt-EHRENPREIS 2026 ausgezeichnet. Insgesamt wurden 11 Preisträgerinnen und Preisträger für ihr Engagement in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Umwelt sowie Naturschutz geehrt. Die Auszeichnung ist mit Preisgeldern zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhielten die Geehrten im Rahmen der feierlichen Veranstaltung einen namensgebenden Ehrenpreis (Veronica) – eine heimische Wildpflanze, die auf Wiesen, an Waldrändern und auf Äckern wächst. Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch gratulierte den Ausgezeichneten und betonte: »Tag für Tag setzen sich Menschen, Unternehmen, Vereine und Initiativen dafür ein, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren. Sie pflegen wertvolle Lebensräume, entwickeln neue Lösungen für den Ressourcenschutz, fördern die biologische Vielfalt oder tragen dazu bei, Belastungen für Mensch und Umwelt zu verringern. Dieses Engagement verdient Anerkennung, und mit dem Preis möchten wir die Leistungen derer ins Licht rücken, die ihr Wissen und ihre Zeit der Umwelt und Natur widmen. Die heutigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen beispielhaft für Verantwortungsbewusstsein, Weitblick und Tatkraft. Ihre Projekte zeigen, wie viel erreicht werden kann, wenn Menschen Initiative ergreifen und konkrete Lösungen entwickeln. Dafür gilt ihnen unser großer Dank.« Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger Kategorie Land- und Forstwirtschaft Schäferei Drutschmann, Dippoldiswalde – Schafhaltung, Direktvermarktung und kreative Wollverarbeitung Die Schäferei und Spinnstube Drutschmann vereint als familiengeführter Bio-Betrieb ökologische Schäferei, Naturschutz, handwerkliche Verarbeitung und Umweltbildung auf vorbildliche Weise. Mit ihrer extensiven Beweidung trägt die Schäferei zum Erhalt artenreicher Wiesen und wertvoller Naturschutzflächen im Müglitztal bei. Stets im Mittelpunkt stehen dabei artgerechte Tierhaltung und das Wohl der Tiere. Der Betrieb setzt konsequent auf regionale Wertschöpfung. Von der Direktvermarktung über die Verarbeitung der Lämmer bis zur Herstellung hochwertiger Wollprodukte entsteht eine nachhaltige Produktionskette mit hoher Transparenz. Seit mehr als 25 Jahren wird die eigene Wolle gemeinsam mit regionalen Partnern zu Garnen, Vliesen, Stoffen und Bettwaren verarbeitet und damit ein traditioneller Rohstoff sinnvoll genutzt. Zudem vermittelt der Betrieb Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Wissen über Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und Natur. Und als Demonstrationsbetrieb Ökolandbau macht sie ökologische Landwirtschaft bei Hofführungen, Wanderungen und Bildungsangeboten unmittelbar erlebbar. Stephan Schusser, Eibenstock – Lebenswerk für naturnahe Waldwirtschaft und nachhaltige Waldentwicklung Mit seinem jahrzehntelangen Engagement hat sich Stephan Schusser in außergewöhnlicher Weise um die Entwicklung der naturnahen Waldwirtschaft verdient gemacht. In der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Waldwirtschaft, Landesgruppe Sachsen, prägte er über viele Jahre deren fachliche und praktische Ausrichtung. Unter seiner Leitung entwickelte sich insbesondere der Forstbezirk Eibenstock zu einem bundesweit anerkannten Beispiel naturgemäßer Waldwirtschaft. Zudem vernetzte er Akteurinnen und Akteure aus privaten, kommunalen und staatlichen Forstbetrieben, förderte den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Ausbildung und vermittelte durch zahlreiche Exkursionen wertvolle Impulse. Ein besonderer Teil seines Lebenswerkes ist die Wiederansiedlung der Weißtanne in Sachsen. Unter seiner Verantwortung wurden im Forstbezirk Eibenstock rund 2.500 Hektar Weißtannen-Voranbauten durch Pflanzung und Saat begründet. Darüber hinaus engagierte sich Stephan Schusser für Renaturierungen, strukturreiche Waldränder und vielfältige Lebensräume. Sein Wirken prägte maßgeblich den Umbau naturferner Nadelbaumforsten zu klimaresilienten Mischwäldern. Agrarprodukte Kitzen e.G., Pegau – Energieautarker Gläserner Kuhstall Leipzig Mit dem »Gläsernen Kuhstall« am Standort Leipzig hat der Milchviehbetrieb ein herausragendes Beispiel für nachhaltige, innovative und transparente Landwirtschaft geschaffen. Im Rahmen eines umfassenden Umbaus wurde die Anlage auf eine klimafreundliche und ressourcenschonende Energieversorgung ausgerichtet. Heute arbeitet der Standort vollständig energieautark, die Energie wird ausschließlich aus Rindergülle gewonnen. Dank der Kombination aus moderner Biogasanlage, Stromspeicher und intelligentem Energiemanagement entstand ein geschlossener, nachhaltiger Wirtschaftskreislauf, der Umwelt- und Ressourcenschutz beispielhaft verbindet. Darüber hinaus engagiert sich die Genossenschaft in besonderem Maße für Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit. Rund 60 Schulklassen sowie zahlreiche Fach- und Interessengruppen besuchen jedes Jahr den »Gläsernen Kuhstall«. Hoffeste mit mehreren Tausend Gästen sowie Informationsangebote im Hofladen ergänzen dieses Engagement. Der Heckenhof, Reichenbach, OT Sohland – Solidarische Landwirtschaft, Umweltbildung und naturpädagogische Prozessbegleitung im Einklang Der Heckenhof in der Oberlausitz zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Landwirtschaft, soziale Verantwortung und ökologische Bildung miteinander verbunden werden können. Auf 3,5 Hektar bewirtschaftet die solidarische Landwirtschaft Gemüse- und Obstflächen und versorgt rund 80 Haushalte mit bio-regionalen Lebensmitteln. Dabei fließen sowohl Prinzipien der biodynamischen Landwirtschaft als auch der Permakultur in die tägliche Arbeit ein. Auf dem Hof wurden zudem mit naturbelassenen Hecken, Buschland und einer Streuobstwiese mit heimischen Sorten wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen. So verbindet der Heckenhof ökologische Verantwortung mit praktischer Umsetzung und macht nachhaltiges Handeln unmittelbar erlebbar. Die Betreiber engagieren sich darüber hinaus für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und bringen bei offenen Arbeitseinsätzen und saisonalen Festen Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zusammen. Schulklassen, Geflüchtete sowie Erwachsene in schwierigen Lebenssituationen erfahren auf dem Hof Teilhabe, Wertschätzung und neue Perspektiven durch die gemeinsame Arbeit mit der Natur. Kategorie Wasser, Luft, Lärm Bärbel Lehmann, Müglitztal – Engagement für Lärmschutz im Müglitztal und auf Bundesebene Um auf die Belastung von Motorradlärm auf die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner des im Landschafts- und Naturschutzgebiet liegenden Müglitztal aufmerksam zu machen, engagiert sich Bärbel Lehmann seit 2007 ehrenamtlich in der Interessengemeinschaft Müglitztal. Als Sprecherin der Initiative trug sie das Thema in die Öffentlichkeit, Verwaltung und Politik. Dank der Initiative entstand ein durch den Freistaat Sachsen finanziertes Pilotprojekt mit Verkehrsversuch im Müglitztal. Parallel gelang es Bärbel Lehmann, Betroffene und Bürgerinitiativen in Sachsen zu vernetzen und daraus ein aktives landesweites sowie später bundesweites Netzwerk gegen Motorradlärm aufzubauen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Thema im Rahmen der Bundesratsinitiative gegen Motorradlärm. Bärbel Lehmann gehörte 2022 zu den Mitgründern des Bundesverbandes gegen Motorradlärm, sie hat dort bis heute eine leitende Funktion. Darüber hinaus engagiert sie sich durch Fachvorträge und den Austausch mit Behörden, Wissenschaft und Politik. Riverbalance Clemens Kuhnitzsch, Burkhardtsdorf – Bürgernahe und generationenübergreifende Bewusstseinsbildung für Gewässer und Auen Nach dem Studium der Hydrowissenschaften und Hydrobiologie an der Technischen Universität Dresden arbeitet Clemens Kuhnitzsch als freiberuflicher Hydrobiologe, Wildnispädagoge und Gewässerexperte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Umweltbildung und praktischem Naturschutz. Seit 2023 vermittelt er sein Wissen als Gastdozent für Hydrochemie an der Hochschule Mittweida, seit 2024 zudem als Umweltausbilder bei der Landesstiftung für Natur und Umwelt Sachsen sowie als zertifizierter Nationalparkführer »Fließgewässer« in der Sächsischen Schweiz. Mit seinem Unternehmen »Riverbalance« hat Clemens Kuhnitzsch eine Plattform geschaffen, die hydrologisches Fachwissen, Naturerfahrung und ökologische Verantwortung auf besondere Weise verbindet. Sein Ziel ist es, Menschen aller Generationen für die Bedeutung gesunder Gewässer zu sensibilisieren. In Vorträgen, Seminaren, Gewässerwanderungen, Lesungen und seinem »grünen Klassenzimmer« macht er die Lebensgemeinschaften in Flüssen und Bächen sichtbar und vermittelt wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich und anschaulich. Darüber hinaus berät er Städte und Kommunen bei der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, engagiert sich in Fachverbänden und bringt den Gewässerschutz aktiv in gesellschaftliche Debatten ein. Kategorie Naturschutz und Boden/Geologie Constantin Schütz, Görlitz – Vermittlung biologischer Artenkenntnis und Förderung naturwissenschaftlichen Engagements Constantin Schütz setzt sich bereits in jungem Alter mit großer Fachkompetenz und persönlichem Einsatz für die Vermittlung biologischer Artenkenntnis, naturwissenschaftliche Bildung und gesellschaftliches Ehrenamt ein. Der Biologiestudent unterstützt die Entomologie-Spezialistenkurse für Schülerinnen und Schüler der 9. Klassenstufe und vermittelt dort gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten fundierte Kenntnisse zur Insektenkunde, biologischen Vielfalt und wissenschaftlichen Arbeitsweise. Zudem engagiert er sich in dem mit Unterstützung der Landestiftung Natur und Umwelt organisierten Spezialistenlager für naturwissenschaftlich interessierte Jugendliche. Neben seinem wissenschaftlichen Engagement ist Constantin Schütz ehrenamtlich in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aktiv. Er betreibt Rettungsschwimmen und unterstützt den Wachdienst am Berzdorfer See sowie den Katastrophenschutz im Landkreis Görlitz als Einsatztaucher. Sonja Fischer, Plauen – Einsatz für den Fledermausschutz im Vogtland Seit über 30 Jahren engagiert sich Sonja Fischer mit Leidenschaft und großem persönlichem Einsatz für den Natur- und Artenschutz im Vogtland. Ihr ehrenamtliches Wirken verbindet praktische Naturschutzarbeit, wissenschaftliche Datenerfassung, fachkundige Beratung und engagierte Öffentlichkeitsarbeit in vorbildlicher Weise. Besondere Anerkennung verdient ihr Einsatz im Fledermausschutz. Als geschätzte Ansprechpartnerin kümmert sie sich um abgestürzte Jungtiere aus Wochenstubenquartieren, versorgt diese und bringt sie in ihre natürlichen Lebensräume zurück. Darüber hinaus vermittelt sie ihr Wissen bei Vorträgen, Führungen und der jährlich stattfindenden Fledermausnacht im Pfaffengut Plauen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der Schutz gebäudebrütender Vogelarten und von Fledermausquartieren bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen. In enger Zusammenarbeit mit Behörden, Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften, Fachbüros und Infrastrukturträgern berät sie zu Artenschutzmaßnahmen, vermittelt Ersatzquartiere und begleitet deren Umsetzung. Peter Strasser, Meißen – Engagement für den Erhalt der Würfelnatter in Sachsen Peter Strasser setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz der heimischen Reptilienfauna im Meißner Elbland ein. Sein Engagement gilt besonders der Betreuung des einzigen sächsischen Vorkommens der Würfelnatter (Natrix tessellata) – einer extrem seltenen Wasserschlange, die in Sachsen über 50 Jahre als ausgestorben galt. Er wirkte aktiv an der Wiederansiedlung der Art im Kreis Meißen mit und nahm an den Aussetzungsaktionen der Jahre 1999 und 2000 teil. Bereits 2001 gelang schließlich die erfolgreiche Wiederansiedlung der Würfelnatter in Sachsen. Seit 2008 ist Peter Strasser offiziell als Betreuer des Vorkommens im Auftrag der Naturschutzbehörde Meißen berufen. Mit großer Fachkenntnis und großem Einsatz übernimmt er seither die Bestandserfassung, Habitatpflege, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit rund um die Art. Durch seine kontinuierliche Betreuung und seine hervorragende Vernetzung mit Fachleuten und Naturschutzakteuren konnte der Bestand der Würfelnatter langfristig stabilisiert werden. Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz Heimatfreunde Kurort Gohrisch e.V. – Natur- und Heimatpflege im Kurort Gohrisch Der Gebirgsverein Heimatfreunde Kurort Gohrisch e.V. hat sich dem Schutz der Natur, der Bewahrung der Heimatgeschichte und der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Gohrisch und Papstdorf verschrieben. Mit rund 100 Mitgliedern vereint er Menschen unterschiedlicher Generationen, die sich mit großem ehrenamtlichem Einsatz für Umwelt-, Natur- und Denkmalschutz einsetzen. Ein besonderes Beispiel dieses Engagements ist das Gohrischer Arboretum mit seinem Lapidarium. In enger Zusammenarbeit mit Sachsenforst entstand eine parkähnliche Anlage, in der seit 1990 die jeweiligen »Bäume des Jahres« gepflanzt werden. Heute ist das Arboretum ein lebendiges Symbol für Nachhaltigkeit, Umweltbildung und Naturschutz sowie ein beliebter Ort der Erholung und Begegnung. Mit großem persönlichem Einsatz pflegen die Vereinsmitglieder das Gelände, erhalten die Pflanzungen und fördern die Artenvielfalt. Darüber hinaus engagiert sich der Verein in der Umweltbildung und führt gemeinsam mit Grundschule und Kindergarten in Papstdorf Kinder frühzeitig an Natur- und Heimatschutz heran. Estelle Brandt für Ökostation Naundorf – Junge Naturwächter Die 13-jährige Estelle Brandt setzt sich seit 2022 mit großem Engagement und beeindruckender Eigeninitiative als Junge Naturwächterin in der Kinderumweltgruppe der Ökostation Naundorf für Natur- und Umweltschutz ein. Sie steht stellvertretend für rund 800 Junge Naturwächter in Sachsen. In der Gruppenarbeit engagiert sich Estelle Brandt vor allem in der Betreuung der jüngeren Kinder. Mit Verantwortungsbewusstsein, Kreativität und großer Begeisterung motiviert sie andere Kinder und Jugendliche, sich ebenfalls für den Schutz der Natur einzusetzen. Darüber hinaus berichtet Estelle engagiert über die Aktivitäten der Jungen Naturwächter in den sozialen Medien sowie auf den Seiten der Jungen Naturwächter bei der Landesstiftung Natur und Umwelt. So trägt sie dazu bei, Umwelt- und Naturschutz sichtbar zu machen. Weitere Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern und ihrem Engagement sowie Fotos von der Preisverleihung sind unter https://umweltehrenpreis.sachsen.de zu finden. -
Zwei Schwerverletzte bei Zusammenstoß - Zeugen gesucht | Hausbewohner soll Kleinkinder volksverhetzend beleidigt haben | Abgekommen und überschlagen
Chemnitz Entsorgungsfahrzeug machte sich selbständig Zeit: 01.07.2026, 09:15 Uhr Ort: OT Lutherviertel (1924) In der Jahnstraße machte sich am Mittwoch ein haltender Lkw Mercedes (Entsorgungsfahrzeug) selbständig, rollte los und kollidierte mit drei parkenden Fahrzeugen (Mercedes-Kleintransporter, Pkw Renault, Pkw Ford). Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der entstandene Sachschaden beziffert sich insgesamt auf etwa 31.000 Euro. (Kg) Landkreis Mittelsachsen Entgegenkommende kollidierten Zeit: 30.06.2026, 15:35 Uhr Ort: Frauenstein (1925) Der 77-jährige Fahrer eines Pkw Opel befuhr am Dienstagnachmittag die S 208 aus Richtung Burkersdorf in Richtung Dittersbach. In einer Rechtskurve kam der Opel aus bisher unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Leitplanke. Danach schleuderte der Opel zurück auf die rechte Fahrbahnseite. Der entgegenkommende Fahrer (44) eines Kleintransporters konnte trotz Ausweichens eine Kollision mit dem Opel nicht vermeiden. Beide Fahrer erlitten nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 52.000 Euro. (Kg) Abgekommen und Bäume gestreift Zeit: 30.06.2026, 17:10 Uhr Ort: Frauenstein, OT Burkersdorf (1926) Offenbar wegen plötzlicher gesundheitlicher Probleme kam am Dienstag ein 69-jähriger Mann mit seinem Pkw Skoda kurz nach dem Ortseingang Burkersdorf nach links von der Zinnwalder Straße (S 184) ab und streifte zwei Bäume sowie einen Leitpfosten. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 21.000 Euro. Der 69-Jährige zog sich leichte Verletzungen zu. (Kg) Zwei Schwerverletzte bei Zusammenstoß - Zeugen gesucht Zeit: 30.06.2026, 15:00 Uhr Ort: Niederwiesa (1927) Der 57-jährige Fahrer eines Pkw VW befuhr am Dienstagnachmittag die B 173 aus Richtung Flöha in Richtung Niederwiesa. Ungefähr 400 Meter vor dem Abzweig Niederwiesa kam der VW nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem in Richtung Flöha fahrenden Pkw Seat (Fahrerin: 38). Beide Fahrzeugführer erlitten bei dem Unfall nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand schwere Verletzungen. Der entstandene Sachschaden beziffert sich insgesamt auf etwa 25.500 Euro. Wer kann Angaben zum Geschehen bzw. zur Fahrweise der beteiligten Fahrzeuge unmittelbar vor dem Zusammenstoß machen? Unter Telefon 0371 8740-0 werden Hinweise beim Verkehrsunfalldienst Chemnitz entgegengenommen. (Kg) Mopedbesatzung nach Sturz verletzt Zeit: 01.07.2026, 02:25 Uhr Ort: Mühlau (1928) Ein 16-jähriger Simson-Mopedfahrer war in der Nacht zum Mittwoch in der Thomas-Müntzer-Straße aus Richtung Grützteich in Richtung Fabrikstraße unterwegs. In einer Rechtskurve kam das Moped nach links von der Fahrbahn ab, kollidierte mit einer Mülltonne und die Mopedbesatzung stürzte. Dabei erlitten der Fahrer als auch der 17-jährige Sozius leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 3.500 Euro. (Kg) Auffahrunfall an Einmündung Zeit: 30.06.2026, 14:25 Uhr Ort: Burgstädt (1929) In der Chemnitzer Straße (S 242) stadteinwärts unterwegs waren am Dienstagnachmittag ein Pkw VW, ein Pkw Ford und ein Pkw Mitsubishi. Als der VW-Fahrer (77) und auch die Ford-Fahrerin (44) auf Höhe der Einmündung Schulstraße verkehrsbedingt bremsten, fuhr der Mitsubishi-Fahrer (59) auf den Ford, der durch den Anstoß noch auf den VW geschoben wurde. Der Mitsubishi-Fahrer erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 18.000 Euro. (Kg) Erzgebirgskreis Vorfahrtsfehler? Zeit: 01.07.2026, 07:55 Uhr Ort: Mildenau, OT Arnsfeld (1930) Am Mittwochmorgen befuhr der 62-jährige Fahrer eines Nissan-Transporters die Grumbacher Straße aus Richtung Grumbach in Richtung Arnsfeld. Als er die bevorrechtigte Pfaumühlenstraße kreuzte, kollidierte der Nissan mit einem dort in Richtung Mildenau fahrenden VW-Kleinbus (Fahrer: 18). Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 30.000 Euro. (Kg) Hausbewohner soll Kleinkinder volksverhetzend beleidigt haben Zeit: 30.06.2026, 18:20 Uhr polizeibekannt Ort: Aue-Bad Schlema, OT Aue (1931) Streifenbeamte des Polizeireviers Aue machten am gestrigen Dienstag schnell einen Mann ausfindig, der im Verdacht steht, volksverhetzende Beleidigungen geäußert zu haben. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand hatten sich zwei Frauen mit ihren beiden Kindern vor einem Mehrfamilienhaus, nahe einer Grünanlage, in der Helmut-Just-Straße aufgehalten. Während die Kinder mit einem Ball spielten, soll ein Bewohner des Wohnhauses aus einem Fenster geschaut und die dunkelhäutigen Kleinkinder volksverhetzend beleidigt haben. Die Mütter verständigten daraufhin die Polizei. Hinzugerufene Streifenpolizisten machten den Tatverdächtigen rasch ausfindig. Bei ihm handelt es sich um einen 68-Jährigen mit deutscher Staatsbürgerschaft. Das Dezernat Staatsschutz der Chemnitzer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung übernommen. (mg) In Kurve kollidiert Zeit: 30.06.2026, 20:20 Uhr Ort: Aue-Bad Schlema, OT Aue (1932) Am Dienstagabend befuhr der 48-jährige Fahrer eines Krads Kawasaki die Lößnitzer Straße (B 169) aus Richtung Bahnhofsbrücke in Richtung Agricolastraße im rechten von zwei in gleicher Richtung führenden Fahrstreifen. In einer Rechtskurve geriet das Motorrad nach links und kollidierte mit dem im linken Fahrstreifen fahrenden Toyota-SUV (Fahrer: 43). Im weiteren Verlauf stürzte der Biker. Er erlitt schwere Verletzungen. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 12.000 Euro. Offenbar stand der Biker zum Unfallzeitpunkt unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ein durchgeführter Drogenvortest reagierte positiv auf Amphetamine. Für den deutschen Staatsangehörigen folgten eine Blutentnahme sowie eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. (Kg) Landkreis Meißen Geschleudert und aufgefahren Zeit: 30.06.2026, 11:10 Uhr Ort: Nossen, Bundesautobahn 4, Chemnitz – Dresden (1933) Die 42-jährige Fahrerin eines Pkw Skoda befuhr am Dienstag die Autobahn 4 in Richtung Dresden. Ungefähr drei Kilometer vor der Anschlussstelle Siebenlehn geriet der Skoda bei Starkregen ins Schleudern, kam nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Mittelleitplanke. Danach schleuderte der Skoda nach rechts und blieb auf dem Seitenstreifen stehen. Unmittelbar darauf näherte sich ein Pkw Porsche der Unfallstelle. Der Fahrer (64) bemerkte den schleudernden Skoda, bremste daraufhin, wobei der Porsche ebenfalls ins Schleudern geriet. Im weiteren Verlauf fuhr der Porsche auf dem bereits verunglückten Skoda. Verletzt wurde bei beiden Unfällen niemand. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 60.000 Euro. (Kg) Gegen Leitplanke und Sattelzug geschleudert Zeit: 30.06.2026, 11:45 Uhr Ort: Nossen, Bundesautobahn 4, Dresden – Chemnitz (1934) Gut zweieinhalb Kilometer nach der Anschlussstelle Siebenlehn geriet am Dienstagmittag ein in Richtung Chemnitz fahrender Pkw Skoda auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern. Im weiteren Verlauf kollidierte der Skoda mit der Mittelleitplanke und danach mit einem im rechten Fahrstreifen der Autobahn 4 fahrenden Mercedes-Sattelzug (Fahrer: 41). Der Skoda-Fahrer (44) erlitt nach dem derzeitigen Kenntnisstand leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 19.000 Euro. (Kg) Landkreis Zwickau Abgekommen und überschlagen Zeit: 30.06.2026, 10:10 Uhr Ort: Limbach-Oberfrohna, Bundesautobahn 72, Leipzig – Hof (1935) Ungefähr 600 Meter vor der Anschlussstelle Chemnitz-Röhrsdorf geriet am Dienstag ein in Richtung Hof auf der Autobahn 72 fahrender Pkw Tesla auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Im weiteren Verlauf schleuderte das Auto einen Hang aufwärts, überschlug sich und blieb auf dem Seitenstreifen der Autobahn auf dem Fahrzeugdach liegen. Nach ersten Erkenntnissen erlitt die Tesla-Fahrerin (36) bei dem Unfall leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 45.000 Euro. Die Richtungsfahrbahn war für ca. eine Stunde voll gesperrt. Gegen 13:10 Uhr war die Unfallstelle beräumt und die Richtungsfahrbahn wieder frei befahrbar. (Kg)