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  • Sozialministerin Petra Köpping hat heute in Dresden im Rahmen einer Festveranstaltung die Annen-Medaille 2026 an 20 Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren, verliehen. Staatsministerin Petra Köpping: »Die Ehrenamtlichen, die ich heute auszeichnen darf, setzen sich mitunter schon seit Jahrzehnten für ihre Mitmenschen und unsere Gesellschaft ein. Sie sind unverzichtbar, wenn es darum geht, anderen eine Stütze zu sein sowie Ängste und Nöte aufzufangen. Dafür möchte ich heute von ganzem Herzen Danke sagen und es ist mir eine große Ehre, die Auszeichnungen zu überreichen und die Menschen zu würdigen. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich. Sie weisen mit Ihrem Einsatz nicht nur denjenigen den Weg, denen Sie unmittelbar helfen. Sie sind auch ein Beispiel, an dem sich alle orientieren können. Die Geehrten sind uns große Vorbilder, die hoffentlich viele Menschen anregen, sich ebenfalls zu engagieren und für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft einzusetzen.« Bereits seit 16 Jahren wird die Festveranstaltung durch das Gymnasium Dresden-Bühlau getragen. Schülerinnen und Schüler haben für die Ehrenamtlichen in einem Unterrichtsprojekt jeweils eine Laudatio erarbeitet und diese auf der Festveranstaltung präsentiert. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Crossover Ensemble des Gymnasiums Dresden-Bühlau. Hintergrund: Die Annen-Medaille wurde im Jahre 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin »Anna von Sachsen« (1532–1585) gestiftet. Sie wird dieses Jahr zum 30. Mal verliehen. Die Annen-Medaille ist aus Meißner Porzellan gefertigt und trägt auf der Vorderseite die Worte »helfen, pflegen, fördern«. Auf der Rückseite sind die Worte »miteinander leben, füreinander da sein« eingeprägt. Preisträger der Annen-Medaille 2026 Berndt, Heidemarie – Callenberg Heidemarie Berndt hilft im Alter von 82 Jahren Menschen, die sich in Not befinden. Sie kämpft seit über 35 Jahren gegen Armut in Westsachsen und im Chemnitzer Umland. Sie sitzt im Vorstand des Vereins Lebenspunkt sowie des demokratischen Frauenbundes Westsachsen. Über letzteren organisiert und koordiniert sie seit Jahrzehnten Ausgabestellen für Bedürftige in Limbach-Oberfrohna, Hohenstein-Ernstthal, Meerane und Lichtenstein sowie 18 ehrenamtliche Helfer. Beyer, Ursula – Chemnitz Sie engagiert sich seit mehr als einem Jahrzehnt mit außergewöhnlicher Hingabe im ASB Ortsverband Chemnitz und Umgebung e.V. Ihr Wirken prägt insbesondere das Besuchs- und Vorlesehundeteam, in dem sie zunächst über viele Jahre als aktives Mitglied tätig war und schließlich die Leitung übernahm. Von 2013 bis heute ist Ursula Beyer Mitglied des Besuchshundeteams, zusätzlich übernahm sie 2017 dessen Leitung und führt das Team seither verantwortungsvoll und mit großem organisatorischem Geschick. Unter ihrer Leitung wurde das Team um den Bereich der Vorlesehunde erweitert, die in verschiedenen Bibliotheken in Chemnitz und der Umgebung Kinder beim Lesenlernen unterstützen. Darüber hinaus engagiert sie sich seit 2018 ehrenamtlich im Bereich der Telefonseelsorge bei der Stadtmission Chemnitz. Breyer, Martina – Trebsen Martina Breyer ist seit nunmehr fast 25 Jahren eine verlässliche und gewichtige Größe in der ehrenamtlichen Gremienarbeit des Bistums Dresden-Meißen und der Vertretung der Interessen der katholischen Laien. Seit 2002 gehört sie dem Katholikenrat des Bistums Dresden-Meißen an und ist seit 2017 Vorsitzende dieses Gremiums. Aus ihrer inzwischen langjährigen Tätigkeit als Katholikenratsvorsitzende sind weitere Aufgaben und Engagements entstanden, die sie allesamt als Ehrenamt ausübt. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet dabei ihr Engagement für die Unterstützung des Jüdischen Lebens in Sachsen und ihr Einsatz gegen Antisemitismus. Bruns, Winfried – Zittau Winfried Bruns engagiert sich seit 2014 mit großem persönlichem Einsatz und hoher sozialer Verantwortung im Sozialverband VdK Sachsen e. V. Er war sowohl als Beisitzer als auch als Ortsverbandsvorsitzender tätig und brachte sich darüber hinaus als Beisitzer im Kreisverband engagiert in die Verbandsarbeit ein. Mit großem Verantwortungsbewusstsein setzt er sich insbesondere für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein. Dieses Engagement zeigt sich auch in seiner Tätigkeit während der dritten Wahlperiode im Stadtrat der Stadt Zittau. Winfried Bruns ist ebenfalls Vorsitzender im Bundesvorstand der Epilepsie. Dietrich, Elke – Torgau Seit 2010 engagiert sich Elke Dietrich in einem Team von ca. 50 Ehrenamtlichen in einem ambulanten Hospizdienst, jahrelang auch in Pflegeheimen und im stationären Hospiz. Sie engagiert sich beim Respectare, einem ganzheitlichen Berührungs- und Haltungskonzept für die Pflege und Therapie, macht kurzfristige Sitzwachen, hilft bei Veranstaltungen und trägt ihr großes Wissen und ihre Erfahrung gerne weiter. Nur durch solche herausragenden Menschen ist Hospizarbeit in diesem Umfang möglich. Ziel ist es, wieder einen normalen Umgang mit diesem Thema zu fördern, damit die letzte Lebensphase eines Menschen genutzt und positiv gelebt werden kann. Fellendorf, Dirk – Chemnitz Dirk Fellendorf verbindet in beispielhafter Weise seine beruflichen Herausforderungen mit großem sozialem Engagement in und für Chemnitz. Er ist ein herausragender Netzwerker, stets am Stadtgeschehen und guten Lösungen interessiert. Er bringt sich aktiv in die Chemnitzer Stadt-, Kultur-, auch Freizeitgestaltung ein. Er wirkt aktiv in der Architektenkammer Sachsen und vertritt seit 2020 die Interessen an gutem, auch barrierefreiem Bauen als Sachkundiger Einwohner im Ausschuss des Chemnitzer Stadtrates für Stadtentwicklung und Mobilität. Er unterstützt und bewirbt über kommunale Grenzen hinweg hilfreiche Arbeitsmittel wie die »Chemnitzer Messlatte für Barrierefreiheit«, einem ganz besonderen Zollstock. Freund, Maritta – Auerbach Seit dem Jahr 1993 engagiert sich Maritta Freund mit großem persönlichem Einsatz im Ortsverband Auerbach des Sozialverbands VdK Sachsen. In den vergangenen Jahrzehnten übernahm sie seit 2007 zahlreiche verantwortungsvolle Funktionen, darunter das Amt der stellvertretenden Ortsverbandsvorsitzenden, der Ortsverbandsvorsitzenden sowie aktuell das der Beisitzerin. Mit einer Gesamtdauer von aktuell 18 Jahren ist sie ein Vorbild für den ehrenamtlichen Einsatz für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Mit großem Einfühlungsvermögen setzt sie sich dafür ein, deren Teilhabe an Veranstaltungen und am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und aktiv zu fördern. Gutowski, Dr. Christian – Oberlungwitz Dr. Christian Gutowski ist seit 2015 im Hospizdienst aktiv und engagiert sich in vielen Bereichen des Hospizvereins. Er hat die Ausbildung zum Projekt "Hospiz macht Schule" absolviert und ist mittlerweile Projektleiter des einwöchigen Projektes, dass ausschließlich von Ehrenamtlichen an einer Grundschule einmal jährlich umgesetzt wird. Aktuell lässt er sich für das Projekt »Hospiz macht Schule weiter« ausbilden, was als Zielgruppe junge Menschen der Klasse 9 im Fokus hat. Weiterhin ist er Teilnehmer der Ausbildung zum Trauerbegleiter. Härtel, Rosemarie – Bautzen Rosemarie Härtel engagiert sich seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise im gemeinwohlorientierten Ehrenamt für ein kulturelles, christliches, soziales und integratives Miteinander in ihrer Heimatstadt. Sie organisiert im nunmehr 22. Jahr die Aulakonzerte am Schiller-Gymnasium Bautzen. Die Reihe ist gekennzeichnet von hoher künstlerischer Qualität und Öffentlichkeitswirksamkeit. Sowohl lokale Künstler als auch Musiker aus Sachsen und anderen Bundesländern, aus dem europäischen Ausland, sorbische Musiker, aber auch junge Künstler und Schüler gestalten diese Konzerte, die sich beim Publikum großer Beliebtheit erfreuen. In den zurückliegenden 22 Jahren wurden insgesamt mehr als 15.000 Besucher erreicht. Ein wichtiges Anliegen der Konzertreihe ist auch die Traditionspflege, indem Absolventen des Schiller-Gymnasiums in den Konzerten zu erleben sind. Kuban, Saskia – Annaberg Saskia Kuban ist eine engagierte Bürgerin, die auftretende Fragen und Probleme anpackt und sich stets in den Dienst der Menschen stellt. Sie war 1991 Gründungsmitglied des Arbeiterwohlfahrt Kreisverbandes Annaberg e.V. und von 1991 bis 2009 im ehrenamtlichen Vorstand des AWO-Kreisverbandes Annaberg e.V. bzw. Annaberg/Mittleres Erzgebirge e.V. Mit der Neuausrichtung des AWO-Kreisverbandes Annaberg/Mittleres Erzgebirge e.V. im Jahre 2009 wurde sie in den hauptamtlichen Vorstand berufen und ist seit 2012 Hausleitung des Bürgerhauses Drebach. Ehrenamtlich ist sie Ansprechpartnerin für das Lokale Bündnis für Familie. Sie begleitet und organisiert mit weiteren freiwillig Engagierten das Netzwerk "Alter-Familie-Pflege im Erzgebirge". Lierck, Elena – Dresden Elena Lierck setzt sich bundesweit dafür ein, die Krankheit ME/CFS bekannter zu machen, aufzuklären, die medizinische Versorgung und Forschung voranzubringen sowie die Unterstützung für die betroffenen Kinder und ihre Familien zu verbessern. Elena Lierck hat damit vielen betroffenen Kindern und Familien eine Hoffnung in dieser hoffnungslosen Situation gegeben. Sie ist politisch aktiv, als Teilnehmerin an den Runden Tischen Long Covid beim Bundesministerium für Gesundheit, als Expertin bei der Enquetekommission des Bundestages zur Corona-Aufarbeitung und bei der Enquetekommission des Sächsischen Landtages zur Corona-Aufarbeitung. Meißner, Ute – Wiedemar Ute Meißner engagiert sich seit Jahrzehnten mit außergewöhnlichem persönlichem Einsatz für das Gemeinwohl in der Gemeinde Wiedemar sowie weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Mit großer Verlässlichkeit und, Verantwortungsbewusstsein prägt sie seit den frühen 1990er Jahren das gesellschaftliche, kommunale und kirchliche Leben ihrer Heimatregion. Seit etwa 1994 begleitet sie als Mitglied des Gemeinderates die Entwicklung und die Geschicke der Gemeinde Wiedemar. Auch auf Landkreisebene bringt sie sich seit Jahrzehnten als Kreisrätin mit einer kleinen Unterbrechung jedoch mit großem Engagement und hoher Fachkompetenz ein. Seit 1998 engagiert sie sich im Gemeindekirchenrat und setzt sich mit großer Hingabe für die Bewahrung christlicher Werte und des gesellschaftlichen Zusammenhalts ein. Münch, Ulrich – Torgau Ulrich Münch engagiert sich seit dem Jahr 2001 ununterbrochen in der Notfallseelsorge Torgau-Oschatz. Als Teamleiter koordiniert und begleitet er ein Team von derzeit 13 ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und -seelsorgern, die in akuten Krisensituationen Menschen beistehen. In diesen belastenden Situationen leistet er Ersthilfe für die Seele. Darüber hinaus unterstützt er sie bei den ersten organisatorischen Schritten in der Ausnahmesituation. Daneben übernimmt Ulrich Münch auch Führungs- und Vernetzungsaufgaben im Landkreis Nordsachsen. Er vertritt die Notfallseelsorge nach außen, pflegt den Kontakt zu Einsatzkräften, Kirchen und Behörden und sorgt für Aus- und Fortbildung im Team. Sein Wirken ist von unschätzbarem Wert für die Menschen in der Region. Papsch, Christa – Altenberg (OT Schellerhau) Christa Papsch und ihr Ehemann haben sich nach ihrer Pensionierung im Besonderen für die kulturelle Entwicklung, ein gemeinwohlorientiertes Zusammenleben, ein friedliches Miteinander sowie dem Thema Nachhaltigkeit im osterzgebirgischen Raum in und um Altenberg gewidmet. Die Eheleute Papsch waren im Herbst 2015 maßgeblich am Aufbau eines ehrenamtlichen Arbeitskreises zur Unterstützung Geflüchteter involviert, haben Austauschformate strukturiert, Begegnungstreffen initiiert, den Austausch mit politischen Verantwortungsträgern in einem schwierigen Umfeld forciert, finanzielle und räumliche Rahmenbedingungen für eine langfristige bestehende Teilhabearbeit geschaffen, Auch für die kulturelle Entwicklung in ihrem Ortsteil haben sie Sorge getragen. So konnte zum Beispiel das bereits 1994 eingerichtet Museum der Gemeinde langfristig erhalten werden. Nach dem Tod ihres Ehemannes 2023 führt Christa Papsch das gemeinsame Vermächtnis unbeirrt fort. Quietzsch, PD Dr. med. habil Detlef – Chemnitz Das Wirken von PD Dr. med. habil. Detlef Quietzsch zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Verbindung aus wissenschaftlicher Expertise, medizinischer Verantwortung und langjährigem ehrenamtlichem Engagement für Krebspatientinnen und -patienten sowie deren Angehörige im Freistaat Sachsen aus. Über viele Jahre hat er sich in besonderem Maße für die Verbesserung der onkologischen Versorgung, die Stärkung der Selbsthilfe sowie die Vernetzung von Versorgung, Wissenschaft und Patientenunterstützung eingesetzt. Von zentraler Bedeutung ist sein langjähriges Engagement in der Sächsischen Krebsgesellschaft e. V. Seit 1999 war er Mitglied des Vorstandes und übernahm von 2001 bis 2006 als wissenschaftlicher Vorstandsvorsitzender eine prägende Rolle in der strategischen und inhaltlichen Weiterentwicklung der Gesellschaft. Richter, Claudia – Beilrode Claudia Richter ist seit zehn Jahren in der Gemeinde Arzberg ehrenamtlich aktiv. Als stellvertretende Vorsitzende des "Vereins zur Bewahrung und Förderung des ländlichen Raumes Ostelbien im Landkreis Nordsachsen e. V." (Ostelbien-Verein) kümmert sie sich nicht nur um die herkömmliche Vereinsarbeit, sondern schafft viel Nachhaltiges für die Region. Sie fungiert als hauptamtliche Leiterin des Ostelbischen Mehrgenerationenhauses Arzberg (O-M-A). Dort hat sie ein umfassendes Netzwerk aufgebaut, das sie für ihre vielen ehrenamtlichen Projekte und Aktionen bestens nutzen kann. Dadurch gelingt es ihr, das umfangreiche Anforderungsportfolio an das gesamtdeutsche Förderprogramm Mehrgenerationenhäuser zu erfüllen, umzusetzen und stetig zu erweitern. Neben ihrer Hauptamtlichkeit initiiert sie stets neue Angebote in einem breiten Spektrum des gesellschaftlichen Lebens. Richter, Jerome – Dresden Jerome Richter ist seit seiner Jugend ehrenamtlich bei der Johanniter Unfall-Hilfe e.V. im Katastrophenschutzzug Leisnig tätig. Er absolvierte eine Vielzahl wichtiger Ausbildungen welche für den Einsatzzug von Bedeutung sind. Er ist geprüfter Medizinproduktbeauftragter, Rettungssanitäter und Fachdozent für Bevölkerungsschutz im gesamten Landesverband der JUH tätig und bildet dort unter anderem Helfer in der Grundausbildung zum Gruppenführer im Bevölkerungsschutz an der Johanniter-Akademie am Campus in Leipzig aus. Er leitete in seinem Ehrenamt mehrere Einsätze des Einsatzzuges 2 und der SEG Leisnig unterhalb und oberhalb der Katastrophenschwelle. Schmitzer, Jörg – Delitzsch Jörg Schmitzer ist seit 2014 hauptamtlicher Mitarbeiter in der Notfallrettung beim DRK Kreisverband Delitzsch e.V. Von der Lehrrettungswache in der Ludwig-Jahn-Straße aus geht er Tag und Nacht in den Einsatz. Ebenso ist der Sanitäter seit über einem Jahrzehnt aktiv beim ehrenamtlichen Katastrophenschutz der Hilfsorganisation. Seine ganze Freizeit widmet er der Präventionsarbeit im Bereich der Ersten Hilfe. Er schafft es mit allerhand Retter-Equipment Kleinkinder zu begeistern, mit praktischen Handgriffen, Jugendliche an sein Berufsfeld heranzuführen und mit viel Charme und Witz Rentnern etwaige Berührungsängste zu nehmen. Ganz nach dem Credo des Roten Kreuzes »Im Zeichen der Menschlichkeit« nutzt Schmitzer seine sympathische Art, um generationsübergreifend den Rotkreuzgedanken weiterzugeben. Steege, Heike – Chemnitz Heike Steege ist ausgebildete Sozialpädagogin. Hauptamtlich war sie in der Zeit von 1991 bis 2024 in der Stadtverwaltung Chemnitz tätig (Ausländerbeauftragte der Stadt Chemnitz, Leiterin der Abteilung Migration, Integration, Wohnen im Sozialamt, Abteilungsleiterin im Jugendamt). Im Rahmen ihrer hauptamtlichen Tätigkeit war sie auch von den Anfängen des Beirats im Jahr 2020 bis Ende Juli 2024 Mitglied im Beirat der Fachzeitschrift "DAS JUGENDAMT (JAmt). Daneben hat sie über Jahrzehnte zahlreiche ehrenamtliche Ämter im sozialen Bereich begleitet: Interkultureller Garten "Bunte Erde" in Chemnitz, AG Chemnitzer Friedenstag, Jury Chemnitzer Friedenspreis oder Mit-Mach-Garten - ein 2020 entstandener Gemeinschaftsgarten. Hinweis: Eine weitere Preisträgerin hat der Veröffentlichung ihres Namens nicht zugestimmt.
  • Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch hat am Mittwoch (07.10.) in Königshain das erste Regio-Picknick eröffnet. Mit der neuen Veranstaltungsreihe stellte sich Pro-Regio Sachsen erstmals als Servicestelle für die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten vor. Im Mittelpunkt des Treffens standen regionale Erzeugnisse und ihre Hersteller, Praxisbeispiele sowie der persönliche Austausch zwischen den Akteuren. »Ich freue mich sehr, beim ersten Treffen dieser Art dabei zu sein«, sagte von Breitenbuch. »Genau solche persönlichen Begegnungen brauchen wir, um regionale Wertschöpfungsketten in Sachsen weiter zu stärken. Pro-Regio Sachsen wird in den kommenden Monaten die Akteure der Land- und Ernährungswirtschaft dabei unterstützen, landwirtschaftliche Betriebe noch enger mit Lebensmittelhandwerk, Handel und Gastronomie zusammenzubringen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für die Landwirtschaft ist das ein wichtiges Signal. Auch mit Blick auf die Versorgungssicherheit liegt mir dieses Thema besonders am Herzen.« Pro-Regio Sachsen bietet Beratung, Kooperationsanbahnung, Marktanalysen, Praxisbegleitung und acht regionale Bildungsformate in allen sächsischen Kernregionen an. Ziel ist es, regionale Wertschöpfung zu stärken, kurze Lieferwege auszubauen und neue Kooperationen entlang der Lebensmittelkette zu fördern. »Beim Regio-Picknick wollen wir Menschen zusammenbringen, die etwas bewegen wollen. Denn oft entstehen neue Kooperationen nicht am Konferenztisch, sondern im persönlichen Gespräch. Wir als Pro-Regio Sachsen unterstützen dann mit unserem kostenlosen individuellen Beratungsangebot«, sagt Sirko Hornung, Projektleiter von Pro-Regio Sachsen. Nach der Auftaktveranstaltung »Regionale Wertschöpfung: Fokus Schwein und Brot« Ende September in Grimma setzt Pro-Regio Sachsen mit dem Regio-Picknick nun bewusst auf ein anderes Format: weniger Podium, mehr Begegnung. An verschiedenen Thementischen, darunter »Hopfen & Rebe« oder »Rind & Schwein«, konnten sich die Anwesenden über konkrete Projekte informieren, Erfahrungen austauschen und neue Kontakte knüpfen. Zusätzliche Best-Practice-Beispiele wie die »Leipziger SüdraumSchätze« und Geogenuss vom Geopark Porphyrland zeigten, wie regionale Produkte gemeinsam vermarktet und neue Angebote entwickelt werden können. Auch kulinarisch stand die regionale Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Beim Grillcontest traten regionale Erzeuger, Fleischer und Gastronomen an; die Gäste entschieden über ihren Favoriten. Bei Shuttle-Touren zur Genießergenossenschaft Sachsen eG konnten die Teilnehmer zudem einen Blick hinter die Kulissen der landwirtschaftlichen Schweineproduktion für regionale Produkte werfen. Hintergrund Pro-Regio Sachsen ist eine vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) geförderte Servicestelle des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), die seit Juli 2026 regionale Wertschöpfungsketten stärkt. Sie berät und unterstützt landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeiter, Direktvermarkter, Lebensmittelhandwerk, Handel und Gastronomie dabei, regionale Produkte stärker in sächsische Absatzwege zu bringen. Im Mittelpunkt stehen Beratung, Prozessbegleitung, Kooperationsanbahnung und die Entwicklung tragfähiger Lieferbeziehungen zwischen Erzeugung, Verarbeitung und Abnahme. Getragen wird das Projekt durch die ARGE Sächsisch Gut eG und Sächsischer Landesbauernverband e. V. Zu den zentralen Projektpartnern im Führungsteam gehören der DEHOGA Sachsen e. V., der Heimatgenuss Mitteldeutschland e. V. sowie weitere Fachpartner aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung. Es knüpft an die Arbeit der Sächsischen Agentur für Regionale Lebensmittel (AgiL, 2021-2026) an. Das Projekt Pro-Regio Sachsen wird aus Mitteln des Freistaates Sachsen auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts finanziert und läuft bis Ende 2027. Kontakt: Pro-Regio Sachsen – Servicestelle für regionale Beschaffung und Vermarktung Projektleiter Sirko Hornung Am Lagerhaus 1 in 09306 Erlau E-Mail: info@pro-regio-sachsen.de Telefon: 03737 / 490555 www.proregiosachsen.de
  • Bautzen (7. Oktober 2026): Mit einem gemeinsamen Spatenstich haben heute Ministerpräsident Michael Kretschmer, Kulturministerin Barbara Klepsch, der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk, Jan Budar, Landrat Udo Witschas und der Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, Karsten Vogt, den Start für das Sorbische Wissensforum am Lauenareal symbolisch eingeleitet. Es ist das bisher größte Bauprojekt der Stiftung für das sorbische Volk. Im Zentrum von Bautzen werden damit das Kulturarchiv, die Zentralbibliothek sowie das Sorbische Museum an einem Standort zusammengeführt. Damit können Forschung, Bewahrung und Vermittlung der sorbischen Kultur erstmals an einem gemeinsamen Standort gebündelt werden. Mit modernen, barrierefreien und fachgerechten Räumen entsteht ein überregional ausstrahlendes Zentrum sorbischer Kultur. Zugleich wird die Innenstadt Bautzens aufgewertet und die Stadt als Standort sorbischer Institutionen gestärkt. Der erste Bauabschnitt wird mit rund 14,6 Millionen Euro aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen unterstützt. Der Spatenstich ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit von Stiftung, Freistaat Sachsen, Landkreis Bautzen und den beteiligten sorbischen Einrichtungen. Grundlage des Projektes ist ein Letter of Intent, in dem 2020 die Stiftung für das sorbische Volk, der Freistaat Sachsen und der Landkreis Bautzen die gemeinsame Vorbereitung und Umsetzung des Vorhabens beschlossen haben. Der Ort hat für das sorbische Volk eine besondere historische Bedeutung – er liegt nahe dem 1945 zerstörten Wendischen Haus. Vor kurzem erhielten die Archäologen grünes Licht, auf der Fläche zwischen dem Lauengraben und der Alten Posthalterei zu graben, wo später ein Keller für Magazine entstehen soll. Probebohrungen haben in einer Tiefe von rund 1,5 Meter auf Reste einer Siedlung aus dem frühen Mittelalter hingewiesen. Die archäologischen Ausgrabungen sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. Bereits Anfang September wurde der Stiftung die Baugenehmigung für den 1. Bauabschnitt (Hillersches Ensemble an der Ecke Äußere Lauenstraße / Goschwitzstraße) erteilt. Aktuell werden die umfangreichen Ausschreibungen für die einzelnen Bauarbeiten vorbereitet, die im Frühjahr 2027 starten sollen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer erklärte dazu: »Mit dem Spatenstich für das Sorbische Wissensforum am Lauenareal setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft der sorbischen Sprache und Kultur. Die Bewahrung und Entwicklung der sorbischen Identität ist nicht nur eine Frage unserer Geschichte, sondern ein verfassungsmäßiger Auftrag und gelebter Teil unseres Selbstverständnisses als Freistaat Sachsen. Gerade im Strukturwandel zeigt sich, wie wichtig kulturelle Identität für den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit einer Region ist. Sorbische Sprache und Kultur leisten hierfür einen unverzichtbaren Beitrag. Mit dem Sorbischen Wissensforum schaffen wir für das sorbische Volk, die Bautznerinnen und Bautzner und alle Interessierten einen einzigartigen Ort des Bewahrens, der Begegnung und der Innovation.« Ministerin für Kultur Barbara Klepsch: »Die Stiftung für das sorbische Volk hat heute einen ersten wichtigen Meilenstein für das »Sorbische Wissensforum am Lauenareal« erreicht. Mein Haus hat die Idee und die Planungen für das Vorhaben seit seinen Anfängen unterstützt und ich freue mich sehr, dass die Stiftung nun mit dem Bau beginnen kann. Das Sorbische Wissensforum wird ein Ort, an dem sorbische Sprache und Kultur nicht nur bewahrt, sondern gelebt, erforscht und weitergegeben werden. Durch die Sammlungen des Sorbischen Museums und des Sorbischen Instituts wird das »Sorbische Wissensforum« der weltweit herausragendste Standort sorbischer kulturgeschichtlicher Zeugnisse. Eine vollkommen neu entwickelte Dauerausstellung des »Sorbischen Museums« wird sorbische Sprache und Kultur für das sorbische Volk selbst, aber auch Besucherinnen und Besucher aus aller Welt attraktiv präsentieren. Mit dem heutigen 1. Spatenstich schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass sorbisches Wissen und sorbische Kultur auch künftig mitten in der Gesellschaft ihren Platz haben – sichtbar, selbstbewusst und zukunftsorientiert.« In seiner kurzen Ansprache sagte Jan Budar, Direktor der Stiftung für das sorbische Volk: »Die Errichtung des neuen Komplexes im Herzen von Bautzen ist für die Sorben das Jahrhundertprojekt, welches von vielen Schultern getragen wird. Für diese historische Chance und die breite Unterstützung bin ich allen Unterstützern dankbar.« Weiter sprachen der Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, Karsten Vogt, der vor allem auf die Historie der Brache verwies (ehemaliger Standort des Wendischen Hauses) und der Landrat des Landkreises Bautzen, Udo Witschas. Er unterstrich die Bedeutung des Bauvorhabens für das Sorbische Museum Bautzen, denn die Modernisierung der Ausstellung wird die Attraktivität des Hauses signifikant steigern. Der Landkreis Bautzen ist Träger des Sorbischen Museums. Die Direktorin des Sorbischen Museums, Christina Bogusz und Susanne Hose, stellvertretende Direktorin des Sorbischen Instituts dankten vor allem für die einmalige Chance, die dieses Bauprojekt für beide Institutionen darstellt. Neben den Architekten von bogevischs buero aus München und vielen anderen am Baugeschehen beteiligten Partner waren auch Marko Schiemann, Mitglied des Sächsischen Landtages und Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats der Stiftung für das sorbische Volk sowie die Beauftragte für sorbische Angelegenheiten der Sächsischen Staatsregierung, Franziska Brech, unter den Gästen. Hintergrund Das Sorbische Wissensforum am Lauenareal ist ein Großprojekt der Stiftung für das sorbische Volk. In den neuen Komplex sollen 2030 das Sorbische Museum mit neuer Dauerausstellung und Trachtendepot sowie das Sorbische Institut mit Archiv und Bibliothek einziehen. Für den Bau des Sorbischen Wissensforums stehen 50 Millionen Euro aus Strukturmitteln zur Verfügung. Aktuelle Entwicklungen und viele Hintergrundinformationen finden Sie auf dem Projektblog www.lauenareal.bz
  • Dresden, 07.10.2026. In Sachsen nimmt die Wärmeplanung in den Kommunen Fahrt auf. Besonders ambitionierte Kommunen starten bereits mit der Umsetzung ihrer Wärmepläne, viele sind mitten im Prozess und auch die übrigen Kommunen schaffen derzeit die Voraussetzungen für ihren Einstieg in die Wärmeplanung. Auf der heutigen Fachtagung zur Kommunalen Wärmeplanung in Sachsen im Konferenzzentrum der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) in Dresden diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Landesverwaltung mit Planern, Energie- und Wohnungswirtschaft, Finanzinstitutionen uvm. über konkrete Schritte hin zu einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung vor Ort. Zum Auftakt der Veranstaltung betont Dirk Panter, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA), die Rolle der Kommunen bei der Wärmewende: »Der Erfolg der Wärmewende entscheidet sich nicht am Schreibtisch in Behörden, sondern vor Ort bei den Menschen. Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger brauchen dafür nicht nur gute Konzepte, sondern auch verlässliche Unterstützung bei der Umsetzung. Mit den ersten Bewilligungen zeigen wir: Sachsen stellt die notwendigen Mittel bereit und bringt konkrete Projekte auf den Weg. Wir fördern Investitionen, die fossile Energieträger ersetzen, die Versorgung unabhängiger und klimafreundlicher machen und zugleich Wertschöpfung in den Regionen halten. Gerade in den Strukturwandelregionen wollen wir die Wärmewende als wirtschaftliche Chance nutzen – um moderne Infrastruktur, regionale Aufträge und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen.« In einem anschließenden moderierten Gespräch geben Staatsminister Dirk Panter, Torsten Ruban-Zeh, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Hoyerswerda sowie Robert Schurzig, Clusterlead Corporate Finance der SAB, Einblicke in die aktuelle und geplante Förderlandschaft in Sachsen und wie die Umsetzung konkret in den Kommunen erfolgen kann. Robert Schurzig, Clusterlead Corporate Finance der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – unterstreicht die Bedeutung der Förderung und partnerschaftlichen Zusammenarbeit: »Wärmenetze und andere Infrastrukturprojekte stellen viele Kommunen finanziell und organisatorisch vor große Herausforderungen. Unser Ansatz ist es, frühzeitig gemeinsam mit den Kommunen und kommunalnahen Unternehmen zu prüfen, welche Projekte tragfähig sind, welche Finanzierungsbausteine dafür infrage kommen und welche Partner vor Ort eingebunden werden sollten. Die Kombination aus einer zukunftsorientierten kommunalen Wärmeplanung, interkommunaler Zusammenarbeit regionaler Akteure sowie attraktiven Förder- und Finanzierungsangeboten schaffen eine solide Grundlage. So können aus Ideen tatsächlich Investitionen werden.« Im Mittelpunkt der Fachtagung stehen die Chancen der Wärmewende für die regionale Wertschöpfung und die Frage, wie Kommunen ihre Wärmepläne in konkrete Projekte überführen können. In weiteren Plenarvorträgen, u. a. von Thoralf Piwonka aus dem SMWA und Oliver Antoni von der Stiftung Umweltenergierecht sowie sich anschließenden Fachrunden werden rechtliche Rahmenbedingungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Praxisbeispiele aus sächsischen Kommunen vorgestellt. SAENA stärkt Kommunen mit Fachwissen und Praxisbezug Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH begleitet sächsische Kommunen und Akteure bei der Wärmeplanung mit Beratung, fachlichen Arbeitshilfen und Veranstaltungen wie der heutigen Fachtagung. Antje Fritzsche, Seniorberaterin bei der SAENA und Projektleiterin der Servicestelle kommunale Wärmeplanung, betont die Bedeutung von Wissenstransfer und Vernetzung: »Viele Kommunen stehen vor enormen Aufgaben: Sie sollen Wärmepläne erstellen, Bürger informieren, Investoren gewinnen und Projekte koordinieren. Genau hier setzt unsere Fachtagung an. Wir bringen Kommunen, Fachleute und Fördergeber zusammen, zeigen Umsetzungswege und machen deutlich: Wärmeplanung ist kein reines Pflichtprogramm. Sie birgt die Option, die zukünftige Energieversorgung vor Ort aktiv mitzugestalten.« Die kommunale Wärmeplanung (KWP) ist eine zentrale, langfristige Koordinierungsaufgabe für Kommunen mit dem Ziel, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer nachhaltigen, sparsamen, bezahlbaren, resilienten und treibhausgasneutralen Wärmeversorgung zu ermitteln. Der Wärmeplan soll den Transformationsweg für alle betroffenen Akteure hin zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bestmöglich darstellen. Über die Sächsische Energieagentur Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Beratungs-, Informations-, und Kompetenzzentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung, Energieeffizienz und effiziente Mobilität. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Sie dient als sachsenweite Anlaufstelle für alle handelnden Personen und Institutionen im Bereich Energie und Klimaschutz. Fachliche Ansprechpartnerin: Antje Fritzsche, Tel.: 0351 4910-3173 E-Mail: antje.fritzsche@saena.de Pressekontakt: Sylvia Hünlich, Tel.: 0351 4910-3158 E-Mail: sylvia.huenlich@saena.de * Hinweis zur sprachlichen Regelung Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird auf die Anwendung der geschlechtergerechten Sprache verzichtet. Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten für alle Geschlechtsidentitäten
  • Verantwortlich: Anja Leuschner (al), Sebastian Handrack (sh), Eduard Schreiber (es) Betrügerischer QR-Code Görlitz 06.10.2026, 12:55 Uhr Ein Görlitzer hat am Dienstag einen Brief von seiner vermeintlichen Geschäftsbank im Briefkasten gehabt. In dem Schreiben stand der Hinweis, dass ihm eine Kontosperrung drohe sowie die Aufforderung, einen QR-Code einzuscannen. Der Geschädigte kam dem nach. Dadurch erlangten die Täter jedoch Zugriff auf seine Konten und buchten insgesamt 10.000 Euro ab. Der Bestohlene erstattete Anzeige. Quishing - Was ist das? Betrüger nutzen QR-Codes, die zu gefälschten Webseiten führen, welche legitimen Seiten ähneln. Diese Webseiten fordern Benutzer dann auf, persönliche Informationen wie Passwörter oder Kreditkartendaten einzugeben. Eine aktuelle Masche besteht darin, gefälschte QR-Codes auf Aufklebern an Parkscheinautomaten anzubringen. Diese Aufkleber sind oft professionell gestaltet und nutzen missbräuchlich Logos bekannter Bezahldienste. Die Täter überkleben damit zum Teil die Original-QR-Codes auf den Automaten. Die Codes kommen aber auch per E-Mail oder - wie in diesem Fall - ganz klassisch per Post zu den Geschädigten. Wie können Sie sich schützen? • Im Zweifelsfall nicht scannen: Wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt, scannen Sie den QR-Code nicht. • Aktuelle Warnungen beachten: Informieren Sie sich über aktuelle Betrugsmaschen, beispielsweise auf der Webseite Ihres Kreditinstituts. • Vorsicht bei Kurzlinks: Überprüfen Sie die angezeigte URL nach dem Scannen des QR-Codes genau, bevor Sie sie öffnen. Besonders auf kleinen Smartphone-Displays kann der gefährliche Teil des Links leicht übersehen werden. • Direkten App-Zugriff bevorzugen: Wenn Sie die dazugehörige App bereits installiert haben, nutzen Sie diese direkt, anstatt den QR-Code zu scannen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/was-ist-quishing/. (al) Autobahnpolizeirevier Bautzen Mittelschutzplanke beschädigt BAB 4, Dresden - Görlitz, in Höhe Göda 06.10.2026, 08:40 Uhr Am Dienstagvormittag ist eine 22-jährige Autofahrerin auf der A 4 zwischen den Anschlussstellen Uhyst und Salzenforst nach links von der Fahrbahn abgekommen. Dabei prallte ihr BMW gegen die Mittelschutzplanke. Die Frau wurde nicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 6.000 Euro. (sh) Drogenfahrt beendet BAB 4, Görlitz - Dresden, in Höhe Ottendorf-Okrilla 06.10.2026, 10:10 Uhr Beamten des Autobahnpolizeireviers ist am Dienstagvormittag auf der A 4 ein Transporter mit unsicherer Fahrweise aufgefallen. Die Polizisten stoppten den Citroen auf einem Rastplatz bei Ottendorf-Okrilla. Ein Drogentest bei dem 39-jährigen tschechischen Fahrer schlug auf Kokain bzw. Opiate an. Die Weiterfahrt wurde dem Mann untersagt und eine Blutentnahme durchgeführt. Es folgte eine Anzeige wegen Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel. (sh) Zusammenstoß mit Sattelzug BAB 4, Dresden - Görlitz, in Höhe Bautzen-West 06.10.2026, 14:40 Uhr Am Dienstagnachmittag ist es auf der A 4 bei Bautzen vor einer Baustelle zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Sattelzug gekommen. Ein 74-jähriger Kia-Fahrer sah vermutlich das Ende eines Staus zu spät und wollte ausweichen. Dabei stieß der Pkw des Mannes gegen einen Sattelzug, der sich auf der rechten Fahrbahn befand. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden belief sich auf circa 10.000 Euro. (sh) Landkreis Bautzen Polizeireviere Bautzen/Kamenz/Hoyerswerda Falscher Buchankauf Landkreis Bautzen 21.09.2026 - 06.10.2026 Kriminelle haben in den vergangenen Wochen eine Frau aus dem Landkreis Bautzen um mehrere tausend Euro betrogen. Sie riefen zunächst bei ihr an, gaukelten Interesse an ihrer Büchersammlung von Bertelsmann Brockhaus vor und vereinbarten einen Vor-Ort-Termin. Eine Frau und ein Mann stellten sich bei der 86-Jährigen vor und boten 44.000 Euro für die Bücher. Zur angeblichen Registrierung bei der Bank forderten die Betrüger die EC-Karte der Geschädigten. Einige Tage später informierte das Kreditinstitut die Seniorin darüber, dass unberechtigt 3.300 Euro von ihrem Konto abgebucht wurden. Der Kriminaldienst des örtlichen Reviers ermittelt. Die Polizei warnt vor dieser sogenannten Faksimile-Masche. Seien Sie besonders aufmerksam, wenn sich angebliche Ankäufer für Ihre Büchersammlung interessieren. Den Tätern liegen oftmals ehemalige Kundendaten vor, weshalb sie bei ihren Opfern einen Vorschuss an Glaubwürdigkeit haben. Vertrauen Sie jedoch hier niemals blind - es geht um Ihr Geld! Schützen Sie Ihre Ersparnisse und prüfen Sie lieber zwei- als keinmal nach, wer Sie da anruft. Lassen Sie niemanden in Ihre Wohnung. Reden Sie darüber mit Ihren Angehörigen, Nachbarn oder der Polizei. Geben Sie keine sensiblen Daten heraus und unterschreiben Sie nichts. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/faksimile-replika-betrug-mit-lexika-und-buechersammlungen/ (al) Handy gestohlen Bautzen, Rathenauplatz 05.10.2026, 13:15 Uhr - 13:20 Uhr 06.10.2026 polizeibekannt Eine Frau ist am Montagnachmittag beim Aussteigen aus dem Zug am Rathenauplatz in Bautzen bestohlen worden. Die Täter griffen sich das Mobiltelefon aus der Handtasche der 48-jährigen Geschädigten. Neben dem ideellen Wert beklagte sie einen finanziellen Verlust von rund 400 Euro. Eine Streife nahm die Anzeige auf. (al) Kaffeeautomat aufgebrochen Doberschau-Gaußig 06.10.2026, 04:00 Uhr - 05:30 Uhr Diebe haben sich am zeitigen Dienstagmorgen an einem Kaffeeautomaten in Doberschau-Gaußig zu schaffen gemacht. Sie brachen ihn auf und stahlen die Geldkassette mit etwa 250 Euro darin. Hinzu kam noch ein Sachschaden von circa 50 Euro. Eine Streife sicherte Spuren und leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Mit diesem befasst sich der Kriminaldienst des Bautzener Polizeireviers. (al) Unfall mit vier Verletzten Neukirch/Lausitz, Hauptstraße 06.10.2026, 16:40 Uhr Zu einem Unfall mit vier Verletzten ist es am Dienstagnachmittag in Neukirch gekommen. Eine 25-jährige Fahrerin eines VW Golf war auf der Hauptstraße unterwegs und fuhr auf den Toyota Europe einer 62-Jährigen auf. Durch den Aufprall wurde der Toyota gegen den davor stehenden Seat Ibiza einer 26-Jährigen geschoben. Dabei wurde ein sechsjähriges Mädchen leicht verletzt und musste medizinisch versorgt werden. Drei weitere Personen erlitten ebenfalls leichte Verletzungen und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Hauptstraße musste für etwa 90 Minuten komplett gesperrt werden. Der Toyota wurde abgeschleppt. Es entstand ein Gesamtsachschaden von etwa 40.000 Euro. (al) Metallschrott entwendet Pulsnitz, Spittelweg 06.10.2026, 03:55 Uhr - 04:10 Uhr Unbekannte Diebe haben in der Nacht zu Dienstag in Pulsnitz ihr Unwesen getrieben. Sie gelangten unbefugt auf ein Firmengrundstück am Spittelweg und stahlen Metallschrott im Wert von etwa 200 Euro. Polizisten sicherten Spuren und nahmen die Anzeige auf. Die Ermittlungen führt der Kriminaldienst des Polizeireviers Kamenz. (al) E-Scooter geklaut Hoyerswerda, Albert-Schweizer-Straße 05.10.2026, 21:30 Uhr bis 06.10.2026, 07:00 Uhr In Hoyerswerda haben Unbekannte in der Nacht zu Dienstag einen E-Scooter aus einem Mehrfamilienhaus an der Albert-Schweizer-Straße gestohlen. Der schwarze Roller von Xiaomi war etwa 350 Euro wert. Beamte des örtlichen Reviers nahmen die Anzeige auf und schrieben den Scooter zur Fahndung aus. (sh) Telefonbetrüger gehen leer aus Hoyerswerda 06.10.2026 Telefonbetrüger sind am Dienstag in Hoyerswerda aktiv gewesen und dabei leer ausgegangen. Sie klingelten bei mehreren Bürgern durch und erzählten in den meisten Fällen die Legende vom Autounfall. Ein Angehöriger hätte diesen im Ausland verursacht und dabei jemanden tödlich verletzt. Nun sei eine Kaution fällig, um den Unfallverursacher aus dem Gefängnis freizukaufen. In einem Fall berichteten die Betrüger, dass die Tochter der Angerufenen schwer erkrankt sei und im Krankenhaus liegen würde. Bevor die Täter hier nach Geld fragen konnten, vermutlich für ein spezielles Medikament, legte die Dame auf und kontaktierte ihre Tochter. Auch in den Fällen des vermeintlichen Unfalls erkannten die Bürger den Schwindel und beendeten das Gespräch. Die Polizei lobt das aufmerksame und umsichtige Handeln der Betroffenen. (al) Radfahrer bei Unfall verletzt Hoyerswerda, Thomas-Müntzer-Straße/Cottbuser Tor 06.10.2026, 09:30 Uhr Am Dienstagvormittag hat sich in Hoyerswerda ein Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Radfahrer ereignet. Ein 73-Jähriger war mit einem VW Golf auf der Thomas-Müntzer-Straße unterwegs und wollte nach links zum Cottbuser Tor abbiegen. Hierbei übersah er offenbar den 70-jährigen Radfahrer und es kam zur Kollision. Dieser stürzte und verletzte sich am Bein. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Beamte des Reviers Hoyerswerda übernahmen die Ermittlungen. (sh) Landkreis Görlitz Polizeireviere Görlitz/Zittau-Oberland/Weißwasser Betrügerische Geldanlage Görlitz November 2025 - 05.10.2026 06.10.2026 polizeibekannt Eine Frau ist am Dienstag im Polizeirevier Görlitz zur Anzeige eines Betrugs erschienen. Sie schilderte, dass ihr Lebensgefährte seit November 2025 mehrere zehntausend Euro auf ein ausländisches Konto überwiesen hat. Er tat dies in der Annahme, gewinnbringend in Kryptowährung zu investieren. Eine Auszahlung der in Aussicht gestellten Gewinne erfolgte nicht. Die Geschädigten erkannten daraufhin den Betrug und gingen zur Polizei. Diese übernahm die Ermittlungen. (al) In Schuppen und Garage eingebrochen Niesky 05.10.2026, 20:00 Uhr - 06.10.2026, 15:30 Uhr Langfinger sind in der Nacht zu Dienstag in zwei Schuppen auf einem Grundstück bei Niesky eingebrochen. Sie stahlen mehrere Wasserkästen sowie eine Geldkassette mit Bargeld. Anschließend gelangten die Täter in eine Garage und entwendeten daraus zwei Kettensägen, einen Freischneider, einen Schultergurt sowie einen Benzinkanister. Der Diebstahlschaden wurde mit etwa 1.700 Euro beziffert. Sachschaden entstand nicht. Polizisten sicherten Spuren und eröffneten ein Ermittlungsverfahren. (al) Fahrradfahrer verursacht einen Verkehrsunfall mit fast drei Promille Niesky, Rothenburger Straße 06.10.2026, 12:30 Uhr Polizeibeamte haben am Dienstag zur Mittagsstunde eine Verkehrsunfallflucht in Niesky aufgeklärt. Ein 27-jähriger Fahrradfahrer mit somalischer Staatsangehörigkeit befuhr stark alkoholisiert die Rothenburger Straße. Dabei geriet er in den Gegenverkehr. Zu diesem Zeitpunkt kam ihm eine 37-jährige Pkw-Fahrerin entgegen. Die Frau im Mini bemerkte die Gefahr, verringerte die Geschwindigkeit und fuhr an den äußeren rechten Fahrbahnrand. Dennoch kam es zum Zusammenstoß. Der Radler setzte seine Fahrt pflichtwidrig fort, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Die Beamten befragten Zeugen und machten den Mann in der Nähe ausfindig. Sie führten einen Atemalkoholtest durch, der umgerechnet 2,88 Promille ergab. Die Polizisten ordneten eine Blutentnahme an und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen der Straßenverkehrsgefährdung und Verkehrsunfallflucht ein. Am Pkw entstand ein Sachschaden von ungefähr 1.000 Euro. (es) Drogentest schlägt bei E-Scooter-Fahrer an Zittau, Friedensstraße 06.10.2026, 11:20 Uhr In Zittau hat die Polizei am Dienstagvormittag einen E-Scooter-Fahrer unter Drogen erwischt. Der 39-jährige tschechische Staatsbürger war am Grenzübergang Friedensstraße unterwegs. Ein Drogentest schlug auf Amphetamin an, zudem war der Roller nicht versichert. Die Polizisten ordneten eine Blutentnahme an und untersagten dem Mann die Weiterfahrt. Es folgten Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel. (sh) Radfahrerin bei Verkehrsunfall leicht verletzt Zittau, Schrammstraße/Hochwaldstraße 06.10.2026, 16:25 Uhr Am Dienstagnachmittag ist in Zittau eine Radfahrerin bei einem Verkehrsunfall gestürzt. Die 45 Jahre alte Frau fuhr auf der Hochwaldstraße bei grüner Ampel in Richtung Stadtzentrum. Der 64-jähriger Pkw-Fahrer war auf der Hochwaldstraße in Richtung Zentrum unterwegs und wollte auf die Schrammstraße abbiegen. Dabei touchierte er die Radlerin am Hinterreifen. Sie stürzte und erlitt leichte Verletzungen, welche sie später von einem Arzt behandeln ließ. Der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen betrug etwa 500 Euro. (al) Geschwindigkeitskontrolle an der Kita Regenbogen Weißwasser/O.L., Martin-Schulz-Straße/Zum Fuchsbau 06.10.2026, 07:45 Uhr - 10:30 Uhr Am Dienstagmorgen haben Beamte des Polizeireviers Weißwasser eine Geschwindigkeitsmessung an der Zufahrtsstraße zur Kita Regenbogen durchgeführt. Im verkehrsberuhigten Bereich kontrollierten die Polizeibeamten 25 Fahrzeuge. Die Ordnungshüter stellten sieben Überschreitungen fest, wobei sie gegen sechs Fahrzeugführer ein Bußgeldverfahren einleiteten. Die höchste Überschreitung betrug 27 km/h. Der Betroffene wird ein Bußgeld von 180 Euro und einen Punkt in Flensburg erhalten. Einen geringwertigen Verstoß ahndeten die Beamten mit Verwarngeld. (es) Waffen eingezogen Weißwasser/O.L., Straße des Friedens 06.10.2026, 18:15 Uhr Am Dienstagabend hat die Polizei bei einer Personenkontrolle in Weißwasser verbotene Waffen sichergestellt. Ein 19-Jähriger führte im öffentlichen Raum ein Einhandmesser und einen Schlagring griffbereit mit. Beide Waffen unterliegen einem Besitz- bzw. Führungsverbot, sodass die Beamten die Gegenstände sicherstellten. Der Kriminaldienst des Polizeireviers Weißwasser eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. (es)