Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  1. „Für das kommende Schuljahr stehen unseren Schulen rund 46 Millionen Euro für die Ganztagesangebote zur Verfügung. Das sind fast 19 Millionen Euro mehr als im aktuellen Schuljahr“, teilte heute Kultusminister Christian Piwarz mit. Der Minister machte deutlich: „Wir investieren hier in die Bildungsqualität.“ Rund 328.000 Schüler werden von diesen Angeboten profitieren. „Für die Schüler sind diese Angebote ein großer Gewinn. Sowohl leistungsschwache als auch leistungsstarke Schüler werden gefördert“, betonte Piwarz. In den nächsten Wochen erhalten 1.354 Schulen einen Zuweisungsbescheid für die Förderung ihrer Ganztagsangebote. Das sind 40 Schulen mehr als im aktuellen Schuljahr. Das entspricht 89,3 Prozent (Gymnasien und Oberschulen nahezu 100 Prozent, Grundschulen 85 Prozent, Förderschulen 77 Prozent). „Unser Ziel ist es, dass die Schulen die Bescheide noch vor den Sommerferien erhalten. Damit können sie rechtzeitig und sicher das neue Schuljahr planen“, so Piwarz. Die Schulen können weiterhin ihre Ganztagsangebote eigenverantwortlich planen und gemeinsam mit Partnern vor Ort wie Verbänden und Kultur-, Sport- oder Jugendvereinen gestalten. Für die Grundschulen und Gymnasien wird die Pauschale 94,23 Euro pro Schüler betragen und für die Förder- und Oberschulen 155,72 Euro pro Schüler. Die Pauschalen liegen damit deutlich über denen der Vorjahre. Für das laufende Jahr betragen die Pauschalen 58,56 Euro und 96,42 Euro. 195 Schulen wollen einen Schulklub betreiben, das sind 10 mehr als im aktuellen Schuljahr, dafür stehen jetzt bis zu 10.000 Euro (bisher 6.000 Euro) zur Verfügung. Auch die Sockelbeträge pro Schule wurden erhöht - auf 6.000 Euro für die Förderschulen (vorher: 4.000 Euro) und 4.000 Euro für alle übrigen Schulen (vorher: Gymnasien und Grundschulen 2.000 Euro, Oberschulen 4.000 Euro) erhöht. Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://www.schule.sachsen.de/1744.htm
  2. Die Industriemesse „Metalloobrabotka“ feiert in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum. Sachsen ist bereits zum 13. Mal mit einem Firmengemeinschaftsstand dabei. Organisiert wird dieser von der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. WFS-Geschäftsführer Thomas Horn: „Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Russland hat eine lange Tradition. Auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist es wichtig, daran festzuhalten und kontinuierlich die bestehenden Kontakte zu pflegen, um gemeinsame Projekte und Vorhaben zu entwickeln. Das Interesse russischer Unternehmen an sächsischen Produkten und Technologien ist ungebremst.“ Insgesamt 19 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Freistaat werden vom 27. bis 31. Mai in Moskau auf dem „Sachsen-live“-Stand vertreten sein, darunter fünf Erstaussteller. Einer von ihnen ist die Firma VOMAT GmbH aus Treuen. Projektleiter Thomas Auerbach erklärt: „Auf dem russischen Markt sind wir noch nicht direkt vertreten, beobachten diesen aber seit einiger Zeit mit großem Interesse. Kürzlich haben wir zudem eine Mitarbeiterin eingestellt, die sich ausschließlich mit der Marktbearbeitung in Russland beschäftigt. Die Teilnahme an der Messe wird unser Erstauftritt vor Ort sein, über den wir unseren Markteintritt realisieren wollen.“ Mit am Stand dabei sein wird auch die pro-beam systems GmbH aus Neukirchen. Der Experte für Elektronenstrahltechnologie wird in Moskau am 28. Mai gemeinsam mit einem russischen Partner eine Absichtserklärung über die Mitwirkung zur Gründung eines Zentrums für Innovation, Technologie und Produktion unterzeichnen. Im Rahmen einer WFS-Unternehmerreise nach Russland im März dieses Jahres war die Idee in Gesprächen mit Vertretern der Region Nischni Nowgorod – der fünftgrößten Stadt Russlands – entstanden und soll nun weiterentwickelt werden. „pro-beam erhofft sich von der Kooperation, die Technologie des Elektronenstahlschweißens für potentielle Kunden vor Ort sichtbarer zu machen. Wir erleben unsere Kunden immer dann begeistert, wenn wir die Möglichkeiten der Technologie direkt in der Praxis, an konkreten Aufgabenstellungen erlebbar machen. Aus diesem Grund freuen wir uns, an einem Innovationszentrum mitwirken zu dürfen“, so Carsten Kremser, Group Chief Sales Officer bei pro-beam. * Hintergrund Vor allem die Modernisierung nahezu aller Industriesparten in den russischen Regionen bringt trotz der bestehenden Sanktionen und der russischen Vorschriften zu Importsubstitutionen sächsischen Maschinen- und Anlagenbauern sowie Technologielieferanten eine Vielzahl von Chancen. Diese auszuloten und zu nutzen ist Ziel des WFS-Engagements in Bezug auf den russischen Markt. Jedes Jahr organisiert die WFS mehrere Delegations- und Unternehmerreisen nach Russland. In diesem Jahr stehen noch Reisen nach Wolgograd (17. – 21.06.2019) und nach Woronesch (07. – 10.10.2019) an. Bereits im Februar dieses Jahres hatte die WFS im Rahmen der Industriemessen intec und Z in Leipzig ein „Internationales Kooperationsforum Russland/GUS“ durchgeführt. Mit rund 200 Teilnehmern und hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft verschiedener russischer Regionen war das Forum stark besetzt und das enorme Interesse beider Seiten an Kooperation deutlich sichtbar. * Ansprechpartner Medien Sylvia Weiß E-Mail: sylvia.weiss@wfs.saxony.de Tel.: 0351-2138-255
  3. Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (25. Mai 2019) gemeinsam mit Wolfgang Vogel, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes, die zentrale Hauptveranstaltung zum „Tag des offenen Hofes 2019“ auf dem Landgut Westewitz in Hochweitzschen (Landkreis Mittelsachsen) eröffnet. Bereits das 19. Jahr in Folge laden zahlreiche Landwirte dazu ein, ihre Höfe zu entdecken und sich über die vielfältige Arbeit der Landwirte zu informieren. Das Motto für die diesjährige Veranstaltungsreihe lautet „Landwirtschafft Chancen und Verantwortung“. „Beim ‚Tag des offenen Hofes‘ können die Besucher erleben, was die Landwirtschaft tagtäglich leistet – modern und umweltbewusst. Vor allem können die Besucher vor Ort mit den Landwirten ins Gespräch kommen“, sagte Staatsminister Schmidt. Laut einer Umfrage des Forsa-Institutes vom November 2018 soll ein Viertel der Befragten noch nie mit einem Landwirt gesprochen haben. Dabei mangele es nicht an Gesprächsbedarf: Mehr als Dreiviertel der Befragten fänden es interessant, sich einmal mit einem Landwirt zu unterhalten. „Wenn diese Studie zutrifft, ist das wirklich schlimm! Wir können nur Vertrauen zu unseren Landwirten und den regionalen Lebensmitteln aufbauen, wenn wir wissen, wie ein Landwirt heute arbeitet – nämlich mit moderner Technik, mit vollklimatisierten Traktoren, die über Präzisionstechnik und GPS-Steuerung verfügen. Tiere können sich in neuen lichtdurchfluteten Ställen frei bewegen. Solaranlagen auf den Stalldächern senken den Energieverbrauch. Und nicht zuletzt pflegen und erhalten die Landwirte einen sehr großen Teil der Natur- und Kulturlandschaft“, sagte Staatsminister Schmidt. Die Hauptveranstaltung zum „Tag des offenen Hofes“ ist ein Höhepunkt in einer Reihe weiterer Hoftage in allen sächsischen Landkreisen. Neben den Einblicken in die Betriebe werden landwirtschaftliche Produkte zum Probieren und Kaufen angeboten. Feldrundfahrten, Technikschau und Informationsstände sind Teil eines bunten Programmes – insbesondere für Familien. Veranstalter ist der Sächsische Landesbauernverband in enger Kooperation mit den regionalen Bauernverbänden und weiteren Partnern. Die Veranstaltung wird vom Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes finanziell unterstützt. Hintergrund: Der Familienbetrieb Landgut Westewitz GbR bewirtschaftet derzeit mehr als 400 Hektar Landwirtschaftsfläche und hält Mutterkühe und Schweine. Als Direktvermarkter hochwertiger Fleisch- und Wurstspezialitäten mit hofeigenem Schlachthaus, Vereins- und Partyraum, Spielplatz, Vogelvoliere und Biogasanlage hat der Betrieb so einiges für die Besucher zu bieten.
  4. Am Montag, den 13. Mai 2019, wurde von mehreren Medien über eine Joggerin berichtet, die angab, dass ihr zwei Wochen zuvor in einem Wald bei Großpostwitz (Landkreis Bautzen) ein wolfsähnliches Tier zwischen die Beine gelaufen sei. Der Vorfall hatte sie sehr erschreckt. Der Melderin war aber aufgefallen, dass das Tier ein breites Halsband trug, bei dem es sich ihrer Einschätzung nach um einen Peilsender handeln könnte. Zwischenzeitlich wurden dem Sächsischen Wolfsmanagement vom Vater der Joggerin Fotos zugeschickt, die von einer weiteren Person am 16. Mai 2019 in der etwa zehn Kilometer von Großpostwitz entfernten Gemeinde Oppach (Landkreis Görlitz) aufgenommen wurden und die als Fotos des Tieres beschrieben wurden, welches die Joggerin erschreckt hatte. Am selben Tag erreichten das Wolfsmanagement aus der Gemeinde Oppach weitere Fotoaufnahmen eines wolfsähnlichen und ein breites Halsband tragenden Tieres, mit der Bitte, zu überprüfen, ob es sich um einen Wolf oder einen Hund handelt. Diese Fotos wurden durch das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland bewertet. Auf den Fotos ist im Ergebnis dasselbe Tier abgebildet, welches eindeutig als Hund identifiziert werden konnte. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um dasselbe Tier wie bei dem Vorfall bei Großpostwitz. Der Hund ist wolfsähnlich gefärbt, etwa so groß wie ein Deutscher Schäferhund und trägt ein breites Halsband. Das Tier sucht nach Darstellung von Beobachtern die Nähe zum Menschen, entfernt sich allerdings, wenn Menschen es verscheuchen. Vermutlich ist das Tier dem Besitzer entlaufen oder wurde ausgesetzt. Falls Sie den Hund erkennen und eventuelle Informationen zum Besitzer des Tieres haben, melden Sie sich bitte bei dem Ordnungsamt Ihres Landkreises, bei der Polizei oder bei der Fachstelle Wolf (Tel. 035242/631 82 01, fachstellewolf.lfulg@smul.sachsen.de). Auch wenn ein Programm zur Besenderung von Wölfen vom Freistaat Sachsen vorgesehen ist und sich in Vorbereitung befindet, sind aktuell keine Wölfe in Sachsen besendert. Das Sächsische Wolfsmanagement steht in ständigem fachlichen Austausch mit den anderen Bundesländern bzw. den wissenschaftlichen Einrichtungen in den Nachbarländern – danach gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass in anderen Bundesländern oder im Ausland besenderte Wölfe nach Sachsen eingewandert sind.
  5. Mit insgesamt drei Projekten haben sich die TU Dresden, die TU Chemnitz und die Universität Leipzig erfolgreich um Förderung im Rahmen des Bund-Länder-Programmes „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ beworben. Das Auswahlgremium schlug das Projekt „TUD-Sylber-BBS: Synergetische Lehrerbildung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen" der TU Dresden, das Projekt „DigiLeG: Digitale Lernumgebungen in der Grundschule“ an der TU Chemnitz, und das gemeinsame Projekt der TU Dresden und der Uni Leipzig mit dem Titel „Praxis-digitaliS: Praxis digital gestalten in Sachsen“ vor. Das Vorhaben der TU Dresden hat ein beantragtes Gesamtvolumen von 2,49 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren bis 2022. Der Projektantrag der TU Chemnitz beinhaltet ein Volumen von 2,352 Millionen Euro. Der Antrag des Leipzig-Dresdner-Verbundvorhabens hat ein Finanzvolumen von 2,964 Millionen Euro. Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt: „Dies ist ein großer Erfolg für die drei Universitäten. Sie haben sich mit drei Vorhaben beworben, die auf ganz spezielle Aspekte der Lehramtsausbildung zugeschnitten sind und können nun von einer sehr umfangreichen Förderung profitieren. Diese Projekte widmen sich der verbesserten Lehrerbildung für berufsbildende Schulen und für Grundschulen sowie der Entwicklung und dem Einsatz digitaler Lernmethoden. Es ist enorm wichtig, dass digitale Lernmethoden in den Universitäten entwickelt und gelehrt werden, damit die künftigen Lehrer sie dann später im Schuldienst anwenden können. Die drei Vorhaben werden dazu beitragen, die Qualität der Lehrerbildung nicht nur allgemein sondern auch in ganz spezifischen Bereichen zu erhöhen. Damit werden den Schulen hervorragend ausgebildete Junglehrer, die mit modernster Didaktik betraut sind, zu Verfügung stehen. Insgesamt 64 Hochschulen werden von einer zusätzlichen Förderrunde in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern profitieren. Das Auswahlgremium hat 43 Projekte für eine Förderung von insgesamt bis zu 79 Millionen Euro bis zum Ende des Jahres 2023 empfohlen. 26 der ausgewählten Projekte widmen sich dem Themenschwerpunkt „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ und 13 Projekte dem Bereich „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“. 4 Projekte setzen vor allem an der Schnittstelle dieser Bereiche an. Im Jahr 2013 war die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ als gemeinsames Bund-Länder-Programm für zehn Jahre beschlossen worden. Der Bund stellt ein Gesamtfördervolumen von bis zu 500 Millionen Euro bereit.
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