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Muldenhammer und Weinböhla bleiben anerkannte Erholungsorte: Tourismusministerin Barbara Klepsch überreicht Urkunden
Muldenhammer und Weinböhla bleiben anerkannte Erholungsorte. Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch hat heute (4. Mai 2026) dem Bürgermeister von Weinböhla Siegfried Zenker und dem Bürgermeister von Muldenhammer Wolfgang Schädlich die entsprechenden Urkunden der Bestätigung als prädikatisierte Erholungsorte überreicht. Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer Fachkonferenz des Tourismusministeriums in Dresden. »Mit den Auszeichnungen wird die hohe Qualität des Erholungsortes und gleichzeitig auch das langjährige Engagement gewürdigt. Ich danke dafür allen Beteiligten und besonders Ines Günnel und Wolfgang Schädlich aus Muldenhammer sowie Tina Freytag und Siegfried Zenker aus Weinböhla, welche damit die positive Entwicklung der gesamten Region vorantreiben. Weinböhla und Muldenhammer sind attraktive Ausgangspunkte für Erholungssuchende, eingebettet in einer reizvollen Natur, einer wachsenden touristischen Infrastruktur und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten«, betont Tourismusministerin Barbara Klepsch. Das Leitbild Wein.Rad.Aussicht bündelt die Besonderheiten von Weinböhla und schafft damit eine klare Positionierung im touristischen Wettbewerb. Weinböhla liegt als Erholungsort besonders nah an einer der sächsischen Metropole Dresden – besticht also durch ruhige und erholsame Lage aber auch Nähe und Ausflugsmöglichkeiten ins Urbane. Mit der Auszeichnung des gesamten Gemeindegebiets ist nun auch für Muldenhammer kommunalrechtlich möglich, sich auf den Ortsschildern als Erholungsort zu bezeichnen. Die entsprechende Urkunde des Sächsischen Innenministeriums wurde heute ebenfalls an die Gemeinde übergeben. Die Hammerbrücke mit der traditionellen Herstellung wertvoller Spitzen und Stickereien, das Tannenbergsthal mit dem Besucherbergwerk »Grube Tannenberg« sowie Morgenröthe-Rautenkranz mit der Ausstellung zur Deutschen Raumfahrt und Weltraumforschung sind neben dem weitläufigen Wanderwegenetz und der Kammloipe die Aushängeschilder der Gemeinde. Das Erholungsortentwicklungskonzept Muldenhammers setzt als Leitlinie für die Zukunft auf sanften Tourismus. Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und regionale Identität stehen dabei im Mittelpunkt aller Maßnahmen. Tourismusministerin Barbara Klepsch hatte für heute alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der sächsischen Kur- und Erholungsorte, ihre Kur- und Tourismusverantwortlichen sowie Fachleute aus Landesämtern, Tourismusverbänden und der Wirtschaftsförderung nach Dresden eingeladen. Insgesamt folgten über 75 Personen ihrer Einladung. »Die sächsischen Kur- und Erholungsorte sind wichtige touristische Ziele und Aushängeschilder für Lebensqualität, Gesundheitskompetenz und nachhaltige Regionalentwicklung. Sie stehen für das, was Sachsen als Reiseland so besonders macht: die Verbindung von Natur, Kultur und Wohlbefinden. Sachsen sowohl in Qualität als auch in Quantität weiterzuentwickeln, die Gästezufriedenheit zu erhöhen und gleichzeitig die Interessen der Bevölkerung zu berücksichtigen, ist ein wesentliches Ziel des Masterplan Tourismus, dessen Umsetzung wir mit der heutigen Veranstaltung vorantreiben wollen«, so Ministerin Klepsch weiter. Der Tourismus insgesamt ist für Sachsen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und prägt maßgeblich das Bild des Freistaates nach außen. Gleichzeitig sichert er Einkommen und Beschäftigung für viele Menschen in den Regionen. Besonders die Kur- und Erholungsorte leisten einen unverzichtbaren Beitrag, denn sie schaffen Wertschöpfung vor Ort, stärken den ländlichen Raum und tragen zur Attraktivität Sachsens als Gesundheits- und Erholungsdestination bei. Ihre Angebote rund um die Gesundheit, Prävention und Erholung treffen den Nerv der Zeit. -
Fußgänger auf der Autobahn verursacht Unfälle | Brand bei Frohburger Feuerwehr | Zeugenaufrufe zu Raubdelikten
Verantwortlich: Susanne Lübcke (sl), Tom Richter (tr), Therese Leverenz (tl) Fußgänger auf der Autobahn verursacht Unfälle Ort: A14, Kilometer 92, Höhe Flughafen Leipzig/Halle, beide Fahrtrichtungen Zeit: 03.05.2026, 11:30 Uhr Auf der Bundesautobahn 14 kam es am Sonntagmittag zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Fußgänger schwer verletzt wurde. Der 40-Jährige (ukrainisch) kletterte zunächst über die Leitplanke der Autobahn und überquerte die Fahrbahn in Fahrtrichtung Halle. Aufgrund dessen musste der Fahrer (76) eines VW Sharan eine Gefahrenbremsung einleiten, woraufhin eine hinter ihm fahrende 37-jährige Kia Fahrererin nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und auf den VW auffuhr. Der Fahrer, sowie seine 63-jährige Beifahrerin und die Fahrerin des Kia, wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht. Die Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Fußgänger kletterte anschließend über die Mittelleitplanke und setzte seinen Weg über die andere Fahrbahn fort. Eine 63-jährige BMW-Fahrerin leitete dort ebenfalls eine Gefahrenbremsung ein, konnte jedoch eine Kollision mit dem Fußgänger nicht mehr verhindern. Dieser wurde bei dem Unfall verletzt, flüchtete aber zunächst vom Ort. Die hinzugerufene Verkehrspolizei konnte den Tatverdächtigen anschließend am Bahnhof Flughafen Leipzig/Halle ausfindig machen. Ein Alkoholvortest ergab einen Wert von fast 1,6 Promille bei dem Mann. Dieser wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er medizinisch versorgt und ihm Blut abgenommen wurde. Es entstand ein Sachschaden von circa 25.000 Euro. Gegen den Fußgänger wird nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. (tr) Brand bei Frohburger Feuerwehr Ort: Frohburg, Altenburger Straße Zeit: 03.05.2026, gegen 22:30 Uhr Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Frohburg kam es aus bislang nicht geklärter Ursache zu einem Brand in einer Mülltonne. Die Kameraden der Feuerwehr konnten den Brand schnell löschen, jedoch verbrannte die Mülltonne vollständig. Außerdem wurden ein Gabelstapler, welcher sich ebenfalls auf dem Gelände befand, und ein Rolltor durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Personen wurden nicht verletzt. Die Höhe des entstandenen Schadens ist zurzeit nicht bezifferbar. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. (tr) Zeugenaufruf - Beschädigter Radweg Ort: Rötha, Staatsstraße 242, Nähe Störmthaler See Zeit: 03.05.2026, 13:20 Uhr und 14:05 Uhr Auf der Staatsstraße 242, zwischen dem Bach Gösel und der Einmündung "Zur Südspitze", kam es in den vergangenen Tagen zu Verkehrsunfällen, bei dem mindestens zwei Personen verletzt wurden. Wie Zeugen mitgeteilt haben, kam es dort in den vergangenen Tagen zu mindestens einem Unfall, welcher bislang nicht bei der Polizei gemeldet wurde. Am Sonntag kam es an der oben genannten Stelle gegen Mittag zu zwei Unfällen, bei denen Radfahrer verletzt wurden. Grund dafür ist mutmaßlich das Wurzelwerk, welches unter dem Radweg wächst und diesen an mehreren Stellen beschädigt hat, wodurch Löcher und Höhenunterschiede im Asphalt entstanden sind. Aufgrund dessen stürzte zunächst ein 30-Jähriger, welcher leicht verletzt wurde, gegen 13:20 Uhr. Kurz nach 14 Uhr verletzte sich ein 55-jähriger Radfahrer schwer, als er an der selben Stelle stürtzte. Der Mann wurde in ein Krankenhaus geflogen. Die Unfallstelle wurde zunächst mit Warnbaken gesichert, um weitere Unfälle zu verhindern. Die Polizei sucht nun nach Zeuginnen und Zeugen, welche einen Unfall an der oben genannten Stelle beobachtet, oder selbst erlebt haben und diesen bislang nicht bei der Polizei gemeldet haben. Diese werden gebeten, sich an die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 - 2850 (tagsüber) sonst 255 – 2910, zu wenden. (tr) Zeugenaufruf nach Raubdelikt Ort: Leipzig (Schönefeld-Ost), Volksgartenstraße Zeit: 03.05.2026, gegen 21:35 Uhr Am Sonntagabend kam es im Leipziger Stadtteil Schönefeld-Ost zu einem Raub, in dessen Folge einem 59-Jährigen unter anderem sein Portemonnaie gestohlen wurde. Der 59-Jährige sprach in der Nähe eines Spielplatzes drei junge, ihm unbekannte Männer an und forderte sie auf, weniger Lärm zu machen. In der weiteren Folge wurde durch einen von den drei Unbekannten ein Messer in seine Richtung gezeigt. Als sich der 59-Jährige anschließend vom Ort entfernte, folgten ihm die Täter und entrissen ihm in Höhe der Volksgartenstraße 26 seinen Stoffbeutel samt Geldbörse. Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen über den Seipelweg. Der 59-Jährige nahm die Verfolgung auf, verlor die Unbekannten jedoch wenig später aus den Augen und verständigte die Polizei. Zur Personenbeschreibung ist bisher Folgendes bekannt: • männlich • circa 17 bis 25 Jahre alt • circa 1,70 bis 1,80 Meter groß • Bekleidung Person 1: weißes Hemd, dunkle Stoffhose • Bekleidung Person 2: dunkle Jacke, dunkle Hose • Bekleidung Person 3: dunkle Jacke mit weißen Streifen, dunkle Hose Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu den Unbekannten geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. (tl) Zeugenaufruf nach Raubdelikt Ort: Leipzig (Schleußig), Anton-Bruckner-Allee/Sachsenbrücke Zeit: 02.05.2026, gegen 23:50 Uhr In der Nacht von Samstag zu Sonntag kam es in der Nähe der Sachsenbrücke zu einem Raubdelikt, bei dem Unbekannte einen Jugendlichen (14) angriffen und unter anderem Bargeld stahlen. Der 14-Jährige lief gemeinsam mit einem Bekannten von der Sachsenbrücke in Richtung Inselteich, als er von einem unbekannten Tatverdächtigen angesprochen und zur Herausgabe seiner Tasche aufgefordert wurde. Während der Täter die Tasche des Jugendlichen an sich nahm, traten weitere Unbekannte hinzu und griffen den 14-Jährigern an. Sie stahlen etwa 40 Euro Bargeld sowie persönliche Gegenstände und flüchteten anschließend in Richtung Rennbahn. Zur Personenbeschreibung des Tatverdächtigen, der die Tasche an sich nahm, ist bisher Folgendes bekannt: • circa 16 bis 17 Jahre alt • circa 1,70 Meter groß • braune Augen • wellig bis lockige Haare • Bekleidung: helles T-Shirt Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu den Unbekannten geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. (tl) Radfahrerin verletzt Ort: Colditz, Bundesstraße 176 Zeit: 03.05.2026, gegen 12:10 Uhr Am Sonntagmittag kam es auf der Bundesstraße 176 zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Radfahrerin schwer verletzt wurde. Die Fahrerin (71, deutsch) eines Pkw Daihatsu fuhr auf der Bundesstraße 176, zwischen Ballendorf und dem Abzweig nach Schönbach. Kurz vor der Einmündung zum Kalkweg wollte die 71-Jährige eine vor ihr fahrende Fahrradfahrerin (28) überholen, wobei es aus bisher unbekannter Ursache zur seitlichen Kollision zwischen dem Pkw und der Radfahrerin kam. Nachfolgend stürzte die 28-Jährige, verletzte sich schwer und musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der entstandene Sachschaden wurde mit etwa 8.000 Euro beziffert. Beamte des Verkehrsunfalldienstes haben die Ermittlungen wegen des Verdachts einer fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen. (tl) -
5. Mai: »Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung« – Straßenbahnbefragung zeigt, dass mehr Inklusion notwendig und möglich ist
Am 5. Mai findet der jährliche »Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt, um für ein selbstbestimmtes Leben und den Abbau von Barrieren zu demonstrieren. Staatsministerin Petra Köpping nimmt dies zum Anlass, die Ergebnisse eines ungewöhnlichen Projektes der Initiative metro_polis vorzustellen, das durch das Sozialministerium fachlich vorbereitend begleitet wurde. Ende 2025 führte die Initiative eine Befragung in Straßenbahnen in Chemnitz, Leipzig und Dresden sowie der Regionalbahn in der Lausitz durch. Dabei wurden die Fahrgäste zu Gesprächen unter der Überschrift »Behindert sein oder behindert werden – Wie inklusiv ist unsere Gesellschaft?« animiert. Die Beteiligung war beeindruckend: Auf 29 Fahrten mit über 530 beteiligten Menschen wurde sich ausgetauscht und über Probleme, Wünsche und Lösungsideen diskutiert. Sozialministerin Petra Köpping: »Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt: Viele Themen, die auch wir als Sozialministerium im Blick haben, bewegen die Menschen – ob behindert oder nicht: Mobilität, Barrierefreiheit, Teilhabe im Arbeitsleben, Inklusion in Schulen und vieles mehr. Sehr gefreut hat uns, dass die Menschen offen und gut erreichbar für das Thema sind. Deutlich wurde, dass es wichtig ist, zu sensibilisieren und Informationen zu verbreiten. Es gibt viele Hilfsmöglichkeiten, viele Aktionen, viele engagierte Menschen und Projekte. Nicht alle Unterstützungsmöglichkeiten sind bekannt. Hier müssen wir alle mehr nach dem Motto handeln: Tue Gutes und rede darüber…Deutlich wurde aber auch immer wieder, dass es Berührungsängste gibt. Auch diese lassen sich vor allem durch Information und Sensibilisierung abbauen. Hier sehen wir uns in der Pflicht, Themen rund um Inklusion immer wieder anzusprechen, auch wenn manchmal Anderes wichtiger erscheint: Inklusion ist eine tägliche Aufgabe und deshalb nicht auf morgen oder irgendwann verschiebbar!« Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist das Instrument der Staatsregierung, um eine umfassende Teilhabe aller Menschen zu verwirklichen. In diesem werden verschiedene Handlungsfelder wie »Bildung und Ausbildung« oder »Arbeit« betrachtet und konkrete Maßnahmen festgelegt. Derzeit wird der neue Aktionsplan und der 8. Bericht zur Lage der Menschen mit Behinderungen im Freistaat Sachsen erarbeitet. Bei diesem Prozess ist es wichtig, die Öffentlichkeit breit zu beteiligen. Hierfür sind die Ergebnisse der Befragung von metro_polis sehr wertvoll. Auch im Landesbeirat für die Inklusion der Menschen mit Behinderungen werden die Ergebnisse vorgestellt. Zum Projektbericht: https://metro-polis.online/wp-content/uploads/2026/02/Projektbericht_Inklusion.pdf Mehr Informationen über Inklusion in Sachsen: https://www.behindern.verhindern.sachsen.de/ -
Zum Welthebammentag am 5. Mai: Landesdirektion Sachsen sichert hohe Ausbildungsqualität in der Hebammenkunde
Seit dem 1. Januar 2020 kann der Beruf der Hebamme in Deutschland ausschließlich über ein Studium erlernt werden. In Sachsen übernimmt die Landesdirektion eine zentrale Aufgabe bei der Qualitätssicherung in der Hebammenausbildung. Sie wirkt maßgeblich an der Durchführung der staatlichen Prüfungen mit und stellt gemeinsam mit den Hochschulen den Prüfungsausschussvorsitz. »Hebammen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesundheit von Müttern und Kindern«, schätzt Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen ein. »Umso wichtiger ist eine hochwertige und praxisnahe Ausbildung, die angehende Hebammen bestmöglich auf ihren verantwortungsvollen Beruf vorbereitet«, ergänzt er. Mit Inkrafttreten des Hebammenreformgesetzes zum 1. Januar 2020 wurde die Hebammenausbildung grundlegend modernisiert: Der Zugang zum Beruf erfolgt seither über ein duales Studium. Angehende Hebammen absolvieren ein wissenschaftliches Studium, das eng mit umfangreichen Praxiseinsätzen verzahnt ist. Die praktische Ausbildung findet sowohl in Krankenhäusern als auch im ambulanten Bereich statt, beispielsweise bei freiberuflich tätigen Hebammen oder in Geburtshäusern. In Sachsen wird der Studiengang »Hebammenkunde« an der Universität Leipzig sowie an der Technischen Universität Dresden angeboten. Die Regelstudienzeit liegt bei sieben Semestern. Das Studium schließt mit dem akademischen Grad »Bachelor of Science« ab und umfasst zugleich die staatliche Prüfung zur Führung der Berufsbezeichnung »Hebamme«. Seit Winter 2024 haben 87 angehende Hebammen die staatliche Prüfung abgelegt. Der Prüfungsausschussvorsitz wird dabei gemeinsam von der Landesdirektion Sachsen und den Hochschulen gestellt. Die staatliche Prüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil. Die Aufgaben der Prüfungsausschussvorsitzenden reichen von der Antragsprüfung auf Zulassung zur staatlichen Prüfung, über die Festlegung von Klausurfragen, die Gesamtbenotung für alle staatlichen Prüfungsteile bis zur Ausstellung der Zeugnisse. Bei Nichtbestehen des praktischen Teils legen LDS und Hochschule Dauer und Inhalte des weiteren Praxiseinsatzes fest. Auch Anträge der Studierenden auf Wiederholungsprüfung werden geprüft und entsprechend zugelassen. Voraussetzung für das Hebammenstudium in Sachsen ist eine mindestens zwölfjährige allgemeine Schulausbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsfachberuf, etwa in der Pflege. Bewerberinnen oder Bewerber brauchen darüber hinaus ein Gesundheitszeugnis und ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis. Nicht-Muttersprachler müssen Deutschkenntnisse mindestens auf B2-Niveau nachweisen. Bis zum Jahr 2020 erfolgte die Ausbildung zur Hebamme im Rahmen einer dreijährigen schulischen Ausbildung mit theoretischen und praktischen Anteilen an staatlich anerkannten Hebammenschulen, die an Krankenhäusern angesiedelt waren. In diesem Zeitraum lag der Prüfungsausschussvorsitz wie bei allen bundesrechtlich geregelten Gesundheitsfachberufen bei der Landesdirektion Sachsen. So haben im Zeitraum von 2020 bis Winter 2024 insgesamt 197 Prüflinge die staatliche Prüfung zur Hebamme erfolgreich bestanden – die letzten nach dem alten System. Hintergrund: Der Hebammenberuf umfasst ein breites Spektrum verantwortungsvoller Aufgaben. Es reicht von der selbstständigen Beratung und Betreuung während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit über die Leitung physiologischer Geburten bis hin zur Versorgung und Überwachung von Neugeborenen. Gleichzeitig steht der Berufsstand vor großen Herausforderungen. Die Bedingungen der freiberuflichen Tätigkeit sowie die schwierige Situation bei Haftpflichtversicherungen stellen für viele Hebammen ein erhebliches Risiko dar. Zudem führen Schließungen von Kreißsälen insbesondere im ländlichen Raum zu einer teils angespannten Versorgungslage. -
Zwei Fahrzeuge gestohlen | Waldbrände | Auto überschlug sich
Autoren: Marko Laske (ml) und Uwe Hofmann (uh) Landeshauptstadt Dresden Zwei Fahrzeuge gestohlen Zeit: 02.05.2026, 23:15 Uhr bis 03.05.2026, 09:00 Uhr Ort: Dresden-Sporbitz In der Nacht zu Sonntag haben Unbekannte einen Kleintransporter VW T4 sowie einen Daihatsu Charade von einem Firmengelände an der Fritz-Schreiter-Straße gestohlen. Der Gesamtwert der beiden mehrere Jahre alten Fahrzeuge beträgt etwa 13.000 Euro. (ml) Zwei Autos aufgebrochen Zeit: 03.05.2026, 12:30 Uhr festgestellt Ort: Dresden-Stetzsch Am vergangenen Wochenende sind Unbekannte in zwei Autos an der Meißner Landstraße beziehungsweise der Brückenstraße eingebrochen. Aus den Autos wurden persönliche Gegenstände im Gesamtwert von rund 750 Euro gestohlen. (ml) Hakenkreuzschmiererei Zeit: 03.05.2026, 09:30 Uhr festgestellt Ort: Dresden-Dölzschen Unbekannte haben ein etwa ein Meter großes Hakenkreuz sowie eine verbotene Parole an einen Fußgängertunnel an der Tharandter Straße geschmiert. Zum Sachschaden liegen noch keine Angaben vor. Der Staatschutz der Dresdner Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. (ml) Gartenlaube brannte Zeit: 03.05.2026, 01:40 Uhr Ort: Dresden-Nickern In der Nacht zu Sonntag hat eine Gartenlaube an der Fritz-Meinhardt-Straße gebrannt. Die Ursache ist noch unklar. Personen wurden nicht verletzt. Der Schaden beträgt etwa 3.000 Euro. (ml) Landkreis Meißen Waldbrand I Zeit: 03.05.2026, 12:20 Uhr Ort: Coswig Gestern Mittag kam es zum Brand eines etwa 2.500 Quadratmeter großen Waldstücks im Bereich der Spitzgrundstraße. Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. (ml) Waldbrand II Zeit: 03.05.2026, 14:15 Uhr Ort: Thiendorf, OT Kleinnaundorf Sonntagnachmittag brannte ein etwa 1.500 Quadratmeter großes Waldstück in der Nähe der Straße An der Krebsmühle. Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. (ml) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Alkoholisierter Radfahrer fuhr gegen Bank Zeit: 03.05.2026, 20:00 Uhr Ort: Pirna Ein alkoholisierter Radfahrer (21) hat bei einem Sturz auf der Dohnaischen Straße schwere Verletzungen erlitten. Der 21-Jährige war in Richtung Elbe unterwegs, als er kurz nach der Jacobäerstraße mit einer Sitzbank kollidierte und stürzte. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Da er mit etwa 0,8 Promille unter dem Einfluss von Alkohol stand, veranlassten Polizisten eine Blutentnahme bei dem deutschen Staatsangehörigen und fertigten die entsprechende Anzeige. (uh) Autofahrer mit 1,2 Promille überschlug sich Zeit: 03.05.2026, 04:30 Uhr Ort: Dippoldiswalde, OT Reichstädt Ein VW Fox (Fahrer 18) ist von Ruppendorfer Straße abgekommen und hat sich überschlagen. Der 18-Jährige war auf der Ruppendorfer Straße in Richtung Ruppendorf unterwegs, als er etwa 100 Meter nach der Einmündung Am Hofbusch nach rechts von der Fahrbahn abkam und sich mit dem Fahrzeug überschlug. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt und ging davon. Das Auto mit einem Sachschaden von rund 2.400 Euro ließ er zurück. Später wurde der 18-Jährige von herbeigerufenen Polizisten gestellt. Ein Atemalkoholtest beim deutschen Staatsangehörigen ergab einen Wert von rund 1,2 Promille. Polizisten veranlassten Blutentnahmen bei dem Mann und behielten seinen Füherschein ein. (uh) Lasermessgerät gestohlen Zeit: 03.05.2026, 10:00 Uhr festgestellt Ort: Wilsdruff In den zurückliegenden Tagen haben sich Unbekannte Zutritt zu einer Baustelle an der Straße Am Gleis verschafft. In der Folge drangen sie in einen Baucontainer ein und stahlen aus diesem ein Lasermessgerät im Wert von etwa 2.000 Euro. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 200 Euro. (ml)