Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  1. Sachsens Finanzminister Dr. Matthias Haß hat heute den Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt 2019/2020 in den Sächsischen Landtag eingebracht. Insgesamt sind in den kommenden zwei Jahren über 40 Milliarden Euro für den Freistaat eingeplant. Dazu erklärt Sachsens Innenminister Prof. Roland Wöller: „Für das Innenressort sind insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro pro Jahr vorgesehen. Mit fast fünf Milliarden Euro für den gesamten Doppelhaushalt ein Spitzenwert für diesen Bereich. Aufgrund des großen Aufgabenbereiches und der umfangreichen Herausforderungen, eine notwendige und realistische Größenordnung. Damit die Menschen im Freistaat sicher und besser leben können, plant die sächsische Staatsregierung im kommenden Doppelhaushalt umfangreiche Investitionen in die innere Sicherheit, die Feuerwehr, dem Städtebau und die Wohnraumförderung, die Sportförderung und in die Denkmalpflege. Zudem soll eine Ausbildungsoffensive geben. So soll die Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum in den kommenden beiden Jahren deutlich verstärkt werden. Der beschlossene Aufwuchs um 1.000 zusätzliche Polizeivollzugsbeamte soll deutlich schneller umgesetzt werden. Die Ausbildungskapazitäten wurden bereits ausgebaut und ab diesem Jahr werden erstmals 700 junge Polizeianwärter jährlich in den Dienst gestellt. Außerdem soll die Ausstattung der sächsischen Polizei verbessert werden. Dafür sind im Regierungsentwurf insgesamt 67 Millionen Euro vorgesehen. Für Investitionen in die Polizeibauten sind Mittel in Höhe von 104 Millionen Euro über zwei Jahre geplant. Sachsens Feuerwehrleute und Katastrophenschützer sollen für Ausrüstung, Pauschalen sowie die Förderung von Führerscheinen und Jubiläumszuwendungen insgesamt rund 100 Millionen Euro im nächsten Doppelhaushalt erhalten. Auch die Städtebauförderung im Freistaat wird neu ausgerichtet. So wird es nicht nur mehr Geld geben, sondern auch ein Bürokratieabbau bei den Förderverfahren umgesetzt. Damit schaffen wir noch bessere Förderkonditionen für unsere Städte und geben ihnen mehr Gestaltungsfreiheit.“
  2. Sehr geehrte Damen und Herren, wir laden Sie herzlich ein, am Tag des offenen Denkmals am 9. September ausgewählte Grabungen und Ausstellungen in Sachsen zu besuchen. Wir bitten Sie, auf unseren Grabungen zu ihrer eigenen Sicherheit den Hinweisen unseres Personals Folge zu leisten sowie abgesperrte Areale nicht zu betreten. Beim Besuch der Grabungen sind festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung ratsam. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Programmänderungen oder Ergänzungen entnehmen Sie bitte unserer Internetseite: http://archaeologie.sachsen.de/6654.htm Unser Programm am 9. September : * Posterausstellung zu den archäologischen Grabungen am Herderhaus 2017/2018 in Freiberg, Kreis Mittelsachsen Ort: Herderhaus Herderstraße/Heubnerstraße 09599 Freiberg Zeit: 10:00 - 15:00 Uhr geöffnet Die Posterausstellung fast die Funde und Befunde zusammen, die anlässlich der archäologischen Ausgrabungen des Landesamts für Archäologie Sachsen 2017/2018 am Herderhaus entdeckt wurden. Unter dem ehemaligen Parkplatz am Herderhaus hatten sich zahlreiche archäologische Zeugnisse vom 13. - bis ins 17. Jahrhundert erhalten. * Archäologische Ausgrabungen am Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, Kreis Mittelsachsen Ort: Am Dom 1 09599 Freiberg Zeit: Führungen um 11:00 Uhr und um 15:00 Uhr Vor der Erweiterung des Stadt- und Bergbaumuseums finden derzeit archäologische Grabungen im Innenhof statt. Hier traten Funde und Befunde des 13. - 16. Jahrhunderts zutage. In zwei Führungen an der Grabungen werden die bisher vorliegenden Ergebnisse erläutert. * Ein Brunnen aus der Jungsteinzeit aus dem Tagebau Vereinigtes Schleenhain, Kreis Leipzig Ort: B176 1 - Gewerbehalle direkt an der Bundesstraße 04536 Groitzsch-Großstolpen Zeit: von 10:00 - 15:00 Uhr Führungen zu jeder vollen Stunde Der im Jahr 2014 im Tagebauvorfeld Peres entdeckte Brunnen datiert in das Jahr 5134 v. Chr. In diesem Jahr wurden die in ihm verbauten Hölzer geschlagen. Damit gehört er zu den ältesten Holzbauwerken Europas. In einer Gewerbehalle in Großstolpen wird dieser außergewöhnliche Fund nun schichtweise freipräpariert. In seinem nassen Sediment haben sich neben gut erhaltenen Keramikgefäßen über die Jahrtausende sogar organische Materialien erhalten. Unsere Besucher erhalten hier die Gelegenheit, den Archäologinnen und Archäologen bei ihrer Arbeit über die Schultern zu schauen und sich die nicht alltäglichen Funde erklären zu lassen. Eine Begleitausstellung informiert zugleich über die Jungsteinzeit in Sachsen und Europa sowie weitere Brunnenfunde aus dieser Epoche aus der Umgebung Leipzigs. * Archäologische Grabungen im Tagebauvorfeld Nochten, Kreis Görlitz Ort: Tagebauvorfeld Nochten Tiergartenstraße K 8476 02826 Weißwasser, Kreis Görlitz Anfahrt: Von Weißwasser in Richtung Trebendorf auf der Tiergartenstraße K 8476. In großer Rechtskurve Parkmöglichkeiten (Hinweisschilder). Von dort in Begleitung zu Fuß weiter zur archäologischen Grabung. Zeit: 10:00 - 15:00 Uhr Führungen zu jeder vollen Stunde Seit Mitte der 90er Jahre führt das Landesamt für Archäologie Sachsen in den Vorfeldern der Tagebaue Nochten und Reichwalde in der Oberlausitz großflächige Ausgrabungen durch. In Nochten wurde nun eine germanische Siedlung der Zeit nach Christi Geburt entdeckt, in der sich zahlreiche Hinweise auf handwerkliche Tätigkeiten fanden, darunter Tuchherstellung in Grubenhäusern und Eisenverhüttung.
  3. Neukirch/Lausitz (16. August 2018) – Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Michael Kretschmer haben am Donnerstag in der Lausitz den Industriestandort Neukirch und das dortige Technologie-Unternehmen Trumpf besucht. Kretschmer wertete den Besuch der Kanzlerin als wichtiges und sichtbares Zeichen der Unterstützung der Region durch den Bund. „Die Bundeskanzlerin macht mit dem Besuch deutlich, dass die Bundesregierung Sachsen zur Seite steht, wenn es darum geht, den Freistaat als Industrieland weiter zu stärken.“ Der Regierungschef würdigte Trumpf in Sachsen als große Erfolgsgeschichte, starken und überzeugten Investor und dankte dem weltweit tätigen Werkzeugmaschinen-Spezialisten für sein Vertrauen in den Industriestandort Sachsen. Trumpf sei ein gutes Beispiel für die vielen anderen erfolgreichen Unternehmen, die in den ländlichen Regionen des Freistaates zu Hause sind. „Sachsen braucht noch mehr solche Erfolgsgeschichten.“ „In der Lausitz selbst geht es darum, zügig die Grundlagen für den die weitere Strukturentwicklung zu legen“, fügte er hinzu. „Denn wir wollen, dass die hier lebenden Menschen eine gute Perspektive haben.“ Kretschmer verwies zugleich darauf, dass schnelles Internet und gute Verkehrsanbindungen enorm wichtig sind, damit neue Unternehmen entstehen und bestehende sich weiter erfolgreich entwickeln können. „Der Freistaat investiert daher kräftig in die Infrastruktur und setzt dabei auch auf die Unterstützung des Bundes“, betonte er. Hintergrund Das international tätige Familienunternehmen Trumpf mit Stammsitz in Ditzingen entwickelt und fertigt Werkzeugmaschinen und Laser für die industrielle Fertigung. Mit mehr als 450 Beschäftigten gehört Trumpf Sachsen zu den größten gewerblichen Arbeitgebern der Region.
  4. Heute wird in Leipzig die 25. Leipziger Jahresausstellung eröffnet, in der eine Auswahl künstlerischer Positionen aus Leipzig gezeigt wird. In der Werkschauhalle auf dem Spinnereigelände wird bis zum 2. September eine große Gruppenausstellung mit Werken der insgesamt 39 Leipziger Künstlerinnen und Künstler zu erleben sein. Für die diesjährige Ausstellung hat der Verein Leipziger Jahresausstellung e.V. das Motto „SILBER“ gewählt. „Das Ausstellung und die Preisverleihung der Leipziger Jahresausstellung sind nicht nur Selbstzweck. Wie der Zuspruch vieler Fans zeitgenössischer Kunst zeigt, ist die Ausstellung ein wichtiger Bestandteil des kulturellen, des öffentlichen Lebens in Leipzig überhaupt“, erklärt Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange zur heutigen Eröffnung der 25. Leipziger Jahresausstellung. „In den Künsten, ganz offensichtlich gerade in der bildenden Kunst, spiegeln sich die menschlichen Ideen, Hoffnungen und Befürchtungen der jeweiligen Gegenwart. Und zugleich lässt sich das Ur- und Immer-Menschliche über Zeiten und Kulturen hinweg ablesen. Ein erster Blick auf die Werke in der Ausstellung deutet an, dass hier und heute mehr Fragen gestellt als Antworten gegeben werden. Auch das gehört zu den Stärken der Kunst“, würdigt die Ministerin die Künstlerinnen und Künstler. Die Werke von Kunstschaffenden wie u.a. Rosi Steinbach, Georg Brückmann und Titus Schade sind für mehr als zwei Wochen in der Werkschauhalle zu sehen. Der Preis der Leipziger Jahresausstellung – gestiftet von der Sparkasse Leipzig, der Elke und Thomas Loest Stiftung und der Doris-Günther-Stiftung – ist in diesem Jahr dem ehemaligen Leipziger Oberbürgermeister Hinrich Lehmann-Grube (1932-2017) gewidmet. Zu seinem gesellschaftlichen Einfluss und dem bürgerschaftlichen Engagement vieler Leipzigerinnen und Leipziger merkt Ministerin Dr. Stange an: „Lebendig ist in der Stadt und darüber hinaus seine pragmatische, klare, der Kultur zugewandte Art. Viele Leipzigerinnen und Leipziger arbeiten in diesem Sinne und geben Leipzig sein progressives, weltoffenes, anziehendes Gesicht. Auch diese Ausstellung gehört dazu.“ Die Leipziger Jahresausstellung wird unter anderem von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Kulturamt der Stadt Leipzig und der LeipzigStiftung gefördert.
  5. Mit bis zu 50.000 Euro fördert Sachsens Wissenschaftsministerium das Kinder-Diabetes-Register an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. Damit wird die Fortsetzung dieses wichtigen Instruments zur Datenerhebung von Diabetes-Erkrankungen ermöglicht. Die Mittel sind sofort abrufbar und gewährleisten die Administration des Registers. „Wir haben mit dieser Förderung gern dem Antrag der Regierungsfraktionen im Sächsischen Landtag entsprochen und gewähren mit der Zuweisung den Weiterbetrieb des Kinder-Diabetes-Registers“, erklärt Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie ergänzt: „Das Register soll perspektivisch gemeinsam von den Medizinischen Fakultäten der TU Dresden und der Universität Leipzig betrieben werden. Die Erhebung dieser Daten über nicht nur weltweit sondern auch bundesweit steigende Fälle von Diabetes hilft, wichtige Fragestellungen zur geografischen und zeitlichen Verteilung der Neuerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zu beantworten. Auf dieser Datengrundlage können Forscher und Ärzte ihre Entscheidungen für die Heilung und Prävention der Krankheit treffen.“ Im Rahmen des Sächsischen Kinder-Diabetes-Registers werden alle Neuerkrankungen von Patienten unter 14 Jahren mit Wohnsitz in Sachsen erfasst. Die nötigen Daten werden anhand eines einheitlichen Meldebogens bei allen 34 Kinderkliniken im Freistaat erfragt. Erhoben und erfasst werden Daten zu den Diabetes Typen 1 bis 3. Die Erfassungsrate beträgt über 97 Prozent. Das Register hilft auch, um besonders bei dem bisher noch wenig erforschten Diabetes Typ 1 Erkenntnisse über Krankheitsursachen, den Einfluss von genetischen und immunologischen Faktoren sowie Umweltbedingungen zu gewinnen. Daraus können die nötigen Schlüsse für Heilung und Prävention gezogen werden. In diesem Sinne ergänzt das Register die, unter der Schirmherrschaft von Ministerin Dr. Stange in Sachsen unter Federführung von CRTD und Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden, begonnenen und weltweit beachteten Studien Freder1k und POInT.
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