Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Das sächsische Kabinett hat heute die Erhöhung des Meisterbonus auf 3.000 Euro beschlossen. Die Anpassung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft und betrifft damit alle Meisterinnen und Meister, welche in diesem Jahr ihren Abschluss machen. Damit setzt der Freistaat ein klares politisches Bekenntnis für die Gleichwertigkeit beruflicher und hochschulischer Bildung. Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter: »Die Erhöhung des Meisterbonus ist ein starkes Signal der Wertschätzung für alle Meisterberufe. Damit stärken wir die berufliche Bildung und sichern Fachkräfte für die sächsische Wirtschaft ganz konkret. Das kommt der mittelständisch geprägten sächsischen Wirtschaft nachhaltig zugute. Denn Meisterinnen und Meister gründen oder übernehmen Betriebe, schaffen Arbeitsplätze und sichern die Ausbildung von morgen. Das ist für unseren Wirtschaftsstandort unverzichtbar. Wer die Fachkräfte von morgen ausbilden und Betriebe erfolgreich weiterführen will, muss die berufliche Bildung verlässlich stärken.« Nach einem coronabedingten Rückgang haben sich die Inanspruchnahme des Meisterbonus und die Zahl der Absolventinnen und Absolventen wieder deutlich stabilisiert und liegen inzwischen auf dem Niveau von 2017. Nach Angaben der Kammern absolvierten 823 Handwerker im Jahr 2025 ihre Meisterprüfung erfolgreich. Das war der höchste Wert seit zehn Jahren. Hinzu kamen 750 Industriemeisterinnen und Industriemeister sowie 229 Fachmeisterinnen und Fachmeister der IHK. Der Meisterbonus ist Teil der Maßnahmen, mit denen Sachsen das Handwerk und die Meisterberufe insgesamt stärkt. Bereits vergangene Woche hatte der Sächsische Landtag den Antrag zum »Aktionsplan für ein starkes sächsisches Handwerk« beraten und beschlossen. Die Koalitionsfraktionen und die Fraktion Bündnis90/Die Grünen haben dem Antrag zugestimmt, ihn verabschiedet und damit den Weg für die Umsetzung freigemacht. Die rückwirkende Geltung ab 1. Januar 2026 soll sicherstellen, dass alle Meisterabsolventinnen und Meisterabsolventen, deren erfolgreiches Prüfungsergebnis bereits im laufenden Jahr per Bescheid bekannt gegeben wurde, von der Erhöhung profitieren. Ansprechpartner für die Antragstellung bleiben wie bisher die Handwerkskammern, die Industrie- und Handelskammern, das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie die Landesdirektion Sachsen. Weitere Informationen zum Antragsverfahren werden zeitnah auf den Internetseiten der zuständigen Stellen sowie der Sächsischen Aufbaubank (www.sab.sachsen.de/meisterbonus) veröffentlicht. Die Erhöhung des Meisterbonus ist Teil des »Zukunftspakets I« für Wirtschaft und Arbeit, mit dem das SMWA Bürokratie abbaut, Investitionen erleichtert und gezielt Mittelstand in Handwerk und Industrie stärkt.
  • Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Exklusionsquote in Europa: Die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. 60 Prozent dieser Kinder finden sich in Förderschulen wieder. Dabei lehnen 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen eine getrennte Beschulung ab. 69 Prozent der Eltern mit Kindern auf Förderschulen würden ihr Kind lieber auf eine allgemeine Schule schicken, wenn die Bedingungen dort besser wären. Das zeigt die neue Studie »Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit« des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Erstmals wurden bundesweit rund 7.500 Eltern von Kindern mit Behinderungen zu ihren Erfahrungen befragt. Darunter waren über 500 Eltern aus Sachsen. »Eltern wollen inklusive Schulen. Auch in Sachsen wurden in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Inklusionsanteil zu erhöhen. Hier dürfen wir nicht nachlassen. Ich werde mir deshalb die Ergebnisse bezogen auf unseren Freistaat genau anschauen, um zu identifizieren, wo Ansatzpunkte für Verbesserungen sind.«, sagt Michael Welsch, Landesbeauftragter für Inklusion der Menschen mit Behinderungen. Deutschland hat sich mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2009 verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu gewährleisten. »Beim gemeinsamen Lernen wird der Grundstein dafür gelegt, dass in unserer Demokratie Menschen mit und ohne Behinderungen ohne Berührungsängste und Vorurteile zusammen leben können.«, so Welsch weiter.
  • Chemnitz Fahrstuhl blieb stecken - mehrere Personen in Behandlung Zeit: 29.06.2026, 16:45 Uhr polizeibekannt Ort: OT Röhrsdorf (1909) In einem Geschäft in der Ringstraße nutzten insgesamt neun Personen einen Aufzug, welcher aus bisher ungeklärter Ursache plötzlich steckenblieb. Die Fahrgäste betätigten daraufhin den Notrufknopf, offenbar wurde dabei jedoch kein Alarm ausgelöst. Telefonisch konnten die Personen dann Hilfe holen, sodass Rettungskräfte hinzugezogen wurden. Die Feuerwehr öffnete die Aufzugstür und befreite die Insassen. Alle Personen klagten im Anschluss über Unwohlsein. Ein Kleinkind (w/2) soll im Aufzug kurzzeitig das Bewusstsein verloren haben. Der Rettungsdienst brachte das Mädchen, ein Baby (w) und drei Frauen (30, 31 ,35) vorsorglich in ein Krankenhaus. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall sowie den Umständen aufgenommen und prüft den Verdacht einer fahrlässigen Körperverletzung. (ds) Reizgas bei Auseinandersetzung eingesetzt Zeit: 29.06.2026, 20:55 Uhr Ort: OT Sonnenberg (1910) In der Fürstenstraße kam es am Abend zu einer körperlichen Auseinandersetzung unter mehreren Personen. Dabei ist auch Reizgas versprüht worden. Die Beamten trafen vor Ort auf zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 36 und 56 Jahren, die aufgrund des Reizgases Atemwegs- und Augenreizungen erlitten hatten und vom Rettungsdienst behandelt wurden. Die Täter waren geflüchtet. Im Zuge erster Ermittlungen konnten Hinweise zu deren Identität erlangt werden. Der Tatverdacht richtet sich gegen einen 26-Jährigen mit libyscher Staatsangehörigkeit und einen 26-Jährigen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Es wird wegen gefährlicher Körperverletzung zum Geschehen und den Hintergründen weiter ermittelt. (ds) Landkreis Mittelsachsen Passanten bespuckt? - Polizei sucht Zeugen Zeit: 25.06.2026, 09:10 Uhr Ort: Döbeln (1911) Nach einem Zeugenhinweis wurde der Polizei bekannt, dass ein 44-jähriger Mann (irakisch) am zurückliegenden Donnerstagvormittag in der Bäckerstraße in Richtung zweier unbekannter Passanten gespuckt haben soll. Einen habe der Tatverdächtige dabei im Bereich des Oberkörpers getroffen. Die beiden Männer verließen hingegen die Örtlichkeit. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer hat Beobachtungen gemacht, die mit dem beschriebenen Vorfall in Zusammenhang stehen könnten? Insbesondere werden die beiden Passanten, die von dem 44-Jährigen womöglich bespuckt worden waren, gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Döbeln unter der Telefonnummer 03431 5896-0 entgegen. (mou) Unbekannte drangen in Vereinsgebäude ein Zeit: 28.06.2026, 23:00 Uhr bis 29.06.2026, 12:30 Uhr Ort: Roßwein (1912) Zwischen Sonntagabend und Montagmittag hebelten Unbekannte die Zugangstür zu einem Vereinsgebäude in der Goldbornstraße auf. Im Inneren brachen sie gewaltsam eine weitere Tür zu einem Büroraum auf, durchsuchten diesen und entwendeten Bargeld in Höhe eines niedrigen dreistelligen Eurobetrages. Der durch den Einbruch entstandene Sachschaden wird auf insgesamt etwa 12.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen besonders schweren Falls des Diebstahls aufgenommen. (rae) Mopedfahrer schwer verletzt Zeit: 29.06.2026, 13:05 Uhr Ort: Döbeln (1913) Aus Richtung Zschäschütz kommend kreuzte am Montag der 61-jährige Fahrer eines Simson-Mopeds die bevorrechtigte S 32 und kollidierte dabei mit einem dort aus Richtung Döbeln kommenden Pkw VW. Der Autofahrer (64) versuchte noch, der Kollision mit dem Moped nach links auszuweichen, konnte dies aber nicht verhindern. Danach kollidierte der VW noch mit einem Verkehrszeichen. Bei dem Unfall erlitt der Mopedfahrer nach dem derzeitigen Kenntnisstand schwere Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 5.500 Euro. (Kg) In Gegenverkehr geraten Zeit: 29.06.2026, 15:35 Uhr Ort: Mittweida (1914) Der 63-jährige Fahrer eines Pkw Opel befuhr am Montagnachmittag die Hainichener Straße (S 201) aus Richtung Rossau in Richtung Mittweida. Ungefähr 100 Meter vor der Einmündung Fabrikstraße geriet der Opel nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem entgegenkommenden MAN-Transporter (Fahrer: 50). Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 38.000 Euro. (Kg) Erzgebirgskreis Scheunenbrand beschäftigte Feuerwehr und Polizei - Ergänzung Zeit: 29.06.2026, 02:55 Uhr polizeibekannt Ort: Elterlein OT Schwarzbach (1915) Am Montagmorgen kamen Polizei und Feuerwehr in der Hauptstraße wegen eines Scheunenbrandes zum Einsatz (siehe Medieninformation Nr. 238, Meldung 1905, vom 29. Juni 2026). Nach bisherigen Erkenntnissen verendeten in der niedergebrannten Scheune insgesamt 21 Schweine. Angaben zur Höhe des brandbedingten Sachschadens liegen noch nicht vor. Im Verlauf des gestrigen Tages kam ein Brandursachenermittler der Chemnitzer Kriminalpolizei am Brandort zum Einsatz. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kommt ein Blitzeinschlag als Brandursache in Betracht. Ein technischer Defekt kann derzeit jedoch ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. (rae) Einbruch in Verwaltungsgebäude Zeit: 28.06.2026, 13:00 Uhr bis 29.06.2026, 06:00 Uhr Ort: Pockau-Lengefeld, OT Lengefeld (1916) In der Zeit zwischen Sonntagmittag und Montagmorgen schlugen Unbekannte eine Fensterscheibe eines Verwaltungsgebäudes in der Straße An der Heinzebank ein. Anschließend betraten die Täter das Gebäudeinnere und entwendeten unter anderem eine dreistellige Summe Bargeld aus einem dort befindlichen Tresor. Der einbruchsbedingte Sachschaden wird auf rund 1.000 Euro geschätzt. (mou) E-Bikes aus Schuppen gestohlen Zeit: 29.06.2026, 22:00 Uhr bis 30.06.2026, 06:30 Uhr Ort: Gelenau (1917) Unbekannte haben in der vergangenen Nacht ein Privatgrundstück in der Straße der Einheit betreten und anschließend einen Schuppen aufgebrochen. Nach einem ersten Überblick entwendeten die Täter daraus zwei E-Bikes (Hersteller: Scott, Cube). Der Wert der beiden Zweiräder beziffert sich auf etwa 5.400 Euro. Angaben zum einbruchsbedingten Sachschaden sind derzeit noch nicht bekannt. (mg) Kollision auf Kreuzung Zeit: 29.06.2026, 14:50 Uhr Ort: Zschorlau (1918) Von der Mittelstraße aus kreuzte am Montagnachmittag die 74-jährige Fahrerin eines Pkw Renault die August-Bebel-Straße in Richtung Schneeberger Straße. Dabei kollidierte der Renault mit einem von rechts kommenden, bevorrechtigten Pkw Audi (Fahrer: 61). Die Renault-Fahrerin erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen. An den beiden Pkw entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 20.000 Euro. (Kg) Abgekommen und mit parkenden Autos kollidiert Zeit: 29.06.2026, 15:20 Uhr Ort: Lößnitz (1919) Ein Land Rover-SUV befuhr am Montagnachmittag die Auer Straße aus Richtung Aue in Richtung Stollberg, kam dabei aus bisher unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit zwei parkenden Pkw (Skoda, VW). Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Es entstand Sachschaden an den Fahrzeugen in Höhe von insgesamt etwa 80.000 Euro. (Kg) Landkreis Meißen Ins Schleudern geraten Zeit: 29.06.2026, 10:35 Uhr Ort: Nossen, Bundesautobahn 4, Chemnitz – Dresden (1920) Am Montagvormittag befuhr der 55-jährige Fahrer eines Pkw VW die Autobahn 4 im linken Fahrstreifen in Richtung Dresden. Ungefähr anderthalb Kilometer vor dem Autobahndreieck Nossen geriet der VW offenbar bei Aquaplaning ins Schleudern, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und überfuhr einen Wildschutzzaun. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 21.000 Euro. (Kg) Landkreis Leipzig Beim Ausweichen kollidiert Zeit: 29.06.2026, 19:20 Uhr Ort: Frohburg, Bundesautobahn 72, Hof – Leipzig (1921) Knapp vier Kilometer vor der Anschlussstelle Borna-Süd wich am Montagabend der in Richtung Leipzig auf der Autobahn 72 fahrende 53-jährige Fahrer eines Pkw Audi einem über die Fahrbahn wechselnden Fuchs nach links aus. Dabei kollidierte der Audi mit der Mittelleitplanke. Eine Berührung mit dem Tier gab es nicht. Verletzungen zog sich der Audi-Fahrer bei dem Unfall keine zu. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 21.000 Euro. (Kg)
  • Das Sächsische Kabinett hat heute (30. Juni 2026) eine Einzelfallförderung in Höhe von 150.000 Euro für ein simul⁺Modellprojekt in Südwestsachsen bewilligt. Die Westsächsische Hochschule Zwickau und die Duale Hochschule Sachsen – Studienakademie Plauen sollen im Rahmen des geförderten Projekts erproben, wie kleine und mittlere Unternehmen Daten und Künstliche Intelligenz (KI) besser nutzen können. Das Vorhaben »Ein prototypischer Marktplatz der Daten – Digitalisierung und KI als Chancen für Regionalentwicklung und Strukturwandel« setzt einen wichtigen Impuls für die innovationsgestützte Regionalentwicklung im Freistaat und fügt sich in den laufenden Masterplanprozess für die Region Chemnitz/Südwestsachsen. Staatsministerin Regina Kraushaar: »In der Region Südwestsachsen steckt viel Innovationspotenzial – sowohl in den Unternehmen als auch in den Hochschulen. Beides noch enger zusammenzubringen und zu zeigen, wie Daten und Künstliche Intelligenz gerade kleinen und mittleren Unternehmen im Alltag helfen können, ist unser Ansatz in diesem Projekt, für das wir 150.000 Euro zur Verfügung stellen. Gut angelegtes Geld, das Wissenschaft und Mittelstand an konkrete Anwendungsfälle bringt und die Grundlagen schafft, um diese später auch für größere Vorhaben nutzen zu können. Nicht zuletzt wollen wir mit diesem Projekt eine Brücke zur geplanten Bundesförderung aus dem BMDS bauen, die wir für dieses Jahr erwarten, und die den Transfer von KI aus der Forschung in marktwirksame Anwendungen deutlich beschleunigen soll. Die Vorarbeiten über das Modellprojekt sollen die Region in die Lage versetzen, sich zu bewerben, sobald ein entsprechender Projektaufruf erfolgt – damit aus der prototypischen Erprobung im Mittelstand etwas Größeres entstehen kann.« Ziel des Projektes ist es, die Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und datenbasierter Wertschöpfung in Südwestsachsen zu bündeln und für den Mittelstand nutzbar zu machen. Im Zentrum steht dabei die prototypische Erprobung eines regionalen, souveränen Datenraums, eines »Marktplatzes der Daten«. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen sollen dort erproben, wie Daten sicher ausgetauscht und für KI-Anwendungen genutzt werden können. In mindestens vier praktischen Erprobungen mit regionalen Unternehmen (sogenannten Realexperimenten) sollen konkrete KI-Anwendungsfälle getestet werden. Mögliche Anwendungsfelder sind automatisierte Dokumentenverarbeitung, bildbasierte Qualitätskontrolle oder intelligente Produktionsplanung. Damit sollen vor allem kleinere und mittlere Unternehmen Erfahrungen sammeln können, wie Daten und KI im betrieblichen Alltag eingesetzt werden können. Das simul⁺Modellprojekt wird von der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) und der Dualen Hochschule Sachsen – Studienakademie Plauen (DHSN) umgesetzt. Die WHZ bringt ihre umfassende Expertise in der Datenanalyse ein, während die DHSN ihre enge Verzahnung mit über 700 Praxispartnern nutzt. Das Projekt hat bei einer Förderquote von 80 Prozent einen Gesamtumfang von 187.500 Euro. Die Projektdauer beträgt sechs Monate. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen in den Masterplanprozess Chemnitz/Südwestsachsen einfließen. Sie sollen zeigen, ob und wie der Ansatz auf weitere Unternehmen oder Regionen übertragen werden kann. Das Modellprojekt ist in sich abgeschlossen, zugleich aber anschlussfähig an mögliche spätere Förderungen des Bundes im Bereich Künstliche Intelligenz und digitale Schlüsseltechnologien. Hintergrund Der simul⁺InnovationHub des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung unterstützt innovationsgestützte Regionalentwicklung im Freistaat Sachsen. Gemeinsam mit Akteuren aus der Hochschul- und Forschungslandschaft, der Wirtschaft, Kommunen und öffentlichen Einrichtungen sollen Wertschöpfung und Lebensqualität in den sächsischen Regionen gestärkt werden.
  • Sachsen investiert über den Sachsenfonds 50 Millionen Euro in die Mobilität und Infrastruktur des Freistaates. Das sächsische Kabinett hat heute (30. Juni 2026) die entsprechende Verwendung der Mittel aus dem Landesarm des Sondervermögens für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 bestätigt. 26 Millionen Euro sind für den Erhalt der Staatsstraßen, weitere 24 Millionen Euro für den öffentlichen Personennahverkehr, Radverkehrsprojekte und die Schieneninfrastruktur in Sachsen vorgesehen. Diese Mittel wurden von den haushaltstragenden Fraktionen des Sächsischen Landtages zur Verfügung gestellt. Dazu Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung: »Ich freue mich sehr, dass wir mit 50 Millionen Euro aus dem Landesarm des Sachsenfonds in moderne Mobilität und leistungsfähige Infrastruktur investieren und den Menschen im Freistaat dienen können: Mit der längst überfälligen Sanierung von Straßen, mit sicheren Radwegen und mit einem weiteren Schub hin zu starken Schienenverbindungen. Bessere Bedingungen für Menschen und Wirtschaft – das ist gut investiertes Sondervermögen.« 26 Millionen Euro für die Staatsstraßen Für den Erhalt der Staatsstraßen stehen in den Haushaltsjahren 2025 und 2026 insgesamt 26 Millionen Euro bereit. Finanziert werden Maßnahmen an Fahrbahnen, Knotenpunkten und Ingenieurbauwerken sowie die dafür notwendigen Planungs- und Ingenieurleistungen. Grundlage ist die Ausbau- und Erhaltungsstrategie des Freistaates und das daraus abgeleitete mittelfristige Erhaltungsprogramm Staatsstraßen 2024 bis 2027. Viele der Vorhaben sind seit Längerem vorbereitet, konnten bislang aber wegen fehlender Haushaltsmittel nicht begonnen werden. Eine regionale Aufteilung der Mittel sorgt für eine ausgewogene Verteilung über den gesamten Freistaat. Damit stärkt der Freistaat nicht nur die Daseinsvorsorge und die Krisenfestigkeit der Infrastruktur, sondern setzt auch weiter auf seine nachhaltige Strategie: Bestehende Infrastruktur wird länger nutzbar gemacht, Ressourcen werden geschont und größere Eingriffe können vermieden werden. Die Umsetzung erfolgt über Einzelvergaben. 24 Millionen Euro für nachhaltige Mobilität Weitere 24 Millionen Euro verteilen sich mit jeweils acht Millionen Euro auf den öffentlichen Personennahverkehr, den Radverkehr und die Schieneninfrastruktur. Im ÖPNV fließen acht Millionen Euro als Landeskofinanzierung in Vorhaben des Bundesprogramms nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Für die Haushaltsjahre 2025/2026 ist ein Maßnahmenprogramm zugunsten der Dresdner Verkehrsbetriebe vorgesehen. Die Auswahl hierfür lag beim Koalitionsausschuss. Im Mittelpunkt der Förderung steht die Kofinanzierung für strategisch wirksame Großprojekte der Modernisierung, Barrierefreiheit und klimafreundlichen Mobilität. Für den Radverkehr stehen weitere acht Millionen Euro bereit. Das Geld soll in sichere und alltagstaugliche Verbindungen mit hoher Verkehrswirkung fließen. Besonders im Blick sind Maßnahmen, die Lücken im Netz schließen, Schul- und Pendelwege verbessern und den Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr stärken. Zusätzlich werden die Planungen für Radschnellverbindungen weiter vorangebracht. Für die Schieneninfrastruktur sind ebenfalls acht Millionen Euro aus dem Sachsenfonds für den Doppelhaushalt 2025/2026 vorgesehen. Sie sollen in die weitere Planung für die Elektrifizierung und den bedarfsgerechten Ausbau der Strecke Dresden–Görlitz fließen. Ziel ist es, den Planungsprozess für das Gesamtvorhaben fortzuführen und damit die Voraussetzungen für schnellere, zuverlässigere und klimaverträglichere Schienenverbindungen nach Ostsachsen zu schaffen. Hintergrund Der Sachsenfonds bündelt die Mittel, die der Freistaat Sachsen aus dem Bundes-Sondervermögen »Infrastruktur und Klimaneutralität« erhält. Von den 4,838 Milliarden Euro, die Sachsen für den Zeitraum von zwölf Jahren (2025-2036) vom Bund erhält, stehen rund 1,984 Milliarden Euro über den Landesarm für Vorhaben des Freistaates Sachsen zur Verfügung.