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Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Landkreis Zwickau: Hoher Vermögensschaden aufgrund eines Anlagebetrugs
Verantwortlich: Stephan Häuser, Martin Küster, Karolin Hemp Ausgewählte Meldung Hoher Vermögensschaden aufgrund eines Anlagebetrugs Zeit: Januar 2026 bis Mai 2026 Ort: Landkreis Zwickau Unbekannte Betrüger brachten eine Rentnerin um einen hohen Geldbetrag. Eine 77-jährige Geschädigte wurde im Internet auf ein vermutlich KI-generiertes Video aufmerksam, in welchem sich »Prominente« über Finanzen unterhielten. Über einen Link kam es zur Kontaktaufnahme mit den vermeintlichen Betrügern. Diese meldeten sich telefonisch bei der Geschädigten. In der Folge überwies die Frau mehrfach Geld auf ausländische Konten, wodurch ein Vermögensschaden in Höhe von insgesamt 50.750 Euro entstand. Die Polizei rät: Seien Sie stets misstrauisch im Fall von Onlineanlagen, bei denen unrealistisch hohe Gewinne versprochen werden. Prüfen Sie genau die Glaubwürdigkeit von Kapitalanlagen, bevor Sie Geld investieren. Weitere Hinweise zu derartigen Betrugsmaschen finden Sie auf der Internetseite der Polizei Sachsen: www.polizei.sachsen.de. (sh) Landkreis Zwickau Auffahrunfall mit einer leicht verletzten Person Zeit: 08.05.20126, 07:15 Uhr Ort: Zwickau, OT Schedewitz Bei einem Verkehrsunfall wurde eine Person leicht verletzt. Freitagmorgen befuhr eine 36-jährige Deutsche mit ihrem Smart die rechte Fahrspur der Muldestraße stadteinwärts. In Höhe des Krebsgrabens fuhr sie auf den Ford einer 21-Jährigen auf, welche bei Rot an der Lichtzeichenanlage hielt. Die Ford-Fahrerin wurde leicht verletzt und es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 4.000 Euro (sh) Pkw kollidierte mit geparktem Fahrzeug Zeit: 08.05.2026, 22:49 Uhr Ort: Zwickau, OT Pölbitz Im Ortsteil Pölbitz ereignete sich ein Verkehrsunfall mit einer Leichtverletzten und hohem Sachschaden. Am Freitagabend befuhr eine 42-jährige Skoda-Fahrerin die Dorotheenstraße von der Alfred-Schön-Allee in Fahrtrichtung Franz-Mehring-Straße. Kurz nach einem Bahnübergang kam sie nach rechts von der Fahrspur ab und kollidierte mit einem ordnungsgemäß geparkten Seat. Der Skoda war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden beträgt 20.000 Euro. Die 42-Jährige verletzte sich beim Unfall leicht. (mku/kh) Radfahrerin von Pkw erfasst Zeit: 08.05.2026, 11:00 Uhr Ort: Fraureuth Eine 80-Jährige wurde bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt. Freitagmittag befuhr eine 80-Jährige mit ihrem Pedelec den farblich getrennten Rad- und Fußweg neben der Hauptstraße entgegen der Fahrtrichtung. Zwischen Ziegelstraße und der Straße Am Park wechselte sie die Straßenseite, um den getrennten Rad- und Fußweg weiter nutzen zu können. Beim Überqueren der Straße wurde Sie von einem 39-jährigen Ukrainer erfasst, welcher mit seinem Daewoo die Hauptstraße in stadteinwärtige Richtung fuhr. Die 80-Jährige wurde leicht verletzt und es entstand Sachschaden in Höhe von 100 Euro. Der Ukrainer war nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. (sh/kh) Einbruch in Garage – Zeugen gesucht Zeit: 03.05.2026, 18:00 Uhr bis 08.05.2026, 13:45 Uhr Ort: Meerane Mehrere Reifensätze wurden aus einer Garage entwendet. Unbekannte Täter drangen zwischen Sonntagabend und Freitagmittag gewaltsam in eine Garage an der Höckendorfer Straße ein und entwendeten fünf Pkw-Reifensätze. Dabei entstand ein Sachschaden von 250 Euro. Der Stehlschaden kann mit 6.000 Euro beziffert werden. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, wird gebeten, das Polizeirevier in Glauchau unter 03763 640 zu kontaktieren. (sh/kh) Einbruch in Getränkefachmarkt – Zeugen gesucht Zeit: 08.05.2026, 18:45 Uhr bis 09.05.2026, 07:45 Uhr Ort: Meerane Unbekannte hinterließen hohen Sachschaden. In der Nacht von Freitag zu Samstag drangen unbekannte Täter gewaltsam in einen Getränkefachmarkt an der Straße Am Merzenberg ein. Die Täter traten die Tür zu den Büroräumen auf und durchsuchten diese. Zudem wurde der Kassenbereich durchwühlt und die Kasse beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf 4.700 Euro und der Stehlschaden kann mit 100 Euro beziffert werden. Wer Hinweise zu den Tätern geben kann oder verdächtige Personen oder Fahrzeuge festgestellt hat, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, wird gebeten das Polizeirevier in Glauchau unter 03763 640 zu informieren. (sh) -
Abgelenkt und beklaut
Autobahnpolizeirevier Bautzen __________________________________ Abgelenkt und beklaut BAB 4, Dresden - Görlitz, Rasthof Dresdner Tor 08.05.2026, 19:00 Uhr Ein 59-Jähriger wurde in der Nacht zu Samstag Opfer eines Diebstahls. Durch zwei männliche, derzeit unbekannte Personen wurde der LKW-Fahrer auf dem Parkplatz Dresdner Tor (Süd) aus seinem Fahrzeug gelockt und abgelenkt. Währenddessen entwendeten die Täter aus dem Fahrzeug persönliche Dokumente sowie Bargeld in Höhe von rund 1.200 Euro. Der Fahrer bemerkte den Diebstahl erst auf der Raststätte Oberlausitz-Süd und informierte daraufhin die Polizei. Landkreis Bautzen Polizeireviere Bautzen/Kamenz/Hoyerswerda ____________________________________________ Pkw weg Bautzen, Jan-Skala-Straße 07.05.2026, 17:30 Uhr - 08.05.2026, 6:15 Uhr In der Nacht zu Freitag haben Unbekannte einen blauen Mazda 3 an der Jan-Skala-Straße in Bautzen entwendet. Nach dem Pkw wird gefahndet. Der Stehlschaden belief sich auf rund 6.000 Euro. Die Soko Kfz ermittelt. Unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln… Großpostwitz, OT Eulowitz, Oppacher Straße 08.05.2026, 19:00 Uhr … war ein Mercedes-Fahrer am Freitagabend auf der Oppacher Straße in Eulowitz unterwegs. Der 59-jährige deutsche PKW-Lenker gelangte in eine Kontrolle. Die Ordnungshüter führten einen Drogenschnelltest durch, welcher positiv auf Cannabis reagierte. Eine Blutentnahme war die Folge. Die Ordnungshüter fertigten eine Anzeige. Pkw vs. Moped Hoyerswerda, B96/Alte-Berliner-Straße/S234 08.05.2026, 13:39 Uhr Am Freitagmittag kam es im Kreisverkehr Bundesstraße 96/ Staatsstraße 234 in Hoyerswerda zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Kleinkraftrad der Marke Simson. Hierbei fuhr der 59-jährige Pkw-Lenker in den Kreisverkehr ein und übersah offenbar den 15-jährigen Simson-Fahrer. Es kam zur Kollision. Es entstand Sachschaden an beiden Kraftfahrzeugen in Höhe von knapp 500 Euro. Der Moped-Lenker wurde leicht verletzt. Beamte nahmen den Unfall auf. Landkreis Görlitz Polizeireviere Görlitz/Zittau-Oberland/Weißwasser ________________________________________ Vandalismus an einer Haltestelle Weißwasser, Schwerer Berg 04.05.2026, 11:00 Uhr - 07.05.2026, 11:30 Uhr Unbekannte haben im Zeitraum von Montag- bis Donnerstagmittag die Holzverkleidung einer Haltestelle der Waldeisenbahn am Schwerer Berg in Weißwasser zerstört. Die Täter verursachten einen Sachschaden von rund 3.000 Euro. Die eingesetzten Ordnungshüter nahmen den Sachverhalt auf und der örtliche Kriminaldienst ermittelt. Verkehrskontrollen… Ebersbach/Sachsen, Spreedorfer Straße 08.05.2026, 16:15 Uhr Görlitz, Zittauer Straße 09.05.2026, 00:20 Uhr … deckten im Landkreis Görlitz mehrere Verstöße auf. Die Beamten stellten unter anderem einen 16-jährigen deutschen Staatsbürger am Freitagnachmittag in Ebersbach fest, welcher einen E-Scooter ohne den dafür erforderlichen Versicherungsschutz führte. In den Nachtstunden führten die Ordnungshüter des Polizeireviers Görlitz Kontrollen durch, wobei ein 64-jähriger Opel-Fahrer offenbar alkoholisiert in der Neißestadt unterwegs war. Dieser pustete einen Wert von 0,54 Promille, woraufhin die Weiterfahrt untersagt wurde. Ein Bußgeldbescheid wird die Folge sein. Vier auf einen Streich Görlitz, Jauernicker Straße 03.05.2026, 13:00 Uhr - 08.05.2026, 18:00 Uhr In den vergangenen Tagen haben Langfinger insgesamt vier Fahrräder aus einem Keller an der Jauernicker Straße in Görlitz entwendet. Die Täter verschafften sich Zutritt zu einem Mehrfamilienhaus und ließen die Drahtesel mitgehen. Durch die Diebstahlshandlung entstand ein Vermögensschaden in Höhe von knapp 350 Euro. Sachschaden ist nicht entstanden. Der Kriminaldienst des Polizeireviers Görlitz übernimmt die weiteren Ermittlungen. -
Eröffnung der Sonderausstellung »UNIVERSUM Dresden. Der Filmemacher und Filmsammler Ernst Hirsch« in Kooperation mit der SLUB Dresden
Anlässlich des 90. Geburtstags des Kameramanns, Regisseurs und Sammlers Ernst Hirsch widmen die Museen der Stadt Dresden - Technischen Sammlungen seinem Lebenswerk die umfassende Sonderausstellung UNIVERSUM Dresden. Der Filmemacher und Filmsammler Ernst Hirsch. Im Jahr 2025 hatte Ernst Hirsch seine umfangreiche Film- und Gerätesammlung an die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) und die Museen der Landeshauptstadt Dresden übergeben, um das kulturelle Erbe für die Öffentlichkeit, für Forschung und Vermittlung an nachfolgende Generationen zu sichern. Eröffnet wird die Ausstellung am 8.5.2026, anschließend ist sie bis zum 25.10.2026 in den Technischen Sammlungen Dresden (Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden) zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 9 bis 17 Uhr, samstags, sonntags 10 bis 18 Uhr Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch betont: »Wenn wir über Ernst Hirsch sprechen, sprechen wir über das »Auge Dresdens«. Wir blicken nicht nur auf die Bilder einer Stadt, sondern in die filmische Seele unserer Heimat. Über Jahrzehnte hinweg hat er mit unermüdlicher Leidenschaft Momente festgehalten, die längst verblasst wären. Seine Sammlung ist weit mehr als ein privates Archiv; sie ist ein nationales Kulturgut von unschätzbarem Wert für Sachsen. Ich danke Ernst Hirsch für sein unermüdliches Schaffen und sein Lebenswerk. Der SLUB und den Technischen Sammlungen danke ich, dass sie diesen einzigartigen Schatz zugänglich machen und uns insbesondere durch diese Ausstellung einen umfassenden, besonderen Einblick in die Geschichte Dresdens als Landeshauptstadt des Freistaates ermöglichen.« Chronist und Bewahrer des Mediums Film Ernst Hirsch hat das visuelle Gedächtnis der Stadt Dresden geprägt wie kaum ein anderer. 1936 in Dresden geboren, trug er über mehr als sieben Jahrzehnte hinweg einen einzigartigen Schatz an Dokumentarfilmen zusammen – Amateur- und Werbefilme der 1920er und 1930er Jahre sowie Nachrichten- und Dokumentarfilme, die er seit 1952 selbst gedreht hat. Immer stand Dresden im Fokus, die Stadt und ihre historischen Bauten, Zerstörung 1945 und Wiederaufbau, Kunst und Musik und vor allem der Alltag der Menschen auf den Straßen und in den privaten Räumen des Dresdner Bürgertums. Die Ausstellung gewährt einen facettenreichen Einblick in das alte und das neue Dresden über mehr als ein ganzes Jahrhundert. Zum ersten Mal werden die bewegenden Filmaufnahmen von Gesprächen mit aus Dresden stammenden Jüdinnen und Juden gezeigt, die Ernst Hirsch 1997 in Israel führte. In kurzen Videos stellt Ernst Hirsch zudem die besonderen Schätze seiner Kamerasammlung vor. An mehr als 20 Filmstationen können die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung erleben, wie wertvoll der Film als historische Quelle ist. Sie können eine Straßenbahn durch das Dresden der 1920er Jahre steuern und dabei zahlreiche Alltagsszenen beobachten. Sie entdecken die offizielle Kunstwelt und die inoffizielle Kunstszene der DDR, denn in beiden war Ernst Hirsch mit der Kamera unterwegs. Und sie können sehen, wie er in den Jahren nach der Deutschen Einheit zu einem Star der Dresdner Öffentlichkeit wurde, mit den Filmen aus dem Alten Dresden ebenso wie mit seiner ansteckend optimistischen Langzeitdokumentation über den Wiederaufbau der Frauenkirche. Für die Ausstellung hat die SLUB Dresden zahlreiche Filme aus der Sammlung Ernst Hirsch zur Verfügung gestellt und diese zum Teil eigens dafür digitalisiert. Katrin Stump, Generaldirektorin der SLUB Dresden, erklärt: »Die Ausstellung würdigt Ernst Hirschs herausragende Leistungen als Filmsammler und Filmemacher in beeindruckender Weise. Bereits ein Jahr nach der Sammlungsübernahme können wir einen Teil dieses Schatzes der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Nachdem wir schon in der Pilotphase des Landesprogrammes SAVE mehr als 50 Filmrollen digital zugänglich machen konnten, erschließen und digitalisieren wir nun die gesamte Filmsammlung. Die Öffentlichkeit darf sich also auf weitere Hirsch-Highlights freuen.« Die Ausstellung wird von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und von der Volker-Homann-Stiftung gefördert. -
Ergebnisse der 106. Umweltministerkonferenz in Leipzig
Im Rahmen der Umweltministerkonferenz (UMK) am Freitag (8.5.) in Leipzig haben die Ressortchefinnen und -chefs von Bund und Ländern über aktuelle umweltpolitische Themen beraten, unter anderem über die Stärkung der Wasserresilienz, den Schutz der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur und über nachhaltige Strategien zur Anpassung an den Klimawandel. Ein weiteres Thema war die praxisgerechte Umsetzung des EU-Umweltstrafrechts in deutsches Recht. Darüber hinaus wurde die Frage der Finanzierung und Förderung von Klima- und Naturschutz erörtert. Zudem wurden Beschlüsse im Bereich Immissionsschutz sowie Ressourceneffizienz gefasst. Sachsens Umweltminister und UMK-Vorsitzender Georg-Ludwig von Breitenbuch: »Der Schutz unserer Lebensgrundlagen, ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen sowie die Anpassung an den Klimawandel sind die zentralen Aufgaben einer modernen Umweltpolitik. Für diese Herausforderungen braucht es gemeinsame Lösungen und vorausschauendes Handeln. In diesem Geist haben wir heute auf der Umweltministerkonferenz intensiv beraten. Ich freue mich, dass wir einstimmige Beschlüsse zum zukünftigen Wassermanagement gefasst haben. Denn uns allen ist klar: der Umgang mit dieser wichtigen Ressource ist eine Zukunftsaufgabe, die uns alle betrifft und die wir nur mit gemeinsamer Kraft meistern können. Dazu gehört auch die Bewältigung der wasserwirtschaftlichen Folgen in den ehemaligen Braunkohlegebieten, um nach dem Ende des Kohleabbaus Verhältnisse herzustellen, die einen sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalt ermöglichen.« Bundesumweltminister Carsten Schneider: »Wälder, Flüsse und Auen sind die unverzichtbare natürliche Infrastruktur Deutschlands. Sie sorgen für Wasser, Nahrung, Kühlung und saubere Luft. Wir müssen sie ebenso fit für die Zukunft machen wie Brücken, Straßen oder Stromleitungen. Mit dem neuen Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur will ich den Naturschutz verbessern und natürliche Lebensräume als Netz stärken. Mein Vorschlag ist: Wer die Verkehrs- und Energieinfrastruktur ausbaut und eine Kompensation zahlt, investiert damit in die natürliche Infrastruktur. Ziel muss sein, dass wir am Ende mehr intakte Natur haben: Besser vernetzt, schneller geplant und realisiert und dann sehr gut gemanagt. Ich freue mich über den Rückenwind der Länder, den das neue Gesetz in Leipzig bekommen hat.« Einstimmig haben sich die Länder für eine effektivere Bekämpfung der Umwelt- und Klimakriminalität ausgesprochen. »Um die wachsende Umweltkriminalität zurückzudrängen, müssen wir vor allem den Vollzug stärken. Unsere Polizei und Justiz brauchen die richtigen Instrumente, um Umweltkriminalität wirksam zu bekämpfen, nicht zusätzliche Bürokratie«, sagte Hessens Umweltminister Ingmar Jung. Insbesondere der illegale Handel mit fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen), müsse konsequent unterbunden werden, sagte Jung und begründete den Beschlussvorschlag Hessens, dem sich alle Länder anschlossen: »Dieser Schwarzmarkt verursacht erhebliche ökologische Schäden und schadet den legal wirtschaftenden Unternehmen.« Als Sprecher der Unions-Länder sprach sich Jung erneut gegen die EU-Wiederherstellungsverordnung in ihrer derzeitigen Form aus. Diese müsse durch eine praxistaugliche und finanziell tragfähige Regelung zum Schutz der Natur und Biodiversität ersetzt werden. »Was wir brauchen sind zukunftsfähige, klimastabile Ökosysteme und keine rückwärtsgerichtete Bürokratiemonster«, gab Jung zu bedenken. Die B-Länder setzten sich auch dafür ein, auf neue zentralistische EU-Vorgaben mit umfangreichen Berichts- und Monitoringpflichten zu verzichten und stattdessen bestehende regionale und kommunale Strukturen zu stärken. Zudem wollen die Länder die Resilienz von Städten und Ballungsräumen gezielt stärken und Maßnahmen wie Entsiegelung, Begrünung, wassersensible Stadtentwicklung und den Erhalt stadtnaher Ökosysteme gezielt fördern. Dr. Till Backhaus, Umweltminister Mecklenburg-Vorpommern: »Die Umweltministerkonferenz hat deutlich gemacht: Klima-, Wasser- und Meeresschutz gehören zusammen. Wir erleben zunehmend Extremwetterereignisse, längere Trockenphasen und einen wachsenden Nutzungsdruck auf unsere natürlichen Ressourcen. Deshalb müssen wir unsere Wasserresilienz stärken und unsere natürlichen Lebensgrundlagen besser schützen. Für Deutschland bedeutet das auch: mehr wirksamen Meeresschutz. Nord- und Ostsee gehören zu den am stärksten belasteten Meeresregionen Europas. Hinzu kommt eine enorme Altlast: Allein in der deutschen Ostsee werden hunderttausende Tonnen Weltkriegsmunition vermutet. Über Jahrzehnte korrodieren diese Kampfmittel am Meeresgrund und setzen bereits heute Schadstoffe frei. Deshalb ist die Munitionsbergung eine zentrale Aufgabe für den Schutz unserer Meere. Klar ist aber auch: Meeresschutz darf nicht zur Zerstörung unserer Küstenfischerei führen. Die Zahl der Betriebe in der Kutter- und Küstenfischerei ist in den vergangenen Jahrzehnten massiv zurückgegangen. Das zeigt, wie sensibel wir hier abwägen müssen. Unser Ziel bleibt, Meeresschutz und Fischerei gemeinsam zu denken – nicht gegeneinander auszuspielen. Die Erfahrungen mit den jüngsten Walstrandungen haben außerdem gezeigt, dass Deutschland künftig besser vorbereitet sein muss. Mecklenburg-Vorpommern setzt sich deshalb für einen länderübergreifenden Runden Tisch Walstrandungen ein. Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee soll bis zur Herbst-UMK 2026 konkrete Vorschläge für abgestimmte Verfahren und klare Zuständigkeiten vorlegen. Ebenso wichtig bleibt die Bergung der Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee. Der Bund hat hierfür bereits ein Sofortprogramm über 100 Millionen Euro aufgelegt. Jetzt braucht es dauerhaft verlässliche Finanzierung, klare Zuständigkeiten und deutlich mehr Tempo. Wir reden hier über eine Generationenaufgabe von nationaler Bedeutung.« Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt richtet einen Fokus auf den schlechten Zustand der Meere: »Wir müssen an die Ursachen ran. Die letzten Wochen haben Millionen Menschen weltweit einem gestrandeten Wal die Daumen gedrückt, dennoch war es heute nicht möglich, sich einstimmig für ein starkes Meeresschutzpaket in Bund und EU einzusetzen. Das zeigt ein Grundproblem des Natur- und Meeresschutzes: Oft gelingt der Brückenschlag zwischen dem Mitgefühl für ein leidendes Tier und konkretem Schutz für seinen Lebensraum nicht. Immerhin hat eine breite Länderallianz ihre Haltung in einer Stellungnahme für besseren Schutz der Meere deutlich gemacht. Dazu gehören mehr Schutzgebiete, eine strengere Regulierung der Industriefischerei und die Bergung von Geisternetzen und Munitionsaltlasten. Positiv hervorheben möchte ich außerdem, dass die UMK sich einstimmig für eine starke Finanzierung des Naturschutzes durch die künftige Agrarförderung ausgesprochen hat. Die aktuellen Kürzungsdiskussionen auf europäischer Ebene sind nichts anderes als ein Angriff auf das Prinzip des kooperativen Naturschutzes in der Landwirtschaft. Wichtig ist den Ländern auch, dass künftig Ersatzgelder aus der Eingriffsregelung in den Ländern genutzt werden. Die Vorschläge aus dem Infrastrukturzukunftsgesetz zu einer praxisfernen Vereinnahmung durch den Bund lehnen wir ab. « Mit Blick auf die aktuelle Lage sagt Goldschmidt weiter: »Wir sind mitten in einer fossilen Inflation und spüren unsere soziale und wirtschaftliche Abhängigkeit deutlich. Das Klimaschutzprogramm des Bundes ist ein Minimum dessen, was jetzt erforderlich ist. Klimaschutz ist Sozialpolitik.« Sachsen ist in diesem Jahr Vorsitzland der Umweltministerkonferenz. Die Herbsttagung findet vom 25.-27. November in Bad Schandau statt. -
Zeithain/Bobersen: Instandsetzung Elbedeich abgeschlossen - Radwegumleitung aufgehoben
Die Sanierung des Elbedeiches im Zeithainer Ortsteil Bobersen ist abgeschlossen, so dass der Radweg wieder genutzt werden kann. Die Hochwasser der vergangenen Jahre (2002, 2006, 2013) hatten dem Bauwerk an der Elbe stark zugesetzt. Eine Deichzustandsanalyse hatte ergeben, dass der Deich erhebliche Schäden aufwies, die eine Instandsetzung nötig machten. Die Arbeiten begannen im Oktober 2024 und kosteten knapp zwei Millionen Euro. Sie wurden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) aus Mitteln von Bund und Land finanziert. Der Deich wurde auf einer Länge von rund 1,3 Kilometern saniert. Dabei wurden Schäden behoben, die Hochwasserschutzanlage an das aktuell gültige Regelwerk angepasst, Höhenunterschiede an die angrenzenden Deichabschnitte angeglichen und eine Deichscharte zurückgebaut. Das ursprüngliche Schutzniveau blieb dabei erhalten. Außerdem wurde eine Rohrleitung, die die Trasse des Deiches quert, regelkonform hergestellt. Eigentümer der Rohrleitung ist die Gemeinde Zeithain, die sich an den Kosten dafür beteiligte. Der Deich erhielt zudem einen Deichverteidigungsweg. Dieser wurde so ausgebaut, dass er zwischen der Bahnbrücke und den unteren Elbhäusern als Radweg genutzt werden kann. Die Stadt Riesa beteiligte sich an der Finanzierung der Radweganbindung an den vorhandenen Radweg nach Gohlis. Die Gemeinde Zeithain beteiligte sich am Neubau der Radweganbindung von der Elbwiesenstraße zum Deichverteidigungsweg. Auch die rund 150 Meter lange Pappelallee entlang des Deiches konnte unter Berücksichtigung des Mindestabstandes zum Deichfuß weitestgehend erhalten bleiben. Als Ausgleichsmaßnahme wurde das Wehr Obermühle in der Freiberger Mulde so umgebaut, dass es wieder für Fische durchgängig passierbar ist. Für die Bauzeit erhielt der Baubereich zudem einen temporären Reptilienschutzzaun mit Überfahrmöglichkeiten für Radfahrer, den landwirtschaftlichen Verkehr und den Bauverkehr. In mehreren Gängen wurden seit dem Frühjahr 2024 Reptilien im Inneren der Umzäunung abgesammelt und in benachbarte Deichabschnitte umgesetzt. Die Deichinstandsetzung wurde mit dem Kreisumweltamt, der Stadt Riesa und der Gemeinde Zeithain abgestimmt. Die Arbeiten wurden von einer ökologischen Baubegleitung betreut.