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Steile Lagen, starke Region: Freistaat stärkt Sachsens Weinbaukulturlandschaft im Elbtal
Staatsministerin Regina Kraushaar hat heute (2. Juli 2026) im Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul das Anerkennungsschreiben für das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) »Weinland Sachsen« an die Steillagenallianz übergeben. Damit erkennt der Freistaat Sachsen die gemeinsame Entwicklungsstrategie für die Weinbaukulturlandschaft im sächsischen Elbtal offiziell an. Das Konzept bildet künftig die Grundlage, um Maßnahmen zum Erhalt der Steillagen, zur besseren Bewirtschaftung der Weinberge und zur Zusammenarbeit von Kommunen, Behörden, Weinwirtschaft und weiteren Partnern gezielt voranzubringen. Staatsministerin Regina Kraushaar: »Sachsens Weinberge sind weit mehr als eindrucksvolle Steillagen. Sie prägen unsere Kulturlandschaft, ziehen Gäste an und geben den Orten entlang der Elbe ein unverwechselbares Gesicht. Mit dem »Weinland Sachsen« – diesen schönen Titel trägt die gemeinsame Entwicklungsstrategie für die Weinbaukulturlandschaft im sächsischen Elbtal – wird eine Grundlage geschaffen, damit diese Landschaft erhalten bleibt und die Menschen vor Ort sie weiter bewirtschaften und entwickeln können. Wer Steillagen, Weinbergsmauern und historische Ortsbilder erhält, stärkt Heimat, regionale Wertschöpfung und Verantwortung vor Ort.« Landrat Ralf Hänsel, Landkreis Meißen: »Das vorliegende Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept »Weinland Sachsen« ist ein weiterer wichtiger Meilenstein und Ausdruck des gemeinsamen Willens, die einzigartige Weinbaukulturlandschaft des sächsischen Elbtals nachhaltig zu bewahren und mit Hilfe von behutsamen, zielgerichteten Flurneuordnungsverfahren weiterzuentwickeln. Ich bin daher dem Weinbauverband Sachsen dankbar, dass er die ‚Steillagenallianz Weinland Sachsen‘ ins Leben gerufen hat, um die Steillagenflächen baulich sowie in Hinblick auf deren Bewirtschaftung zu sichern und zukunftsfähig zu machen.« Andreas Herr, Vorstand Weinbauverband Sachsen e.V.: »Die weinbaugeprägte Kulturlandschaft mit ihren ortsbildprägenden Terrassenweinbergen ist in Sachsen einzigartig. Die Weinbaukulturlandschaft trägt über Weinerzeugung und Weintourismus zur regionalen Wertschöpfung bei. Die Steillagen sind ökologisch wertvolle Lebensräume, die zudem als regionaler Identifikationspunkt und emotionaler Imagefaktor fungieren. Die Bewirtschaftung stellt für Winzerinnen und Winzer jedoch eine hohe Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund hat der Weinbauverband Sachsen das Projekt Steillagenallianz als Kooperationsprojekt ins Leben gerufen. Die heutige Anerkennung des ILEK Weinland Sachsen ist daher ein wichtiger Schritt zum gemeinsamen Erhalt der sächsischen Weinbaukulturlandschaft.« Das ILEK »Weinland Sachsen« bündelt fachliche Konzepte und Strategien, die in den vergangenen Jahren erarbeitet wurden. Es führt sie in einem gemeinsamen Handlungsrahmen zusammen. Im Mittelpunkt stehen bessere Bewirtschaftungsbedingungen in der von Steillagen geprägten Weinbaukulturlandschaft im sächsischen Elbtal, der Erhalt historischer Weinbergsmauern, die Ordnung von Eigentums- und Erschließungsstrukturen sowie dauerhafte Formen der Zusammenarbeit in der Region. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Flurneuordnung. Sie kann helfen, kleinteilige Eigentums- und Bewirtschaftungsstrukturen neu zu ordnen, Zufahrten zu verbessern und die Nutzung der Weinberge langfristig zu erleichtern. Gerade in den Steillagen, die das Bild des sächsischen Weinlands prägen, ist das entscheidend, weil dort viele Arbeiten aufwendig sind und die Bewirtschaftung besondere Anforderungen stellt. Mit der Anerkennung erhält das ILEK »Weinland Sachsen« den Status einer vom Freistaat bestätigten strategischen Grundlage für die weitere Entwicklung der Region. Das Anerkennungsschreiben unterstreicht die Zielstellung des Konzeptes: Die Steillagen sollen dauerhaft bewirtschaftbar bleiben, die historische Weinbaukulturlandschaft soll erhalten und die Zusammenarbeit der Akteure vor Ort verbindlicher ausgerichtet werden. Hierzu zählen beispielsweise die Parzellenstrukturen, die verbesserte Erschließung sowie der Erhalt der Weinbergsmauern. Die Anerkennung ist kein Förderbescheid für einzelne Vorhaben. Sie schafft aber einen gemeinsamen Orientierungsrahmen, an dem sich die beteiligten Kommunen, Fachbehörden und Partner aus der Weinwirtschaft bei der Vorbereitung und Umsetzung künftiger Maßnahmen der Ländlichen Entwicklung ausrichten können. Staatsministerin Kraushaar sagte weiter: »Das Weinland Sachsen lebt vom Zusammenspiel vieler Hände: von Winzern, Kommunen, Vereinen, Fachleuten und engagierten Menschen in der Region. Genau dieses Miteinander brauchen wir, wenn wir die Steillagen dauerhaft sichern wollen. Das erstellte Entwicklungskonzept hilft dabei, aus einzelnen guten Ansätzen eine gemeinsame Richtung zu machen.« Die Übergabe im Staatsweingut Schloss Wackerbarth war zugleich Auftakt für die weitere Umsetzung des ILEK. Vertreterinnen und Vertreter aus Landespolitik, Verwaltung, Kommunen und Weinwirtschaft berieten über die nächsten Schritte. Dabei wurde deutlich: Der Erhalt der sächsischen Weinbaukulturlandschaft kann nur im engen Schulterschluss aller Beteiligten gelingen. -
Zu Gast bei Zauneidechse, Wildbienen und Erdkröte
Am heutigen Donnerstag, dem 2. Juli, treffen sich die Amtschefs der B-Länder-Kultusministerien im Rahmen ihrer rotierenden Treffen in Meißen. Ein besonderer Programmpunkt dabei ist der Besuch des ökologischen Weinbergs der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU). Sie möchten das wegweisende Projekt, das ökologischen Weinbau, Projektunterricht eines Landesgymnasiums und erfolgreichen Artenschutz in der Stadt vereint, näher kennenlernen. Der Besuch soll die Lenker der Ministerien anregen, an den Erfahrungen der LaNU teilzuhaben und ähnlich strukturierte Vorhaben in ihrem Wirkungsbereich umzusetzen. Die ehemals verwilderten Flächen unterhalb der Burg Meißen wurden von der LaNU 2006 erworben. Mit dem Erwerb sendete die LaNU klare Signale für mehr ökologischen Weinbau in Sachsen, mehr Angebote der Umweltbildung und für mehr Naturschutz in der Stadt aus. Die Sanierung des Weinbergs ist zudem ein nachhaltiger Beitrag zum Erhalt und Wiederherstellung des natürlichen und kulturellen Erbes der Weinbaulandschaft im Elbtal. Zugleich wurde das Stadtbild von Meißen aufgewertet. Im Jahr 2010 startete die aufwendige Sanierung des Weinbergs. Schon 2012 konnten die ersten Rebstöcke gesetzt werden. 2014 erfolgte die erste Weinlese. Schüler des Landesgymnasiums St. Afra bewirtschaften mit Unterstützung der Stiftung Hoflößnitz engagiert den Weinberg. Die Ernte wird im Weingut der Stiftung in Radebeul gekeltert. Die LaNU entschied sich ganz bewusst für eine ökologische Bewirtschaftung der Flächen mit den stress- sowie pilztoleranten Rebsorten Johanniter (weiß) und Regent (rot). So konnte der Pestizideinsatz deutlich reduziert werden. Das ist eine Vorraussetzung für eine vielfältige Biodiversität. »Mit dem ökologischen Weinberg in Meißen haben wir ein Vorhaben von großer Strahlkraft geschaffen. Hier zeigen wir ganz praktisch, dass ökologischer Weinbau und Schutz der Artenvielfalt Hand in Hand gehen können«, so Robert Clemen, Stiftungsdirektor der LaNU. »Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht. Es gibt deutschlandweit immer noch viel zu wenig ökologischen Weinbau. Und ich darf sagen: Der gekelterte Wein schmeckt prima«, ergänzt der Stiftungsdirektor. Hintergrund Heute hat sich auf dem Burgberg eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt angesiedelt. Forscher der TU Bergakademie Freiberg haben hier 282 Tier- und 136 Pflanzenarten nachgewiesen. Zwischen den Rebzeilen blühen für einen Weinberg typische Kräuter und Gräser. Auf den Trockenmauern tummeln sich Zauneidechsen. Außerdem bieten sie vielen Insekten, wie den Wildbienen, einen geeigneten Lebensraum. So erfolgte der Nachweis von über 39 Wildbienenarten. Und in den kühl-feuchten Hohlräumen der Mauern findet auch die Erdkröte ihre Nahrung. Die LaNU hat für den Weinberg in der Domstadt Infotafeln aufgestellt. Diese befassen sich mit den Themenbereichen: »Ökologischer Terrassenweinberg und Weinbau«, »Biotope im Weinberg«, »Standort, Boden und Klima«, »Tiere im Weinberg« und »Pflanzen im Weinberg«. Im Freistaat Sachsen hat in den letzten Jahren der Anteil des ökologischen Weinbaus stark zugenommen. Heute werden nach Angaben des sächsischen Landwirtschaftsministeriums achtzehn Prozent seiner Rebfläche (523 Hektar) ökologisch bewirtschaftet. Unser Weinbergprojekt finanzieren wir teilweise über Spenden und Patenschaften (siehe: Beitrag Details | #Weinstock-Patenschaft | lanu.de) Weitere Infos zum Weinberg auf: www.burgberg-meissen.de Möchten Sie mehr über unsere Stiftung erfahren, dann schauen Sie bitte auf unsere Homepage www.lanu.de. Kontakt Presse Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt Tomas Brückmann Tomas.Brueckmann@lanu.sachsen.de Tel. 0351 81416-757 -
Zukunft von Landwirtschaft und Sozialfonds: Sachsen kämpft in Brüssel für regionale Verantwortung
Gestern und heute (1. und 2. Juli 2026) ist der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) in Brüssel zu seiner 172. Plenartagung zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Weichenstellungen für den Zeitraum nach 2028, insbesondere im Hinblick auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und den Europäische Sozialfonds (ESF) sowie deren Absicherung im Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union ab 2028. Für den Freistaat Sachsen nahmen Staatsminister a. D. Thomas Schmidt, MdL, und Staatsminister a. D. Martin Dulig, MdL, am Plenum teil. Gemeinsame Agrarpolitik (GAP): Gegen Zentralisierung und Investitionsstopp In der Debatte zur GAP 2028 bis 2034 hat sich Sachsen entschieden gegen die drohende Zentralisierung durch die nationalen Partnerschaftspläne gewandt. Sachsen fordert, dass die europäischen Regionen weiterhin als vollverantwortliche Verwaltungsbehörden agieren können. Sachsen spricht sich konkret gegen flächenabhängige Kürzungen von Zahlungen für Landwirte in der GAP aus, denn diese würde sich auf regional verankerte landwirtschaftliche Strukturen und Betriebe vor allem in Ostdeutschland nachteilig auswirken. Sie gefährden die wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaftsbetriebe, insbesondere von Tierhaltungsbetrieben, führen demzufolge zu einem Strukturbruch und setzen falsche wirtschaftliche sowie betriebliche Anreize. Thomas Schmidt fordert: »Die GAP und die ländliche Entwicklung müssen auch in der nächsten europäischen Förderperiode eigenständig fortgeführt und auskömmlich ausgestattet werden. Wichtig für Sachsen ist die Fortführung des erfolgreichen LEADER Ansatzes und die weitere Stärkung der ländlichen Räume. Stabile und resiliente ländliche Räume leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Entlastung der großen Städte, auch im Bereich des Wohnungsmarktes.« Sachsen unterstützt daher die Verankerung eines eigenständigen Politikziels für die Entwicklung ländlicher Räume. Europäischer Sozialfonds (ESF): Regionale Verantwortung statt Einheitspläne Bezüglich des ESF warnte Sachsen vor der Schwächung der regionalen Mitsprache. Ein einziger nationaler Plan pro Mitgliedstaat untergrabe die regionale Mitsprache und Perspektive. Auch Martin Dulig setzt sich für eine garantierte Mittelzuweisung für den ESF von mindestens 110 Milliarden Euro für die Förderperiode 2028-2024 ein: »Der ESF muss seine langfristige strategische Aufgabe behalten: Armut bekämpfen und Bildung sichern. Wir brauchen eine Verantwortung auf regionaler Ebene, um Ungleichheiten gezielt angehen und beheben zu können«. Sachsen fordert zudem, dass sich der ESF weiterhin auf seine Kernthemen Bildung, Beschäftigung sowie soziale Inklusion konzentriert und bei sinkender Finanzmittelausstattung die potentiellen Förderthemen nicht ausgeweitet werden. Breites Themenspektrum: Von Wohnraum bis Sicherheit Neben diesen beiden Hauptthemen befasste sich das Plenum mit weiteren für Sachsen wichtigen Stellungnahmen. Dazu gehören die Unterstützung der EU in den Bereichen Asyl, Migration und innere Sicherheit sowie die Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union. Sachsen unterstützt dabei insbesondere Forderungen nach einem stärkeren Katastrophenschutzverfahren und einer Vereinfachung der Verwaltung im digitalen Bereich. Die Debatte zum Wohnraum ist der Auftakt für die Diskussion dieses Themas in der zweiten Jahreshälfte, wenn die Europäische Kommission ihren Vorschlag für bezahlbares Wohnen (Affordable Housing Act) vorgelegt hat. Hintergrund: Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) mit Sitz in Brüssel ist die Versammlung der Regionen und Städte in der Europäischen Union. Der Freistaat Sachsen ist in der VIII. Mandatsperiode von 2025 bis 2030 mit zwei ordentlichen und zwei stellvertretenden Mitgliedern im AdR vertreten. Ordentliche Mitglieder sind Staatsminister a.D. Thomas Schmidt, MdL und Staatsminister a.D. Martin Dulig, MdL. Der Freistaat Sachsen ist außerdem Gründungsmitglied der Automotive Regions Alliance (ARA) und der European Semiconductor Regions Alliance (ESRA). Thomas Schmidt ist zudem Vorsitzender der Deutschen Delegation im AdR und der Automotive Intergroup (CoRAI). -
Glauchau: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten
Verantwortlich: Karolin Hemp, Annekatrin Liebisch, Sebastian Schmidt, Christina Friedrich Ausgewählte Meldung Verkehrsunfall mit Schwerverletzten Zeit: 01.07.2026, 07:50 Uhr Ort: Glauchau Beim Zusammenstoß von zwei Fahrzeugen wurden drei Menschen verletzt – zwei davon schwer. Am Mittwochmorgen befuhr eine 55-Jährige mit ihrem Nissan die August-Bebel-Straße aus Richtung Arndtstraße kommend in Fahrtrichtung Rudolf-Breitscheid-Straße. Kurz vor der Einmündung zur Körnerstraße geriet die Nissan-Fahrerin aus bislang ungeklärter Ursache nach links in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden VW-Transporter. Die 55-Jährige sowie der 55-jährige VW-Fahrer erlitten schwere Verletzungen. Ein 37-jähriger Beifahrer im VW wurde leicht verletzt. Damit die Nissan-Fahrerin aus ihrem Fahrzeug befreit werden konnte, mussten Kameraden der Feuerwehr das Dach des verunfallten Pkw abtrennen. Die beiden beteiligten Fahrzeuge, die einen Gesamtschaden von 35.000 Euro aufwiesen, mussten abgeschleppt werden. Gegen die Nissan-Fahrerin mit deutscher Staatsangehörigkeit wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. (sts) Vogtlandkreis Autofahrer erfasst Radfahrer und flüchtet Zeit: 02.07.2026, 07:25 Uhr Ort: Plauen In Plauen wurde ein Fahrradfahrer leicht verletzt. Der Verursacher fuhr zunächst davon, konnte aber ermittelt werden. Am Donnerstagmorgen fuhr ein zunächst unbekannter Autofahrer auf der Neundorfer Straße stadteinwärts und bog nach links auf die Theaterstraße ab. Dabei erfasste er einen Fahrradfahrer, der bei grüner Ampel über den dortigen Fußgängerüberweg fuhr. Der 45-jährige Zweiradfahrer stürzte, erlitt dadurch leichte Verletzungen und wurde anschließend von Rettungskräften ambulant behandelt. Der Autofahrer entfernte sich nach dem Zusammenstoß unerlaubt von der Unfallstelle. Zeugen hatten sich jedoch das Kennzeichen gemerkt, sodass Polizeibeamte den Opel auf einem nahegelegenen Parkplatz feststellen konnten. Das Fahrzeug wies starke Beschädigungen auf, die augenscheinlich vom Unfall stammen. Auch den mutmaßlichen Fahrer – einen 90-jährigen Deutschen – konnten die Beamten antreffen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt, sein Führerschein wurde sichergestellt. Am Opel und dem Fahrrad entstand ein Sachschaden von circa 2.000 Euro. (cf) Kupferrohre gestohlen Zeit: 22.06.2026 bis 01.07.2026, 10:00 Uhr Ort: Falkenstein In Falkenstein entwendeten unbekannte Täter Kupferrohre im Wert von 10.000 Euro. Am Datacenter-Park verschafften sich unbekannte Täter Zutritt zu einer Halle, die sich gerade im Bau befindet. Daraus entwendeten sie etwa 100 Meter Kupferrohre in verschiedenen Stärken. Der Stehlschaden beläuft sich auf schätzungsweise 10.000 Euro. Der Diebstahl wurde am Mittwochvormittag festgestellt, der Tatzeitraum könnte bis zum 22. Juni zurückreichen. Haben Sie im Tatzeitraum zu unüblichen Zeiten Fahrzeuge an der Halle gesehen? Ist Ihnen sonst etwas Ungewöhnliches in der Nähe aufgefallen? Bitte schildern Sie Ihre Beobachtungen im Polizeirevier in Auerbach, telefonisch erreichbar unter 03744 2550. (cf) Unfallflucht Zeit: 01.07.2026, 08:15 Uhr bis 09:15 Uhr Ort: Neumark In Neumark wurde ein Pkw beschädigt – die verursachende Person flüchtete. Für etwa eine Stunde parkte eine Frau ihren gelben Suzuki Ignis auf einem Parkplatz an der Ernst-Ahnert-Straße, nahe dem Markt. In dieser Zeit fuhr offenbar eine unbekannte Person mit einem Fahrzeug gegen den Suzuki und verließ anschließend unerlaubt die Unfallstelle. Augenscheinlich wurde der Unfall mit einem grauen Fahrzeug verursacht. Der Sachschaden am Suzuki beläuft sich auf etwa 1.000 Euro. Haben Sie den Unfall beobachtet und können Sie Angaben zum Fahrzeug oder zur Person machen, die es fuhr? Hinweise nimmt die Polizei in Auerbach unter der Telefonnummer 03744 2550 entgegen. (cf) Landkreis Zwickau Mit Vollgas geflüchtet Zeit: 02.07.2026, 00:40 Uhr Ort: Zwickau Ein junger Mann entzog sich mit einem Audi in Zwickau einer Verkehrskontrolle. Kurz nach Mitternacht wollte ein Streifenteam der Polizei auf dem Dr.-Friedrichs-Ring kurz vor der Ampel zur Humboldtstraße einen Audi stoppen. Auf das Haltesignal reagierte der Fahrer zunächst mit Bremsen, gab aber dann Vollgas. Grob verkehrswidrig und rücksichtslos fuhr er mit höchstmöglicher Geschwindigkeit – teilweise über 150 km/h – auf der Reichenbacher Straße stadtauswärts. Ohne zu bremsen fuhr er auf den Kreuzungen zur Bürgerschachtstraße und zur Neuplanitzer Straße über rote Ampeln. In Schönfels verlor das Streifenteam dann den Sichtkontakt. Ihnen war der Fahrer jedoch bekannt. Der 19-jährige Deutsche muss sich nun wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten. (kh) Mehrere Diebstähle Zeit: 01.07.2026, 16:30 Uhr Ort: Zwickau In Zwickau zeigte sich ein Dieb unbeirrt von einer polizeilichen Anzeige aufgrund mehrerer Diebstähle und stahl weiter. Ein 36-jähriger Libyer entwendete am Mittwochnachmittag in einem Schuhfachgeschäft an der Inneren Plauenschen Straße einen Rucksack, eine Sporttasche und mehrere Paar Schuhe im Wert von rund 400 Euro. Im Rahmen einer freiwilligen Nachschau entdeckten die eingesetzten Beamten noch weiteres Diebesgut im Wert von etwa 300 Euro. Die Wertsachen nahm er zuvor in Sportgeschäften und einem Lebensmittelmarkt mit. Nach Beschlagnahme der Waren und Fertigung einer Anzeige wegen Diebstahls wurde er aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Er zeigte sich jedoch recht unbeirrt und ging in die nächstgelegene Drogerie, wo er ein Parfüm im Wert von etwa 130 Euro entwenden wollte. Auch hier wurde er erwischt und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen. Nun soll eine Haftrichtervorführung folgen. (kh) Unfall mit Sachschaden Zeit: 01.07.2026, 07:30 Uhr Ort: Zwickau, OT Marienthal Bei einem Unfall in Marienthal entstand Sachschaden. Ein Pkw war abschleppreif. Eine 52-Jährige beabsichtigte am Mittwochmorgen, mit ihrem Hyundai am Virchowplatz nach links abzubiegen und ordnete sich deshalb auf der Linksabbiegerspur ein. Dabei versagten die Bremsen ihres Fahrzeugs und sie stieß mit dem Ford einer 27-Jährigen zusammen, die auf der Steinpleiser Straße in stadtauswärtiger Richtung unterwegs war. Die beiden Unfallbeteiligten blieben glücklicherweise unverletzt. An den Fahrzeugen entstand jedoch ein Sachschaden von 14.000 Euro. Der Hyundai musste vom Unfallort abgeschleppt werden. (kh) Entwendete Kleinkrafträder In Crimmitschau und Lichtentanne verschwanden Motorroller. Zeit: 30.06.2026, 20:00 Uhr bis 01.07.2026, 15:40 Uhr Ort: Crimmitschau Zwischen Dienstagabend und Mittwochnachmittag entwendete eine unbekannte Person in Crimmitschau ein blaues Kleinkraftrad der Marke Xiamen Xiashing, das an der Wilhelm-Liebknecht Straße in Höhe der Kleingartenanlage gesichert abgestellt war. Das Krad ist etwa 800 Euro wert. Zeit: 02.07.2026, 02:30 Uhr bis 04:05 Uhr Ort: Lichtentanne In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag entwendeten zwei unbekannte Täter aus einer Garage am Mühlenweg in Lichtentanne einen grünen Motorroller der Marke Aprilia, sechs Kästen mit Pfandgut und zwei Paar Schuhe. Der Stehlschaden beläuft sich auf etwa 430 Euro, der Sachschaden liegt bei rund 50 Euro. Können Sie Hinweise zu einem der geschilderten Diebstähle geben? Bitte informieren Sie das Polizeirevier Werdau, Telefon: 03761 7020. (al) Vor der Polizei geflohen Zeit: 01.07.2026, 23:20 Uhr Ort: Wilkau-Haßlau Zwei Kradfahrende entzogen sich der Kontrolle. Am späten Mittwochabend bemerkte ein Streifenteam an der Schneeberger Straße zwei Personen, an deren Krads keine Versicherungskennzeichen waren. Als die Einsatzkräfte die beiden einer Verkehrskontrolle unterziehen wollten, ignorierten diese das Anhaltesignal und beschleunigten. Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit flüchteten die beiden Kradfahrenden in Richtung Oberhaßlau, dabei fuhren sie grob verkehrswidrig und rücksichtslos. Beim Versuch, vor der Fußgängerbrücke zu wenden, stieß eine der beiden Personen mit ihrem Zweirad gegen eine Betonmauer und stürzte. Die zweite Person fuhr zunächst weiter, kehrte dann jedoch zum Unfallort zurück. Die gestürzte Person entpuppte sich als eine 15-Jährige, die keine gültige Fahrerlaubnis hatte. Sie wies leichte Verletzungen auf. Ihr 18-jähriger Begleiter konnte sowohl einen Führerschein als auch einen Versicherungsschutz vorweisen, wenn auch das Kennzeichen nicht angebracht war. Gegen die beiden Deutschen wird nun wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt, gegen die Jugendliche auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. (al) -
Kultur und Tourismus als Brückenbauer: Staatsministerin Barbara Klepsch zu Gesprächen in Niederschlesien
Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch hat heute (2. Juli 2026) die Woiwodschaft Niederschlesien besucht, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Tourismus weiter zu vertiefen. Im Mittelpunkt der eintägigen Reise stehen in Breslau (Wrocław) Gespräche mit den Vizemarschällen Wojciech Bochnak (Tourismus) und Jarosław Rabczenko (Kultur) sowie die Besichtigung der Friedenskirche in Schweidnitz (Świdnica) auf dem Programm. Staatsministerin Barbara Klepsch betont die Bedeutung der Partnerschaft: »Sachsen und Niederschlesien verbindet seit 1999 eine lebendige Regionalpartnerschaft, die durch unsere gegenseitigen Verbindungsbüros stetig gepflegt wird. Polen ist mit einem Marktanteil von fast 19 Prozent der wichtigste ausländische Quellmarkt für den sächsischen Tourismus. Unser Ziel ist es, diese engen Bande durch gemeinsame Projekte wie die ‚Via Sacra‘ oder die ‚Route der Burgen und Schlösser‘ weiter zu festigen und neue Impulse für den Kulturaustausch zu setzen. Der gemeinsame Dialog im Sinne der europäischen Idee bereichert das Leben beiderseits der Grenze.« Am Vormittag traf Ministerin Klepsch im Marschallamt mit Vizemarschall Wojciech Bochnak zusammen, der für Sport und Tourismus zuständig ist. Ein zentrales Thema war die Vermarktung gemeinsamer touristischer Produkte. Besonders hervorgehoben wurde die seit Dezember 2025 bestehende Bahnverbindung Leipzig–Breslau–Krakau, die für das Tourismusmarketing in beiden Regionen neue Möglichkeiten eröffnet. Zudem wurden auch über den Ausbau des Radtourismus gesprochen. Im anschließenden Gespräch Vizemarschall Jarosław Rabczenko, zuständig für Kultur, standen der Erhalt des gemeinsamen kulturellen Erbes und künftige Kooperationen im Fokus. Themen waren unter anderem die Unterstützung für das Museum für Sport und Tourismus in Krummhübel (Karpacz) sowie die angestrebte UNESCO-Welterbe-Nominierung der Papiermühle in Duszniki-Zdrój. Auch die Idee eines »Kongresses der Grenzkultur« als Plattform für Institutionen und Kulturschaffende wurde besprochen. Der Besuch in Breslau ist bereits der zweite direkte Austausch mit beiden Vizemarschällen, da es vor wenigen Wochen bereits Gespräche n Dresden gab. Zum Abschluss ihrer Reise besucht die Ministerin die Friedenskirche in Świdnica, die größte Fachwerkkirche Europas und UNESCO-Weltkulturerbe. Nach einem Empfang durch die Stadtpräsidentin Beata Moskal-Słaniewska und einem Austausch über aktuelle kulturelle Stadtprojekte wird die Ministerin ein Orgelkonzert an der barocken Klose-Orgel besuchen. Die Kirche ist nicht nur ein bedeutendes Sakralbauwerk der »Via Sacra«, sondern auch ein Symbol für Versöhnung und ökumenische Zusammenarbeit. Hintergrund: Der Freistaat Sachsen und die Woiwodschaft Niederschlesien sind seit 1999 durch eine Regionalpartnerschaft verbunden. Zur Unterstützung dieser Kooperation wurde 2012 das Sächsische Verbindungsbüro in Breslau eröffnet, gefolgt von der Eröffnung eines niederschlesischen Regionalbüros in Dresden im Jahr 2021. Zahlreiche Projekte werden zudem über das EU-Programm INTERREG Polen–Sachsen finanziert.