Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • verantwortlich: Norman Jacobi (nj) Schwerer Unfall mit Verletzten Gaußig, OT Doberschau-Gaußig, Seitschener Straße 15.05.2026, 21:50 Uhr Eine 26-jährige VW-Fahrerin fuhr am Freitagabend die Alte Bautzener Straße aus Richtung Brösang kommend in Richtung Gaußig. Eine weitere 20-jährige VW-Fahrerin fuhr in entgegengesetzter Richtung und beabsichtigte vor der 26-Jährigen in die Seitschener Straße einzubiegen. Dabei kam es zum Frontalzusammenstoß beider Pkw. Der VW der 20-Jährigen wurde durch den Zusammenstoß gegen einen Betonpfeiler eines angrenzenden Grundstückes geschleudert. Beide deutschen Fahrerinnen wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verlegt. Die Fahrzeuge mussten beide abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 17.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen führt der Verkehrs- und Verfügungsdienst Bautzen. Landkreis Bautzen Polizeireviere Bautzen/Kamenz/Hoyerswerda ____________________________________________ Alkoholfahrt mit Folgen Bautzen, Wilthener Straße 15.05.2026, 10:20 Uhr Beamte des Bautzener Reviers haben am Freitagvormittag einen Pkw in Bautzen auf der Wilthener Straße kontrolliert. Bei der Kontrolle konnten die Beamten bei dem 69-jährigen Ford-Fahrer Alkoholgeruch wahrnehmen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,64 Promille. Die Folge war eine Blutentnahme und die Sicherstellung des Führerscheins. Zudem wurden die Fahrzeugschlüssel sichergestellt. Der Ford-Fahrer muss sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten. Graffiti an Firmenfassade Pulsnitz, OT Oberlichtenau, Pulsnitzstraße 15.05.2026, 00:30 Uhr bis 01:30 Uhr Durch unbekannte Täterschaft wurde in den frühen Freitagmorgenstunden ein großes Graffiti an die Fassade eines Gebäudes an der Pulsnitzstraße in Oberlichtenau geschmiert. Der Sachschaden belief sich auf rund 1.000 Euro. Die Ermittlungen wurden durch den örtlichen Kriminaldienst aufgenommen. Erfolgreiche Feststellung Wittichenau, Osslinger Chaussee 15.05.2026, 19:35 Uhr Eine Streife des Revier Hoyerswerda ging am Freitagabend einem Zeugenhinweis nach. Auf der Osslinger Chaussee in Wittichenau konnte ein VW kontrolliert werden, dessen Fahrer offenbar unter Einfluss von Alkohol fahren sollte. Bei dem 45-jährigen VW-Lenker wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt, welcher einen Wert von umgerechnet 0,66 Promille ergab. Die Weiterfahrt wurde dem Fahrzeugführer untersagt. Ein Bußgeldbescheid wird die Folge für den deutschen VW-Fahrer sein. Landkreis Görlitz Polizeireviere Görlitz/Zittau-Oberland/Weißwasser ________________________________________ Fahrräder entwendet Neißeaue, OT Deschka, Auenstraße 14.05.2026, 13:00 Uhr - 18:00 Uhr In der Nacht zu Freitag wurden auf der Auenstraße in Deschka zwei hochwertige Fahrräder entwendet. Unbekannte brachen in den Schuppen des Geschädigten ein und ließen zwei Drahtesel mitgehen. Es entstand ein Stehlschaden von circa 2.250 Euro und ein Sachschaden von rund 100 Euro. Der Kriminaldienst Görlitz übernahm die Ermittlungen. Ohne Versicherung unterwegs Zittau, Friedensstraße 16.05.2026, 01:10 Uhr Ein 33-jähriger E-Scooter-Fahrer ist in der Nacht zu Freitag in eine Verkehrskontrolle auf der Friedensstraße in Zittau geraten. Dabei konnten die Beamten feststellen, dass der polnische Staatsangehörige ohne gültige Versicherung unterwegs war. Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt und fertigten eine Anzeige. Alkohol am Steuer Krauschwitz, OT Podrosche, Grenzübergang 15.05.2026, 21:44 Uhr Ein 37-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger ist am Freitagabend mit seinem Nissan durch Beamte der Bundespolizei am Grenzübergang Podrosche kontrolliert worden. Er hatte vor der Fahrt offenbar zu tief ins Glas geschaut. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet 1,52 Promille. Der Sachverhalt wurde an die Beamten des Polizeirevier Weißwasser übergeben. Der Mann begleitete die Ordnungshüter zur Blutentnahme. Die Weiterfahrt wurde untersagt und der Führerschein wurde sichergestellt. Er wird sich wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr verantworten müssen.
  • Verantwortlich: Christina Friedrich, Julius Jonack, Jean-Paul Lüdtke, Annekatrin Liebisch Ausgewählte Meldung Aus Schwarz wird Silber Zeit: 15.05.2026, 17:00 Uhr bis 16.05.2026, 00:25 Uhr Ort: Werdau, OT Steinpleis Mittels Farbspray wurde ein Pkw unberechtigt umlackiert. Zwischen Freitagnachmittag und Samstagnacht stellte ein Bürger seinen schwarzen Ford Focus in einer Waschbox an der Stiftstraße ab. Als er wieder zu seinem Fahrzeug kam, war dieser vollständig mittels silbernem Farbspray besprüht. Dies ließ sich auch nicht ohne Weiteres wieder entfernen. Zumindest die Scheiben und Scheinwerfer konnten von der Farbe befreit werden, sodass der Mann weiterfahren konnte. Ihm entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 5.000 Euro. Haben Sie im Tatzeitraum jemanden beobachtet, der sich an dem Fahrzeug zu schaffen machte oder mit silbernen Spraydosen im Bereich unterwegs war? Hinweise nimmt das Polizeirevier Werdau unter der Telefonnummer 03761 7020 entgegen. (jj) Vogtlandkreis Motorraddiebstahl Zeit: 14.05.2026, 08:30 Uhr bis 16.05.2026, 01:00 Uhr Ort: Pöhl, OT Jocketa Unbekannte Täter entwendeten eine Aprilia aus einer Tiefgarage. Zwischen Donnerstagvormittag und Samstagnacht gelangten Diebe in eine Tiefgarage auf der Bahnhofstraße. Dort hatte ein Anwohner seine Aprilia mit Lenkradschloss und Wegfahrsperre gesichert abgestellt. Bislang ist noch unklar, wie die Täter das Motorrad entwendeten. Sachschaden verursachten sie nicht. Auch umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen führten bislang nicht zum Wiederauffinden des Fahrzeugs. Dem Eigentümer entstand ein Schaden in Höhe von circa 15.000 Euro. Haben Sie Personen beobachtet, die mit dem Sachverhalt in Verbindung stehen könnten? Hinweise nimmt das Polizeirevier in Plauen unter 03741 140 entgegen. (jj) Tür und Briefkastenanlage beschädigt Zeit: 15.05.2026, 23:00 Uhr Ort: Plauen, OT Schloßberg Nach einer Sachbeschädigung konnte ein Täter gestellt werden. Freitagnacht ging bei der Polizei ein Zeugenhinweis ein, dass ein junger Mann am Hradschin einen Briefkasten beschädigt haben soll. Die umgehend eingesetzten Polizeibeamten konnten vor Ort einen 27-jährigen Jordanier feststellen, der auf die Personenbeschreibung passte. Später konnte er durch den Zeugen auch als Tatverdächtiger bestätigt werden. Es stellte sich weiterhin heraus, dass er auch gegen eine Glastür getreten hatte, die daraufhin zerbrochen war. Der Sachschaden wird auf 200 Euro geschätzt. Nun muss sich der Mann wegen Sachbeschädigung verantworten. Er erhielt einen Platzverweis. (jj/al) Landkreis Zwickau Auto prallt gegen Lichtmast Zeit: 15.05.2026, 10:25 Uhr Ort: Zwickau, OT Oberhohndorf Bei einem Unfall in Oberhohndorf wurden zwei Personen schwer verletzt. Am Freitagvormittag fuhr ein 66-jähriger Deutscher mit seinem Nissan auf der Wildenfelser Straße stadteinwärts. Vermutlich aufgrund eines gesundheitlichen Problems kam er auf Höhe der Straßenmeisterei nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Lichtmast, der daraufhin umkippte. Der Fahrer und seine 65-jährige Beifahrerin erlitten schwere Verletzungen und wurden zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Straße musste stadteinwärts für zweieinhalb Stunden gesperrt werden. Neben Rettungsdienst und Polizei waren auch Kameraden der Berufsfeuerwehr und Mitarbeitende des Tiefbauamtes vor Ort im Einsatz. Der Nissan wurde abgeschleppt. Insgesamt beläuft sich der Sachschaden auf rund 10.000 Euro. (cf) Pkw fängt Feuer Zeit: 15.05.2026, 14:00 Uhr Ort: Zwickau Eine Fahrerin bemerkte einen beginnenden Brand während der Fahrt. Eine 43-jährige Fahrzeugführerin war am frühen Freitagnachmittag auf der Reichenbacher Straße unterwegs, als sie plötzlich einen seltsamen Geruch in ihrem Volvo wahrnahm. Sie parkte den E-Hybriden unmittelbar danach am Straßenrand und stellte einen Brand im Motorraum fest. Dieser konnte durch die herbei geeilte Feuerwehr zwar gelöscht werden, jedoch entstand Sachschaden in Höhe von etwa 60.000 Euro. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. (jpl/jj)
  • Der Internationale Tag Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia (IDAHOBIT) erinnert jedes Jahr am 17. Mai daran, Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität entschieden entgegenzutreten. Seit 2005 wird dieser Aktionstag weltweit genutzt, um auf die Rechte von LSBTIQ* aufmerksam zu machen, Solidarität zu zeigen und konkrete Schritte für eine gerechtere Gesellschaft zu fordern. Der 17. Mai wurde gewählt, weil die Weltgesundheitsorganisation an diesem Tag im Jahr 1990 Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen hat. Der IDAHOBIT bietet eine zentrale Plattform, um Rechte, Sichtbarkeit und Teilhabe zu stärken – durch Aktionen, Veranstaltungen und das gemeinsame Eintreten gegen Vorurteile und Ungerechtigkeiten. Staatsministerin Petra Köpping: »Am IDAHOBIT geht es darum, die Vielfalt zu feiern und sich ins Bewusstsein zu rufen, wie wichtig Solidarität ist. Respekt gegenüber der Individualität eines jeden Menschen ist das Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhaltes. Empathie, Interesse und Zivilcourage stärken unsere Gesellschaft. Hier ist kein Platz für herabsetzende und verachtende Einstellungen gegenüber queeren Personen und vielfältigen Lebensentwürfen. Die Freiheit und Selbstbestimmung einer jeden Person, so zu leben wie sie möchte, gehört zu den Grundfesten unserer Gesellschaftsordnung.« Im Themenjahr des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt »Queer und (Lebens-)Alter« wird die Sichtbarkeit vor allem älterer lsbtiq* Personen gestärkt und ihre Bedürfnisse stärker ins Zentrum gerückt. In diesem Kontext wird am 4. Juni 2026 der Fachtag »VielfALT – LSBTIQ* und Alter« durch das Sozialministerium veranstaltet. Im Mittelpunkt stehen die Lebensrealitäten queerer Seniorinnen und Senioren sowie die Frage, wie Angebote und Strukturen im Alter diskriminierungssensibel und inklusiv weiterentwickelt werden können. Unter dem folgenden Link finden sich weitere Informationen zur Veranstaltung und die Möglichkeit, sich anzumelden: https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/sms/beteiligung/themen/1062767?zugangscode=gCLdENu6 Weitere Informationen Der Kampf gegen Diskriminierung bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, auch in Sachsen. Hier registrierte die Polizei 2025 steigende Zahlen bezüglich von Hassdelikten aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität; insgesamt wurden landesweit mindestens 163 einschlägige Taten erfasst, drei Viertel davon als rechtsmotiviert bewertet. Im Vergleich dazu waren es 2024 140. Das zeigt deutlich, dass besonders vulnerable Gruppen zusätzlichen Schutz und gesellschaftliche Solidarität benötigen. Die rechtliche Gleichstellung von lsbtiq* Personen wurde in Deutschland in den letzten Jahren vorangebracht. Seit 2017 gilt die sog. »Ehe für alle« in Deutschland, die es homosexuellen Paaren ermöglicht, zu heiraten und über die gleichen Rechte zu verfügen wie heterosexuelle Eheleute. Zusätzlich ist das am 1. November 2024 in Kraft getretene Selbstbestimmungsgesetz eine wichtige gesetzliche Errungenschaft, die das Selbstbestimmungsrecht zur Namen- und Personenstandsänderung von insbesondere trans, inter und nicht-binären (tin*) Personen stärkt. Dennoch bleibt auch in Deutschland der Weg hin zu weniger Diskriminierung eine fortwährende Aufgabe: Im Jahr 2023 stiegen die Angriffe gegen queere Menschen auf 1.785 Straftaten; die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Menschen, die Mehrfachdiskriminierung erfahren – etwa transgeschlechtliche BIPoC-Menschen (Schwarze, Indigene und People of Color) – stehen besonders im Fokus. Mehr Informationen: https://www.gleichstellung.sachsen.de/antidiskriminierung-4042.html
  • Der Bockwitzer See hat sich in den letzten Jahren sowohl als gern besuchtes Ausflugsziel als auch als Naturschutzgebiet entwickelt. Das ist wesentlich auch dem neuen, über dreizehn Kilometer langen, Naturlehrpfad zu verdanken. Er konnte im September 2025 eingeweiht werden. In der vergangenen Woche wurde eine große Anzahl Informationstafeln des Lehrpfads großflächig mit Graffiti beschmiert: Sie sind dadurch in weiten Teilen unlesbar. Der Sachschaden beläuft sich nach erster Schätzung auf mehrere Tausend Euro. Bei der Polizeidienststelle Borna wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Sachdienliche Hinweise dazu nimmt die Polizei in Borna entgegen. Gemeinsam mit der Stadt Borna arbeitet die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) jetzt daran, die Tafeln fachgerecht zu reinigen. Wo erforderlich sollen sie auch ersetzt werden. Die LaNU plant die Tafeln mit einer Anti-Graffiti-Schutzfolie zu versehen. Damit werden künftige Reinigungen erheblich vereinfacht. »Unser Naturschutzareal in Bockwitz ist ein Ort, auf den wir stolz sind! Wir bringen den Lehrpfad wieder in Ordnung und machen ihn gleichzeitig fit für die Zukunft.", sagt Robert Clemen, Stiftungsdirektor der LaNU. »Helfen Sie uns dabei!« Spendenaufruf Für Reinigung, Ersatztafeln und Schutzfolien ruft die LaNU zu Spenden auf. Die LaNU ist als gemeinnützig anerkannt; Spenden sind steuerlich absetzbar, Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt. Spenden sind online unter lanu.de/spenden oder als Überweisung auf das folgende Konto möglich: Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt Bank: GLS Bank IBAN: DE92 4306 0967 4096 8091 00 Verwendungszweck: Bockwitz Das Naturschutzgebiet Bockwitz südlich von Borna ist heute ein Aushängeschild der Region. Wo einst Braunkohle abgebaut wurde, entwickelte sich eine vielfältige Landschaft mit weiten Wasserflächen und seltenen Vogelarten. Tierische Landschaftspfleger halten das Gebiet offen. Der neue Naturlehrpfad macht diese Geschichte für Besucherinnen und Besucher erlebbar. Wie groß die überregionale Strahlkraft des Gebiets inzwischen ist, zeigte zuletzt der Borna-Halbmarathon: Läuferinnen und Läufer aus der gesamten Region und darüber hinaus erlebten Bockwitz aus nächster Nähe. Familien, Schulklassen, Radfahrer und Naturfreunde nutzen den Pfad das ganze Jahr über. Er ist ein großer Gewinn für Umweltbildung, sanften Tourismus und die Lebensqualität in und um Borna. Möchten Sie mehr über unsere Stiftung erfahren, dann schauen Sie bitte auf unsere Homepage www.lanu.de.
  • Sachsens Verkehrsministerin Regina Kraushaar hat sich heute (15. Mai 2026) in Dresden zum ersten Mal mit dem neuen tschechischen Verkehrsminister Ivan Bednárik getroffen. Im Mittelpunkt standen die gemeinsamen Verkehrsprojekte zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik, hier insbesondere die Eisenbahnneubaustrecke Dresden–Prag. Beide Seiten bekräftigten, dass das Projekt für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr, den Güterverkehr und die europäische Verkehrsinfrastruktur von zentraler Bedeutung ist. Sachsen will sich gemeinsam mit Tschechien weiter dafür einsetzen, dass der Bund die nächsten Planungsschritte finanziell absichert und der Staatsvertrag für die weiteren Etappen des Projektes von beiden Seiten zeitnah unterzeichnet wird. Staatsministerin Regina Kraushaar: »Sachsen und Tschechien arbeiten seit vielen Jahren gut und vertrauensvoll zusammen. Und gerade die Realisierung der neuen Zugverbindung zwischen Dresden und Prag ist ein Projekt, das uns eng zusammenschweißt. Denn hier handelt es sich nicht um ein sächsisches Wunschprojekt, sondern ein bedeutendes europäisches Schlüsselvorhaben. Die EU steht bereit, es kräftig mitzufinanzieren. Die Strecke verbindet Menschen, Wirtschaftsmärkte und Regionen. Jetzt kommt es darauf an, dass der Bund zu seinen Zusagen steht. Wir brauchen Planungssicherheit, den Staatsvertrag und die nötigen Mittel im Bundeshaushalt.« »Die Eisenbahnneubaustrecke Dresden-Prag und insbesondere den Erzgebirgstunnel betrachte ich als strategisches Projekt für die Tschechische Republik und für Sachsen. Zugleich ist sie eine Schlüsselinvestition in den modernen und nachhaltigen Verkehr in Mitteleuropa. Jetzt sollten wir alle Kräfte darauf konzentrieren, eine adäquate europäische Mitfinanzierung zu sichern. Ich glaube fest, dass der Bundestag das Projekt baldmöglichst genehmigt, damit wir den Staatsvertrag unterzeichnen und die Realisierung vorantreiben können«, sagt der Verkehrsminister der Tschechischen Republik, Ivan Bednárik. Kraushaar und Bednárik verständigten sich darauf, das Projekt weiter gemeinsam gegenüber der Bundesregierung und auf europäischer Ebene zu vertreten. Dabei geht es auch um die Zusagen aus dem Koalitionsvertrag des Bundes, die Verlässlichkeit gegenüber Tschechien und den Zeitdruck mit Blick auf die nächste CEF-Förderperiode 2028 bis 2034. Die Eisenbahnneubaustrecke Dresden–Prag hat für Sachsen höchste Priorität. Mit den Beschlüssen des Verkehrs- und in der vergangenen Woche des Haushaltsausschusses ist die Parlamentarischen Befassung des Deutschen Bundestages einen weiteren Schritt vorangekommen. Ziel bleibt ein Ergebnis im ersten Halbjahr 2026. Für die weiteren Planungsschritte müssen im Bundeshaushalt 2027 rund 20 Millionen Euro eingestellt werden. Am 21. Mai 2026 wird Staatsministerin Kraushaar dieses Anliegen in einer Rede vor dem Plenum des Deutschen Bundestags ebenfalls zum Ausdruck bringen. Seit 2008 wird das Vorhaben gemeinsam mit Tschechien vorangetrieben. Grundlage für das bisher Erreichte ist die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit beider Länder auf politischer, fachlicher und kommunaler Ebene. Ein wichtiges Instrument ist dabei der 2016 von Sachsen und Tschechien gegründete Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit »Eisenbahnneubaustrecke Dresden–Prag EVTZ«. Dieser bündelt die gemeinsame Arbeit an dem Projekt. Neben der Schienenverbindung war auch die Elbeschifffahrt Thema des Gesprächs. Sachsen bekennt sich zum Schifffahrtsweg Elbe, zu den sächsischen Häfen in Dresden, Riesa und Torgau sowie zur Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH. Über Tochterbeziehungen gehören auch die Elbehäfen Děčín und Lovosice zu diesem Verbund. Der Freistaat und Tschechien benötigen diese Binnenwasserstraße als verlässlichen Verbindung an die deutschen Seehäfen, hier insbesondere den Hafen Hamburg. Sachsen setzt sich dafür ein, die Schiffbarkeit der Elbe zu erhalten und dort, wo es möglich ist, zu verbessern. Gerade Groß- und Schwerlasttransporte sind teilweise auf die Wasserstraße angewiesen. Deshalb sollen Häfen, Schiene, Straße und Wasserstraße als gemeinsames System gedacht werden, in dem die einzelnen Verkehrsträger sinnvoll ineinandergreifen.