Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Die Arbeiten am Neubau der Brücke der B 101 zwischen Großenhain und Priestewitz gehen weiter voran. Die Grundkonstruktion der Brücke ist abgeschlossen. Der Zeitplan für die Verkehrsfreigabe im Frühjahr 2027 ist weiterhin aktuell. Die Baustelle wird betrieben, solange bauoffenes Wetter vorherrscht. Mitte Oktober wurde die Ergänzung des Betonaufbaus der Brücke betoniert. Damit ist der Rahmen der Brücke geschlossen. Die ergänzten Verbundfertigteilträger sind mit den Widerlagern verbunden. Der »Rohbau« ist abgeschlossen. Als Nächstes stehen im November die Abdichtungsarbeiten an, anschließend folgen die Kappen mit Radweg und Geländer. Die Stützwände auf den Seiten Großenhain und Priestewitz sind errichtet. Derzeit wird die Schalung entfernt, bevor die Stützwände hinterfüllt werden können. Anschließend folgt die Herstellung der Kappen. Die Verfüllung, die Erdarbeiten und die Böschungstreppen sind für die Wintermonate vorgesehen. Danach wird die Schlepp-Platte gebaut, die den Übergang zwischen Brücke und Straßendamm bildet. Der Straßendamm wurde für den neuen Radweg verbreitert. Abschließend wird der Straßenbau abgeschlossen und die Ausstattung mit Geländern, Markierung und Schutzeinrichtungen. Die bisherige Umleitungsregelung bleibt weiterhin bestehen. Die Baumaßnahme umfasst den vollständigen Neubau der Brücke der B 101 über die Gleise der Deutschen Bahn auf der Strecke Dresden – Berlin. Die Vorgängerbrücke war 1979 mit Hennigsdorfer Spannstahl errichtet worden. Sie musste aufgrund ihres Zustandes im Dezember 2024 kurzfristig gesperrt und abgerissen werden (siehe Meldung zu Sperrung und Abriss). Untersuchungen bestätigten fortschreitende, erhebliche Schäden des Überbaus und eine fehlende Standsicherheit. Seit 2025 entsteht an gleicher Stelle die neue Brücke. Die Baukosten der Brücke über die Bahnanlage belaufen sich gegenwärtig auf 7,5 Millionen Euro. Kostensteigerungen in Höhe von etwa 700.000 Euro ergaben sich aus dem tatsächlich vorgefundenen Baugrund und den daraus folgenden Mehraufwendungen, die auch zu einer Bauzeitverlängerung und den damit verbundenen Kostenansprüchen führen. Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner weiterhin um Verständnis für die Verzögerung und die notwendigen Einschränkungen.
  • Autor. Lukas Reumund (lr) Landeshauptstadt Dresden Leblosen Mann bei Brand gefunden Zeit: 29.10.2026, 13:00 Uhr Ort: Dresden-Trachau Am Donnerstagmittag hat es in einem Haus an der Cottbuser Straße gebrannt. Während der Brandbekämpfung fanden die Feuerwehr einen leblosen Mann. Das Feuer brach aus bislang unbekannter Ursache im Dachgeschoss eines Hinterhauses aus und breitete sich schnell über die gesamte Etage aus. Im Rahmen der Löscharbeiten entdeckten die Feuerwehrmänner den Leichnam. Zudem musste ein 14-jähriger Hausbewohner mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Ein Nachbarhaus wurde durch den Rauch in Mitleidenschaft gezogen und musste von der Feuerwehr belüftet werden. Schadensangaben sind noch nicht möglich. Beamte der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache sowie zur Identität des Verstorbenen und den Umständen des Todes aufgenommen. (lr)
  • Die zivil-militärische Kommunikationsübung »Mutuality / Reciprocity« 2026 (MuRe 2026) ist in Sachsen erfolgreich durchgeführt worden. Im Mittelpunkt der Übung stand die behördenübergreifende Kommunikation zwischen zivilen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie der Bundeswehr bei der Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten. Staatsminister Armin Schuster: »Im Ernstfall müssen die richtigen Stellen schnell miteinander kommunizieren und zuverlässig Informationen austauschen. In der Übung MuRe 26 haben Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern Kommunikation in komplexer Situation über verschiedene Ebenen trainiert. Die kommende Auswertung wird wichtige Erkenntnisse und Impulse zur Verbesserung und Stärkung auch der sächsischen Krisenresilienz liefern.« Hintergrund: Zivil-militärische Kommunikationsübung MuRe 2026 Vom 27. bis 29. Oktober 2026 führten das Bundesministerium des Innern und das Bundesministerium der Verteidigung gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen, dem Landkreis Görlitz und weiteren Partnern die zivil-militärische Kommunikationsübung »Mutuality / Reciprocity« auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz durch. Die Übungspartner überprüften die technische Zuverlässigkeit des Digitalfunks BOS und dessen Nutzung über Organisationsgrenzen hinweg und testeten insbesondere die Meldeketten, die Übermittlung von Meldungen und die gemeinsame Führung von Einsatzkräften. Die Bundeswehr setzte ergänzend eigene Kommunikationsmittel ein. Die Übungspartner stellten außerdem Möglichkeiten des breitbandigen Digitalfunks der nächsten Generation vor. Die Bundesnetzagentur begleitete die Übung mit Maßnahmen zur Frequenzüberwachung und Frequenzkoordinierung. Das Bundeskabinett beschloss am 27. August 2025, das Zusammenspiel staatlicher Kommunikationssysteme im Krisenfall zu überprüfen. MuRe 2026 setzt diesen Beschluss um und stärkt die zivil-militärische Zusammenarbeit sowie den Bevölkerungsschutz. An der Übung beteiligten sich unter anderem die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Polizei Sachsen, der Verwaltungsstab des Sächsischen Staatsministeriums des Innern, die Landesdirektion Sachsen, die Feuerwehren, die Rettungsdienste und der Katastrophenschutz des Landkreises Görlitz sowie das Technische Hilfswerk.
  • Chemnitz. Verfassungsfeindliche Symbole im Klassenzimmer, rassistische oder sexistische Diskriminierung, Konflikte aufgrund von religiösem Extremismus oder die Frage nach der »Neutralität« der Schule: sogenannte »Besondere Vorkommnisse« in Schulen in Sachsen haben viele Formen. Um Schulleitungen und Lehrkräfte in solchen Situationen zu unterstützen, hat das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) eine erweiterte und aktualisierte Ausgabe der Fallbeispielsammlung »Herausforderungen politischer Bildung und pädagogischen Handelns an sächsischen Schulen" veröffentlicht. Die Publikation umfasst nun 24 praxisnahe Fallbeispiele, die neben einer straf- und schulrechtlichen Einordung auch schulorganisatorische und pädagogische Maßnahmen in den Blick nimmt. Begleitend dazu werden fallspezifische Unterstützungsangebote dargestellt, die bei der Bearbeitung der Situation helfen können. Darüber hinaus verdeutlicht die Darstellung des Ablaufs eines Ermittlungsverfahrens, dass auch bei strafrechtlich relevantem Verhalten bei Jugendlichen sämtliche Reaktionen am Erziehungsgedanken zu orientieren sind. Schulleitungen und Lehrkräfte stehen dabei vor der Aufgabe, in oft komplexen und emotional belastenden Situationen schnell und rechtssicher zu handeln – und zugleich ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag auf Grundlage des Grundgesetzes und der Sächsischen Verfassung gerecht zu werden. Fundiertes Wissen über rechtliche Rahmenbedingungen und mögliche pädagogische Reaktionen sind daher entscheidend, um der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Schulalltag sichtbar Geltung zu verschaffen, Betroffene zu schützen und Schule als Ort gelebter Demokratie zu stärken. Dabei stehen den Schulleitungen und Lehrkräften zahlreiche interne und externe Partnerinnen und Partner zur Seite, die in einem umfassenden Serviceteil der Fallbeispielsammlung aufgeführt werden. Die Handreichung versteht sich als Orientierungshilfe, die Raum für eine kritische Auseinandersetzung mit den jeweiligen Situationen lässt und individuelle Faktoren wie Alter, Reife und soziokulturellen Hintergrund der beteiligten Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Zielgruppe der Fallbeispielsammlung sind in erster Linie Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Lehrkräfte an sächsische Schulen. Zudem dient sie externen Partnerinnen und Partner dabei, Wege und Möglichkeiten schulischen Handelns nachzuvollziehen und Schulen dementsprechend besser unterstützen zu können. »Schule darf in schwierigen Situationen nicht allein gelassen werden. Mit der aktualisierten Fallbeispielsammlung geben wir Schulleitungen und Lehrkräften ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, das ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit extremistischen, rassistischen, antisemitischen, diskriminierenden oder demokratiefeindlichen Vorfällen verschafft. Wer die Werte unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung glaubwürdig vermitteln will, muss sie selbst kennen, erklären und überzeugend verteidigen können. Genau dabei wollen wir unterstützen", sagt Patrick Schreiber, Präsident des Landesamtes für Schule und Bildung. Weitere Informationen und Kontakt: Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) https://www.lasub.smk.sachsen.de Die Fallbeispielsammlung steht Schulleitungen und Lehrkräften digital im Schulportal Sachsen sowie zur Bestellung als Druckexemplar unter https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/41033 zur Verfügung.
  • Der 5. Strafsenat des Oberlandesgerichts Dresden hat in dem Verfahren zum Az. 5 St 4/25 nach fast zwei Jahre andauernder Untersuchungshaft die Haftbefehle gegen drei der acht Angeklagten aufgehoben. Bei zwei der Angeklagten hat der Senat den dringenden Tatverdacht nicht mehr in vollem Umfang des Tatvorwurfs als gegeben gesehen und den Haftgrund der Fluchtgefahr verneint; bei dem dritten hat es die Haftfortdauer als unverhältnismäßig angesehen. Der Vollzug des Haftbefehls gegen einen vierten Angeklagten ist ausgesetzt, aber von der Zahlung einer Sicherheitsleistung abhängig gemacht worden; diese ist noch nicht hinterlegt worden. Auch bei ihm hat der Senat den dringenden Tatverdacht nicht mehr in vollem Umfang des Tatvorwurfs als gegeben angesehen.