Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Feuerwehr Fördermittel 2026
Der Freistaat reicht im Jahr 2026 Investitionsfördermittel in Höhe von über 30 Millionen Euro an die Feuerwehren aus. 30,14 Millionen Euro Kassenmittel sowie 11 Millionen Euro aus Verpflichtungsermächtigungen zu Lasten des Haushalts 2027. Damit setzt der Freistaat Sachsen seine umfangreichen Investitionen in die Feuerwehr und Feuerwehrinfrastruktur fort. Im Zeitraum von 2016 bis 2025 wurden insgesamt 315 Millionen Euro bereitgestellt. Diese Mittel flossen in die Modernisierung der Ausstattung, den Neubau und die Sanierung von Gebäuden sowie in die Anschaffung von Fahrzeugen und sonstiger Infrastruktur. Staatsminister des Innern Armin Schuster: »Die Finanzierung von Brand- und Katastrophenschutz verlangt Beständigkeit. Auch 2026 setzen wir die solide und kontinuierliche Feuerwehrförderung zum Schutz der Bevölkerung im Brand- und Katastrophenfall, aber auch zur Stärkung und Unterstützung der Kameradinnen und Kameraden fort.« 1.105 Feuerwehrfahrzeuge für den Freistaat Sachsen Durch die Investitionen konnten seit 2016 insgesamt 1.105 Feuerwehrfahrzeuge angeschafft werden. Diese Maßnahmen stärken die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren im gesamten Freistaat und tragen maßgeblich zur Sicherheit der Bevölkerung bei. Ein zentraler Bestandteil der Investitionen war die Modernisierung der Fahrzeugflotten. Hier wurden 142,4 Millionen Euro bereitgestellt: • 74,6 Millionen Euro für 136 Löschfahrzeuge • 24,7 Millionen Euro für 56 Hubrettungsfahrzeuge • 22,6 Millionen Euro für 122 Tanklöschfahrzeuge • 8,0 Millionen Euro für 82 Rüst- und Gerätewagen • 5,9 Millionen Euro für 242 Mannschaftstransportfahrzeuge • 4,6 Millionen Euro für 136 Einsatzleitfahrzeuge • 2,0 Millionen Euro für 21 sonstige Fahrzeuge Die Maßnahmen werden mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. -
Update - Haus in Görlitz eingestürzt
Verantwortlich: Anja Leuschner Update - Haus in Görlitz eingestürzt Görlitz, James-von-Moltke-Straße 18.05.2026, 17:30 Uhr Am Montagnachmittag ist ein Mehrfamilienhaus in der James-von-Molke-Straße in Görlitz eingestürzt. Wir berichteten, dass fünf Personen nicht zu erreichen waren. Mittlerweile konnten Ermittler zwei der Vermissten ausfindig machen. Sie sind wohlauf und befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Haus. Die Suche nach weiteren Personen dauert an. -
Haus in Görlitz eingestürzt
Verantwortlich: Anja Leuschner Haus in Görlitz eingestürzt Görlitz, James-von-Moltke-Straße 18.05.2026, 17:30 Uhr Gegen 17:30 Uhr sind bei der Rettungsleitstelle und der Polizei mehrere Notrufe eingegangen. Ein Mehrfamilienhaus in der James-von-Molke-Straße in Görlitz war komplett eingestürzt. Ob und wie viele Personen sich zu dem Zeitpunkt in dem mehrstöckigen Gebäude aufgehalten haben, wird derzeit geprüft. Aktuell sind fünf Personen nicht zu erreichen. Spezialisten der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei sind dazu im Einsatz. Umliegende Gebäude wurden evakuiert. Die betroffene Straße ist derzeit zwischen der Emmerichstraße und der Dr.-Kahlbaum-Allee voll gesperrt. Die Polizei bittet, sich nicht in den Sperrbereich zu begeben und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Zur Ursache des Einsturzes wird die Kriminalpolizei nach Abschluss der Rettungsarbeiten Ermittlungen führen. Die Einsatzmaßnahmen werden aller Voraussicht nach auch mindestens am morgigen Dienstag fortdauern. -
Auffahrunfall am Hauptbahnhof | Fake-E-Mails von der »Stadtverwaltung«
Verantwortlich: Melanie Roeber (mr), Paul Engelmann (pe) Auffahrunfall am Hauptbahnhof Ort: Leipzig (Zentrum), Willy-Brandt-Platz Zeit: 18.05.2026, gegen 12:15 Uhr Die 32-jährige Fahrerin eines Audi A3 fuhr auf dem Willy-Brand-Platz in Richtung Zentrum-Ost, als sie aufgrund einer auf Gelb umschaltenden Ampel abbremste und anhielt. Zwei hinter ihr fahrende Vivaro erkannten dies zu spät, sodass ein Transporter (Fahrer: 57, deutsch) auf den Audi und ein Transport (Fahrer: 41, deutsch) auf dem vor ihm fahrenden Vivaro auffuhr. Der Gesamtsachschaden an allen drei Fahrzeugen beträgt circa 13.500 Euro. Der Fahrer des hintersten Transporters wurde durch den Zusammenstoß zudem leicht verletzt. Die Polizei ermittelt nun zur genauen Unfallursache. (mr) Fake-E-Mails von der »Stadtverwaltung« Ort: Torgau Zeit: 10.05.2026 In Torgau kommt es derzeit zu einer Betrugsmasche, bei der gefälschte E-Mails, die scheinbar von der Stadtverwaltung Torgau stammen, versendet werden. Unbekannte Täter haben per E-Mail mehrere Bürgerinnen und Bürger aus Torgau und dem Torgauer Umland kontaktiert. In der E-Mail wird ein Termin für eine Rauchmelder-Prüfung im Haushalt angegeben und mit einem Bußgeld von 500 Euro gedroht, sollte kein Rauchmelder vorhanden sein. Die E-Mail enthält einen Link, über den die betroffene Person ihre Daten bestätigen soll. So erlangen die Täter höchst sensible Daten. Die Polizei rät: Sorgfaltsprinzip: Jede E-Mail muss genau geprüft werden. Klicken Sie niemals auf Bestätigungslinks von Ihnen unbekannten Absendern. Referenz-Check: Prüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders. Rufen Sie bei Zweifeln die betroffene Stelle an und fragen Sie nach. (pe) -
SLUB Dresden und Stadtbibliothek Burgstädt restituieren Bücher aus der Gewerkschaftsbibliothek des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes an die IG Metall Chemnitz
Der Sturm auf die Gewerkschaftshäuser in ganz Deutschland am 2. Mai 1933 gehört zu den dunkelsten Tagen für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Gewerkschaften wurden durch die Nationalsozialisten verboten, ihre Mitglieder verfolgt, inhaftiert, ermordet und ihr Eigentum und ihre Immobilien beschlagnahmt, zerstört, verwertet. Nach der Enteignung gingen Bestände aus Gewerkschaftsbibliotheken in den Besitz der Deutschen Arbeitsfront, der nationalsozialistischen Einheitsgewerkschaft, über. Am 18. Mai 2026 haben die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und die Stadtbibliothek Burgstädt drei Bücher an die IG Metall in Chemnitz restituiert. Die Bücher wurden dem damaligen Metallarbeiter-Verband Chemnitz (DMV) in der NS-Zeit verfolgungsbedingt geraubt und konnten aufgrund der enthaltenen Stempel zugeordnet werden. Die IG Metall als Rechtsnachfolgerin überlässt sie den beiden Bibliotheken wiederum als Schenkung. Katrin Stump, Generaldirektorin der SLUB Dresden, erläutert: »Im Fall von erwiesenem NS-Raubgut bemühen wir uns um eine Rückgabe bzw. um gerechte und faire Lösungen im Sinne der Washingtoner Erklärung von 1998. Erfolgreiche Restitutionen wie diese zeigen, wie wichtig systematische Provenienzforschung auch 81 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur ist – in Landesbibliotheken wie der SLUB ebenso wie in sächsischen Stadt- und Regionalbibliotheken mit Altbestand. Der IG Metall Chemnitz danken wir für die Schenkung und das damit verbundene Vertrauen.« Lydia Oeser, Leiterin der Stadtbibliothek Burgstädt, betont: »Für uns als kleine Stadtbibliothek im ländlichen Raum ist es bedeutsam, dass wir das als NS-Raubgut identifizierte Buch des DMV Chemnitz restituieren konnten. Ohne die Unterstützung durch die ehemalige Koordinierungsstelle Provenienzforschung an der Sächsischen Landesfachstelle für Bibliotheken wären für uns weder die Erschließung des Altbestandes, die Recherchen zu verfolgten Voreigentümern noch die Restitutionsvorbereitung möglich gewesen. Durch einen Vermerk im Online-Katalog und einen Einleger im geschenkten Buch werden wir vor Ort in Burgstädt an den Deutschen Metallarbeiter-Verband Chemnitz und sein Schicksal erinnern.« »Wir freuen uns über den Fund der drei Bücher, die 1933 von den Nazis aus der Gewerkschaftsbibliothek geraubt wurden«; so Eddie Kruppa, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz. »Und wir überlassen sie gerne den Bibliotheken, denn dort sind sie in guten Händen und stehen der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.« Fund der Bücher in der SLUB Dresden Im Bestand der Sächsischen Landesbibliothek, einer der beiden Vorgängereinrichtungen der SLUB Dresden, konnten zwei Bücher mit einem Stempel der Verwaltungsstelle Chemnitz des DMV identifiziert werden. Eines gelangte am 22. Juni 1961 als Geschenk von der Zentralstelle für wissenschaftliche Altbestände in die Bibliothek. Das zweite erwarb die SLUB am 21. Oktober 1977 beim Zentralantiquariat Leipzig. Aufgrund der Historie der Zerstreuung der Gewerkschaftsbibliotheken seit 1933 legen die ebenfalls in den Büchern enthaltenen Besitzspuren der Deutschen Arbeitsfront und des Parteiarchivs der NSDAP sowie der Zentralbibliothek des FDGB nahe, dass die Bücher dem DMV Chemnitz verfolgungsbedingt während der NS-Zeit entzogen worden waren. Deswegen sind beide Bände als NS-Raubgut zu bewerten. Die Recherche zur Herkunft der Bücher aus dem Bestand der Sächsischen Landesbibliothek, die nach 1945 zugegangen sind, erfolgte im Rahmen eines bereits abgeschlossenen Provenienzforschungsprojektes. In einem aktuellen Projekt, das sich der Ermittlung von Erbberechtigten zu 300 NS-Raubgut-Fällen widmet, konnte die IG Metall Chemnitz als Rechtsnachfolgerin des DMV Chemnitz identifiziert und die Restitutionsbemühungen aufgenommen werden. Beide Forschungsprojekte wurden bzw. werden von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste gefördert. Fund des Buches in der Stadtbibliothek Burgstädt Seit ihrer Gründung 1876 erhielt die Bibliothek Burgstädt Schenkungen von Büchern und Archivalien durch Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Über die Jahre wuchs so ein großer historischer und regionalkundlicher Bestand. 2023 wurde der historische Altbestand erschlossen, wobei 640 historische Bücher der Stadtbibliothek händisch geprüft und etwa 260 Besitzspuren von Voreigentümerinnen und Voreigentümern dokumentiert worden sind. Ermöglicht wurde das Erschließungsprojekt durch eine Kooperation zwischen der Stadtbibliothek Burgstädt, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und der ehemaligen Koordinierungsstelle Provenienzforschung der Sächsischen Landesfachstelle für Bibliotheken an der SLUB Dresden, die bis 2025 öffentliche Bibliotheken im Freistaat bei der Provenienzforschung unterstützte. Einer der identifizierten Vorbesitzer des Buches ist der DMV Chemnitz, was sich durch Besitzvermerke und die erforschte Geschichte der Gewerkschaftsbibliotheken rekonstruieren ließ. Wie vermutlich der Großteil der beschlagnahmten Gewerkschaftsbibliotheken gelangte das Buch nach Berlin in die Bibliothek der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Nach 1945 wurde die DAF-Bibliothek in den Bestand des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) übernommen, wie weitere Stempel im Buch belegen. In den Jahrzehnten danach sonderte der FDGB das Buch aus und gab es an den antiquarischen Buchhandel ab, wo es der Burgstädter Manfred Delling erwarb. Durch die Schenkung seines Nachlasses gelangte das Buch 2007 schließlich in den Bestand der Stadtbibliothek Burgstädt. Hintergrund: Der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV) Chemnitz und seine Bibliothek Der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV) war ein freigewerkschaftlicher Verband der Metallarbeiter, der auf dem Metallarbeiterkongress in Frankfurt am Main zum 1. August 1891 gegründet wurde. Nachdem es in Sachsen ab 1908 erlaubt war, Verwaltungsstellen des DMV aufzubauen, entstand die Niederlassung im Industriestandort Chemnitz, einem bedeutenden Zentrum der Arbeiterbewegung. Am 2. Mai 1933 stürmten SA-Kommandos vielerorts Gewerkschaftshäuser, plünderten und verwüsteten Gebäude. Auch wenn das Chemnitzer Gewerkschaftshaus, in dem auch der DMV seinen Sitz hatte, nicht gestürmt wurde, zog dort bis Kriegsende 1945 die Deutsche Arbeitsfront Chemnitz – der Einheitsverband der Nationalsozialisten – ein. Nach der damit einhergehenden Enteignung des DMV gingen die Bibliotheksbestände in den Besitz der Deutschen Arbeitsfront über. Aufgrund des verfolgungsbedingten Entzugs während der NS-Zeit sind Bücher mit Eigentumsvermerken des DMV Chemnitz als NS-Raubgut zu bewerten.