Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
-
Fliegerbombe gefunden - Drei Dörfer evakuiert
Verantwortlich: Anja Leuschner(al); Rene Lucht(rl) Fliegerbombe gefunden - Drei Dörfer evakuiert Soritz in Richtung Blösa, K 7235 17.04.2026, 16:00 Uhr Bürger hatten bei Feldarbeiten am Freitagnachmittag einen granatenähnlichen Gegenstand bei Soritz gefunden. Beamte des Bautzener Reviers nahmen die Fundmunition in Augenschein und forderten den Kampfmittelbeseitigungsdienst an. Die Spezialisten stellten fest, dass es sich um eine 100 Kilogramm schwere, russische Fliegerbombe mit zwei Zündern handelte, welche entschärft werden musste. Für die weiteren Maßnahmen machte sich daher die Evakuierung aller Anwohner in einem Umkreis von 600 Metern um die Bombe herum erforderlich. Betroffen waren die Ortsteile Soritz, Blösa und Scheckwitz. Mehrere Streifen und auch das Technische Hilfswerk kamen zum Einsatz, sie evakuierten die Bewohner und sperrten die entsprechenden Zufahrten zum Fundort ab. Das THW sorgte außerdem noch für Licht am Fundort. Auch der Luftraum wurde gesperrt. Insgesamt 170 Personen mussten ihre Häuser verlassen, 16 von ihnen kamen in einer Notunterkunft unter. Um 00:26 Uhr erfolgte die Meldung zur erfolgreichen Entschärfung. Gegen 01:00 Uhr wurde der Einsatz vor Ort beendet, ab diesem Zeitpunkt konnten die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. (al) Landkreis Bautzen Polizeireviere Bautzen/Kamenz/Hoyerswerda ____________________________________________ Zwei Leichtverletzte bei Auffahrunfall Großpostwitz, OT Ebendörfel, Bautzener Straße, B 96 17.04.2026, 12:55 Uhr Der 18-jährige Fahrer eines Pkw Skoda befuhr zur Mittagszeit die Bautzener Straße in Ebendörfel. Am Abzweig zur S 110 Richtung Binnewitz/Hochkirch standen zu diesem Zeitpunkt ein BMW, welcher dort abbiegen wollte und dahinter ein Hyundai. Offenbar aus Unachtsamkeit fuhr der Skoda-Fahrer auf den Hyundai auf und schob diesen noch auf den BMW. Beide Insassen des BMW (m/20 und m/18) wurden mit leichten Verletzungen durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, die anderen Beteiligten blieben unverletzt. Der entstandene Sachschaden belief sich auf etwa 17.000 Euro. (rl) Betrunkener Radfahrer gestürzt und verletzt Großröhrsdorf, Zur Aue, Radweg 17.04.2026, 20:00 Uhr Ein 44-jähriger Radfahrer war in den frühen Abendstunden mit seinem E-Bike auf einem Radweg bei Großröhrsdorf unterwegs. Offenbar wegen seiner Alkoholisierung kam er dabei vom Weg ab und stürzte. Hierbei zog er sich Kopf-/Gesichtsverletzungen zu, die in einem Krankenhaus versorgt werden mussten. Ein freiwilliger Atemalkoholtest erbrachte ein Ergebnis von umgerechnet 2,44 Promille, was auch eine Blutentnahme beim Radfahrer nach sich zog. Am E-Bike entstand kein Sachschaden. (rl) Mit der Faust auf den Kopf geschlagen Hoyerswerda, Lipezker Platz 17.04.2026, 17:40 Uhr In den Nachmittagsstunden kam es in Hoyerswerda auf dem Lipezker Platz vor einem Einkaufszentrum zu einem zunächst verbalen Streit zwischen den beiden männlichen Deutschen. In der Folge eskalierte die Situation derart, dass der 35-jährige Tatverdächtige dem 48-jährigen Geschädigten mehrfach mit der Faust auf den Kopf schlug und so Schmerzen zufügte. Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall wird der örtliche Kriminaldienst übernehmen. (rl) Mit Pkw betrunken und in Schlangenlinie unterwegs Bernsdorf, Sandweg 17.04.2026, 13:55 Uhr Eine besorgte Verkehrsteilnehmerin meldete am Freitagnachmittag einen Pkw Peugeot, dessen 46-jähriger deutscher Fahrer in Schlangenlinie von Wiednitz in Richtung Bernsdorf unterwegs war. Kurz darauf wurde das Fahrzeug durch Einsatzkräfte auf dem Sandweg in Bernsdorf festgestellt. Bei der anschließenden Kontrolle erbrachte ein freiwilliger Atemalkoholtest des Fahrers einen Wert von umgerechnet 1,78 Promille. Es folgten eine Blutentnahme und die Inverwahrnahme des Führerscheins. (rl) Landkreis Görlitz Polizeireviere Görlitz/Zittau-Oberland/Weißwasser ________________________________________ Ohne Fahrerlaubnis und Versicherung unterwegs Kodersdorf, Schulstraße 17.04.2026, 14:45 Uhr Ein 17-Jähriger war nachmittags in Kodersdorf auf der Schulstraße mit einem Kleinkraftrad Simson unterwegs, für welches keine Pflichtversicherung bestand und an dem zusätzlich an mehreren Bauteilen Manipulationen festgestellt wurden. Außerdem war der Fahrer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis. (rl) Elektrogeräte aus Gärten verschwunden Zittau, OT Hirschfelde, Zittauer Straße, Kleingartenanlage 16.04.2026, 14:00 Uhr – 17.04.2026, 11:30 Uhr In der Nacht zum Freitag verschwanden aus drei Lauben einer Kleingartenanlage an der Zittauer Straße in Hirschfelde mehrere elektrische Gartengeräte. Die Täter waren hierbei durch Übersteigen der Zäune und Aufhebeln der Türen in die Lauben eingedrungen. Der Wert der entwendeten Gegenstände wurde mit 600 Euro beziffert, der Sachschaden belief sich auf insgesamt 4.500 Euro. Der Kriminaldienst wird die weiteren Ermittlungen führen. (rl) Handtasche geraubt Oderwitz, Karl-Liebknecht-Straße 17.04.2026, 13:00 Uhr Die 79-jährige Geschädigte befand sich Freitagmittag auf dem Fußweg der Karl-Liebknecht-Straße in Oderwitz, als ihr ein vorbeifahrender Radfahrer unvermittelt die Handtasche vom Arm riss und damit flüchtete. Die Seniorin blieb hierbei unverletzt, der Stehlschaden wurde auf 500 Euro beziffert. Die folgenden Ermittlungen hat der örtliche Kriminaldienst übernommen. (rl) -
Spatenstich für Ortsumgehung Wellaune
Mit dem offiziellen Spatenstich beginnen heute (18. April 2026) die Bauarbeiten für die neue Ortsumgehung Wellaune. Die rund drei Kilometer lange Neubaustrecke der B 2 soll den stark strapazierten Ortskern vom Durchgangsverkehr entlasten, die Verkehrssicherheit erhöhen und die Situation für Anwohner deutlich verbessern. Die Fertigstellung ist bis Dezember 2027 vorgesehen. »Der Bund investiert hier in eine leistungsfähige und sichere Verkehrsinfrastruktur. Die Ortsumgehung ist ein wichtiges Element im Netz der Bundesfernstraßen und sorgt dafür, dass der Verkehr auf der B 2 künftig flüssiger und sicherer geführt wird. Wir schaffen eine spürbare Entlastung für die Menschen in Wellaune«, sagt Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr. Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar betont: »Infrastrukturpolitik muss im Alltag der Menschen wirken. In Wellaune, einer kleinen, malerischen Gemeinde in der Dübener Heide, rollen täglich rund 11.000 Fahrzeuge mitten durch den Ort. Das bedeutet konkret: Lärm, Abgase und riskante Verkehrssituationen für Verkehrsteilnehmer, insbesondere Kinder und alte Menschen, die zu Fuß unterwegs sind. Deshalb bin ich als Verkehrsministerin, aber eben auch als Ministerin für den ländlichen Raum sehr froh, dass Wellaune endlich von gezielten Investitionen mit einem spürbaren Nutzen für die Menschen profitiert.« Gabriele Ladewig, Präsidentin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, sagt: »Die Ortsumgehung ist technisch und bauplanerisch anspruchsvoll – vom Hochwasserschutz bis zu archäologischen Befunden. Dass wir jetzt in die Bauphase starten können, ist das Ergebnis sorgfältiger Vorbereitung und enger Zusammenarbeit vieler Beteiligter.« Astrid Münster, Bürgermeisterin der Stadt Bad Düben, führt weiter aus: »Es ist geschafft! Viele Wellauner, aber auch viele Bad Dübener und Pendler haben diesen Spatenstich herbeigesehnt. Ich möchte mich bei allen bedanken, ob von Bund, Land, Landkreis, Stadt und vor allem aber bei der Bürgerinitiative, dass dieses vermeintlich einfache, aber in der Planung aufgrund Hochwasser- und Naturschutz schwierig zu planende Ortsumfahrungsprojekt, nun realisiert wird. Kommunikation, gegenseitiges Verständnis, vor allem aber, dass es ab einem gewissen Punkt, ein gemeinsames Ziel war, lässt uns heute hier in Wellaune den Spatenstich vollziehen. Auf eine gute und unfallfreie Baustelle!« Künftig soll der Verkehr östlich am Ort zwischen der Waldsiedlung und dem Abzweig Kohlhaasweg vorbeigeführt werden. In Wellaune, ein Ortsteil von Bad Düben, treffen mit der B 2, der B 107 und der B 183a drei Bundesstraßen aufeinander. Auf der B 2 sind täglich rund 11.000 Fahrzeuge unterwegs, darunter rund zehn Prozent Lastwagen. Das führt zu Lärm, Abgasen und zu riskanten Situationen für die Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger. Seit August 2024 laufen vorbereitende Arbeiten für das Vorhaben. Dazu gehören Baugrunduntersuchungen, Grunderwerb, Baumfällungen, landschaftspflegerische Maßnahmen und archäologische Untersuchungen. Dabei wurde ein spätbronzezeitliches Siedlungs- und Bestattungsareal entdeckt und dokumentiert. Zugleich stellt das Vorhaben hohe Anforderungen an die Planung, weil Teile des Gebiets in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet liegen und der Hochwasserschutz des bestehenden Polders gewährleistet bleiben muss. Die Gesamtkosten betragen rund 14 Millionen Euro. Finanziert wird die neue Trasse aus dem Haushalt der Bundesrepublik Deutschland. Während der Bauzeit ist mit Verkehrseinschränkungen im Bereich der Baustelle zu rechnen. Die Verkehrsteilnehmer sowie Anwohner werden um Verständnis gebeten. -
Landkreis Zwickau: Anlagenbetrug mit Kryptowährung
Verantwortlich: Louise Modes, Stephan Häuser, Enrico Liebold Ausgewählte Meldung Anlagenbetrug mit Kryptowährung Zeit: 26.03.2026 bis 16.04.2026 Ort: Landkreis Zwickau Im Glauben sein Geld gewinnbringend angelegt zu haben, verlor ein Mann eine fünfstellige Summe. Der Geschädigte gelangte durch einen Internetbeitrag zu einem vermeintlichen Broker für Krypto-Investitionen. Er überwies daraufhin mehrere Beträge auf verschiedene ausländische Konten. Es entstand ein Gesamtvermögensschaden in Höhe von 66.600 Euro. Eine Auszahlung des angelegten Geldes erfolgte bislang nicht. Die Polizei rät: Seien Sie stets misstrauisch im Fall von Onlineanlagen, bei denen unrealistisch hohe Gewinne versprochen werden. Prüfen Sie genau die Glaubwürdigkeit von Kapitalanlagen, bevor Sie Geld investieren. Weitere Hinweise zu derartigen Betrugsmaschen finden Sie auf der Internetseite der Polizei Sachsen: www.polizei.sachsen.de. (lm) Vogtlandkreis Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden Zeit: 17.04.2026, 21:10 Uhr Ort: Rosenbach, OT Oberpirk Bei einem Verkehrsunfall entstand hoher Sachschaden. Am Freitagabend befuhr ein 49-jähriger Audi-Fahrer die Schleizer Straße in stadtauswärtige Richtung, als plötzlich ein Hase die Fahrbahn überquerte, verringerte der Fahrzeugführer seine Geschwindigkeit. Die dahinterfahrende 27-jährige Audi-Fahrerin erkannte dies zu spät und fuhr auf. Der auffahrende Audi war aufgrund der Unfallschäden nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Verletzt wurde niemand. An beiden Fahrzeugen entstand insgesamt ein Sachschaden in Höhe von 13.000 Euro. (lm/el) Landkreis Zwickau Verkehrsunfall mit Leichtverletzter Zeit: 17.04.2026, 23:05 Uhr Ort: Zwickau, OT Pölbitz Ein Pkw kollidierte mit einem ordnungsgemäß geparkten Fahrzeug. Eine 40-Jährige befuhr Freitagabend mit ihrem Skoda die Pölbitzer Straße in Richtung Jahnstraße. Auf Höhe eines Blumenfachgeschäfts kam sie aufgrund ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Audi, welcher auf dem Gehweg parkte. Die Skoda-Fahrerin wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Unfall entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 20.000 Euro. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. (sh/lm) Verkehrsunfall unter dem Einfluss alkoholischer Getränke Zeit: 17.04.2026, 22:10 Uhr Ort: Crimmitschau, OT Langenreinsdorf Ein Radfahrer stürzte und verletzte sich leicht. Ein 26-Jähriger befuhr Freitagabend mit seinem Fahrrad die Cultener Straße in Richtung Hohe Straße. Dabei kam er nach rechts von der Straße ab und kam zu Fall. Ein während der Unfallaufnahme durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem Mann einen Wert von 1,8 Promille. Ein Drogenschnelltest reagierte weiterhin positiv auf Cannabis. Der Radfahrer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Es wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Am Fahrrad entstand kein Sachschaden. Die Polizei leitete gegen den Deutschen ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein. (sh/lm) Nebelscheinwerfer entwendet Zeit: 16.04.2026, 15:00 Uhr bis 17.04.2026, 08:00 Uhr Ort: Werdau, Zwickau Unbekannte Täter hatten es auf die Nebelscheinwerfer von zwei Audis abgesehen. In Werdau demontierten zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen unbekannte Täter die Nebelscheinwerfer eines Audi A7. Das Fahrzeug war auf der Ziegelstraße am Fahrbahnrand geparkt. Auch in Zwickau, an der Kurt-Eisner-Straße, wurden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Nebelscheinwerfer eines Audi A7 demontiert und entwendet. Der Gesamtstehlschaden beläuft sich auf 1.000 Euro. Sind Ihnen im genannten Zeitraum Personen oder Fahrzeuge in der Umgebung der abgeparkten Fahrzeuge aufgefallen, die mit dem Diebstahl in Verbindung stehen könnten? Zeugen werden gebeten, sich im Polizeirevier Werdau unter der Telefonnummer 03761 7020, oder im Polizeirevier Zwickau unter 0375 428 102 zu melden. (lm/el) Verkehrsunfall mit einer leichtverletzten Person Zeit: 17.04.2026, 14:05 Uhr Ort: Crinitzberg, OT Obercrinitz Ein Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Lichtmast. Eine 65-Jährige fuhr mit ihrem Hyundai am Freitagnachmittag die Waldsiedlung in Richtung Bärenwalder Straße. Kurz vor dem Kreuzungsbereich Bärenwalder Straße/ Obercrinitzer Straße kam sie aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Betonlichtmast. Dieser kippte in der Folge auf die Straße, welche dadurch stark beschädigt wurde. Die Frau wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Unfall entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 25.000 Euro. (sh/lm) -
Tatverdächtiger stellt sich nach Raubversuch | Bundespolizei fasst Räuber im Hauptbahnhof - Untersuchungshaft
Verantwortlich: Tom Erik Richter (tr), Paul Engelmann (pe) Tatverdächtiger stellt sich nach Raubversuch Ort: Leipzig, Plagwitz, Zschochersche Straße Zeit: 16.04.2026, 11:50 Uhr Ein 43-Jähriger wurde am Donnerstagvormittag nach einem versuchten Raub vorläufig festgenommen. Er hatte versucht, ein Geschäft unter Vorhalten eines waffenähnlichen Gegenstandes auszurauben. Der 43-Jährige (deutsch) war gegen 11:50 Uhr in das Geschäft auf der Zschocherschen Straße gegangen und forderte dort von einem Angestellten die Herausgabe von Bargeld. Da auf die Forderung nicht reagiert wurde, verließ der Tatverdächtige den Laden. Alarmierte Polizeibeamte nahmen die Suche nach dem Mann auf, der sich aufgrund des Fahndungsdrucks wenig später im Polizeirevier Zentrum stellte. Er wurde vorläufig festgenommen und in das Zentrale Polizeigewahrsam eingeliefert. Von dort aus wurde er einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl in Vollzug setzte. Anschließend wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen wegen Raubes dauern an. (tr) Bundespolizei fasst Räuber im Hauptbahnhof - Untersuchungshaft Ort: Leipzig (Zentrum), Willy-Brandt-Platz, Hauptbahnhof Zeit: 17.04.2026, gegen 23.30 Uhr In der Nacht zum Freitag konnte die Bundespolizei einen Räuber am Leipziger Hauptbahnhof festnehmen. Dieser hatte zuvor ein Mobiltelefon geraubt. Der 41-jährige Mann (polnisch) begab sich im Hauptbahnhof zu einer Sitzbank, auf der ein 20-jähriger Mann mit seinem Telefon in der Hand saß. Der 41-Jährige forderte die Herausgabe des Handys, was der junge Mann ablehnte. Daraufhin kam es zwischen beiden zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der der Tatverdächtige in den Besitz des Telefons gelangte. Dabei wurde der 20-Jährige leicht verletzt. Die alarmierte Bundespolizei konnte den 41-Jährigen schnell fassen, vorläufig festnehmen und in das Zentrale Polizeigewahrsam einliefern. Der Geschädigte erhielt sein Mobiltelefon zurück. Der Tatverdächtige, der bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Delikten aufgefallen war, wurde am Freitagmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser setzte einen von der Staatsanwaltschaft Leipzig beantragten Haftbefehl in Vollzug. Der 41-Jährige sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft, die Ermittlungen dauern an. (pe) -
Biotech made in Saxony: Branche erweist sich für den Freistaat als Innovations- und Wachstumsmotor
Sachsen hat sich zu einer der am stärksten wachsenden Biotech-Regionen in Deutschland entwickelt. Mit einem leistungsfähigen und zukunftsorientierten Ökosystem ist der Sektor heute ein wichtiger Innovationstreiber und relevanter Wirtschaftsfaktor für den Freistaat. Beim diesjährigen Branchengespräch in den Räumen der Dresdner DKMS Life Science Lab gGmbH diskutierten am Freitag Vertreter von Biotechnologieunternehmen, Forschungsinstituten, Verbänden, Verwaltung und der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) unter Leitung von Wirtschaftsstaatssekretär Sebastian Scheel über aktuelle Entwicklungen, Zukunftstrends und Herausforderungen der Branche. Der Freistaat Sachsen blickt auf mehr als ein Vierteljahrhundert gezielter Förderung der Life-Sciences-Industrien zurück. Seit dem Start der Biotechnologie-Offensive im Jahr 2000 hat Sachsen über eine Milliarde Euro in diese Wachstumsbranche investiert. Mehr als 300 Akteure und über 15.000 Beschäftigte sind in den Kernbereichen Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik tätig. Wirtschaftsstaatssekretär Sebastian Scheel zum Branchengespräch: »Die Biotechnologie-Offensive bleibt auch künftig ein zentrales Element der Innovationsstrategie des Freistaates. Mit dem Ausbau digitaler Kompetenzen, der Förderung von Unternehmen und der fortgesetzten Vernetzung mit weiteren Technologiebranchen wird Sachsen seinen Erfolg hier weiter ausbauen.« Biotechnologiestandort Sachsen Herausragende Forschungsinstitute, innovative Start-ups und international agierende Unternehmen prägen das Bild der Branche, die besonders in der Zell- und Gentherapie, Diagnostik und industriellen Anwendungen der Biotechnologie aktiv ist. Sachsens Biotech-Forschung hat international einen hervorragenden Ruf. Stellvertretend dafür stehen das europaweit einzigartige Exzellenzcluster Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) sowie das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig. Internationale Aufmerksamkeit für den Standort gab es u.a. durch den Einstieg der Kerry Group beim Leipziger Unternehmen c-LEcta, die Finanzierungszusage aus den USA für Avencell und die Kooperation des Dresdner Start-ups Seamless Therapeutics mit dem US-Pharmakonzern Eli Lilly. Die sächsische Biotechnologie entfaltet ihre Aktivitäten insbesondere rund um das Bio-Innovations-Zentrum Dresden und die BIO CITY Leipzig. Künftig wird es an beiden Standorten durch weiteren Ausbau noch mehr Platz für Unternehmen und Start-ups geben. Zudem entsteht mit der aktiven Einbindung von Chemnitz ins biosaxony-Netzwerk eine noch breitere Basis für den Life Sciences-Standort Sachsen. Dr. Oliver Uecke, Vorstandsvorsitzender des Branchenverbandes biosaxony e. V.: »Die Biotechnologie und Life Sciences sind heute eine der großen Stärken des Standorts Sachsen. Diese Stärke entsteht aus dem engen Zusammenspiel von Forschung, Entwicklung, klinischer Anwendung, Industrie und Finanzierung. Über biosaxony bringen wir diese Akteure zusammen und treiben ihre Vernetzung gezielt voran. Dass die Deutschen Biotechnologietage, das größte deutsche Branchentreffen der Biotechnologie, in der nächsten Woche in Leipzig stattfinden, zeigt, welche Bedeutung und Dynamik die Life Sciences-Branche in Sachsen inzwischen erreicht hat.« Chancen und Herausforderungen für die Branche Im Gespräch wurde deutlich, vor welchen Herausforderungen die Branche aktuell steht. Dazu zählen ein besserer Zugang zu Risikokapital, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie die Integration von Künstlicher Intelligenz in Forschung und Produktion. Gleichzeitig bieten die wachsenden Märkte für Biotechnologien und die weltweit zunehmende Bedeutung von Gesundheitsthemen große Chancen für sächsische Unternehmen. Thomas Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS): »Mit der kompletten Wertschöpfungskette am Standort, einer hohen Innovationskraft sowie den Synergien aus der Zusammenarbeit mit anderen Branchen hat die Biotechnologie das Potenzial, sich künftig noch mehr zu einer Schwerpunktbranche für Sachsen zu entwickeln. Dabei kommt vor allem der branchenübergreifenden Zusammenarbeit eine Schlüsselfunktion zu, die wir gezielt unterstützen. Dafür bringen wir in verschiedenen Formaten wie dem jährlichen Life Sciences-Forum und verschiedenen Projektwerkstätten z. B. Unternehmen aus der Textilindustrie, dem Maschinenbau, der Ernährungsbranche oder aus der Mikroelektronik mit Biotechnologiefirmen zusammen. Ziel ist es, neue technische Einsatzmöglichkeiten auszuloten und damit neue Geschäftschancen, Kooperationen und Wachstum zu fördern, etwa bei Automatisierungs- und KI-Lösungen für die Produktion in der Zell- und Gentherapie.« Gastgeber Thomas Schäfer, COO der DKMS Life Science Lab gGmbH, ergänzte: »Als Hochdurchsatzlabor für die Typisierung potenzieller Stammzellspender:innen finden wir in Sachsen hervorragende Voraussetzungen. Die Region bietet exzellente Forschungsstrukturen und hochqualifizierte Fachkräfte. Gleichzeitig profitieren wir von starken Kooperationspartnern wie dem Zukunftscluster SaxoCell und weiteren Akteuren der sächsischen Biotechnologie. Gemeinsam entwickeln wir innovative Methoden, um komplexe wissenschaftliche Fragestellungen zu adressieren, und treiben so diagnostische Verfahren voran, die Blutkrebstherapien und die Versorgung von Patient:innen nachhaltig verbessern. Wir haben uns sehr gefreut, Gastgeber des Branchengesprächs zu sein und den offenen und konstruktiven Austausch mit den vielen engagierten Akteur:innen der sächsischen Life Sciences Community zu erleben.« Hintergrund: DKMS Life Science Lab gGmbH Die DKMS – ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei - ist eine internationale gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, weltweit so vielen Blutkrebspatienten wie möglich eine zweite Lebenschance zu geben. Sie wurde 1991 in Deutschland von Dr. Peter Harf und Prof. Dr. Gerhard Ehninger gegründet und sorgt seither dafür, dass immer mehr Patienten eine lebensrettende Stammzellspende erhalten. Bei der DKMS sind mehr als 13 Millionen potenzielle Spender registriert, bis heute hat die Organisation mehr als 130.000 Stammzellspenden vermittelt. Darüber hinaus engagiert sich die DKMS in den Bereichen Medizin, Wissenschaft und Forschung, um die Heilungschancen von Patienten zu verbessern.