Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Handtasche geraubt - Zeugenaufruf
Verantwortlich: Chris Graupner Handtasche geraubt - Zeugenaufruf Ort: Leipzig (Zentrum-Südost), Philipp-Rosenthal-Straße Zeit: 24.09.2026, 16:20 Uhr Gestern Nachmittag entriss ein unbekannter Täter einer 50-Jährigen die Handtasche, in der sich viel Bargeld befand, und flüchtete mit einem Pkw. Die Polizei sucht Zeugen. Die Frau stieg aus der Straßenbahn der Linie 16 an der Haltestelle Deutsche Nationalbibliothek aus. Kurz darauf riss ihr ein Unbekannter gewaltsam von hinten die Handtasche von der Schulter. Trotz Gegenwehr erlangte der Angreifer die Tasche, rannte zu einem Auto in der Straße des 18. Oktober, stieg auf der Beifahrerseite ein und flüchtete. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen schwarzen Mittelklassewagen, ähnlich eines VW-Golf, gehandelt haben. Die 50-Jährige stürzte und wurde leicht verletzt. Ärztlich behandelt werden musste sie nicht. In der dunkelblauen mittelgroßen Handtasche befanden sich ein größerer Bargeldbetrag und persönliche Dinge. Der Stehlschaden beträgt mehrere tausend Euro. Der unbekannte Angreifer konnte wie folgt beschrieben werden: * 40 bis 45 Jahre alt * 1,65 bis 1,70 Meter groß * kräftige bis dicke Gestalt * schwarze Haare * bekleidet mit scharzer Jacke Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. -
Pfadfinder durch das Antragsdickicht
Die sächsischen Hochschulen liegen bundesweit auf Platz eins bei der Einwerbung von Drittmitteln für ihre Forschung. Der Weg von einem Forschungsvorhaben bis zum genehmigten Förderantrag allerdings geht durch einen dichten Papier- und Verwaltungsdschungel. Vor zehn Jahren hat das Wissenschaftsministerium (SMWK) die Servicestelle ZEUSS eingerichtet, um Forschende vorwiegend aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungsinstituten bei der Einwerbung von Mitteln aus Programmen der der Europäischen Union (EU) zu unterstützen. Seit 2023 ist sie als zentrale Einrichtung der sächsischen Hochschulen an der TU Dresden angesiedelt. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: »ZEUSS ist es gelungen, zusätzliche Forschungsakteure an das sehr komplexe, wettbewerblich organisierte System der EU-Forschungsförderung heranzuführen. Das ist ein Erfolg, mit dem Sachsen auch im Vergleich zu anderen Regionen deutlich besser dasteht als noch vor zehn Jahren. In allen Phasen der Antragstellung und auch beim Management von Forschungsförderungen stehen die Expertinnen und Experten von ZEUSS Forschenden zur Seite, was eine enorme Entlastung bedeutet. Das stärkt einzelne Vorhaben und gleichzeitig den Forschungs- und Innovationsstandort Sachsen in Europa.« Die EU ist nach dem Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) der drittgrößte Forschungsförderer für die sächsischen Hochschulen. Hintergrund: Horizont Europa ist das 9. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union. Es ist mit 95,5 Mrd. Euro für die Laufzeit von 2021 bis 2027 das weltweit größte Einzelförderprogramm für Forschung und Innovation. Kern des Forschungs- und Innovationsprogramms sind die Pfeiler Wissenschaftsexzellenz, Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas sowie Innovatives Europa. Das ZEUSS-Team unterstützt Akteure in Sachsen in allen Fragen zu Horizon Europe mit folgenden Beratungs- und Unterstützungsleistungen: * Informationen zu den Fördermöglichkeiten in Horizon Europe * Einzelberatungen vor Ort und Einschätzung von Projektideen * Identifizierung des geeigneten EU-Förderinstruments * Ausrichtung der Beratung an strategischen Zielen der EU * Begleitung bei der Ausarbeitung der Anträge * Übernahme der Arbeitspakete: Projektmanagement, Communication, Dissemination und Exploitation * Interviewtrainings für die Förderprogramme des Europäischen Forschungsrates (European Research Council/ ERC), wie Starting Grants (StG) und Consolidator Grants (CoG) * Unterstützung bei Vertragsverhandlung, Management und Administration von erfolgreich eingeworbenen EU-Projekten * Unterstützung bei der Wiedereinreichung (Durchsicht) des Evaluation Summary Report ZEUSS unterstützt auch bei der Vermittlung internationaler Kooperations- und Netzwerkpartnerinnen und -partner sowie bei der Präsentation von Projektideen auf eigenen und externen Fachveranstaltungen. -
Erfahrungsaustausch der Innenrevision der Bau- und Liegenschaftsbetriebe der Bundesländer
Einmal jährlich treffen sich die Prüferinnen und Prüfer der Innenrevisionen der Bau- und Liegenschaftsbetriebe der Länder zu einem Erfahrungsaustausch. In diesem Jahr lud der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) die anderen Bundesländer für eine Veranstaltung am 23. und 24. September nach Dresden ein. Die 21 Teilnehmer aus elf Bundesländern diskutierten in verschiedenen Gesprächsrunden aktuelle Fragestellungen und Herausforderungen, vor denen moderne Innenrevisionen in Zeiten rasanter Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und sich ständig verändernder regulatorischer Anforderungen stehen. Dabei wurden Erfahrungen aus der Praxis ausgetauscht, unterschiedliche Vorgehensweisen vorgestellt, mögliche Lösungsansätze besprochen und das Selbstverständnis der Innenrevisionen erörtert. Der Austausch ermöglichte es, verschiedene Perspektiven und praktische Erfahrungen in die eigene Arbeit einzubeziehen. Oliver Gaber, Kaufmännischer Geschäftsführer des SIB: »Der Wert der wichtigen Arbeit von Innenrevisionen bemisst sich nicht danach, wie viele kleine und große Abweichungen eine Prüferin oder ein Prüfer findet. Er bemisst sich eher daran, wie viel sicherer und erfolgreicher die Landesbetriebe durch die konkreten Empfehlungen der Innenrevisionen werden. Eine moderne Revision bedeutet nicht akribische Fehlersuche in der Vergangenheit, sondern aktive Gestaltung der Zukunft.« In diesem Sinne haben sich die Tagungsteilnehmer unter anderem mit der zunehmenden Bedeutung der Künstlichen Intelligenz und deren Einsatz bei den Prüfungen befasst. Zudem wurde die Einbeziehung sogenannter 3-D-Daten im Rahmen der Baurevision erörtert. Die Interne Revision des SIB hat wesentliche Ergebnisse aus eigenen Prüfungen vorgestellt und über die Modernisierungsagenda in Sachsen berichtet. Die Vorträge vermittelten fachliche Grundlagen und gaben Anregungen für die weitere Beschäftigung mit den genannten Themen. Insgesamt bot die Veranstaltung eine gute Möglichkeit, um Best-Practices auszutauschen, über neue Prüfungsmethoden zu diskutieren und Impulse für die eigene Arbeit zu erhalten. -
Kulturministerin Barbara Klepsch besucht Präsentationskonzert der »360° Klangwelt« in Augustusburg
Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch besucht an diesem Sonntag (27. September 2026) das Präsentationskonzert der 360° Klangwelt in der Stadtkirche St. Petri in Augustusburg und spricht ein Grußwort. Das Konzert findet im Rahmen des Orgelfestes Die neu entstandene Orgelanlage besitzt für ganz Ostdeutschland ein Alleinstellungsmerkmal. Im Rahmen der Maßnahme wurde die denkmalgeschützte Hauptorgel, die Altarorgel und weitere Filialwerke so ertüchtigt und umgestaltet, dass sie von einem elektrischen Generalspieltisch aus bespielt werden können. Der Freistaat Sachsen hat die Klangwelt mit 800.000 Euro gefördert. Die Gesamtkosten lagen bei rund 1,2 Mio. Euro. »Die »Rundum-Orgel« ist ein herausragendes Kulturprojekt, das weit über die Region hinausstrahlt. Die 360° Klangwelt ist ein technisches Unikat und schon allein deswegen wird sie nicht nur das regionale Konzertpublikum anziehen und den Augustusburger Musiksommer bereichern, sondern auch Gäste über die Region hinaus und Fachpublikum anziehen. Die 360° Klangwelt schafft einen touristischen Mehrwert und erschließt ganzjährig neue Besucherkreise. Damit gewinnt auch die Stadt Augustusburg an touristischer Bedeutung, denn sie hat nun mit dem Schloss Augustusburg und der 360° Klangwelt zwei einzigartige Angebote. Ich gratuliere und danke Pascal Kaufmann und seinem Team, den Ehrenamtlichen aus der Stadtgesellschaft und Kirchengemeinde sowie der Orgelbauwerkstatt Alexander Schuke aus Potsdam, dass sie dieses einzigartige Orgelprojekt nun vollendet haben. Ich danke ebenfalls den mehr als tausend großen und kleinen Förderern, die alle an dieses Projekt geglaubt und gemeinsam mit uns die Finanzierung sichergestellt haben«, sagt Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch. Der Spieltisch der Orgel wurde den aktuellen, internationalen Standards entsprechend und optisch auf den Kirchenraum angepasst. Die Orgelanlage ist ein technisches Unikat und musikalisches Kleinod. Sie wird sowohl in Ausführung und technischer Raffinesse als auch im Erlebbarmachen der Musik für Besucherinnen und Besucher Maßstäbe setzen. Umgesetzt wurde die Maßnahme von der Firma Alexander Schuke Orgelbau GmbH aus Werder (Havel). Die 360° Klangwelt bleibt dabei eine Orgel für die Heimat, denn sie wird die Gottesdienste in der Stadtkirche St. Petri musikalisch gestalten. Sie soll zudem als Bildungsort für Schulklassen in der Region genutzt werden. Damit öffnet sie sich als außerschulischer Lernort für den Musik-, Religions- und auch Geschichtsunterricht. -
Verdacht des Betrugs zum Nachteil hörgeschädigter Menschen
Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 45-jährigen Deutschen Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Dem Beschuldigten liegt Betrug in 76 Fällen zur Last. Der Beschuldigte – der selbst hörgeschädigt ist – soll zwischen Januar 2024 und Anfang des Jahres 2026 über das Internet ein vermeintlich selbst entwickeltes Anlagemodell von und für hörgeschädigte Personen mit verschiedenen als solchen bezeichneten Paketen und Angeboten mit Renditeversprechen von bis zu 400% pro Monat vermarktet haben. Im Vertrauen auf dieses Anlagemodell zahlten eine Vielzahl hörgeschädigter Menschen Gelder auf die Konten des Beschuldigten ein. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, den Geschädigten beabsichtigte Investitionen in gewinnbringender Art und die Sicherheit der Geldanlage bewusst wahrheitswidrig vorgespiegelt zu haben. Tatsächlich soll der Beschuldigte die vereinnahmten Gelder in Höhe von über 800.000 Euro nicht wie versprochen angelegt und zum Teil für seinen Lebensunterhalt verwendet haben. Etwa 140.000 Euro der eingezahlten Gelder wurden direkt wieder an andere Anleger ausgezahlt. Der Beschuldigte wurde in dieser Sache am 13. April 2026 aufgrund eines gegen ihn in diesem Verfahren zuvor erlassenen Haftbefehls festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er ist nicht vorbestraft und bestreitet die Tatvorwürfe. Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.