Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Moor muss nass
Das Moor am Roten Fluss in Sachsen wird als eines der ersten Moore in Deutschland mit Mitteln aus dem Förderprogramm des Bundes »1.000 Moore« wieder vernässt. Bei diesem Moor handelt sich um ein 10 ha großes Hang-Regenmoor auf ca. 680 m Höhe im Vogtlandkreis. Ein hoher Holzbedarf im 19 Jahrhundert führte zu einer Entwässerung des Moores, um die Flächen forstwirtschaftlich nutzen zu können. Dazu wurden auf fast 5 km Länge Gräben angelegt. Ziel der Wiedervernässung ist es, den natürlichen Wasserhaushalt auf der Fläche wiederherzustellen, damit sich das Moor regenerieren und künftig wieder CO2 speichern kann. Dazu werden die Gräben mit 100 Stauen verschlossen werden. Bei den Stauen handelt es sich überwiegend um Bauwerke aus Naturmaterialien (Torfstaue, Holzstaue und Lehmstaue). Lediglich aufgrund besonders tiefer Gräben werden an fünf Stellen Stahlspundwände zur Erosionsminimierung eingesetzt. Zusätzlich wird ein Teil der Gräben auf einer Gesamtlänge von 1,1 km mit einem Ersatztorf aus Sägemehl-Hackschnitzelgemisch verfüllt. Für die Umsetzung des Projektes werden bis zu 260.000 € investiert. 90 % der Projektkosten übernimmt der Bund. Die Mittel werden über die »Förderrichtlinie 1.000 Moore« aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz bereitgestellt. Der Freistaat beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 10 % an den Gesamtkosten. Dazu Landesforstpräsident Utz Hempfling: »Dank der Fördermittel ist es uns möglich, unsere bisherigen Aktivitäten zum Moorschutz weiterzuführen. Damit leistet Sachsenforst einen Beitrag zum Aufbau klimaresilienter Wälder. Die Wiedervernässung wirkt sich darüber hinaus auch auf den Wasserrückhalt, den Gewässerschutz und die Biodiversität positiv aus.« Der Abschluss der Arbeiten ist für Juni 2026 geplant. Anschließend erfolgt ein vollautomatisiertes Monitoring an 5 Grundwasserpegeln um die Gewässergüte am Moorabfluss zu überwachen. -
Energieeffizienzgesetz: Online-Fachveranstaltung am 25. Juni zum Thema Datenschatz heben – Kommunale Energieverbräuche im Griff
Dresden, 09.06.2026 – Die anhaltend volatile Energiepreisentwicklung stellt die Haushalte von Städten und Gemeinden vor große Herausforderungen. Ein erheblicher Teil der kommunalen Ausgaben ergibt sich aus den mit der Bewirtschaftung der kommunalen Liegenschaften zusammenhängenden Kosten für Strom, Wasser und Wärme. Um diese zu senken, ist es erforderlich, die Energieverbräuche zu reduzieren und die Liegenschaften effizienter zu nutzen. Durch nicht-investive Maßnahmen können bereits zwischen 10 und 20 Prozent des Energieverbrauchs sowie der damit einhergehenden Kosten reduziert werden. In einer Stadt mit 20.000 Einwohnern wären inzwischen Einsparungen von bis zu 160.000 Euro durch einfache Maßnahmen möglich. Grundlage für einfache Optimierungsmaßnahmen ist eine mindestens monatliche Auswertung der Zählerstände, die in vielen Verwaltungen noch nicht oder nicht umfassend für alle Liegenschaften und sonstigen Verbraucher vorhanden ist. Fehlendes Knowhow für den Aufbau von Prozessen und für die Beschaffung unterstützender Tools sowie unklare Verantwortlichkeiten sind einige der Hürden, die in den Kommunen bestehen. Im derzeit laufenden Gesetzgebungsprozess zum Energieeffizienzgesetz (EnEfG) rückt die systematische Erfassung von Energieverbräuchen für die öffentliche Hand in den Fokus. Ziel ist es, durch valide Daten eine belastbare Grundlage für Energie- und Kosteneinsparungen zu schaffen. Um Kommunen bei der Umsetzung dieser anstehenden Anforderungen zu unterstützen, lädt die Sächsische Energieagentur (SAENA) zur Fachveranstaltung "Datenschatz heben - Kommunale Energieverbräuche im Griff" ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die viele öffentliche Verwaltungen aktuell beschäftigen: Wie lassen sich Verbrauchsdaten effizient erfassen und auf Einsparpotenziale hin auswerten? Welche digitalen Werkzeuge unterstützen den Verwaltungsalltag? Und wie können sich Kommunen mit möglichst geringem personellem Aufwand auf die Anforderungen des EnEfG vorbereiten? Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Verantwortliche in Städten, Gemeinden und Landkreisen in Sachsen und bietet neben Praxisbeispielen Raum für den Austausch mit Fachleuten der SAENA. Überblick zur Veranstaltung Termin: 25. Juni 2026, 09:00 – 11:00 Uhr Format: Online Anmeldung unter: https://www.saena.de/veranstaltungsdetails.php?id=1809 Fachlicher Ansprechpartner: Armin Verch, Tel.: 0351 4910-3199 E-Mail: armin.verch@saena.de Pressekontakt: Sylvia Hünlich, Tel.: 0351 4910-3158 E-Mail: sylvia.huenlich@saena.de Über die Sächsische Energieagentur Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Beratungs-, Informations-, und Kompetenzzentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung, Energieeffizienz und effiziente Mobilität. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Sie dient als sachsenweite Anlaufstelle für alle handelnden Personen und Institutionen im Bereich Energie und Klimaschutz. * Hinweis zur sprachlichen Regelung Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird auf die Anwendung der geschlechtergerechten Sprache verzichtet. Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten für alle Geschlechtsidentitäten -
Verdacht des Handeltreibens mit Cannabis in nicht geringer Menge
Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen einen 39-jährigen US-Amerikaner wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Cannabis in nicht geringer Menge. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 8. Juni 2026 gegen 22:25 Uhr in einem PKW am Grenzübergang in der Ortslage Schmilka, 01814 Bad Schandau etwa sechs Kilogramm Cannabis aus der Tschechischen Republik in das Bundesgebiet verbracht zu haben, um es auf der Cannabis-Messe "Mary Jane" in Berlin gewinnbringend an unbekannte Abnehmer zu veräußern. Der Beschuldigte wurde bei der Einreise durch Beamte der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel im Rahmen der Grenzkontrolle als Tatverdächtiger festgestellt und vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat am 9. Juni 2026 den Erlass eines Haftbefehls gegen den Beschuldigten beantragt, den der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden antragsgemäß erlassen hat. Der Beschuldigte befindet sich nunmehr in Untersuchungshaft. Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft und hat sich teilweise geständig zum Sachverhalt eingelassen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Bundespolizei dauern an. -
Raumordnungsbericht 2025 zeigt Sachsens Entwicklung in der Fläche
Das Kabinett hat heute den Raumordnungsbericht 2025 des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung zur Kenntnis genommen. Der Bericht wird nun dem Sächsischen Landtag zugeleitet und anschließend online veröffentlicht. Er zeigt für den Zeitraum 2020 bis 2024, wie sich Sachsen räumlich entwickelt hat und inwieweit Ziele und Grundsätze des Landesentwicklungsplans 2013 umgesetzt wurden. Die Ergebnisse fließen in die laufende Neuaufstellung des Landesentwicklungsplans ein. Regina Kraushaar, Sachsens Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung: »Ausgangspunkt für den heute vorgelegten Raumordnungsbericht ist der Landesentwicklungsplan aus dem Jahr 2013, den wir mit der Wirklichkeit von heute abgleichen. Damit kommt der Bericht genau zur richtigen Zeit. Denn wir arbeiten bereits an einem neuen Landesentwicklungsplan, der mehr Gestaltungsspielraum und Entwicklung für Kommunen und Regionen eröffnen soll. Nicht zuletzt soll er auch die Landesentwicklung im nächsten Jahrzehnt skizzieren und eine gute Arbeitsgrundlage für alle bilden, die Verantwortung tragen.« Der Raumordnungsbericht ist der regelmäßige Bericht der obersten Raumordnungs- und Landesplanungsbehörde über die raumbedeutsamen Entwicklungen an den Sächsischen Landtag. Er wird mindestens einmal in jeder Legislaturperiode erstellt. Der Bericht betrachtet unter anderem Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung, zentrale Orte, Verkehr, Energie, Breitband, Stadt- und Dorfentwicklung, Daseinsvorsorge, Flächennutzung, Hochwasserschutz, Freiräume sowie die Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien. Er richtet sich nicht nur an Landtag und Fachverwaltungen, sondern an alle, die nachvollziehen wollen, wie sich Lebensverhältnisse und Infrastruktur in Sachsen räumlich entwickeln. Ministerin Kraushaar weiter: »Raumordnung klingt für viele, die sich nicht als Fachleute damit beschäftigen, zunächst ziemlich technisch. Gleichwohl betrifft die Raumordnung unseren Alltag ganz konkret: Sind Schulen und Ärzten auf kurzem Wege erreichbar? Gibt es verlässliche Verkehrsverbindungen? Sind genügend Flächen für Wohnen und Gewerbe vorhanden? Ist der Hochwasserschutz gesichert? Wie gelingt der weitere Ausbau für schnelles Internet? Gleichwertige Lebensverhältnisse entstehen nicht durch Einheitslösungen. Sachsen braucht Antworten, die zu den unterschiedlichen Regionen passen – zu den Städten, zum Umland, zum ländlichen Raum, zu Grenzregionen und zu Strukturwandelräumen.« Der neue Raumordnungsbericht macht räumliche Entwicklungen in Sachsen sichtbar. Er zeigt, dass sich Sachsens Teilräume unterschiedlich entwickeln. Während die Einwohnerzahl des Freistaates insgesamt nahezu stabil geblieben ist, zeigen sich regionale Unterschiede zwischen wachsenden Städten und Räumen mit Bevölkerungsrückgängen. Auch Altersstruktur, Erreichbarkeit, Beschäftigung, Infrastruktur und Flächennutzung unterscheiden sich je nach Region. Die Karten und Abbildungen im Bericht machen diese Entwicklungen anschaulich. Der Raumordnungsbericht 2025 ist breiter angelegt als der Vorgängerbericht aus dem Jahr 2020, der vor allem die Daseinsvorsorge in den Blick nahm. Der neue Bericht orientiert sich wieder stärker an der gesamten Inhaltsbreite des Landesentwicklungsplans 2013. Nach der Fertigstellung der Regionalpläne im Berichtszeitraum wird zudem dargestellt, wie die Regionalplanung Vorgaben des Landesentwicklungsplans umgesetzt hat. Die Sächsische Staatsregierung arbeitet derzeit an der Neuaufstellung des Landesentwicklungsplans. Der neue Landesentwicklungsplan soll schlanker, verständlicher und praxistauglicher werden. Er soll landesweite Ziele und Grundsätze der Raumordnung festlegen und zugleich die unterschiedlichen Ausgangslagen der Regionen stärker berücksichtigen. Der Raumordnungsbericht 2025 wird digital an den Landtag übermittelt und online auf dem Fachportal Landesentwicklung unter der Rubrik Raumbeobachtung ww.landesentwicklung.sachsen.de/raumbeobachtung-4189.html veröffentlicht. Hintergrund Raumordnung ist die überörtliche und fachübergreifende Planung zur Entwicklung eines Landes oder einer Region. Sie soll unterschiedliche Nutzungsansprüche an den Raum miteinander in Einklang bringen – etwa Wohnen, Wirtschaft, Verkehr, Energie, Landwirtschaft, Natur- und Hochwasserschutz. Grundlage der Landesentwicklung in Sachsen ist der Landesentwicklungsplan. Er legt Ziele und Grundsätze fest, die durch die Fachplanungen, die Regionalplanung und die kommunale Planung zu beachten beziehungsweise zu berücksichtigen sind. Der Raumordnungsbericht 2025 wurde unter Federführung des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung gemeinsam mit den betroffenen Fachressorts erarbeitet. -
Zeugenaufruf nach Raubdelikt
Verantwortlich: Paul Engelmann Zeugenaufruf nach Raubdelikt Ort: Leipzig (Engelsdorf), Adolf-Damaschke-Straße Zeit: 09.06.26, gegen 03:30 Uhr In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde eine Frau in ihrem Haus in der Adolf-Damaschke-Straße von zwei Unbekannten aufgesucht und beraubt. Dabei drangen die zwei unbekannten männlichen Tatverdächtigen auf unbekannte Art und Weise in das Einfamilienhaus ein. In diesem verschafften sie sich gewaltsam Zugang zum Schlafzimmer der Bewohnerin. Unter Anwendung von Gewalt erpressten sie von der 75-Jährigen Bargeld. Es entstand ein Sach- und Stehlschaden in noch unbekannter Höhe. Anschließend flüchteten die beiden Tatverdächtigen in unbekannte Richtung. Zur Personenbeschreibung der Tatverdächtigen ist bisher Folgendes bekannt: Person 1 und Person 2 * dunkel gekleidet * Schal vor dem Mund Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu den Unbekannten, einem möglichen Fluchtfahrzeug, oder zur Tat geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. (pe)