Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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KomZuMINT – Kompakter Hochschulzugang im MINT-Bereich
Einzigartig in Sachsen: Innovativer Bildungsgang führt praxisnah zur fachgebundenen Hochschulreife in der Fachrichtung Technik Im Angebot ist ein zweijähriger Bildungsgang am Beruflichen Schulzentrum »Julius Weisbach« Freiberg (BSZ), der intensiven Fachunterricht mit praktischen Erfahrungen verbindet. Fächer wie Mathematik, Angewandte Physik, Chemie, Informatik und Technologie bereiten auf das Studium vor und die Fachpraxis bietet Einblicke an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF). Das Angebot richtet sich an Absolventen der allgemeinbildenden Schulen und an junge Berufstätige. Es gibt keine Altersbegrenzung. Aufnahmevoraussetzung ist der Realschulabschluss oder ein gleichwertiger mittlerer Schulabschluss. Die Stundentafel umfasst im Profilbereich Mathematik, Angewandte Physik, Informatik, Chemie und Technologie sowie die Fächer Deutsch, Englisch und Geschichte/ Gemeinschaftskunde. Die Fachpraxis findet in vier Blöcken á zwei Wochen an der TUBAF statt. Prüfungsfächer sind Deutsch, Mathematik, Angewandte Physik oder Informatik, Englisch und eine Präsentation aus dem Profilbereich. Der Abschluss ist die Fachgebundene Hochschulreife in der Fachrichtung Technik. Mit diesem Abschluss sind an den Hochschulen und Universitäten in allen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland sowohl ingenieurwissenschaftliche und technologische Bachelor- sowie Masterstudiengänge als auch Lehramtsstudiengänge für allgemeinbildende und berufliche Schulen möglich. Optimal auf den Einstieg in den Lehrkräfteberuf abgestimmt sind z. B. die Bachelor-Studiengänge an der TUBAF. Diese ermöglichen auch einen Seiteneinstieg ins Lehramt an Oberschulen in Sachsen. Die wissenschaftliche Ausbildung für zwei Unterrichtsfächer (Mathematik/Informatik oder Physik/Chemie) ist mit dem Bachelor-Studium dann bereits abgeschlossen. Der Unterricht beginnt im Schuljahr 2026/27 am 17. August 2026. Kontaktdaten der Schule: Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft "Julius Weisbach" Schachtweg 2, 09599 Freiberg Schulleiter: Dr. Frank Wehrmeister Tel.: 03731 / 301500 Fax: 03731 / 301600 Email: info.bsz-freiberg@landkreis-mittelsachsen.de Internet: www.bsz-freiberg.de -
Lengenfeld, OT Irfersgrün: Mopedfahrer tödlich verunglückt
Verantwortlich: Karolin Hemp, Sebastian Schmidt, Christina Friedrich Ausgewählte Meldung Mopedfahrer tödlich verunglückt Zeit: 23.06.2026, 18:50 Uhr Ort: Lengenfeld, OT Irfersgrün Bei einem Zusammenstoß mit einem Pkw verletzte sich ein junger Mopedfahrer so schwer, dass er noch am Unfallort verstarb. Ein 17-Jähriger befuhr am Dienstagabend mit seiner MZ die Stangengrüner Straße aus Richtung Zum Quirl kommend in Richtung Höllstraße. Beim Befahren einer Rechtskurve geriet er zu weit nach links und stürzte. Eine 44-Jährige, die dem Mopedfahrer mit ihrem Ford entgegenkam, versuchte noch nach rechts auszuweichen, konnte jedoch einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Anwohner eilten dem Verletzten unverzüglich zur Hilfe. Er erlag jedoch noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Die Ford-Fahrerin erlitt einen Schock und wurde zur Überwachung in ein Krankenhaus gebracht. Sowohl sie als auch die Angehörigen wurden durch Kräfte des Kriseninterventionsteams unterstützt. (kh) Vogtlandkreis Kellerbrand – Zeugen gesucht Zeit: 23.06.2026, 09:34 Uhr (polizeibekannt) Ort: Plauen, OT Chrieschwitz Die Polizei sucht Zeugen zu einem Brand im Plauener Stadtteil Chrieschwitz. Im Keller eines Mehrfamilienhauses an der Pawlowstraße wurden am Dienstagvormittag Brandreste festgestellt. Das Feuer erlosch vermutlich von selbst, sodass kein Schaden am Gebäude entstand. Bereits Ende Mai hatte es im Keller des Mehrfamilienhauses gebrannt (siehe Medieninformation 154|2026 vom 27.05.2026). Die Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache des Brandes und bittet um Zeugenhinweise: Sind Ihnen in der Nacht zum Dienstag Personen im Bereich der Pawlowstraße aufgefallen, die mit dem Brand im Zusammenhang stehen könnten? Bitte melden Sie Ihre Beobachtungen bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0375 428 4480. (cf) Landkreis Zwickau Handtasche geraubt Zeit: 23.06.2026, 16:30 Uhr Ort: Zwickau In Zwickau wurde einem Kind die Handtasche geraubt. Eine 13-Jährige verließ am späten Nachmittag eine Straßenbahn und lief in Richtung des Neumarktes als ihr ein unbekannter Mann plötzlich ihre Handtasche entriss. Der Unbekannte flüchtete anschließend in Richtung des Platzes der Völkerfreundschaft. Das Kind blieb unverletzt. Eine Frau fand die Tasche wenig später wieder und konnte sie zurückgeben. Gestohlen wurden rund 50 Euro Bargeld. Haben Sie den Sachverhalt beobachtet und können Angaben zu dem unbekannten Mann machen? Hinweise nimmt das Polizeirevier in Zwickau unter der Telefonnummer 0375 428 102 entgegen. (kh) Fehler beim Fahrstreifenwechsel Zeit: 23.06.2026, 08:00 Uhr Ort: Zwickau Ein Radfahrer kollidierte seitlich mit einem Pkw und stürzte. Ein 32-Jähriger war am Dienstagmorgen mit seinem Fahrrad auf der Leipziger Straße in Fahrtrichtung Neumarkt unterwegs. Kurz vor der Mühlpfortstraße wechselte er aufgrund eines vor ihm haltenden Pkw von der rechten auf die linke Fahrspur. Dabei stieß er mit dem Citroen eines 23-Jährigen zusammen, der sich bereits auf der linken Fahrspur befand. Der Radfahrer stürzte und zog sich dabei leichte Verletzungen zu, die ambulant behandelt wurden. Ein Sachschaden entstand nicht. (kh) Autobahn nach Wildunfall stundenlang gesperrt Zeit: 23.06.2026, 23:50 Uhr Ort: A 72 | Zwickau-West Aufgrund eines Unfalls zwischen einem Lkw und mehreren Wildschweinen musste die Autobahn 72 in der Nacht für mehrere Stunden vollgesperrt werden. Ein Unbekannter befuhr in der Nacht zum Mittwoch mit seinem Lkw die Autobahn 72 in Fahrtrichtung Leipzig. Auf Höhe der Anschlussstelle Zwickau-West erfasste er mit seinem Fahrzeug eine Rotte Wildschweine, die vermutlich von rechts nach links die Fahrbahn querten. Die zerrissenen Tierkadaver verteilten sich großflächig über die gesamte Fahrbahn. Der Lkw-Fahrer setzte seine Fahrt anschließend fort. Kurz nach Mitternacht kollidierte ein Mann mit seinem Opel mit den Tieren. Am Pkw, der anschließend nicht mehr fahrbereit war, entstand ein Sachschaden von etwa 3.000 Euro. Da die Oberfläche der Fahrbahn in der Folge sehr rutschig war, waren aufwändige Reinigungsmaßnahmen notwendig, bevor die Strecke wieder freigegeben werden konnte. Kräfte des THW Reichenbach schoben die Tierkadaver mit einem Fahrzeug mit Kippmulde von der Fahrbahn und unterstützten bei der Sperrung der Richtungsfahrbahn. Zudem waren die Freiwillige Feuerwehr Ebersbrunn mit zwei Fahrzeugen und 14 Kameraden sowie die Ölwehr vor Ort im Einsatz. Die Richtungsfahrbahn konnte erst am Morgen gegen 05:00 Uhr wieder freigegeben werden. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort gegen den Lkw-Fahrer, der vor Ort ein Kennzeichen verlor, aufgenommen. (kh) Heckenbrand Zeit: 23.06.2026, 15:45 Uhr Ort: Mülsen, OT St. Micheln In Mülsen rückte die Feuerwehr zu einem Heckenbrand aus. Auf unbekannte Art und Weise geriet am Dienstagnachmittag im Bereich der Lichtensteiner Straße eine Hecke in Brand. Durch das schnelle Eingreifen der Kameraden der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzende Baumallee verhindert werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 500 Euro. (kh) Große Menge Zigaretten gestohlen Zeit: 23.06.2026, 08:00 Uhr (polizeibekannt) Ort: Meerane (festgestellt) Aus einem Transporter verschwand eine hohe dreistellige Anzahl an Zigarettenstangen. Beim Ausladen eines Transportfahrzeuges am Dienstagmorgen in einem Verteilungszentrum in Meerane fiel dem zuständigen Personal auf, dass auf der Ladefläche wesentlich weniger Ladung vorhanden war, als einige Stunden zuvor in der Nähe von Frankfurt am Main eingeladen wurde. Insgesamt fehlten Zigarettenstangen mit einem Wert im mittleren fünfstelligen Bereich. Die Polizei ermittelt nun wegen besonders schweren Falls des Diebstahls – unter anderem gegen den 25-jährigen Fahrer mit ukrainischer Staatsangehörigkeit. (sts) Motorradfahrer stürzt Zeit: 24.06.2026, 00:25 Uhr Ort: Hohenstein-Ernstthal, OT Wüstenbrand In Wüstenbrand verletzte sich ein junger Mann bei einem Unfall schwer. Ein 19-Jähriger fuhr in der Nacht zum Mittwoch mit seinem Motorrad der Marke CFMoto auf der Limbacher Straße (S 242). Nahe der A 4-Anschlussstelle Wüstenbrand kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte. Dabei zog sich der junge Mann schwere Verletzungen zu, die ambulant im Krankenhaus behandelt werden mussten. An seinem Motorrad und einem Leitpfosten entstand ein Sachschaden von geschätzten 6.100 Euro. (cf) -
Lungenkrebsfrüherkennung: neues CT-Screening durch Landesdirektion Sachsen genehmigt
Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat die ersten Genehmigungen für ein CT-Screening für die Lungenkrebsfrüherkennung erteilt. Während CT-Untersuchungen bislang nur in Notfällen oder konkretem Krankheitsverdacht zum Einsatz kamen, wird dies nun Teil der medizinischen Vorsorge: Seit April 2026 können starke Raucher im Alter von 50 bis 75 Jahren eine Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs mittels Niedrigdosis-Computertomographie (CT) als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch nehmen. Bevor radiologische Praxen oder Krankenhäuser die Untersuchung anbieten dürfen, benötigen sie eine besondere Genehmigung des Referates »Strahlenschutz und Arbeitsmedizin« der LDS. Nach eingehender Prüfung konnten Anfang Juni die ersten Genehmigungen erteilt werden. »Mit der Genehmigung des Strahlenschutzes kann die neue Form der Lungenkrebsfrüherkennung in Sachsen starten«, erklärt LDS-Präsident Béla Bélafi. Ziel des Programms ist es, Tumore möglichst früh zu entdecken und die Heilungschancen zu verbessern. Die LDS setzt damit den Erlass der Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung durch das Bundesumweltministerium um. Bisher wurden Computertomographen ausschließlich eingesetzt, wenn bereits ein konkreter Verdacht auf eine Erkrankung bestand. Das hat rechtliche Gründe, denn jede solche Untersuchung ist mit einer Strahlendosis verbunden. Deshalb muss ihr Nutzen die möglichen Risiken überwiegen. Für die Lungenkrebsfrüherkennung erfolgte diese Abwägung mit dem Erlass des Bundesumweltministeriums für die Hochrisikogruppe der starken Raucher. https://www.bundesumweltministerium.de/gesetz/lungenkrebs-frueherkennungs-verordnung Der Strahlenschutz gehört zu den zentralen Aufgaben der LDS. In Sachsen gibt es derzeit mehr als 8.000 angezeigte oder genehmigte Röntgeneinrichtungen – von Zahnarztpraxen über Kliniken bis hin zu radiologischen Fachpraxen. Rund 200 Computertomographen sind im Freistaat im Einsatz – praktisch in jedem Krankenhaus und in nahezu jeder radiologischen Praxis. -
Ländlicher Raum im Fokus: Kraushaar gibt Richtung für starke Regionen
Sachsens Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung Regina Kraushaar hat heute (24. Juni 2026) im Sächsischen Landtag eine Fachregierungserklärung zum Thema »Ländlicher Raum im Fokus – Starke Regionen, gleichwertige Chancen für Sachsen« gehalten. Im Mittelpunkt ihrer Rede standen gleichwertige Lebensverhältnisse, verlässliche Infrastruktur, bezahlbares Wohnen, starke Regionen im Strukturwandel und mehr Handlungsspielraum für Kommunen. Kraushaar machte deutlich, dass der ländliche Raum für Sachsen eine zentrale Größe ist. Denn die meisten Menschen im Freistaat leben außerhalb der Großstädte in Dörfern, Gemeinden sowie kleinen und mittleren Städten. Beim Weg zur Schule, beim Arztbesuch, beim Pendeln, beim Bauen, bei der Nahversorgung oder bei der Frage, ob junge Menschen in ihrer Heimat eine Perspektive sehen, zeige sich konkret, ob Politik im Alltag funktioniere. Staatsministerin Regina Kraushaar sagte: »Der ländliche Raum ist Heimat, Wirtschaftsraum und Zukunftsort. Wer ihn stärkt, stärkt Sachsen als Ganzes. Unser Ziel sind gleichwertige Chancen: nicht überall das Gleiche, aber überall verlässliche Rahmenbedingungen. Die Menschen vor Ort brauchen konkrete Lösungen für ihren Alltag und Verlässlichkeit. Ländliche Entwicklung: Verantwortung vor Ort stärken Ein Schwerpunkt der Fachregierungserklärung war die ländliche Entwicklung. Kraushaar betonte, dass erfolgreiche Regionalentwicklung nicht zentral aus Dresden vorgegeben werden könne. Entscheidend seien Vertrauen in die Menschen vor Ort und Entscheidungsspielräume dort, wo die Herausforderungen bestehen. Als Herzstück der Förderpolitik für ländliche Entwicklung nannte die Ministerin das LEADER-Programm. 30 lokale Aktionsgruppen erarbeiten in Sachsen eigene Entwicklungsstrategien, setzen Prioritäten und wählen Projekte aus. In der Förderperiode 2014 bis 2022 wurden mehr als 1,1 Milliarden Euro für über 7.000 Projekte mobilisiert. Zugleich wurden 589 neue Arbeitsplätze geschaffen und rund 3.300 Arbeitsplätze gesichert. Kraushaar warnte davor, regionale Entscheidungsspielräume in der künftigen EU-Förderpolitik zu schwächen: »Auf europäischer Ebene wird derzeit über die künftige Architektur der Förderpolitik entschieden. Und dabei gibt es Vorschläge, die dieses Erfolgsmodell LEADER infrage stellen. Man mag es eigentlich nicht glauben: Tatsächlich zielen diese Vorschläge auf weniger Verantwortung vor Ort und mehr zentrale Steuerung. Und das bei einer Förderung, die seit mehr als 30 Jahren für ein Europa der Regionen steht. Das ist der falsche Weg. Entwicklung im ländlichen Raum gelingt nicht am Reißbrett. Sie gelingt dort, wo Menschen ihre Region kennen und Verantwortung übernehmen.« Wohnen und Bauen: Zuhause ermöglichen Beim Thema Wohnen stellte Kraushaar den Zusammenhang zwischen Wohnraum, Infrastruktur und Heimatbindung heraus. Gerade im ländlichen Raum sei Eigentum eine prägende Wohnform. Zugleich gebe es Leerstand, Sanierungsbedarf und vielerorts Gebäude, die nicht mehr zu heutigen Anforderungen passten. Kraushaar sagte: »Ein Haus allein hält niemanden. Wer Wohnen ohne Infrastruktur sät, der erntet Leerstand.« Wohnen, Mobilität, Arbeit und Versorgung müssten deshalb zusammengedacht werden. Der Freistaat unterstützt Familien beim Bauen, Kaufen und Sanieren über die Förderrichtlinie Familienwohnen. Für 2026 stehen dafür 55 Millionen Euro bereit. Für die soziale Wohnraumförderung wurden 2025 insgesamt 191 Millionen Euro bereitgestellt. Mehr als die Hälfte floss in die Fläche, die Mittel wurden fast vollständig gebunden. Barrierefreiheit sei dabei kein Komfort, sondern Voraussetzung dafür, dass Menschen in ihrem Zuhause bleiben können. Das gelte für ältere Menschen ebenso wie für Familien mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Mit dem Projekt »SPAteN«, dem »Sächsischen Projekt zum Abbau technisch entbehrlicher Normen im Wohnungsbau«, prüft und erarbeitet der Freistaat derzeit gemeinsam mit mehr als 50 Praktikerinnen und Praktikern sowie mehr als 15 Institutionen, welche Anforderungen verzichtbar sind. Ziel sind einfachere Verfahren und mehr Tempo beim Bauen. Darüber hinaus verwies Kraushaar auf die Städtebauförderung als wichtiges Instrument für kleinere und mittlere Städte. Allein in der Städtebauförderung gibt es aktuell 212 Fördergebiete in 135 Städten und Gemeinden. In den Jahren 2020 bis 2025 wurde ein Fördervolumen von rund 900 Millionen Euro bewilligt. Mobilität: Verbindung ist Voraussetzung Mobilität bezeichnete Kraushaar als eine Voraussetzung für Gleichwertigkeit im ländlichen Raum. Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler, Unternehmen und ältere Menschen seien auf verlässliche Straßen, Brücken, Busse und Bahnen angewiesen. Kraushaar sagte: »Infrastruktur ist nicht alles, aber ohne Infrastruktur ist alles nichts.« Das erlebten die Menschen besonders dort, wo Verbindungen fehlten oder Bauwerke nur eingeschränkt nutzbar seien. Der Freistaat verantwortet rund 4.550 Kilometer Staatsstraßen, 2.120 Kilometer Bundesstraßen im Auftrag des Bundes sowie mehr als 2.500 Brücken und Ingenieurbauwerke. Der Sanierungsbedarf im Straßennetz bleibe hoch. Mit der Novelle des Sächsischen Straßengesetzes will die Staatsregierung Sanierungen, Ersatzneubauten und den Bau von Radwegen beschleunigen. Bei der Schiene setzt Sachsen auf die Ertüchtigung der Schieneninfrastruktur, so unter anderem bei den Strecken Chemnitz-Leipzig und Dresden-Görlitz, sowie auf gezielte Reaktivierungen für den Schienenpersonennahverkehr. Zugleich forderte Kraushaar den Bund auf, die Regionalisierungsmittel auskömmlich zu erhöhen, um bestehende Angebote im Nahverkehr zu sichern. Strukturwandel verlässlich gestalten Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Strukturwandel in der Lausitz, im Mitteldeutschen Revier und in Südwestsachsen. Diese Regionen seien ländlich geprägt und hätten eine industrielle Identität, die sich verändert. Mit Blick auf die Kohlereviere sagte Kraushaar: »Die Menschen in diesen Regionen brauchen vor allem eines: Verlässlichkeit.« Diese entstehe dort, wo Menschen sehen, dass ihre Region Zukunft habe, mit passender Infrastruktur, starken Ortszentren, Arbeitsplätzen und konkreten Perspektiven vor Ort. Für die sächsischen Braunkohlereviere stehen bis zu 3,5 Milliarden Euro Finanzhilfen des Bundes für bedeutsame Investitionen des Freistaates und der Gemeinden bereit. Hinzu kommen weitere 6,5 Milliarden Euro Bundesinvestitionen in dessen Zuständigkeit. Die Mittel der ersten Förderperiode sind vollständig gebunden, 161 Projekte befinden sich in der Umsetzung. Für Südwestsachsen verwies Kraushaar auf die besondere Lage der Automobil- und Zulieferindustrie. In der Region Chemnitz hängt jeder vierte Arbeitsplatz direkt oder indirekt an dieser Branche. Vier Landkreise und die Stadt Chemnitz erarbeiten derzeit im Masterplan-Prozess eine gemeinsame Zukunftsstrategie. Für deren Erstellung wurden rund 600.000 Euro bewilligt. Für die Umsetzung stehen 100 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes bereit. Landesentwicklung: Planung soll Entwicklung ermöglichen Zum Abschluss stellte Kraushaar die Neuaufstellung des Landesentwicklungsplans in den Mittelpunkt. Der bisherige Landesentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2013 und soll schlanker, klarer und mit mehr Gestaltungsspielraum für Kommunen und Regionen neu gefasst werden. Ergänzt wird dies durch die Novelle des Sächsischen Landesplanungsgesetzes. Ziel sei es, Verfahren zu vereinfachen, Rechtssicherheit zu stärken und klare Zuständigkeiten zu schaffen. Kraushaar abschließend: »Das SMIL wurde gegründet, weil diese Aufgaben zusammengehören: Straße und Schiene, Wohnen und Mobilität, ländliche Entwicklung und Raumordnung, Stadt und Land. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen Sachsen gestalten, nicht nur verwalten.« Ihr ausdrücklicher Dank gelte der kommunalen Familie, den Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie allen, die täglich daran arbeiten, dass Sachsen funktioniert. Gute Entwicklung im ländlichen Raum gelinge nur im Schulterschluss zwischen Freistaat und Kommunen. -
Zweiradfahrer bei Unfällen verletzt | Schuppenbrand | Container aufgebrochen
Autoren: Marko Laske (ml), Lukas Reumund (lr), Sophia Zeidler (sz) Landeshauptstadt Dresden Radfahrer bei Unfall schwer verletzt Zeit: 23.06.2026, 07:25 Uhr Ort: Dresden-Naußlitz Am Dienstagmorgen ist ein Radfahrer (50) bei einem Unfall auf der Burgwartstraße schwer verletzt worden. Der 50-Jährige fuhr in Richtung Innenstadt. Als er auf den Gehweg fuhr, um einem entgegenkommenden Linienbus auszuweichen, stürzte er. Das Rad stieß dabei gegen einen parkenden VW Golf. Der Radfahrer wurde beim Unfall schwer verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 500 Euro. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen aufgenommen. (sz) Motorradfahrer verletzt Zeit: 23.06.2026, 12:00 Uhr Ort: Dresden-Cotta Auf der Hamburger Straße ist am Dienstag ein Motorradfahrer (21) bei einem Unfall verletzt worden. Der 21-Jährige war mit einer Aprilia SX125 auf der Hamburger Straße unterwegs. Als eine 41-Jährige mit einem Daihatsu von einer Ausfahrt auf die Straße fuhr, stieß sie mit dem von links kommenden Motorradfahrer zusammen. Der 21-Jährige stürzte und wurde leicht verletzt. Der Schaden beläuft sich auf rund 5.000 Euro. (lr) Baufahrzeuge beschädigt Zeit: 23.06.2026, 12:15 Uhr der Polizei bekannt Ort: Dresden-Südvorstadt Unbekannte haben in den vergangenen Tagen auf einer Baustelle an der Gutzkowstraße Fahrzeuge beschädigt. Die Täter zerschnitten Kabel sowie Hydraulikschläuche eines Lkw sowie einer Walze und hinterließen an dieser weitere Schäden. Die Schadenssumme wurde mit etwa 500 Euro angegeben. Die Polizei ermittelt wegen der Sachbeschädigung. (lr) Landkreis Meißen Motorradfahrer schwer verletzt Zeit: 23.06.2026, 11:30 Uhr Ort: Coswig, OT Sörnewitz Am Dienstag ist ein Motorradfahrer (18) auf der Dresdner Straße schwer verletzt worden. Der 18-Jährige war mit einer Aprilia RS125 unterwegs und verlor in einer Kurve die Kontrolle über die Maschine. Er stürzte und musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 5.000 Euro. (lr) Schuppenbrand Zeit: 23.06.2026, 11:55 Uhr Ort: Radebeul Gestern Mittag hat es auf einem Grundstück an der Gellertstraße gebrannt. Durch das Feuer wurde eine Garage, ein Pavillon sowie ein Nebengebäude in Mitleidenschaft gezogen. Ein Hausbewohner (79) erlitt eine Rauchgasvergiftung. Ein Ersthelfer (64) verletzte sich ebenfalls. Beide mussten medizinisch versorgt werden. Abschließende Schadensangaben liegen noch nicht vor. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (ml) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Lagercontainer aufgebrochen Zeit: 23.06.2026, 12:40 Uhr festgestellt Ort: Tharandt, Kurort Hartha In den zurückliegenden Tagen sind Unbekannte in einen Lagercontainer am Zeisigweg eingebrochen. Die Täter hebelten eine Zugangstür auf und stahlen diverse Sammlerstücke sowie Spielzeug aus dem Container. Der Wert des Diebesgutes beträgt etwa 10.000 Euro. (ml) Diebstahl auf Baustelle Zeit: 22.06.2026, 17:00 Uhr bis 23.06.2026, 08:00 Uhr Ort: Dürrröhrsdorf-Dittersbach Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag auf einer Baustelle an der S 177 zwischen Wünschendorf und Eschdorf Dieselkraftstoff aus mehreren Baumaschinen gestohlen. Die Täter schraubten die Tankdeckel von drei Baumaschinen ab und entwendeten den Kraftstoff. Der Wert des Diebesguts beläuft sich auf rund 500 Euro. Ein Sachschaden entstand augenscheinlich nicht. (lr) Hakenkreuze geschmiert Zeit: 23.06.2026, 09:30 Uhr polizeibekannt Ort: Dohna Unbekannte haben auf einer Verbindungsstraße zwischen Dohna und Großsedlitz Graffiti an eine Unterführung geschmiert. Unter anderem brachten sie Hakenkreuze in der Größe von bis zu einem Meter sowie verbotene Parolen an. Eine Schadenssumme ist noch nicht beziffert. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. (lr)