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Meerane | Zwickau: Falschfahrerin auf Bundesstraße – betroffene Personen gesucht
Verantwortlich: Sebastian Schmidt, Christina Friedrich Ausgewählte Meldung Falschfahrerin auf Bundesstraße – betroffene Personen gesucht Zeit: 07.05.2026, 17:05 Uhr (polizeibekannt) Ort: Meerane | Zwickau Eine Verkehrsteilnehmerin fuhr in falscher Richtung auf die B 93 auf und gefährdete mehrere Verkehrsteilnehmer. Am Donnerstagnachmittag fuhr eine 65-Jährige mit ihrem Citroen an der Anschlussstelle Meerane falsch auf die Richtungsfahrbahn nach Altenburg auf und fuhr dort in Richtung Zwickau. Wie es zu diesem Fahrfehler kam, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Citroen-Fahrerin fuhr über zehn Kilometer auf der verkehrten Fahrbahn, bis sie auf Höhe des Parkplatzes Crossen von Einsatzkräften gestoppt und in der Folge von der Bundesstraße geleitet werden konnte. Gegen die Deutsche wird wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Mehrere Personen wurden durch die Falschfahrt der 65-Jährigen gefährdet. Sie mussten abrupt ausweichen oder eine Gefahrenbremsung durchführen. Wurden Sie durch das Fahrverhalten der Citroen-Fahrerin gefährdet oder geschädigt? In diesem Fall werden Sie gebeten, sich im Polizeirevier Zwickau zu melden und Ihre Aussage zu Protokoll zu geben, Telefon: 0375 428 102. (sts) Vogtlandkreis Auto zerkratzt Zeit: 07.05.2026, 08:00 Uhr bis 17:45 Uhr Ort: Plauen Unbekannte zerkratzten in Plauen einen Opel Corsa an mehreren Stellen. Im Laufe des Donnerstags wurde ein grauer Opel Corsa beschädigt, der auf der Moritzstraße nahe der Trockentalstraße stand. Unbekannte Täter zerkratzten den Lack auf der Beifahrerseite und am Heck des Kleinwagens. Den Schaden zu reparieren, wird Kosten von circa 4.000 Euro verursachen. Haben Sie gesehen, wie sich jemand an dem Pkw zu schaffen machte? Zeugenhinweise nimmt die Polizei im Revier Plauen entgegen, Telefon: 03741 140. (cf) Baum fällt auf geparktes Auto Zeit: 07.05.2026, 10:55 Uhr (polizeibekannt) Ort: Oelsnitz Ein Baum fiel um und beschädigte dabei ein Fahrzeug, eine Straßenlaterne und ein Hausdach. Am späten Donnerstagvormittag wurde polizeibekannt, dass auf der Grabenstraße ein Baum auf die Straße gefallen war. Dabei wurde neben einer Straßenlaterne und dem Dach eines leerstehenden Gebäudes auch ein geparktes Fahrzeug im Frontbereich beschädigt – am Ford entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Die Straße musste für über eine Stunde gesperrt werden, bis Kameraden der Feuerwehr den Baum von der Fahrbahn geräumt hatten. Insgesamt beläuft sich der Sachschaden auf circa 18.000 Euro. (cf) Landkreis Zwickau Beim Wenden gegen Straßenbahn gestoßen Zeit: 07.05.2026, 12:40 Uhr Ort: Zwickau, OT Marienthal In Marienthal prallte ein Autofahrer gegen eine Straßenbahn. Ein 45-jähriger Kia-Fahrer war Donnerstagmittag auf der Marienthaler Straße unterwegs. Als er auf Höhe der Windbergstraße wenden wollte, stieß er mit einer entgegenkommenden Straßenbahn zusammen, die von einer ebenfalls 45-Jährigen gefahren wurde. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden, der sich auf insgesamt 12.000 Euro summierte. Verletzt wurde zum Glück niemand. (cf) Baumaschine gestohlen Zeit: 06.05.2026, 06:30 Uhr bis 07.05.2026, 06:30 Uhr Ort: Werdau Unbekannte gelangten auf ein Firmengelände und entwendeten einen Mini-Bagger. In der Zeit zwischen Mittwochmorgen und Donnerstagmorgen drangen unbekannte Täter in ein gewerblich genutztes Grundstück im Bereich Ziegelstraße/Kranzberg ein. Von diesem entwendeten sie auf unbekannte Art und Weise einen Schaufellader CASE CX 15B im Wert von 8.000 Euro. Haben Sie bemerkt, wie der Radlader im Tatzeitraum vom Gelände bewegt wurde? Ist Ihnen der Bagger zuletzt an anderer Stelle aufgefallen oder zum Kauf angeboten worden? Hinweise nimmt das Polizeirevier Werdau unter der Telefonnummer 03761 7020 entgegen. (sts) Motorbetriebenes Werkzeug gestohlen Zeit: 30.04.2026, 15:30 Uhr bis 06.05.2026, 07:30 Uhr Ort: Reinsdorf, OT Friedrichsgrün Diebe hatten es auf elektrische Gartengeräte abgesehen. Unbekannte Täter brachen in der Zeit zwischen Donnerstagnachmittag letzter Woche und Mittwochmorgen dieser Woche gewaltsam in eine Gärtnerei an der Gewerbestraße ein und entwendeten mehrere akkubetriebene Gartengeräte. Der Stehlschaden beziffert sich auf etwa 1.000 Euro. Haben Sie im Tatzeitraum im Bereich der Gewerbestraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt? Hinweise nimmt das Polizeirevier Werdau unter der Rufnummer 03761 7020 entgegen. (sts) Moped aus Hinterhof entwendet Zeit: 06.05.2026, 21:00 Uhr bis 07.05.2026, 06:20 Uhr Ort: Crimmitschau Unbekannte hatten es auf einen Roller abgesehen. Diebe stahlen im Zeitraum von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen einen Motorroller der Marke YiYing in rot-oranger Farbe. Am Zweirad war zum Tatzeitpunkt das schwarze Versicherungskennzeichen ACN 614 angebracht. Es war im rückwärtigen Bereich eines Mehrfamilienhauses an der Jahnstraße abgestellt. Der Stehlschaden beläuft sich auf circa 200 Euro. Haben Sie die Tat beobachtet? Ist Ihnen er Roller seit der Tat an anderer Stelle aufgefallen? Ihre Hinweise werden unter 03761 7020 durch das Polizeirevier Werdau entgegengenommen. (sts) Ein Bild des entwendeten Motorrollers ist dieser Medieninformation beigefügt. Versuchter Einbruch in Lagerraum Zeit: 06.05.2026, 19:45 Uhr bis 07.05.2026, 07:45 Uhr Ort: Glauchau In Glauchau richteten Unbekannte bei einem versuchten Einbruch Schaden an. An der Auestraße versuchten unbekannte Täter, in der Nacht zum Donnerstag gewaltsam ins Lager eines Baumarkts einzudringen. Sie gelangten nicht ins Innere, hinterließen jedoch einen Sachschaden von geschätzten 5.000 Euro. Wer Hinweise auf mögliche Täter geben kann, meldet sich bitte im Polizeirevier in Glauchau, Telefon: 03763 640. (cf) -
Brand in einem Mehrfamilienhaus | Unbekannter bei Einbruch überrascht - Zeugenaufruf | 21-Jähriger bei Unfall verletzt u.a.
Verantwortlich: Tom Erik Richter (tr), Paul Engelmann (pe), Therese Leverenz (tl) Brand in einem Mehrfamilienhaus Ort: Leipzig (Altlindenau), Demmeringstraße Zeit: 07.05.2026, gegen 09:00 Uhr Am Donnerstagmorgen kam es in Altlindenau zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus. Eine 81-jährige Frau (deutsch) betrieb in ihrer Wohnung einen Heizer mit Gasflasche. Durch den Einsatz dieses Heizers kam es zu einer Verpuffung. Die 81-Jährige versuchte in der Folge, den Brand selbst zu löschen, was ihr jedoch nicht gelang. Aufgrund des Brandes und der Rauchentwicklung musste das Haus evakuiert werden. Zwei Hausbewohnerinnen (50 und 65) mussten mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Gebäude ist infolge des Brandes nicht mehr bewohnbar. Die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt. Die Polizei ermittelt wegen eines Branddeliktes und wird einen Brandursachenermittler zum Einsatz bringen. (pe) Unbekannter bei Einbruch überrascht - Zeugenaufruf Ort: Taucha, Leipziger Straße Zeit: 07.05.2026, gegen 15:30 Uhr Am Donnerstagnachmittag drang ein Unbekannter gewaltsam in eine Wohnung in der Leipziger Straße in Taucha ein. Dabei wurde er von der Mieterin der Wohnung überrascht und flüchtete. In der Wohnung durchsuchte der Unbekannte die Räume und entnahm eine dreistellige Summe an Bargeld. Als er die Wohnung weiter durchsuchen wollte, wurde er von der 44-jährigen Mieterin überrascht, die gerade nach Hause zurückkehrte. Der unbekannte Täter flüchtete daraufhin in unbekannte Richtung. Ein Sachschaden ist noch nicht bezifferbar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu einem Wohnungseinbruchsdiebstahl aufgenommen. Zur Personenbeschreibung ist bisher Folgendes bekannt: * männlich * circa 1,70 bis 1,75 Meter groß * zwischen 55 bis 60 Jahre alt * faltiges Gesicht * schlanke Statur * dicke Nase * Kleidung: komplett schwarz gekleidet mit Basecap und schwarze Schuhe * gebeugter Gang Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. (pe) Brand von Baumaterialien Ort: Leipzig (Lindenthal), Lange Trift Zeit: 08.05.2026, gegen 00:40 Uhr In der vergangenen Nacht kam es aus bisher unbekannter Ursache im Leipziger Stadtteil Lindenthal zum Brand von Baumaterialien. Kurz nach Eintreffen der Polizeibeamten griff das Feuer bereits auf einen in der Nähe befindlichen Baucontainer über. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wiederitzsch sowie der Freiwilligen Feuerwehr Lindenthal konnten den Brand löschen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch nicht bezifferbar. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Brand aufgenommen. (tl) 21-Jähriger bei Unfall verletzt Ort: Grimma, Leisniger Straße Zeit: 07.05.2026, gegen 13:30 Uhr Am Donnerstagmittag kam es auf der Leisniger Straße zu einem Verkehrsunfall, in dessen Folge der Fahrer (21) eines Mitsubishi Colt schwer verletzt wurde. Der 21-Jährige (deutsch) fuhr auf der Leisniger Straße in nördliche Richtung. In einer Rechtskurve kam er ins Schleudern und gelangte nachfolgend in den Gegenverkehr. Eine entgegenkommende Fahrerin (40) eines Audi A3, konnte allerdings nicht mehr ausweichen, sodass es zur Kollision der beiden Fahrzeuge kam. Der 21-Jährige wurde schwer verletzt und musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen wegen des Verdachts einer fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen. (tl) Verkehrsunfall mit Fußgängerin Ort: Borna, Leipziger Straße Zeit: 07.05.2026, gegen 16:05 Uhr Am Donnerstagnachmittag kam es in Borna zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einer Fußgängerin. Dabei wurde die Fußgängerin schwer verletzt. Eine 62-jährige Frau befuhr mit einem Ford Fiesta die Leipziger Straße in Borna. An einer Fußgängerampel missachtete eine minderjährige Fußgängerin das Rotlicht, woraufhin es zur Kollision mit dem Ford Fiesta kam, der Grünlicht hatte. Bei dem Zusammenstoß wurde das Kind schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden am Ford Fiesta wurde auf circa 2.000 Euro geschätzt. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen aufgenommen. (pe) Kontrolltag zur Drogenerkennung im Straßenverkehr Ort: Leipzig (Heiterblick), Torgauer Straße/B87 Zeit: 07.05.2026, 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr Am Donnerstag führte die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, unterstützt durch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei einen Kontrolltag zur Drogenerkennung im Straßenverkehr durch. Der Kontrollort war auf der Torgauer Straße, zwischen der Rostocker Straße und der Karolusstraße, gelegen. Die Kontrollen dienen in erster Linie der Überprüfung der Fahrtüchtigkeit von Verkehrsteilnehmern, aber auch der Durchführung von Fahndungsmaßnahmen. An der Kontrolle nahmen 109 Kolleginnen und Kollegen teil, die in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr, 444 Personen in 402 Fahrzeugen kontrollierten. Dabei stellten die Beamten unter anderem folgende Straftaten, respektive Ordnungswidrigkeiten fest: * 6 x Fahren ohne Fahrerlaubnis * 1 x Fahren unter berauschenden Mitteln (§316 StGB) * 9 x Fahren unter berauschenden Mitteln (§24a StVG) * 14 x Ordnungswidrigkeiten, davon 6 im Bußgeldbereich * 2 x Beschlagnahme eines Führerscheins Insgesamt ließen die Beamten zehn Blutentnahmen durchführen. Im Rahmen der Maßnahmen kam es auf der Torgauer Straße zu Verkehrsbehinderungen. Auch in Zukunft wird die Polizeidirektion Leipzig solche Kontrolltage durchführen. (tr) -
Landesdirektion genehmigt 40.000 Euro für die Projektarbeit des Landesverbandes der Gehörlosen
Mit einer Förderung von über 40.000 Euro unterstützt die Landesdirektion Sachsen 2026 die wichtige Arbeit des Landesverbandes der Gehörlosen Sachsen e. V. Mit den bewilligten Fördergeldern können vielfältige Projekte umgesetzt werden. In Sachsen leben rund 4.500 Gehörlose. »Mit den Projekten stärken wir das Miteinander und die Bildung. Es entstehen Orte der Begegnung – das ist gelebte Inklusion«, so Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen. Geplant sind eine Fachveranstaltung zum Thema Audismus, inspirierende Forschertage mit einem Familienwochenende rund um Naturwissenschaften, gezielte Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz für gehörlose sowie hör- oder spracheingeschränkte Senioren sowie ein inklusives Theaterprojekt mit begleitenden Workshops, das kreative Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet und Begegnungen schafft. Es werden ausschließlich beantragte Projekte gefördert. Die geförderten Projekte: 1) Fachveranstaltung "Audismus: Diskriminierung gehörloser Menschen erkennen und abbauen" geplant für den 24. Oktober 2026 im Berufsförderungswerk Dresden als Informations- und Bildungsveranstaltung zur Aufklärung der Lebensrealitäten gehörloser Menschen. 2) »Forschertage - Familienwochenende der Naturwissenschaften« geplant für den 3. und 4. Oktober 2026 im Gehörlosenzentrum Dresden für Familien mit gehörlosen Familienmitgliedern wird ein gemeinsames Entdecken von Naturwissenschaften (Physik, Astro., Archäologie) als gemeinsames Erlebnis mit Experimenten etc. stattfinden. 3) Medienkompetenzförderung für Senioren geplant mit 6 Informationsveranstaltungen in 2026 rund um den Themenbereich Nutzung von Smartphone, Tablet und Internet mit spezifischer inhaltlicher Aufbereitung für gehörlose sowie hör- oder spracheingeschränkte Senioren. 4) »Spielraum Sprache - Gemeinsam sichtbar werden« im Zeitraum vom Juni bis Oktober im Gehörlosenzentrum Dresden mit inklusivem Theater zur Sensibilisierung für Gebärdensprach- und Kommunikationsaspekte und Workshops, in welchen die Teilnehmenden unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen wie Körpersprache, Gebärdensprache, Stimme und Mimik und Entwicklung eigener Szenen erproben; Kostüme und Bühnenbilder erstellen und mit einer öffentlichen Aufführung abschließen. Informationen zu den Projekten sind auf der Homepage des Landesverbandes der Gehörlosen Sachsen e.V. abrufbar: www.deaf-sachsen.de Anmeldungen sind unter anmeldung@deaf-sachsen.de möglich. -
Lebendigkeit schafft Sicherheit - Ein Jahr Citywache
Autor: Thomas Geithner (tg) Landeshauptstadt Dresden Lebendigkeit schafft Sicherheit – Ein Jahr Citywache Die Landeshauptstadt und die Polizeidirektion Dresden ziehen eine positive Bilanz nach einem Jahr »Citywache – Zentrum für Prävention und Sicherheit«. Polizeipräsident Lutz Rodig: »Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wichtig ein Kompetenzzentrum wie unsere Citywache direkt im Brennpunkt sein kann. Kurze Reaktionszeiten, die unmittelbare Erreichbarkeit und ein ganzheitliches Lageverständnis waren die Grundlage für unsere Erfolge.« Gemeinsam beschritten Polizei, Verwaltung, Citymanagement und weitere Partner aus der Stadtgesellschaft neue Wege, um die Dresdner Innenstadt sicherer und lebenswerter zu gestalten. Bürgermeister Jan Donhauser (57): »Im Mittelpunkt steht dabei ein modernes Sicherheitsverständnis: Öffentliche Räume sollen nicht nur kontrolliert, sondern aktiv zurückgewonnen, gestaltet und belebt werden. Dieser Dreiklang ist das Gerüst unseres Konzeptes: Raum gewinnen - Raum gestalten - Raum beleben.« Raum gewinnen Insbesondere an kriminalitätsbelasteten Orten besetzen Straftäter öffentliche Räume gezielt. Dem begegnet die Polizeidirektion Dresden mit sichtbarer Präsenz, konsequentem Einschreiten und täterorientierten Maßnahmen. Dazu zählen verstärkte Streifen von Polizei und Ordnungsamt, präventiv-polizeiliche Maßnahmen wie Aufenthaltsverbote und Messertrageverbote und vor allem eine konsequente Strafverfolgung im engen Schulterschluss mit der Staatsanwaltschaft. Ergänzt wird dies durch das Projekt »Systemischer Videoschutz« sowie enge Kooperationen mit dem Einzelhandel. »Sicherheit beginnt dort, wo Bürgerinnen und Bürger den öffentlichen Raum wieder selbstverständlich nutzen können. Unser Ziel ist es, problematische Orte konsequent zurückzugewinnen und dauerhaft für die Menschen in Dresden zu sichern«, sagt Polizeipräsident Lutz Rodig. Seit Eröffnung der »Citywache-Zentrum für Prävention und Sicherheit« weist die Polizeiliche Kriminalstatistik für den gefährlichen Ort »Wiener Platz/Prager Straße« eine positive Entwicklung aus. Besonders deutliche Rückgänge im Vergleich zum Jahr zuvor gibt es bei der Straßenkriminalität (-37,5 Prozent) und der Gewaltkriminalität (-22,5 Prozent). Lutz Rodig: »Die positive Kriminalitätsentwicklung bewerte ich als erste sichtbare Erfolge unserer Anstrengungen. Wir sind auf einem guten Weg, den Raum zurückzugewinnen. Jetzt gilt es, konsequent dranzubleiben.« Diese Aussage gilt insbesondere für die Rauschgiftkriminalität, welche um 10,6 Prozent angestiegen ist. Rauschgiftkriminalität gilt als sogenannte Holkriminalität. Der Anstieg liegt daher in erster Linie in der gestiegenen Polizeipräsenz und der damit einhergehenden stärkeren Kontrolltätigkeit begründet. Lutz Rodig: »Die Dealer kalkulieren ihr Entdeckungsrisiko. Das heißt, wenn wir ihnen auf den Füßen stehen, müssen sie sich örtlich verändern. Das hatten wir von der Citywache aus immer im Blick, wodurch wir unsere Präsenzmaßnahmen sehr schnell immer wieder anpassen konnten.« Raum gestalten Jan Donhauser: »Dealer brauchen bestimmte Strukturen: Sichtschutz, Dunkelheit, Rückzugsorte. Umbau zerstört diese Tatgelegenheit – der Ort wird unbrauchbar fürs Dealen.« Um die Tatgelegenheiten am Wiener Platz zu zerstören und gleichzeitig Platz für eine positive Nutzung zu schaffen, werden bis Sommer zwei Pflanzkübel am Wiener Platz zurückgebaut. Das Team der Citywache hat drei Dunkelortbegehungen durchgeführt – am Wiener Platz, an der Reitbahnstraße und in den Ferdinandhöfen. Dabei konnten dunkle Bereiche identifiziert werden, die bei den Menschen für Unsicherheit sorgen. Jan Donhauser: »Im Bereich der Reitbahnstraße konnten wir den festgestellten Mängeln kurzfristig abhelfen, indem wir die Leuchtmittel erneuerten.« Gleichzeitig hat das Straßen- und Tiefbauamt der kriminalpräventiven Beleuchtung einen höheren Stellenwert gegeben. So beschäftigt sich derzeit eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Polizei mit der Verbesserung der Beleuchtung unter Sicherheitsaspekten. Raum beleben Dauerhafte Sicherheit braucht Menschen, Begegnung und Nutzung. Nach dem Raumgewinn und der Umgestaltung gilt es daher, Flächen aktiv zu beleben. Jan Donhauser: »Nach Zurückgewinnung und Gestaltung entsteht ein Vakuum. Ohne dauerhafte Belebung kehren Dealer zurück - Lebendigkeit schafft Sicherheit.« Für den Wiener Platz betrachten werden aktuell unterschiedliche Nutzungsbedarfe betrachtet. Eine initiierte Arbeitsgruppe diskutierte bereits erste Optionen für eine dauerhafte Belebung. Jan Donhauser: »Genau in diesem Prozess befinden wir uns derzeit. Eins ist aber klar: Ohne Beteiligung des Einzelhandels wird es schwer. Jede Idee ist willkommen. Das Citymanagement soll dafür ein wichtiger Motor sein.« Gemeinsam für eine sichere und lebendige Innenstadt Die Polizeidirektion Dresden und die Landeshauptstadt Dresden werden den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit ihren Partnern fortsetzen. Ziel bleibt eine Innenstadt, die sicher ist, weil sie lebendig ist – und lebendig bleibt, weil sie sicher ist. (tg) -
Europatag: Wirtschaftsminister wirbt für ein starkes, souveränes Europa
Anlässlich des Europatags am 9. Mai hat Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter auf die Bedeutung der EU-Förderung für den Freistaat verwiesen und zugleich die zentrale Rolle Europas für Freiheit, Sicherheit und wirtschaftliche Stärke hervorgehoben. Sachsen profitiert in der laufenden Förderperiode 2021 bis 2027 mit rund 3,2 Milliarden Euro aus den EU-Strukturfonds erheblich von der europäischen Zusammenarbeit. Die Mittel fließen unter anderem in Innovation, Klimaschutz, Energieeffizienz, Fachkräftesicherung und den Strukturwandel in den Regionen. »Die EU-Förderung ist für Sachsen mehr als eine reine finanzielle Unterstützung. Sie ist ein konkreter Hebel, um Innovationen anzustoßen, Fachkräfte zu sichern, den Strukturwandel zu meistern und Zukunftsinvestitionen möglich zu machen. Gerade darin zeigt sich, was Europa tatsächlich leisten kann. Es schafft nicht nur politische Rahmenbedingungen, sondern setzt sehr konkrete Impulse für Wachstum, Beschäftigung und Zusammenhalt. In einer Zeit, in der geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und der Druck auf unsere demokratischen Werte zunehmen, gewinnt diese europäische Stärke und Zusammenarbeit noch einmal mehr an Gewicht«, so Minister Panter. Die EU-Mittel entfalten in Sachsen eine enorme finanzielle Wirkung: Allein mit dem aus dem Europäischen Sozialfonds »ESF Plus« werden Beschäftigung, Qualifizierung und soziale Innovation gefördert. Rund 590 Millionen Euro stehen dafür in der laufenden Förderperiode zur Verfügung, von denen bis Ende 2025 bereits 350 Millionen Euro bewilligt worden waren. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fließen Gelder in Forschung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz, Energieeffizienz, Resilienz und Stadtentwicklung. Bis Ende 2025 waren dort rund 6.000 Projekte mit einem Fördervolumen von über 1 Milliarde Euro umgesetzt oder abgeschlossen. Der Just Transition Fonds (JTF) unterstützt zudem Regionen in den Strukturwandelgebieten - der Lausitz, dem Mitteldeutschen Revier und dem Raum Chemnitz-Zwickau - wo allein im Jahr 2025 bereits über 1.000 Projekte bewilligt wurden. Minister Panter erteilte dem Plan der EU-Kommission eine Absage, den Nationalstaaten künftig bei der Mittelverteilung eine starke, den Regionen eine deutlich schwächere Rolle einzuräumen. »Der Freistaat muss auch weiterhin maßgeblich bei der Verteilung der EU-Gelder mitbestimmen können. Wir haben – im Gegensatz zum Bund - vor Ort die notwendige Nähe zu Unternehmen, Kommunen und Forschungseinrichtungen, um die europäischen Strukturfördermittel nicht nur zu verwalten, sondern klug und zielgenau einzusetzen sowie gegebenenfalls bei den Programmen nachzusteuern.« Zu den Vorhaben der aktuellen EU-Förderperiode zählt ein innovatives JTF-Projekt zur klimafreundlichen Luftfahrt in der Lausitz. Herzstück des Projekts ist ein Forschungsflugzeug, mit dem unterschiedliche Antriebstechnologien getestet werden können, darunter Elektromotoren, Brennstoffzellen und Wasserstoffsysteme. Das Projekt entsteht in Kamenz und damit in einer Region, die sich im Zuge des Kohleausstiegs wirtschaftlich neu aufstellt. Ziel ist es, Flugzeuge künftig leiser, sauberer und effizienter zu machen. Die Technische Universität Dresden erhält dafür 4,6 Millionen Euro. Die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern stärkt die Entwicklung der Luftfahrtindustrie in Ostdeutschland und fördert zugleich die praxisnahe MINT-Ausbildung in Kamenz und Umgebung. Ein weiteres Vorhaben ist »GreenPharming«, eine Kooperation der TU Dresden und der Hochschule Zittau/Görlitz. Das Projekt wird mit rund 3,4 Millionen Euro aus dem JTF gefördert. Ziel ist eine klimaneutrale und nachhaltige Herstellung biologischer Arzneimittel, mit Hilfe pflanzenbasierter Verfahren. Durch die enge Verbindung von Biotechnologie, Verfahrenstechnik und Kreislaufwirtschaft entstehen innovative und zukunftsfähige Lösungen für die Pharmaindustrie. Auch in Bildung und Ausbildung wird gezielt investiert: In Dresden entsteht mit Unterstützung aus dem EFRE ein neues Berufliches Schulzentrum für Elektrotechnik. Dafür stehen bis zu 100 Millionen Euro bereit, um den Halbleiterstandort weiter zu stärken. In Zwickau werden mehrere Schulgebäude energetisch saniert, und an der TU Chemnitz entstehen neue Ausbildungsnetzwerke. Diese Beispiele zeigen: Europäische Förderung ist in Sachsen ganz konkret erlebbar – sie stärkt Bildung, Beschäftigung, Innovation - und verbessert zugleich die Lebensqualität vor Ort. Hintergrund Sachsen erhält in der laufenden Förderperiode 2021 bis 2027 insgesamt rund 3,2 Milliarden Euro aus den EU-Strukturfonds. Die Gelder verteilen sich auf den ESF Plus, den EFRE und den JTF und werden für zentrale Zukunftsaufgaben eingesetzt: Wirtschaft und Innovation, Klimaschutz und Energie, Aus- und Weiterbildung sowie den Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen. Seit 1990 sind mehr als 14 Milliarden Euro EU-Fördermittel nach Sachsen geflossen; mehr als 230.000 Projekte wurden damit realisiert. Der Europatag wird jährlich am 9. Mai in allen 27 Mitgliedsstaaten gefeiert und erinnert an die Schuman-Erklärung vom 9. Mai 1950. Damals schlug der französische Außenminister Robert Schuman eine enge Zusammenarbeit bei Kohle und Stahl vor, um Kriege in Europa – insbesondere zwischen Frankreich und Deutschland – unmöglich zu machen und den Grundstein für ein geeintes Europa und später die EU zu legen.