Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Dresden (16. September 2026) – Das landesweite Mitmach-Projekt »Zeig Dein Sachsen!« anlässlich 1.100 Jahre Sachsen geht in die Verlängerung. Aufgrund der enormen Nachfrage wird die Bewerbungsfrist vom 22. September auf den 31. Oktober 2026 ausgeweitet. Bewerbungen können weiterhin über das »Zeig Dein Sachsen!«-Bewerbungsportal unter https://zeigdeinsachsen.mein-wettbewerb.de eingereicht werden. »Der enorme Zuspruch ist beeindruckend und zeigt die starke Verbundenheit der Menschen mit unserer Heimat, unserer gemeinsamen Geschichte und Sprache«, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer. »‘Zeig Dein Sachsen!‘ macht das Verbindende in unserer Gesellschaft sichtbar und ist zugleich Beleg dafür, wie stark der gemeinsame Wille ist, Verantwortung zu übernehmen, eigene Ideen einzubringen und etwas zu bewegen. Das Mitmach-Projekt stiftet Gemeinschaft und stärkt das gemeinsame Heimatgefühl. Ich möchte deshalb alle ermutigen: Zeigen Sie Ihr Sachsen und bewerben Sie sich mit Ihrer Idee!« Mitmach-Projekte im Gesamtvolumen von 400.000 Euro Rund 80 der aus dem gesamten Freistaat eingereichten Projekte haben die Jury überzeugt und können nun im Rahmen von Projekt- und Werbekooperationen mit Unterstützung von »So geht sächsisch.« realisiert werden. Zu den ausgewählten Vorhaben zählen beispielsweise ein digitaler Bienenstock, ein Podcast zu Sachsens vergessener Spitzenküche, die Fertigung eines barocken Männerrocks aus kostbarem Damast – eine Reminiszenz an Sachsens über 360-jährige Tradition der Damastweberei, ein digitaler Erlebnispfad zu 1100 Jahren sächsischer Weinkultur, ein Prototyp für sprechende Holzkunstfiguren, die Neuanfertigung der sorbischen Tracht »Neustädter Brautjungfer«, ein KI-Mosaik und ein Wimmelbuch zu 1.100 Jahre Sachsen sowie viele weitere Ausstellungen, Film- und Buchprojekte sowie Veranstaltungen – allesamt mit Bezug zu 1.100 Jahre Sachsen. Projektkooperationen mit bis zu 5.000 Euro dotiert »Zeig dein Sachsen!« sucht Projekte, die einen inhaltlichen Bezug zum Jubiläum haben und sich mit Themen wie Geschichte, Tradition, Dialekt, Heimat oder Identität auseinandersetzen. Bewerben können sich engagierte Vereine, Institutionen, Organisationen, Unternehmen sowie freiberuflich oder gewerblich tätige Akteurinnen und Akteure. Neben der finanziellen Unterstützung erhalten die von einer Jury ausgewählten Ideen eine zusätzliche Sichtbarkeit und Strahlkraft über die reichweitenstarken Kanäle von »So geht sächsisch.« und werben damit zugleich als Markenbotschafter für das Jubiläumsjahr 2029. Mehr Informationen unter https://www.so-geht-saechsisch.de
  • Verantwortlich: Susanne Lübcke (sl) Ort: Markranstädt (Thronitz), Ringstraße Zeit: 15.09.2026, gegen 07:50 Uhr Am Dienstagmorgen kam es im Markranstädter Ortsteil Thronitz zu einem Dachstuhlbrand, bei dem niemand verletzt wurde. Der Schwelbrand war gegen 7:50 Uhr aus bisher unbekannter Ursache im Bereich des Daches eines Wochenendhauses ausgebrochen. Durch das schnelle Eingreifen der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Markranstädt sowie der Ortsfeuerwehren Gärnitz, Schkölen, Döhlen und Lindennaundorf konnte ein größeres Brandgeschehen verhindert werden. Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und wird hierfür einen Brandursachenermittler zum Einsatz bringen. Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.
  • Chemnitz Auseinandersetzungen beschäftigten Einsatzkräfte Zeit: 14.09.2026 und 15.09.2026 Ort: OT Zentrum (2685) Polizeibeamte kamen am gestrigen Montag und der vergangenen Nacht mehrfach wegen Körperverletzungsdelikten in der Chemnitzer Innenstadt zum Einsatz, wobei die Tatverdächtigen jeweils gestellt werden konnten. Gegen 15:20 Uhr waren Streifenbeamte des Polizeireviers Chemnitz-Nordost zu einem Parkplatz am Marienplatz, hinter dem Karl-Marx-Monument, gerufen worden. Vor Ort stellten die Polizisten jedoch niemanden mehr fest. Bei einer Umfeldabsuche machten sie einen verletzten Mann in der Carolastraße ausfindig. Die Beamten versorgten die Schnittverletzung des Mannes (26/libysch) bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und befragten ihn. Danach wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Im Zuge der Befragung hatte sich herausgestellt, dass es im Vorfeld zum Streit zwischen ihm und einem 19-Jährigen auf dem besagten Parkplatz gekommen war und sich beide wechselseitige Verletzungen zugefügt hatten. Weitere Einsatzkräfte konnten schließlich im Umfeld anhand der Täterbeschreibung einen Tatverdächtigen (19) ausfindig machen. Auch der Gestellte wies Verletzungen auf und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Bei ihm handelt es sich um einen marokkanischen Staatsbürger. Ein Drogenvortest mit ihm reagierte positiv auf Amphetamine und Kokain. Es wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Gegen 18:45 Uhr waren Polizisten und Rettungskräfte zum Schillerplatz sowie in die Straße der Nationen gerufen worden. An der ersten Örtlichkeit trafen Einsatzkräfte der in der Parkanlage auf eine augenscheinlich schwer verletzte Frau (19). Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wurde die 19-Jährige (tunesische Staatsbürgerin) durch die Polizisten erstversorgt. Im Zuge erster Umfeldermittlungen mit unbeteiligten Zeugen stellte sich heraus, dass die junge Frau mit einem Mann in Streit geraten war. Wenig später waren dann augenscheinlich zwei Bekannte des Mannes zu dem Geschehen dazugekommen und schlugen auf die 19-Jährige ein. Als die Angreifer von der Geschädigten abgelassen hatten, flüchtete das Trio. Weitere Einsatzkräfte machten das Trio im Innenstadtbereich ausfindig und stellten sie. Bei den beiden Hauptakteuren handelt es sich um einen 23-Jährigen und 29-Jährigen (syrische Staatsbürger). Bei dem ursprünglichen Streitbeteiligten handelt es sich um einen 27-Jährigen (syrischer Staatsbürger). Es wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung sowie zu den Tathintergründen aufgenommen. Zeitgleich waren an der Zentralhaltestelle drei Männer (21, 24, 30) mit einem Duo (21, 23) nach einem Disput in eine handfeste Auseinandersetzung geraten. Der 23-Jährige (türkischer Staatsbürger) soll dabei den 21-Jährigen (syrischer Staatsbürger) der Dreiergruppe mit einer Glasflasche geschlagen und verletzt haben. Im Zuge des weiteren Geschehens traten und schlugen der 23-Jährige und sein 21-jähriger Landsmann auf die beiden Begleiter des Geschädigten ein und verletzten auch diese. Nachdem beide geflüchtet waren, konnten Einsatzkräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei die beiden Tatverdächtigen am Karl-Marx-Monument stellen. Auch in diesem Fall wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eröffnet. In der Nacht, gegen 02:10 Uhr, kamen Polizisten nochmals nach Hinweisen wegen einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen zum Einsatz. In der Brückenstraße trafen Beamte des Polizeireviers Chemnitz-Nordost auf mehrere Personen, von denen drei Männer (19/marokkanisch, 20/libysch, 26/libysch) leichte bis schwere Verletzungen aufwiesen. Nach dem aktuellen Kenntnisstand war es zwischen den drei Geschädigten zum Streit gekommen. Als der Disput eskalierte, sollen die Streitparteien dann mit Gegenständen aufeinander losgegangen und sich gegenseitig die Verletzungen zugefügt haben. Dem 19-Jährigen wurden dabei Stich- sowie eine Schnittverletzung zugefügt, welche in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Weiterhin lag gegen den 20-Jährigen ein offener Untersuchungshaftbefehl vor. Der 20-Jährige wird heute am zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die Männer sowie zu den konkreten Tatbeteiligungen wurden aufgenommen. (mg) Werkzeuge und Metallschrott gestohlen Zeit: 11.09.2026, 21:00 Uhr bis 14.09.2026, 05:15 Uhr Ort: OT Siegmar (2686) In der Jagdschänkenstraße drangen Unbekannte gewaltsam in eine Firmenhalle ein. Im Inneren öffnete und durchsuchte die Täterschaft mehrere Werkzeugschränke und entwendete verschiedene Werkzeuge im Gesamtwert von ca. 9.500 Euro. Vom Außengelände wurde zusätzlich Metallschrott im Wert von etwa 1.500 Euro gestohlen. Der verursachte Sachschaden beläuft sich auf schätzungsweise 1.000 Euro. (ds) Zwei Unfälle in Folge Zeit: 14.09.2026, 16:35 Uhr Ort: OT Kappel (2687) Eine 36-Jährige befuhr mit ihrem Pkw Renault die Stollberger Straße in stadtauswärtige Richtung und bog nach rechts in die Dr.-Salvador-Allende-Straße ab. Offenbar fuhr sie dabei bei »Rot« und kollidierte mit einer entgegenkommenden Straßenbahn (Fahrer: 44), die stadteinwärts fuhr. Bei dem Unfall verletzte sich die Autofahrerin leicht. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt ca. 18.000 Euro. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Im Anschluss kam es noch zu einem weiteren Unfall. Ein Skoda-Fahrer (37) bremste aufgrund des Unfallgeschehens. Eine nachfolgende Peugeot-Fahrerin (60) fuhr in der Folge auf den Skoda. Der Peugeot war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Es wurde niemand verletzt. (ds) Pkw übersehen? Zeit: 14.09.2026, 11:35 Uhr Ort: OT Bernsdorf (2688) Beim Fahrstreifenwechsel kollidierte ein Lkw Mercedes (Fahrer: 55) auf dem Südring, zwischen Neefestraße und Neubauernweg, mit einem im rechten Fahrstreifen fahrenden Pkw BMW (Fahrer: 36). Der BMW touchierte daraufhin noch einen Lichtmast und war nicht mehr fahrbereit. Der Sachschaden beläuft sich insgesamt auf etwa 24.000 Euro. Verletzt wurde niemand. (ds) Landkreis Mittelsachsen Fahrradfahrer aus Verkehr gezogen Zeit: 14.09.2026, 21:30 Uhr Ort: Freiberg (2689) Eine Streifenwagenbesatzung kontrollierte in der Schönlebestraße aufgrund augenscheinlich unsicherer Fahrweise einen Fahrradfahrer (32/libysch). Ein mit ihm durchgeführter Atemalkoholtest ergab 1,88 Promille. Für den 32-Jährigen folgten eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr und eine Blutentnahme zur Beweismittelsicherung. (ds) Motorrollerfahrerin kam zu Sturz Zeit: 14.09.2026, 09:45 Uhr Ort: Freiberg (2690) Beim Ausfahren aus der Grundstücksausfahrt übersah offenbar eine Autofahrerin (53) in der Wallstraße eine Motorrollerfahrerin (36). Die 36-Jährige wich aus und kam zu Sturz. Sie erlitt leichte Verletzungen. Zu einem Zusammenstoß mit dem Pkw Suzuki war es nicht gekommen. Auf etwa 300 Euro beläuft sich der Sachschaden am Motorroller. (ds) Zwei Mädchen bei Unfall verletzt Zeit: 14.09.2026, 18:10 Uhr Ort: Augustusburg (2691) Eine Skoda-Fahrerin (44) war in der Marienberger Straße unterwegs. In einer mit einer Hecke bewachsenen Kurve auf einem engen Streckenabschnitt kam eine Scooter-Fahrerin (13) entgegen. Die Autofahrerin bremste ab, die Scooter-Fahrerin konnte offenbar nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß gegen den Pkw. Die 13-Jährige und ihre Mitfahrerin (12) kamen zum Sturz und verletzten sich leicht. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt ca. 1.500 Euro. (ds) Erzgebirgskreis Polizei ermittelt nach Auseinandersetzung auf dem Altmarkt Zeit: 14.09.2026, 21:20 Uhr bis 21:35 Uhr Ort: Aue-Bad Schlema, OT Aue (2692) Nach einem zunächst verbalen Streit kam es am Montagabend auf dem Altmarkt zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Nach ersten Erkenntnissen schlugen mehrere Unbekannte auf einen 24-jährigen Mann ein und entfernten sich anschließend in unterschiedliche Richtungen. Der 24-Jährige wurde bei der Auseinandersetzung verletzt. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. (rae) Einsatz von Rettungskräften und Polizei nach Reifenplatzer Zeit: 15.09.2026, 07:55 Uhr Ort: Sehmatal, OT Neudorf (2693) Zwischen Niederschlag und Bärenstein war am Morgen ein mit Grundschülern besetzter Bus MAN (Fahrer: 63) auf der Umleitungsstrecke der B 95 in Richtung Bärenstein unterwegs, als auf dem Pascherweg ein Reifen an der Hinterachse platzte und der Bus aufgrund dessen stoppte. Zum Einsatz kamen Rettungsdienst, Feuerwehr sowie Polizei. Es wurden mit derzeitigem Kenntnisstand 16 Kinder wegen des Verdachts auf ein Knalltrauma zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. 24 Kinder blieben unverletzt und wurden mit einem Ersatzbus abgeholt. Inwieweit die ins Krankenhaus gebrachten Kinder tatsächlich verletzt wurden, wird nun im Zuge der Ermittlungen abschließend geprüft. Ebenso wird geprüft, ob sich weitere Kinder möglicherweise im Nachgang in medizinische Behandlung begeben haben. (ds)
  • Das Kabinett hat heute die überarbeitete Förderrichtlinie Präventiver Kinderschutz und Frühe Hilfen beschlossen. Damit wird die Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung präventiver Kinderschutzmaßnahmen und Früher Hilfen fortgesetzt: mit einem neuen Fokus auf die Sicherung bewährter Strukturen, insbesondere vor dem Hintergrund des Geburtenrückgangs. Sozialministerin Petra Köpping: »Ein gesunder Start ins Leben ist die Grundlage für den gesamt Bildungsweg eines Kindes. Um ein gesundes und gewaltfreies Aufwachsen im gesamten Freistaat zu sichern, brauchen wir daher handlungsfähige Kommunen. Die Programme Präventiver Kinderschutz und Frühen Hilfen haben sich in Sachsen bewährt. Mit der Einführung eines Mindestbetrags als Sockelbetrag für die Mittelverteilung gehen wir nun einen entscheidenden Schritt weiter: Wir sichern die Grundstrukturen – unabhängig von der Bevölkerungsentwicklung – und garantieren, dass jedes Kind im Freistaat die gleichen Chancen erhält. Gleichwertige Lebensverhältnisse dürfen keine Frage der Demografie sein.« Die Angebote des präventiven Kinderschutzes und der Frühen Hilfen nehmen in Sachsen einen hohen Stellenwert ein. Durch die Zusammenarbeit von Fachkräften aus verschiedenen Bereichen in lokalen Netzwerken erhalten Familien individuelle Unterstützung. Familienhebammen, Kinderkrankenpflegende oder einen Familienpaten kommen zu den Familien direkt nach Hause und stärken Eltern in ihrer Erziehungskompetenz. Der Rückgang der Geburtenzahlen und die bisherige Mittelverteilung nach Einwohnerzahlen setzen die bewährten Strukturen unter Druck. Die Novellierung der Förderrichtlinie schafft hier Abhilfe: Ein garantierter Mindestbetrag sichert dauerhaft ein Grundangebot an Frühen Hilfen und präventivem Kinderschutz. Der Freistaat sorgt damit für gleichwertige Lebensverhältnisse und gibt jedem Kind die Chance auf ein gesundes Aufwachsen. Durch die Angebote des präventiven Kinderschutzes und der Frühen Hilfen erhalten Familien ab der Schwangerschaft Beratung und Hilfe in Fragen der Partnerschaft und des Ausbaus elterlicher Beziehungs- und Erziehungskompetenz. Gleichzeitig werden sie bei der Wahrnehmung ihres Erziehungsrechts unterstützt. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen von Anfang an ein gesundes und gewaltfreies Aufwachsen zu ermöglichen sowie Schutzfaktoren zu stärken und ein sicheres Umfeld für Kinder zu schaffen. Damit werden Kinder frühzeitig vor Vernachlässigung, Gewalt oder Missbrauch geschützt, bevor es zu einer akuten Gefährdung kommt. Staatsministerin Köpping abschließend: »Das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen liegt mir am Herzen. Im Entwurf für den neuen Doppelhaushalt 2027/28 sichern wir entsprechende Angebote. Neben der Förderung des präventiven Kinderschutzes und der Frühen Hilfen ist zum Beispiel auch die Jugendpauschale ein wichtiger Baustein. Sie soll um 1 Million auf 16 Millionen Euro pro Jahr angehoben werden. Damit werden konkrete Angebote vor Ort gestärkt, von denen Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien direkt profitieren. Dies war mir ein wichtiges Anliegen.« Hintergrund: Seit Inkrafttreten der Förderrichtlinie Präventiver Kinderschutz und Frühe Hilfen im Jahr 2020 sind die vom Sächsischen Landtag zur Verfügung gestellten Haushaltmittel von 2,6 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro im Jahr 2026 angewachsen. Damit sichern sie einerseits die Angebote der Frühen Hilfen gemeinsam mit den Mitteln des Bundes und finanzieren andererseits den präventiven Kinderschutz. Die Förderung unterstützt damit die Umsetzung der im Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) verankerten Frühen Hilfen. Diese bilden einen wesentlichen Bestandteil zur Unterstützung von Familien ab der Schwangerschaft durch niedrigschwellige und bedarfsgerechte Angebote. Die Mittel werden über die Förderrichtlinie Präventiver Kinderschutz und Frühe Hilfen des Sozialministeriums ausgereicht. Die Landkreise und Kreisfreien Städte können die Mittel an Träger der freien Jugendhilfe weiterleiten, wenn sie die Angebote des präventiven Kinderschutzes und der Frühen Hilfen nicht selbst erbringen. Die Kommunen tragen eine finanzielle Mitverantwortung. Der konkrete Einsatz der Mittel für den präventiven Kinderschutz und die Frühen Hilfen obliegt den Landkreisen und Kreisfreien Städten und wird in der jeweiligen Jugendhilfeplanung festgeschrieben.
  • Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch hat heute (Dienstag, 15. September 2026) Projektideen für die Zukunft des Tourismus in Südwestsachsen vorgestellt. Es handelt sich dabei um Projekte, die am »Ideenwettbewerb« zum Masterplan Südwestsachsen teilnehmen. »Unsere Vision für Südwestsachsen ist es, das Erzgebirge, das Vogtland sowie die Region Chemnitz-Zwickau als eine enge, grenzüberschreitende Reise- und Erlebnisregion im Herzen Europas zu etablieren. Wir sind dabei schon auf einem sehr guten Weg, denn Südwestsachsen verfügt über zahlreiche touristische und kulturelle Projekte mit großer Strahlkraft – vom Sonnenlandpark, Aqua Marien und der Fichtelbergbahn bis hin zum Theater Plauen -Zwickau und zum August-Horch-Museum. Besonders wichtig ist die Wirkung in die Fläche, welche uns Orte wie Oberwiesenthal, Eibenstock und Marienberg zeigen. Mit dem Masterplan Südwestsachsen wollen wir gemeinsam die Region noch weiter voranbringen.«, sagt Tourismusministerin Barbara Klepsch. Im Rahmen des Masterplan-Prozesses für Chemnitz und Südwestsachsen sind nach Angaben des Regionalkonvents bis Ende August insgesamt 120 Projektideen zusammengetragen worden. Fünf Ideen aus dem Bereich Tourismus zeigen exemplarisch, welches Potenzial in der Region steckt. Ein Skisport- und Eventzentrum auf dem Fichtelberg In enger Partnerschaft zwischen der Privatwirtschaft und dem Deutschen Skiverband soll ein hochmodernes Zentrum inklusive Museum entstehen. Dieses Projekt birgt die große Chance, Oberwiesenthal und die gesamte sächsische Mittelgebirgsregion überregional und weit über unsere Grenzen hinaus noch stärker als attraktive Ganzjahresdestination sichtbar zu machen. Die Weiterentwicklung des Areals rund um die Göltzschtalbrücke im Vogtland Als größte Ziegelsteinbrücke der Welt besitzt sie eine enorme identitätsstiftende Kraft für die Menschen in der Region. Hier liegt bereits eine fundierte Machbarkeitsstudie vor. Ziel ist es, dieses einzigartige Denkmal und sein Umfeld zu einem ganzheitlichen Erlebnisraum aufzuwerten. Es soll touristisch entwickelt werden, mit Gastronomie und Übernachtungsangeboten. Innovationszentrum Tourismus an der Dualen Hochschule Sachsen in Breitenbrunn Es soll ein lebendiger Wissens- und Praxiscluster, der die akademische Forschung direkt mit den Akteuren der Tourismuswirtschaft verzahnt, entstehen. VitalRegion Erzgebirge/Vogtland 2030 Das Projekt unterstreicht die Leuchtturmfunktion der Kur- und Erholungsorte. Hier verbindet der Erzgebirgskreis die traditionsreichen Heilbäder und Kurorte der Region mit Krankenhäusern, Hochschulen und mit einer Krankenversicherung. Mit diesem Projekt soll das Thema Gesundheitstourismus, ein wichtiges Standbein in Sachsen, vorangebracht werden. »BIKE Südwestsachsen 2.0« Schon heute erwirtschaftet der Radtourismus in Sachsen einen Bruttoumsatz von über 600 Millionen Euro jährlich und gibt knapp 12.000 Menschen Lohn und Brot. Auf Initiative der Wirtschaftsförderung Erzgebirge und zahlreicher regionaler Akteure aus dem Erzgebirge, dem Vogtland und der Chemnitz.Zwickau.Region wurde für die Bike-Region das Projekt »BIKE Südwestsachsen 2.0« erarbeitet, um die Region zu einem führenden, grenzüberschreitenden Tourismus- und Bike-Cluster zu entwickeln. Dazu gehören Vorhaben am Fichtelberg, Rabenberg und in Schöneck sowie eine engere Vernetzung über die Grenzen hinweg mit Tschechien, Bayern und Thüringen. »Die genannten Projekte stehen beispielhaft für die weitere Umsetzung des Masterplans Tourismus in Südwestsachsen. Eine touristische Infrastruktur ist dabei auch immer eine Steigerung der Lebensqualität der Menschen vor Ort. Wir wollen gemeinsam mit ihnen dafür sorgen, dass die Stärken der Region sichtbar werden und daraus neue Chancen entstehen. Welche Rolle der Tourismus dabei als Wirtschaftskraft spielt, zeigt allein die beeindruckende Zahl von 190.000 Menschen, die in ganz Sachsen direkt und indirekt vom Tourismus leben. Das aktuelle Sparkassen-Tourismusbarometer weist für Sachsen einen touristischen Umsatz von rund 9,8 Milliarden Euro aus.«, sagt Ministerin Klepsch weiter. Südwestsachsen verfügt dabei über eine hohe touristische Strahlkraft. Allein die Tourismusregion Erzgebirge verzeichnete im Jahr 2025 nach den Zahlen im Wirtschaftsfaktor Tourismus vier Millionen Übernachtungen (dwif). Damit belegt das Erzgebirge den dritten Platz bei den Übernachtungen nach Dresden und Leipzig im gesamten Freistaat Sachen. Diese Beliebtheit generiert im Erzgebirge einen jährlichen touristischen Bruttoumsatz von ca. 935 Millionen Euro und sichert das Primäreinkommen für rund 20.000 Menschen vor Ort. Ebenso erfolgreich präsentiert sich das sächsische Vogtland. Laut den Zahlen im Wirtschaftsfaktor Tourismus (dwif) wurden 2025 2,2 Millionen Übernachtungen im sächs. Vogtland verzeichnet. Dies führte zu einem Bruttoumsatz von ca. 356 Millionen Euro und sichert das Einkommen von knapp 9.000 Menschen. Dass die Qualität der Angebote stimmt, beweist die hohe Gästezufriedenheit: Das Erzgebirge erreicht hervorragende 86,4 Punkte und das Vogtland 85,8 Punkte im Kundenzufriedenheitsindex. In Südwestsachsen sind zudem die Investitionen aus dem Programm Ganzjahrestourismus des sächsischen Tourismusministeriums verstärkt eingesetzt worden. In den Jahren 2023 bis 2024 wurden in der Region rund 5,6 Millionen Euro investiert und aus PMO-Mitteln 2,8 Millionen Euro. Erst in der vergangenen Woche erhielten ein Unternehmen in Grünhainichen und eines in Freiberg eine Förderung aus dem Programm von insgesamt rund 257.000 Euro. Im Jahr 2026 werden für den gesamten Freistaat zwei Millionen Euro aus dem Programm bereitgestellt. Mit dem Förderprogramm für den Ganzjahrestourismus werden Tourismusbetriebe in Sachsen unterstützt, um sich auch in Zukunft erfolgreich aufzustellen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigen Tourismusbetriebe in Sachsen weitere saisonunabhängige Angebote. Das Programm unterstützt Investitionen, die entweder neu errichtet werden, deren Kapazität ausgebaut wird oder die zusätzlichen Produkte und Dienstleistungen in die Tourismusregion bringen. Für die Kulturhauptstadt-Legacy von Chemnitz stehen für 2026 zusätzlich 900.000 Euro zur Verfügung. Im Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt sind für 2027 1,5 Millionen Euro und für 2028 insgesamt 900.000 Euro eingeplant.