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Mutmaßlichen Ladendieb ertappt
Anja Leuschner (al), Eduard Schreiber (es) Mutmaßlichen Ladendieb ertappt Görlitz, Nieskyer Straße 27.10.2026, 11:55 Uhr Ein Mitarbeiter eines Einkaufsmarktes hat am Dienstagmittag einen mutmaßlichen Ladendieb auf frischer Tat ertappt. Er beobachtete, wie ein 39-Jähriger mehrere Cremes einsteckte. Als er das Geschäft ohne zu bezahlen verlassen wollte, hielt der Angestellte ihn auf und rief die Polizei. In den Taschen des polnischen Bürgers befanden sich Kosmetikartikel im Wert von circa 160 Euro. Diese blieben im Markt. Der Beschuldigte wird sich wegen des Ladendiebstahls zu verantworten haben. (al) Autobahnpolizeirevier Bautzen Auffahrunfall auf der Autobahn BAB 4, Görlitz - Dresden, Parkplatz Am Eichelberg 27.10.2026, 11:50 Uhr Zu einem Auffahrunfall ist es am Dienstagmittag auf der Autobahn 4 in Richtung Dresden gekommen. Ein 64-Jähriger war mit seinem Sattelzug Volvo in der rechten Fahrspur unterwegs. In Höhe des Parkplatzes Am Eichelberg stockte der Verkehr. Ein 89-Jähriger fuhr mit seinem VW vom Parkplatz auf die durchgehende Fahrbahn und setzte sich unmittelbar vor den Sattelzug in eine Lücke. Anschließend wollte der Senior weiter auf den linken Fahrstreifen wechseln. Dabei fuhr der Sattelzug auf den VW auf, da sich dieser zum Zeitpunkt des Unfalles offenbar im toten Winkel des 64-Jährigen befand. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden betrug circa 3.000 Euro. (al) Aufkleber statt Graffiti BAB 4, Dresden - Görlitz, Parkplatz Löbauer Wasser 27.10.2026, 23:35 Uhr Über ein Alarmsystem hat die Polizei am Dienstag die Information über verdächtige Aktivitäten an den E-Ladesäulen auf dem Parkplatz Löbauer Wasser an der A 4 erhalten. Autobahnpolizisten eilten vor Ort, um die mutmaßlichen Graffitisprüher zu stellen. Jedoch trafen sie auf Mitarbeiter einer Firma, die die Säulen neu folieren sollte. Es hatte also alles seine Richtigkeit und die Beamten konnten im Alarmcenter Entwarnung geben. (al) Landkreis Bautzen Polizeireviere Bautzen/Kamenz/Hoyerswerda Intimfotos verschickt Landkreis Bautzen 22.10.2026 - 26.10.2026 27.10.2026, 16:20 Uhr polizeibekannt In der vergangenen Woche wurde ein Mann aus dem Landkreis Bautzen mit der Veröffentlichung von Intimfotos erpresst. Der 20-Jährige lernte vermeintlich eine Frau in den sozialen Medien kennen. Nachdem er seiner Internetbekanntschaft sensible Fotos geschickt hatte, erhielt er eine Zusammenstellung der Sammlung und wurde genötigt, Apple-Giftcards zu kaufen. Die Erpresser hinter der Masche drohten damit, die Aufnahmen zu veröffentlichen. Trotz der Leistung kamen weitere finanzielle Forderungen und er erstattete Anzeige bei der Polizei. Der finanzielle Schaden betrug circa 5.000 Euro. Seither ermittelt die Kriminalpolizei. Die Polizei warnt Gehen Sie mit Ihren persönlichen Daten sensibel um. Ist Ihnen das Gegenüber nicht physisch bekannt, sollten Sie nach Möglichkeit gar keine personenbezogenen Daten preisgeben. Prüfen Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen. Sie sind in der Regel nicht zufällig angeschrieben worden, sondern aufgrund Ihres Webauftrittes und der Preisgabe Ihrer Daten. Sind Sie bereits Opfer geworden, wird Folgendes geraten: • Kein Geld überweisen! o Die Zahlung stoppt die Täter nicht. Da die Daten noch immer im Bestand der Erpresser liegen. Die Zahlung signalisiert den Kriminellen nur, dass Sie kooperationswillig und liquide sind. • Beenden Sie sofort die Kommunikation und blockieren Sie den Kontakt. • Sichern Sie die Beweise o Löschen Sie nicht den Chatverlauf und erstellen Sie möglichst Screenshots von der Erpressernachricht, dem Profil des Täters und der Bankverbindung oder dem Zahlungslink, falls übermittelt • Informieren Sie die Plattform • Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei (es) Cannabis-Fahrt beendet Steinigtwolmsdorf, OT Ringenhain, Lausitzer Straße 27.10.2026, 16:05 Uhr Polizisten haben am Dienstagnachmittag eine berauschte Fahrt in Ringenhain beendet. Sie hielten einen 18-Jährigen mit seinem Seat auf der Lausitzer Straße an. Ein Test bei dem deutschen Heranwachsenden zeigte Cannabis an. Damit ging es für ihn zur Blutentnahme, die Fahrt war beendet und eine Anzeige wurde erstattet. (al) Vorfahrtsfehler führt zu Unfall Bautzen, K 7237, B 156 27.10.2026, 17:40 Uhr Ein Vorfahrtsfehler hat am frühen Dienstagabend in Bautzen zu einem Unfall geführt. Ein 43-jähriger Ford-Fahrer war auf der K 7237 in Richtung der B 156 unterwegs und wollte nach rechts auf die Bundesstraße abbiegen. Dabei übersah er offenbar den Citroen einer 43-Jährigen, welche von links kam und Vorfahrt hatte. Die Frau wurde durch den Zusammenstoß leicht verletzt. Für sie ging es zur Behandlung in ein Krankenhaus. Kameraden der Feuerwehr banden auslaufende Betriebsstoffe und die Autos wurden abgeschleppt. Insgesamt entstand bei dem Unfall ein Schaden in Höhe von rund 20.000 Euro. (al) Gewinnversprechen Kamenz 14.10.2026 - 27.10.2026 27.10.2026, 14:40 Uhr polizeibekannt In der zweiten Oktoberhälfte ist eine Frau aus Kamenz mit einem Gewinnversprechen gelockt worden. Die Betrüger offerierten der 67-Jährigen einen Sparvertrag. In Aussicht stand eine Rendite in sechsstelliger Höhe. Damit überredeten die Kriminellen die Rentnerin zu einer Zahlung von mehreren tausend Euro als Startkapital. Als die Hochstapler eine weitere Überweisung forderten, erkannte die Seniorin den Schwindel und erstattete Anzeige. Der Kriminaldienst Kamenz ermittelt. (es) Pkw vs. Fahrrad Kamenz, Macherstraße, Saarstraße 27.10.2026, 13:25 Uhr Zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Fahrrad ist es am Dienstagnachmittag in Kamenz gekommen. Ein 39-Jähriger war mit seinem Bike auf der Macherstraße in Richtung Nordstraße entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs. Gleichzeitig näherte sich ein 43-Jähriger mit seinem Mercedes auf der Saarstraße in Richtung der Macherstraße und wollte nach rechts zum Flugplatz abbiegen. Dabei kam es zur Kollision der beiden Fahrzeuge, wodurch der Radfahrer leicht verletzt wurde. Es entstand etwa 1.000 Euro Schaden. (al) Zigarette ins Gesicht Kamenz, Macherstraße, Heinrich-Heine-Straße 27.10.2026, 18:45 Uhr Zu einer Auseinandersetzung ist es am Dienstagabend an der Kamenzer Macherstraße gekommen. Was mit einer verbalen Unstimmigkeit inklusive mehrerer Beleidigungen begann, gipfelte darin, dass ein 46-Jähriger einer 17-Jährigen eine glimmende Zigarette ins Gesicht warf, sie schlug und trat. Anschließend schlug der Angreifer auch noch einen 29-Jährigen. Die Jugendliche kam zur Behandlung ins Krankenhaus. Der deutsche Tatverdächtige wurde im Nachgang bekannt gemacht. Er wird sich wegen der gefährlichen Körperverletzung sowie Beleidigung zu verantworten haben. (al) In den Gegenverkehr geraten - Zeugen gesucht B 96, Maukendorf Richtung Hoyerswerda 27.10.2026, 14:40 Uhr Ein schwerer Unfall hat sich am Dienstagnachmittag auf der B 96 ereignet. Eine 18-Jährige fuhr mit ihrem Skoda von Hoyerswerda in Richtung Maukendorf. Aus noch unbekannter Ursache kam sie nach links auf die Gegenfahrspur und kollidierte dort mit dem VW eines 83-Jährigen. Durch den seitlichen Zusammenprall wurden beide Fahrzeuge von der Fahrbahn geschleudert. Der Senior erlitt schwere Verletzungen. Rettungskräfte brachten ihn per Hubschrauber ins Krankenhaus. Die 18-Jährige und ihre gleichaltrige Beifahrerin kamen leicht verletzt in eine Klinik. Ein 27-jähriger VW-Fahrer und eine 48-jährige Ford-Fahrerin hinter dem Skoda konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und überfuhren Fahrzeugteile auf der Straße. Insgesamt entstand bei dem Unfall ein Sachschaden von rund 40.000 Euro. Die Polizei ruft Zeugen oder Personen auf, die sachdienliche Hinweise zum Unfallgeschehen geben können, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion unter der Rufnummer 03591 367 0 oder in jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (al) Beim Überholen Unfall gebaut Lauta, OT Torno, Höhe Haltestelle Kirche 27.10.2026, 16:05 Uhr Etwa 15.000 Euro Sachschaden sind am Dienstagnachmittag bei einem Unfall zwischen zwei Pkw im Lautaer Ortsteil Torno entstanden. Hier beabsichtigte ein 27-jähriger BMW-Fahrer auf der Thälmannstraße einen Dacia Sandero zu überholen. Während des Überholvorganges musste der BMW-Fahrer plötzlich einer Verkehrsinsel ausweichen und stieß dabei mit dem Dacia des 71-jährigen Beteiligten zusammen. Die beiden Fahrzeugführer kamen mit dem Schrecken davon. (al) Unter Alkoholeinwirkung mit dem E-Bike gestürzt… Lauta, OT Laubusch, Hauptstraße, Radweg an der K 9210 27.10.2026, 17:10 Uhr …ist am späten Dienstagnachmittag ein 68-jähriger Mann, der mit seinem E-Bike auf dem Radweg an der K 9210 von Tätzschwitz in Richtung Laubusch unterwegs war. Offenbar aufgrund des Genusses von Alkohol kam er plötzlich vom Radweg ab, verlor die Kontrolle über sein Bike und stürzte. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet 1,14 Promille. Aufgrund der Verletzungen, die sich der Radler bei seinem Sturz zugezogen hatte, wurde er zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Dort erfolgte dann auch die Blutentnahme zur sicheren Beweisführung. Gegen den deutschen Verkehrsteilnehmer wird nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr ermittelt. (al) Landkreis Görlitz Polizeireviere Görlitz/Zittau-Oberland/Weißwasser Anlagebetrug Görlitz 29.09.2026 27.10.2026, 08:10 Uhr polizeibekannt Am Ende des Septembers ist ein 74-jähriger Mann aus Görlitz Opfer eines Anlagebetruges geworden. Der Senior erstattete am Dienstagvormittag Anzeige. Demnach haben Hochstapler ihn überzeugt, online ein Tagesgeldkonto zu eröffnen. Er leistete mehrere Überweisungen und beklagt seither einen fünfstelligen Vermögensschaden. Der Kriminaldienst des Reviers Görlitz nahm die Ermittlungen auf. (es) Tempo vor Grundschule gemessen Görlitz, Friedrich-Engels-Straße 27.10.2026, 07:15 Uhr - 08:10 Uhr Eine Streife des Görlitzer Reviers hat am Dienstagmorgen eine Tempokontrolle auf der Friedrich-Engels-Straße vor der Grundschule durchgeführt. Von 37 gemessenen Fahrzeugen waren drei schneller als die erlaubten 30 km/h. Alle Verstöße lagen im Verwarngeldbereich. (al) Aus dem Verkehr gezogen B 178, Abzweig Krappe 27.10.2026, 10:00 Uhr Im Rahmen einer gemeinsamen Kontrolle des Verkehrsüberwachungsdienstes und der tschechischen Polizei haben die Beamten am Dienstagvormittag einen Lastzug aus dem Verkehr gezogen. Sie kontrollierten das tschechische Gefährt mit 7,5 Tonnen Ladung und dessen Fahrer am Abzweig Krappe an der B 178. Die Einsatzkräfte stellten erhebliche technische Mängel am Auflieger fest. Unter anderem waren an zwei Bremszylindern die Federn gebrochen, zwei Luftkessel defekt sowie mehrere Rahmen gerissen. Ein Gutachter wurde hinzugezogen. Die Polizisten untersagten dem tschechischen Fahrer im Alter von 53 Jahren die Weiterfahrt und nahmen eine Anzeige auf. (al) Im Graben gelandet S 128, Abzweig Kiesdorf 27.10.26, 15:05 Uhr Bei einem Unfall ist am Dienstagnachmittag ein Pkw bei Kiesdorf im Graben gelandet. Eine 84-Jährige war mit ihrem Mitsubishi auf der S 128 von Hagenwerder in Richtung Schönau-Berzdorf unterwegs. Am Abzweig nach Kiesdorf wollte vor ihr ein 60-Jähriger mit seinem VW nach links abbiegen. Dies übersah die Seniorin vermutlich. Als der Volkswagen nach links abbog, versuchte die 84-Jährige auszuweichen, dennoch kollidierten die Fahrzeuge. Der VW-Transporter kam daraufhin nach links von der Straße ab. Verletzt wurde niemand. Es entstand aber ein Sachschaden von circa 11.000 Euro. (al) Brand ausgebrochen - Zeugen gesucht Oderwitz, OT Oberoderwitz, Im Winkel 27.10.2026, 20:30 Uhr Am Dienstagabend ist in Oberoderwitz auf einem umzäunten Grundstück ein Feuer ausgebrochen. An der Hauswand gelagerte Holzpaletten gerieten in Brand. Die Ortsfeuerwehr bekämpfte die Gefahrenquelle, noch bevor die Flammen das Einfamilienhaus erfassen konnten. Es entstand ein Sachschaden an der Fassade und den Paletten in Höhe von knapp 1.000 Euro. Ein Brandursachenermittler untersuchte die Brandstelle und begründete den Verdacht der Brandstiftung. Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Brandhergang oder zu Personenbewegungen in der Straße Im Winkel im Zeitraum 19 bis 21 Uhr machen können, sich beim Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz unter der Rufnummer 03581 468 100 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (es) Pkw gegen Hund Weißwasser/O.L., Heinrich-Heine-Straße 27.10.2026 12:15 Uhr Zu einem Unfall zwischen einem Hund und einem Pkw ist es am Dienstag zur Mittagszeit in Weißwasser gekommen. Eine 44-Jährige war mit ihrem Peugeot auf der Heinrich-Heine-Straße in Richtung Bautzener Straße unterwegs. Kurz vor der Kreuzung rannte der Vierbeiner plötzlich von rechts aus einem Grundstück auf die Fahrbahn. Das Auto prallte gegen das Tier. Die Labradorhündin erlitt auf den ersten Blick leichte Verletzungen an ihrer Pfote. Der Halter brachte sie anschließend zu einem Tierarzt. Bei dem Zusammenstoß entstand etwa 500 Euro Sachschaden. (al) -
Freistaat unterstützt 22 Tafel-Projekte mit über 344.000 Euro
Seit fast zehn Jahren unterstützt der Freistaat Sachsen das Engagement der Tafeln mit der Förderung investiver Maßnahmen. In diesem Jahr profitierten insgesamt 22 Projekte davon. Über 340.000 Euro Fördergelder wurden bewilligt. Ziel der investiven Förderung ist es, den Ablauf des Tafelbetriebes in den Bereichen Logistik, Räumlichkeiten, Sicherheit, Arbeitsschutz, Energieeffizienz und Einhaltung von Hygiene- und sonstigen Vorschriften sicherzustellen und zu optimieren. Pro Projekt können zwischen 2.500 bis 30.000 Euro beantragt werden. Die Förderung ist deshalb von grundlegender Bedeutung für die Ausgabestellen in ganz Sachsen. Staatsministerin Petra Köpping: »Es stimmt mich sehr positiv, dass wir die wichtige Arbeit der Tafeln auch in diesem Jahr finanziell unterstützen konnten. Ob neue Kühlfahrzeuge, Kühlgeräte oder dringende Reparaturen und Modernisierungen – all das hilft, die Ausgabe an die Bedürftigen bestmöglich zu organisieren und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Diese konkrete und nachhaltige Unterstützung ist für die Tafeleinrichtungen eine große Hilfe – und damit auch für viele Menschen. Mir ist es ein großes Anliegen, dass wir auch mit dem nächsten sächsischen Doppelhaushalt wieder Fördergelder für dieses Programm zur Verfügung stellen.« Quer durch Sachsen – von Dresden, Leipzig und Chemnitz, über Bautzen, Gröditz, Plauen, Grimma und Freiberg bis nach Zittau oder Schneeberg – wurden Anträge gestellt und Bedarfe sichtbar. Unter den geförderten Projekten sind sowohl kleinere Maßnahmen wie die Sanierung eines Abwasserschachtes oder die Neuanschaffung eines Klimagerätes als auch größere Investitionen wie die Neuausstattung einer Tafel oder die Wärmedämmung in einem Ausgaberaum. Von den geförderten Investitionen befinden sich zehn Projekte in den kreisfreien Städten, die restlichen zwölf geförderten Projekte betreffen Investitionen in Einrichtungen im Vogtland, im Erzgebirge, im Landkreis Leipzig, Mittelsachsen, Meißen, Bautzen und Görlitz. Für ehrenamtlich Engagierte bei den Tafeln gibt es verschiedene Unterstützungsangebote: Im Rahmen des Programms »Wir für Sachsen« können sie zum einen eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 40 Euro beantragen. Zum anderen haben ehrenamtliche Engagierte die Möglichkeit über die Sächsische Ehrenamtskarte, seit diesem Jahr auch in digitaler Form über die neue Ehrenamtskarten-App verfügbar, die Möglichkeit Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Burgen, Schwimmbädern oder neuerdings auch in der Gastronomie zu erhalten. Hintergrundinformationen In Sachsen engagieren sich 45 Tafeleinrichtungen sowie der Landesverband »Tafel Sachsen e.V.« für die Versorgung bedürftiger Menschen. Sie betreiben etwa 110 stationäre und mobile Lebensmittelausgabestellen. Mit der investiven Förderung unterstützt der Freistaat Sachsen die Tafeln bei der Sicherstellung des Betriebs ihrer Ausgabestellen und der Lagerkapazitäten. Weitere Informationen Antragstellung Förderprogramm »Wir für Sachsen«: https://www.wfs-foerderportal.de/ Sächsische Ehrenamtskarte: https://www.ehrenamt.sachsen.de/ehrenamtskarte.html -
Die Etrusker. Götter, Gräber und Gelage: Neue Sonderausstellung | 30.10.2026 – 29.03.2027 im smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz
Sie waren Seefahrer, Genussmenschen und brachten vor über 2.500 Jahren griechischen Chic in die Toskana: die Etrusker. Am kommenden Freitag, 30. Oktober 2026, eröffnet das smac – kurz für: Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz – seine neue Sonderausstellung »Die Etrusker. Götter, Gräber und Gelage«. Bis Ostermontag, 29. März 2027, präsentiert die Schau Geschichte, Handel, Kunst, Götter, Alltagskultur und Eigenheiten dieser ersten antiken Hochkultur auf dem Gebiet des heutigen Italiens. Dr. Sabine Wolfram, Direktorin des smac: »Toskana, Latium und Umbrien haben mehr zu bieten als Wein, Strände und schöne Landschaften. Die Überreste der etruskischen Kultur sind allgegenwärtig mit ihren Stadtruinen und Nekropolen. Die Wandmalereien in den Totenstädten von Tarquinia und Cerveteri sind weltberühmt. Alabaster, ein Material, das die Etrusker zur Herstellung von Schmuck, zarten Gefäßen und reliefierten Urnenkästen nutzten, wird noch heute dort verarbeitet. Mit der Ausstellung »Die Etrusker. Götter, Gräber und Gelage« zeigt das smac nach »Pompeji und Herculaneum« (2022/23) wieder ein Thema der Klassischen Antike. Doch dieses Mal – und das macht es so reizvoll und spannend – sind es nicht die allseits bekannten Römer, sondern mit den Etruskern eine Hochkultur, die bereits vor den Römern im italischen Raum Großes schuf.« Die Ausstellung gliedert sich in sechs Bereiche: 1 – Einführung / 2 – Kultureller Austausch / 3 – Die etruskische Gesellschaft / 4 – Die Religion der Etrusker / 5 – Leben nach dem Tod / 6 – Die Etrusker und Rom. BEREICH 1 – Einführung: Die Etrusker Archäologisch kann man die Etrusker vom 9. bis 1. Jh. v. Chr. in der heutigen Toskana, Umbrien und Latium nachweisen. Auch Schriftquellen berichten von ihnen: Griechen nannten sie Tyrrhenoi, die Römer Tusci oder Etrusci. Die Bezeichnungen leben bis heute als Tyrrhenisches Meer, Toskana und Etrusker weiter. Der Name Rasna, den sie sich selbst gaben, ist hingegen verschwunden. Hervorgegangen ist die etruskische Hochkultur aus der Villanova-Kultur des 9./8. Jh. v. Chr. Diese hat ihren Namen von einem Ort nahe Bologna und wird als früheste Phase der etruskischen Kultur betrachtet. Die günstigen klimatischen Bedingungen, die fruchtbaren vulkanischen Böden und die reichen Metallvorkommen sorgten für reiche Ernte und eherne Ausbeute. Landwirtschaftlichen Produkte wie beispielsweise Wein, Olivenöl und Getreide sowie die Metalle Bronze, Zinn und Eisen machten die Etrusker zu begehrten Handelspartnern im gesamten Mittelmeerraum. Vor allem aber durch den Austausch mit den Griechen erhielt das Gebiet einen kulturellen Schub. Der Handel brachte den Etruskern Reichtum und Input. Ihre Kultur erblühte. Das Ende der Etrusker im 1. Jahrhundert v. Chr. kam mit der Übermacht Roms. »Das Etruskische« ging durch Kriege und Bündnisse schließlich im Römischen Reich auf. Die Epochen der etruskischen Kultur 900 – 725 v. Chr. Frühetruskische Zeit (Villanova-Kultur) 725 – 580 v. Chr. Orientalisierende Zeit 580 – 480 v. Chr. Archaische Zeit 480 – 325 v. Chr. Klassische Zeit 325 – 90 v. Chr. Hellenistische Zeit BEREICH 2 – Kultureller Austausch Die sogenannte orientalisierende Phase (725–580 v. Chr.) ist geprägt vom Austausch mit anderen Kulturen des Mittelmeerraums und des Gebiets nördlich der Alpen. Güter, Menschen und Ideen werden mobil. Als wertvolles Handelsgut sind Metalle, Salz und Agrarprodukte in Etrurien reichlich vorhanden. Der Austausch mit dem östlichen Mittelmeergebiet ist bereits ab dem 8. Jh. v. Chr. zu fassen. In einer geldlosen Gesellschaft stellen wertvolle und exotische Geschenke eine wichtige Art der Beziehungspflege dar. Als Prestigeobjekte finden sie ihren Weg in die Gräber, wo sie im Rahmen der Totenfeiern weiter ihre Wirkung erzielen können. Besonders beliebt waren kleine Gefäße für Salben und Parfums sowie szenisch bemalte Gefäße aus Griechenland. Die Importgüter geben starke Impulse hinsichtlich künstlerischer Techniken, des Geschmacks, der Gebräuche und Ideale oder der Religion. BEREICH 3 – Die etruskische Gesellschaft Durch den wachsenden Reichtum und den kulturellen Austausch bildeten sich am Ende der Villanova-Kultur (8. Jh. v.hr.) aus der bis dahin sozial wenig differenzierten Gesellschaft eine Elite und stadtähnliche Siedlungen heraus. Parallel dazu kamen Körperbestattungen mit herausragenden Beigaben und monumentalen Grabanlagen. Familienverbände spielten nun eine größere Rolle. Ihre Macht basierte auf Landbesitz und dessen Ausbeutung, sowie der Kontrolle der Seefahrt. Häuser mit Steinfundamenten ersetzten die einfachen Hütten und große Tempelanlagen kamen hinzu. Der Weg von einfachen Siedlungen hin zu befestigten Städten war geebnet. Die Villanova-Kultur: die Gesellschaft der frühen Etrusker Bei allen größeren Etrusker-Städten ist inzwischen eine vorausgehende Villanova-zeitliche Besiedelung (9./8. Jh. v. Chr.) nachgewiesen. Auch finden sich Gefäßformen dieser Zeit – ein kultureller Indikator in der Archäologie – teilweise nur leicht verändert in späteren Siedlungen. Typisch Villanova-zeitliche Funde aus den Gräbern sind grobe geometrisch verzierte Keramik, Schmuck, Waffen und Geräte aus Ton und Bronze. Von den Siedlungen selbst hat sich kaum etwas erhalten. Die Zeit der Städte Mit dem Aufkommen der Städte im 8. Jh. v. Chr. änderte sich die gesellschaftliche Struktur der Etrusker. Die Stadtstaaten waren eigenständig, aber gemeinsame Werte entstanden und festigten sich. Die Städte vernetzten sich, bildeten aber nie einen zusammenhängenden Staat. Die Fürstenfamilien wurden zunehmend von Funktionsträgern im politischen und religiösen Bereich und von Institutionen abgelöst. Es ist die Zeit des Zwölfstädtebundes, der sich etwa um 600 v. Chr. zusammenschloss. Seine Funktion war allerdings eher religiöser als politischer Natur. Das Einflussgebiet der Etrusker erlangte damals seine größten Ausmaße. Schrift und Sprache der Etrusker: ein ungelöstes Rätsel Die Etrusker verwendeten griechische Buchstaben, schrieben aber von rechts nach links. Namensnennungen, Besitzangaben, Weih- und Grabinschriften sind verhältnismäßig leicht zu übersetzen, denn sie sind kurz und nutzen nur wenige Wörter. Bei längeren Inschriften lässt sich manchmal der grobe Inhalt erschließen. Es fehlt eine längere Inschrift in zwei oder mehr Sprachen desselben Inhalts, um Wort für Wort des etruskischen Textes mithilfe der anderen Sprache zu übersetzen. Als Schriftträger wurden Wachsschreibtafeln oder Keramikscherben genutzt. Die Etruskerin Man kann in vielen Fachbüchern lesen, die etruskische Frau hätte im Vergleich zu Griechinnen oder Römerinnen eine emanzipiertere Stellung innerhalb der Gesellschaft eingenommen. Die Forschung anderer vertritt jedoch eine abweichende Ansicht; ihr zufolge bestätigen die archäologischen Funde dies nicht. Keine der über 10.000 Inschriften bezeugt eine Frau in einem politischen Amt. In den Frauengräbern finden sich, wie in anderen antiken Kulturen rund um das Mittelmeer, Schmuck, Objekte zur Körperpflege und Geräte für die Textilherstellung. Eine unabhängige Rolle der Etruskerinnen belegen sie nicht. Sie zeigen vielmehr, dass sich der Wirkungskreis der Frauen auf das eigene Haus beschränkte. Der etruskische Goldschmuck Der etruskische Goldschmuck ist berühmt. Die Etrusker brachten die Technik der Granulation zur Perfektion: Hierbei werden aus winzigen Goldschnipseln in einem Tiegel mit Holzkohlepulver kleine, teilweise mit bloßem Auge nicht mehr erfassbare Kügelchen bei 1.100 °C geschmolzen. Diese werden dann auf eine metallene Oberfläche gelötet. Daneben gab es noch das Filigran: Aus feinen, zum Teil gedrehten Drähten werden Muster gelegt. Die Drähte werden durch Hämmern und Rollen zwischen zwei festen Flächen auf eine Stärke von oft unter einem Millimeter gebracht. Viele Schmuckstücke waren gar nicht für den Gebrauch gedacht, sondern dienten nur als Grabbeigaben. Das Bankett Das Zusammenkommen bei einem Bankett, bei dem Wein getrunken und Fleisch verzehrt wurde, diente den Eliten der Antike zur Kommunikation, für Vertragsabschlüsse oder zur Abgrenzung von der einfachen Bevölkerung. Diese konnte sich beides nicht leisten. Man traf sich und nahm zu zweit auf Liegen Platz. Davor standen Tische mit Speisen. Ob die vielen etruskischen Bankettbilder in den Gräbern diese aristokratischen Zusammenkünfte, ein Bankett bei Todesfeierlichkeiten oder ein ewiges Fest im Jenseits meinten oder die Übergänge fließend waren, ist nicht geklärt. Die Kultur des Weintrinkens Zu einem Geschirrsatz für ein Bankett gehörten zahlreiche Geräte und Gefäße. Beim ritualisierten Weinkonsum – ein Brauch, den die Etrusker von den Griechen übernahmen – erfüllte jedes Gefäß eine bestimmte Funktion. Es gab Gefäße zum Aufbewahren von Wein (wie etwa Amphoren) und von Wasser, Gefäße zum Mischen von Wein und Wasser, Siebe zum Filtern der Schwebstoffe, Kannen zum Schöpfen und Einschenken. Dazu kamen verschiedene Trinkgefäße, von denen das mit zwei hohen Henkeln am weitesten verbreitet war – auf zahlreichen Darstellungen ein Attribut des Weingottes Dionysos (etruskisch: Fufluns). Die Zubereitung von Fleisch Bei der Zubereitung von Fleisch deuten die in Gräbern gefundenen Geräte auf zwei Hauptmethoden hin: Kochen und Grillen. Zum Kochen verwendete man Gefäße mit rundem Boden. Fleisch wurde aber auch oft gegrillt, denn das Equipment hierfür ist durch zahlreiche Funde belegt. Es besteht in der Regel aus Bratspießen und Feuerböcken zum Ablegen der Spieße. Neben Vieh ist wegen der häufigen Darstellungen von Jagdszenen auch von einem hohen Wildanteil unter dem verspeisten Fleisch auszugehen. BEREICH 4 – Die Religion der Etrusker Die etruskischen Aufzeichnungen zu religiösen Praktiken sind vollständig verloren. Vorstellungen und Rituale müssen aus lateinischen Quellen wie den Werken von Seneca (1 v. Chr. – 65 n. Chr.) erschlossen werden. Kulte fanden ursprünglich am Grab und in den Wohnbauten statt. Adressaten waren wohl Ahnen, die durch bestimmte Handlungen selbst gottähnlich wurden. Mit der breiteren Verteilung der Macht wurde der Kult in den öffentlichen Raum verlegt. Es ist die Zeit, in der die griechische Götterwelt zunehmend Einfluss auf die etruskische Religion nahm. Neue, öffentliche Heiligtümer und Kultbauten entstanden, in denen jeder und jede den Göttern opfern konnte. Berühmt sind die etruskischen Priester bei Griechen und Römern dafür, den Willen der Götter zu ergründen. Das auffällige Fehlen öffentlicher städtischer Bauten legt nahe, dass auch städtische Institutionen Heiligtümer und Tempel für ihre Belange nutzen. Die Götter der Etrusker Die Frühzeit der etruskischen Religion bleibt im Dunkeln. Über das Wesen der ursprünglichen Götter ist kaum etwas bekannt. Etruskische Götterdarstellungen gab es erst seit dem 6. Jh. v. Chr. Sie ähnelten dann bereits sehr den Göttern der Griechen. Etwa 40 Gottheiten sind überliefert. Schriftquellen zur etruskischen Religion und den Gottheiten gibt es erst von den Römern und beschäftigen sich hauptsächlich mit den religiösen Praktiken der Etrusker. Die etruskischen Heiligtümer und Tempel Die Heiligtümer der Etrusker konnten regional oder überregional von Bedeutung sein. Zu letzterem gehörte ein Heiligtum für Voltumna bei Orvieto. Es war das zentrale Heiligtum des Zwölfstädtebundes, der sich etwa um 600 v. Chr. zusammenschloss. Der Bund war mehr religiöser als politischer Natur. Idealerweise gab es in einem Heiligtum einen Bereich für Opfer, einen Tempel und Priester. Die etruskischen Tempel waren nicht aus Marmor wie die römischen, sondern aus Holz und Lehm. Einzig der meist figürliche Terrakottaschmuck hat sich erhalten. Architektonisch waren sie gedrungener als die Tempel Roms, standen aber ebenso auf einem Podium mit Freitreppe. Diese führte zu einer offenen Säulenhalle hinter der sich die eigentlichen heiligen Räume befand. Der Göttliche Wille Der göttliche Wille zeigte sich nach dem Glauben der Etrusker durch Naturerscheinungen, wie Blitze oder den Flug der Vögel. Auch die Eingeweide von Opfertieren konnten hilfreich sein. Priester, die diese Zeichen deuten konnten und wussten, wie man sich zu verhalten hat, genossen großes Ansehen. Opfergaben (Votive) spielten bei den Etruskern eine zentrale Rolle. Sie wurden zahlreich in Heiligtümern gefunden, oft in dafür vorgesehenen Opfergruben. Das Prinzip der Opfergabe war simpel: Man erwartete in der Regel vom beschenkten Gott eine Gegenleistung. Weihegaben (Votive) Im Wesentlichen gab es drei Arten von Votivfiguren. Die eine stellte die Opfernden selbst dar. Die schematisch gehaltenen Bronzefiguren halten ihre Unterarme nach vorne gestreckt, um etwas darzureichen. Eine zweite Gruppe von Weihgaben sind solche in Form von Tieren. Sie standen stellvertretend für reale Opfertiere. Konnte man sich kein echtes Tieropfer leisten, behalf man sich mit den aus Terrakotta geformten Figuren. Besonders spezielle und typisch etruskische Votive haben die Form von Körperteilen. Sie deuten auf körperliche Leiden, für die man sich Hilfe von den Göttern erhoffte. Neben Augen, Gliedmaßen oder Brüsten kommen sehr häufig Penis- und Uterusvotive vor. Die Vermutung liegt nahe, dass Unfruchtbarkeit und ausbleibender Nachwuchs ein zentrales Anliegen beim Besuch von Heilgöttern gewidmeten Heiligtümern waren. BEREICH 5 – Leben nach dem Tod Die etruskische Grabarchitektur und Bestattungskultur wandelten sich zwischen dem 9. und 1. Jahrhundert v. Chr. grundlegend – von einfachen Urnengräbern hin zu monumentalen, stadtähnlichen Nekropolen. Der Wandel spiegelt den Aufstieg einer wohlhabenden Aristokratie wider. Die verschiedenen hausähnlichen Gräber, die Ausstattung mit Hausrat, die Darstellung von Verstorbenen auf ihren Urnen sowie die meist feierlichen Szenen der Wandgemälde lassen vermuten, dass sich die Etrusker die Toten lebendig im Jenseits vorstellten. Für den Übergang von der Welt der Lebenden zur Welt der Toten ist in den großen Grabkammern der etruskischen Blütezeit häufig symbolhaft eine Tür dargestellt. Exkurs: Wandmalerei Die etruskischen Nekropolen von Cerveteri und Taquinia (Region Latium) sind seit 2004 als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet. Die farbenfrohen Wandmalereien in den Grabkammern sind weltberühmt. In der Ausstellung werden die berühmtesten im Loop an eine Wand projiziert, andere bebildern großflächig den Hintergrund der Vitrinen. Wandmalereien haben sich allerdings nur in geschützten Gräbern erhalten. Lediglich 2% der Grabanlagen waren überhaupt mit aufwändiger Malerei versehen, was auf deren Exklusivität schließen lässt. In den Gräbern scheinen sie nach neueren Funden im beginnenden 7. Jh. v. Chr. im geometrischen Stil einzusetzen und dann über streng symmetrisch angeordnete orientalisierende Tierdarstellung sich hin zu den erzählenden Malereien des 6. Jh. v. Chr. zu entwickeln. Die Künstler waren oft Griechen aus Ionien, die sich vor allem in Tarquinia niederließen. Auch wenn die Bilder eher individuelle, auf den Grabinhaber bezogene und keine stereotypen Darstellungen zu sein scheinen, zeigen sie doch meist Gelage-Szenen oder einen dazugehörenden Festumzug. Hinzukommen sportliche Wettkämpfe. Die häufige Wiedergabe von Pflanzen lässt auf Veranstaltungen im Freien schließen. Diese Szenen werden meist als Trauerfeierlichkeiten vor den Gräbern gedeutet. Jagdszenen, mythologische Darstellungen und einige andere Motive sind eher Ausnahmen. Die Arten der Bestattung Handelt es sich in der Villanova-Kultur noch überwiegend um Brandgräber, deren Asche in Urnen in einer Grube versenkt wurde, so ging man im 7. Jh. v. Chr. teilweise zur Körperbestattung über. Unter monumentalen Erdhügeln mit bis zu 70 Metern Durchmesser wurden Kammern aus dem weichen Tuffstein geschlagen, die mit steinernen Bänken, Stühlen, Balkendecken und luxuriösen Importwaren realen Wohnhäusern nachempfunden waren. In der Blütezeit der etruskischen Kultur zwischen 520 und 400 v. Chr. entstanden die berühmten Wandbilder der Nekropolen von Tarquinia, Vulci und Cerveteri. Highlight: Sarkophag Eine Seltenheit ist der Sarkophag eines Mannes aus Tuscania, der ins 2. Jh. v. Chr. datiert. Weil in Etrurien kaum Marmor abgebaut wurde, stellte man Sarkophage aus Terrakotta her. Der Deckel des Sarkophags zeigt den verstorbenen Mann bekleidet, aber nicht mit einem Leichentuch bedeckt, sein Blick scheint ins Leere zu gehen. Die Delphine am Sarkophagkasten und der Kranz in der Hand des Verstorbenen sind typisch für den Grabkontext. Highlight: Ausstattung eines Familiengrabs In einer Seitennische zeigt die Ausstellung die nahezu vollständige Ausstattung eines Familiengrabes des 3.-2. Jh. v. Chr. aus der Nekropole von Portone in Volterra. Viele der Grabanlagen dieser Nekropole waren so schlecht erhalten, dass man sie nach den Ausgrabungen wieder zuschütten musste. Dieses Grab wurde 1970 entdeckt und ausgegraben. Die viereckige Grabkammer war in den verhältnismäßig weichen Tuffstein gehauen. Ein schmaler Weg führte zum Eingang. Im Inneren war eine Steinbank, auf der die Urnen beigesetzt wurden. Die Familie nutzte das Grab fast 100 Jahre lang (zwischen 230 v. Chr. und 140 v. Chr.). Die Überreste von mindestens sieben Personen sind hier bestattet. Der Leichenbrand fand sich in Keramikgefäßen und Steinurnen. Mit jeder Bestattung kamen weitere Beigaben hinzu. Dazu gehört ein großes Speiseservice mit Gefäßen für das Zubereiten und Trinken von Wein. Zu diesem Ensemble gehört auch ein großer Bronzekandelaber, der zum Aufhängen oder Aufstellen von Öllampen diente. Eher der weiblichen Sphäre zuzuordnen ist ein Handspiegel und auch ein Glasfläschchen, das zur Aufbewahrung von Öl und Parfums diente. Die Münzen waren vielleicht als Bezahlung für einen Begleiter in der Unterwelt gedacht. In mehreren Keramikgefäßen fanden sich Reste von Lebensmitteln, wie Tierknochen oder Eier. Exkurs: Alabaster – Gips im Marmorlook Zahlreiche Urnenkisten in der Ausstellung sind aus Alabaster gefertigt. Auf den ersten Blick erinnert das Material an Marmor, doch ist Alabaster wesentlich weicher und leichter zu bearbeiten. Alabaster ist eine mikrokristalline Form des Minerals Gips und kommt in verschiedenen Qualitäten und Färbungen vor. Da Alabaster aber härter als Gips ist, bietet er sich als Material für Skulpturen, kleine Salb- und Parfümgefäße und Schmuck an. Mit seiner geringen Witterungsbeständigkeit ist er jedoch nicht als Baumaterial oder für den Außenbereich geeignet. Auch das Sonnenlicht setzt dem Material zu – es vergilbt. Das perfekte Material also für die Herstellung der in etruskischer Zeit zahlreich benötigten Urnen, die im Inneren einer Grabkammer vor Sonnenlicht und Wasser geschützt waren. Wie die Etrusker vor über 2.000 Jahren stellen Handwerker in Volterra noch heute Skulpturen und Schmuck aus Alabaster her. Ein Film in der Ausstellung zeigt eine dieser Alabaster-Werkstätten. BEREICH 6 – Die Etrusker und Rom Schon bei den Erzählungen zur Gründung der Stadt Rom wird deutlich, dass die Römer den Einfluss der etruskischen Kultur auf die eigene durchaus erkennen: So gründet der mythische Romulus Rom, indem er nach etruskischem Ritus durch das Pflügen einer Furche, die Stadtgrenze markiert. Tarquinius Priscus und seine Söhne gelten als frühe etruskisch-stämmige Könige Roms. Die etruskischen Städte werden von Rom erobert oder schließen Bündnisse mit Rom. So vielfältig die etruskischen Städte sind, so unterschiedlich ist deren Übergang ins Römische Reich. Da mit der Übernahme der etruskischen Städte die Expansion Roms beginnt, sind sie auch zu einem Teil der eigenen römischen Geschichte und Identität geworden. Etruskisches bei den Römern Vieles, was wir heute als typisch römisch wahrnehmen, hat seinen Ursprung bei den Etruskern: Die etruskischen Tempel waren zwar in ihrer Erscheinung gedrungener als die späteren römischen Podiumstempel, der Aufbau war jedoch der gleiche. Die Toga, also DAS Kleidungsstück des römischen Bürgers, wickelten bereits die Etrusker um ihre Körper. Auch Amtsabzeichen übernahmen die Römer von den Etruskern. Dazu gehörte die Sella curulis (dt. Wagenstuhl), von dem etruskische Würdenträger sitzend vom Wagen herab Recht sprachen. Oder der Lituus, der gekrümmte Stab des Priesters. Die Fasces – ein Rutenbündel mit einer darin verborgenen Axt – geht ebenfalls auf die Etrusker zurück. Die Axt stand bei den Etruskern für die Macht des Trägers, ein Todesurteil auszusprechen. Bei den Römern sagt die Anzahl voran getragener Bündel etwas über den Rang der folgenden Person aus. Im 20. Jahrhundert griff Benito Mussolini das Symbol für seine Bewegung in Italien auf. Von Fasces leitet sich das Wort Faschismus ab. Die Etrusker geben ihren eigenen Göttern häufig die Gestalt und manchmal auch die Namen der griechischen Götter. Durch etruskische Vermittlung übernehmen dann auch die Römer weitgehend die Götterwelt der Griechen. So kann man bei allen drei Kulturen, dieselben Götter an ihren Attributen erkennen: Der oberste Gott Jupiter (= griech. Zeus/ etrusk. Tinia) hält ein Blitzbündel, Minerva (= Athena/Menvra) trägt einen Helm, Venus (= Aphrodite/Turan) ist nackt, Merkur (= Hermes/Turms) hat als Götterbote Flügel an den Schuhen, und Hercules (= Herakes/Hercle) stützt sich auf seine Keule. Mit besten Grüßen, Jutta Boehme Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am smac PRESSEKONTAKT Jutta Boehme mail: presse@smac.sachsen.de tel: 0371. 911 999 65 ADRESSE | KONTAKT smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz Stefan-Heym-Platz 1 09111 Chemnitz mail: info@smac.sachsen.de tel: 0371. 911 999 0 web: www.smac.sachsen.de -
Kirchberg, OT Wolfersgrün: In den Gegenverkehr gekommen
Verantwortlich: Karolin Meyer-Hemp, Annekatrin Liebisch, Enrico Liebold, Sebastian Schmidt, Christina Friedrich Ausgewählte Meldung In den Gegenverkehr gekommen Zeit: 27.10.2026, 16:40 Uhr Ort: Kirchberg, OT Wolfersgrün Bei einem Zusammenstoß auf der S 282 wurde ein Beteiligter schwer, der andere leicht verletzt. Am späten Dienstagnachmittag geriet ein 38-jähriger Pole, der auf der Lengenfelder Straße (S 282) in Richtung Schneeberg unterwegs war, aus noch unbekannter Ursache mit seinem VW in den Gegenverkehr. Dort kollidierte er mit dem Fiat eines 68-Jährigen. Nach dem Zusammenstoß prallte der VW gegen die Leitplanke, wodurch dessen Fahrer im Auto eingeklemmt wurde. Feuerwehrleute befreiten den Schwerverletzten aus seinem Fahrzeug, Rettungskräfte brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Der Fiat-Fahrer musste ebenfalls im Krankenhaus vorstellig werden, konnte es nach einer ambulanten Versorgung aber wieder verlassen. Die S 282 blieb bis etwa 20:00 Uhr voll gesperrt. Der Sachschaden summierte sich auf 21.500 Euro. (al) Vogtlandkreis An Straßenbahnleitung hängen geblieben Zeit: 27.10.2026, 08:20 Uhr Ort: Plauen, OT Chrieschwitz Ein Lkw mit Lastkran riss in Plauen eine Straßenbahnleitung ab. Ein 64-Jähriger war am Dienstagnachmittag mit einem MAN-Lkw mit Lastkran-Aufbau auf dem Friesenweg in Richtung der Alten Reichenbacher Straße unterwegs. Dabei vergaß er offenbar, den Kranarm seines Fahrzeugs einzufahren. Als er die Straßenbahnschienen an der Kreuzung zur Äußeren Reichenbacher Straße überquerte, blieb er mit dem Arm am Kabel hängen. Dabei wurden die Oberleitung und eine Straßenbahn beschädigt. Da auch an einer Hydraulikleitung des Lkw Schaden entstanden war, kam die Ölwehr vor Ort zum Einsatz. Am Mittwochmorgen wurde bekannt, dass an der Straßenbahnhaltestelle Waldfrieden weitere Teile der Oberleitung beschädigt worden waren. Der entstandene Sachschaden lag bei circa 150.000 Euro. Es wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet. (kmh/cf) Zeugen zu riskanten Überholmanövern gesucht Zeit: 27.10.2026, 14:30 Uhr Ort: Greiz | Elsterberg | Plauen Zwischen Greiz und Plauen überholte ein VW-Fahrer mehrfach trotzt Gegenverkehr. Ein Zeuge fuhr am Dienstagnachmittag aus Richtung Greiz kommend in Richtung Plauen. Zwischen Sachswitz und Elsterberg sah der Zeuge, wie ein VW-Fahrer einen BMW und einen Traktor samt Holzanhänger überholte, obwohl ein Moped entgegenkam. Der Mopedfahrer wich aus und bremste bis zum Stillstand ab – so konnte er einen Zusammenstoß mit dem VW verhindern. Die Person im VW Tiguan scherte vor dem Traktor ein und fuhr weiter. Zwischen Cunsdorf und dem Abzweig in Richtung Steinsdorf kam es erneut zu einer gefährlichen Situation: Dort überholte der VW-Fahrer einen Transporter, obwohl ein Pkw entgegenkam. Die Fahrenden im Transporter und im entgegenkommenden Skoda bremsten stark ab, der Skoda wich zudem weit nach rechts aus, um eine Kollision zu verhindern. Ungeachtet dessen fuhr die Person im VW Tiguan weiter in Richtung Plauen. Die Ermittlungen zur Person am Steuer des VW Tiguan laufen. Die Polizei bittet um Hinweise: Wurden Sie durch die riskanten Überholmanöver des VW gefährdet beziehungsweise genötigt, stark abzubremsen oder auszuweichen? Können Sie Hinweise geben, wer den VW Tiguan fuhr? Der Mopedfahrer und der Skoda-Fahrer im Gegenverkehr sowie weitere Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 03741 140 im Polizeirevier Plauen zu melden. (cf) Landkreis Zwickau Von der Fahrbahn abgekommen Zeit: 28.10.2026, 06:15 Uhr Ort: Zwickau In Zwickau überschlug sich eine Frau mit ihrem Fahrzeug und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Eine 22-Jährige befuhr am frühen Mittwochmorgen mit ihrem VW die Äußere Dresdner Straße in Fahrtrichtung Mülsen. Etwa 500 Meter vor dem Ortsausgang verriss sie das Lenkrad und kam von der Fahrbahn ab. Ihr Fahrzeug überschlug sich und kam auf den Rädern zum Stehen. Am Pkw, der vom Unfallort abgeschleppt werden musste, entstand ein Sachschaden von etwa 15.000 Euro. Die Fahrerin erlitt leichte Verletzungen und wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. (kmh) Unfallflucht auf Autobahn Zeit: 27.10.2026, 12:30 Uhr Ort: A 72 | Reinsdorf Ein Lkw stieß auf der Autobahn 72 gegen eine Leitplanke und fuhr weiter. Ein zunächst Unbekannter befuhr am Dienstagmittag mit seinem MAN-Lkw die Autobahn 72 in Fahrtrichtung Hof. Auf Höhe Reinsdorf kam er nach links von der Fahrbahn ab und stieß gegen insgesamt drei Felder der Mittelschutzplanke. Obwohl ein Sachschaden von 2.500 Euro entstanden war, setzte er seine Fahrt ungehindert fort. Ein Zeuge, der hinter ihm fuhr, beobachtete das Geschehen und alarmierte die Polizei. Die eingesetzten Beamten konnten einen 66-Jährigen ermitteln, der der Lkw lenkte. Der Deutsche muss sich nun wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten. (kmh) Nach Unfall weitergefahren Zeit: 27.10.2026, 18:15 Uhr Ort: Hirschfeld Passanten fanden einen verunfallten Mopedfahrer vor. Dieser fuhr anschließend weiter und stand mutmaßlich unter Alkoholeinfluss. Am Dienstagabend verunfallte ein 62-Jähriger mit seinem Mofa auf der Talstraße und blieb im Seitengraben liegen. Nachdem Passanten ihn angesprochen hatten, stieg er wiederum auf sein Zweirad und fuhr davon. Da der Mann alkoholisiert wirkte, eine sehr unsichere Fahrweise hatte und beinahe erneut verunfallt wäre, riefen Zeugen die Polizei. Eine Polizeistreife konnte den 62-jährigen Deutschen kurze Zeit später antreffen und einem Alkoholvortest unterziehen – Ergebnis: 1,18 Promille. Es folgten eine Blutentnahme im Krankenhaus sowie ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. (sts) E-Bike gestohlen Zeit: 27.10.2026, 07:30 Uhr bis 13:20 Uhr Ort: Kirchberg In Kirchberg hatten es Unbekannte auf ein E-Bike abgesehen. Im Laufe des Mittwochvormittags stahlen unbekannte Täter ein matt-schwarzes E-Bike der Marke Specialized, Modell Levo Alloy NB. Das Zweirad war an der Christoph-Graupner-Straße nahe einer Schule gesichert abgestellt. Der Zeitwert wird mit etwa 5.000 Euro angegeben. Haben Sie den Diebstahl beobachtet oder das E-Bike seither an anderer Stelle gesehen? Bitte informieren Sie das Polizeirevier Werdau, Telefon: 03761 7020. (el) Bei Zusammenstoß leicht verletzt Zeit: 27.10.2026, 07:30 Uhr Ort: Limbach-Oberfrohna Bei einem Unfall in Limbach-Oberfrohna wurde ein Beteiligter leicht verletzt. Ein 62-jähriger Deutscher befuhr am Dienstagmorgen mit seinem Mercedes-Transporter den Oberen Gutsweg in Fahrtrichtung der Frohnbachstraße und beabsichtigte, an der Kreuzung zur Schröderstraße weiter geradeaus zu fahren. Dabei missachtete er die Vorfahrt eines 68-Jährigen, der auf der Frohnbachstraße in Richtung Waldenburger Straße unterwegs war, und stieß mit dessen Honda zusammen. Bei der Kollision erlitt der Honda-Fahrer leichte Verletzungen. Er wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Die beiden Fahrzeuge waren mit einem Sachschaden von 12.000 Euro nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. (kmh) -
Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Zwickau übernimmt erneut wichtige Vorreiterrolle im VW-Konzern«
Volkswagen treibt den Aufbau des Circular Economy Hubs im Zwickauer Fahrzeugwerk weiter voran. Die Kreislaufwirtschaft wird damit am Standort Realität: Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat heute den Startschuss für die neue Recycling-Linie gegeben. Ab 2027 will Volkswagen im »CE-Hub« nach eigenen Angaben 4.100 Vorserien- und Altfahrzeuge im Zwei-Schichtbetrieb zerlegen und 100 Mitarbeiter beschäftigen. Dazu sagt Staatsminister Dirk Panter: »Heute ist ein guter Tag für Sachsen und Deutschland! Mit dem Aufbau des Circular-Economy-Hubs betritt Volkswagen in der traditionsreichen Automobilregion Südwestsachsen industrielles Neuland. Das Werk Zwickau-Mosel übernimmt damit erneut eine wichtige Vorreiterrolle innerhalb des Konzerns. Hier zeigt sich, wie Volkswagen, seine Beschäftigten und der Freistaat Sachsen gemeinsam an tragfähigen Lösungen für die Zukunft der Automobilindustrie arbeiten. Die Kreislaufwirtschaft für Fahrzeugkomponenten eröffnet neue Geschäftsfelder, schafft zusätzliche Wertschöpfung und bietet langfristige Beschäftigungsperspektiven. Zwickau-Mosel zeigt beispielhaft, wie sichere Wertschöpfungsketten, ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen können. Die Weiterentwicklung des VW-Standorts ist damit ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft des Automobillandes Sachsen.« Heute sind die ersten acht Takte der industriellen Demontagelinie in Betrieb gegangen. VW gewinnt dort Originalbauteile der Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Skoda, SEAT und Audi und stellt sie nach entsprechender Prüfung für den Handel bereit. Rohstoffe und Komponenten können so künftig wieder in den Wertschöpfungskreislauf zurückfließen. Das kann Abhängigkeiten in der Beschaffung und die Umweltauswirkungen der Fahrzeugproduktion reduzieren. VW investierte in die Umbaumaßnahmen am Standort Zwickau, die nur neun Monate dauerten, acht Millionen Euro. Insgesamt plant Volkswagen in den nächsten Jahren Investitionen von bis zu 90 Millionen Euro am Standort. Der Freistaat Sachsen fördert das Gesamtprojekt mit bis zu 10,7 Millionen Euro. Wirtschaftsminister Dirk Panter weiter: »Das I in Zwickau steht für Innovation. Der Standort hat bereits die Vorreiterrolle hinsichtlich der E-Auto-Transformation im Konzern übernommen und diesen Umbau erfolgreich abgeschlossen. Wir sagen mit Stolz: Mit Unterstützung des Freistaates findet abermals Pionierarbeit statt, die Sachsens Rolle als international beachteter Technologievorreiter bekräftigt. Zwickau ist bereit zu Veränderung und beweist, wie industrieller Wandel gelingen kann. Dies hat Vorbildcharakter für den gesamten Volkswagen-Konzern und zeigt einmal mehr: Keine Zukunft für VW ohne Sachsen!«