Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  1. Studienakademie Plauen

    Die Niederlassung Zwickau des Staatsbetriebes Immobilien- und Baumanagement lädt am 30. September 2017 in der künftigen Studienakademie Plauen zum „Tag der offenen Tür“ ein. Plauener und Interessierte sind herzlich zur Besichtigung des ehemaligen Amtsgerichtes Plauen und künftigen Lehrgebäudes der Studienakademie eingeladen! Von 10:00 bis 13:00 Uhr besteht die Möglichkeit, das Haus über Führungen zu erkunden und sich einen Überblick über den derzeitigen Baustand zu verschaffen. Treffpunkt hierfür ist der Haupteingang des ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes, Am Amtsberg 6. Ergänzt wird das Angebot durch einen Informationsstand der Stadt Plauen, die von 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr über die Baumaßnahme an den Schlossterrassen informiert. Das Bauvorhaben umfasst die Sanierung und den Umbau des ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes zum Lehrgebäude und die Errichtung eines Multifunktionsgebäudes in welchem Bibliothek und ein Mehrzwecksaal ihren Platz finden werden. Mit der Baumaßnahme am Campus Amtsberg erhält nicht nur der künftige Nutzer, die Studienakademie Plauen, einen repräsentativen und modernen Standort, auch städtebaulich ist der Bau von großer Bedeutung. So wird das frühere Schlossareal nicht nur wieder für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht, sondern durch die Wiederherstellung alter Wegebeziehungen wieder zu einem zentralen Ort der Stadt. Insgesamt werden 2350 m² Nutzfläche für 400 Studierende geschaffen. Die Baukosten betragen ca. 20 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme des Lehrgebäudes ist zum Beginn des Semesters im September 2018 vorgesehen.Die Baumaßnahmen werden mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.
  2. Sachsens Universitäten erhalten 26 Tenure-Track-Professuren aus dem Bund-Länder-Programm für den wissenschaftlichen Nachwuchs

    Die TU Dresden und die TU Bergakademie Freiberg bekommen in der ersten Runde des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses Förderung für Tenure-Track-Professuren bewilligt. Das Auswahlgremium der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz GWK genehmigte für die TU Dresden 18 Tenure-Track-Professuren und für die TU Bergakademie Freiberg 8. Das den Anträgen zugrunde liegende akademische Personalentwicklungskonzept der Hochschulen legt fest, dass die zunächst befristet eingestellten Tenure-Track-Professoren nach erfolgreicher Evaluierung ihrer in der Regel sechsjährigen Qualifikation als unbefristete Professoren von der Universität übernommen werden. Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange gratuliert den beiden Universitäten zu dieser Entscheidung: „Das ist ein sehr schöner Erfolg für die Universitäten in Dresden und Freiberg, dass sie an diesem besonderen Instrument der Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler teilhaben können. Er gibt ihnen die Möglichkeit, jungen Wissenschaftlern einen direkten Weg zu einer ordentlichen Professur zu bieten. Damit bieten die Hochschulen ihren besten jungen Forschern eine hervorragende berufliche und wissenschaftliche Perspektive. Mit insgesamt 26 dieser Stellen hat der Freistaat sein Kontingent von 27 nahezu ausgeschöpft. Der Universität Leipzig, die diesmal leer ausging, wünsche ich für die zweite Bewerbungsrunde viel Erfolg.“ Die Ministerin verweist auf die Änderung des Hochschulfreiheitsgesetzes, über die gerade der Sächsische Landtag berät: „Wir schaffen mit der Gesetzesänderung die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür, dass auch in Sachsen sehr gute Nachwuchswissenschaftler diesen für sie interessanten Weg einschlagen können. Wir sichern damit die Beteiligung der Hochschulen an dem Programm rechtlich ab. Die gesetzliche Änderung schafft verlässliche Tenure-Track-Professuren als weiteren Pfad wissenschaftlicher Karrieren. Denn sie schafft die Möglichkeit, nach erfolgreicher Evaluierung an der gleichen Universität unbefristet eine Professur zu erhalten.“ Der sogenannte Tenure Track ist ein Karriereweg, der junge Forscher in sechs Jahren zu einer unbefristeten Professur führen kann. Erfolgreichen Nachwuchswissenschaftlern wird auf der Grundlage eines qualitätssichernden Berufungsverfahrens zunächst eine befristete Professur übertragen. Die wird nach einer erfolgreichen Evaluation in eine unbefristete Professur umgewandelt. Um wissenschaftliche Laufbahnen an Universitäten besser planbar und transparenter zu gestalten, schafft das Bundesprogramm 1000 solcher neuen Tenure-Track-Stellen. In Sachsen hatten die TU Dresden, die TU Bergakademie Freiberg und die Universität Leipzig Anträge auf insgesamt 38 Tenure-Track-Professuren beim Bund gestellt. Eine zweite Ausschreibungsrunde folgt im Jahr 2018. Über die Programmlaufzeit von 2017 bis 2032 stellt der Bund hierfür in zwei Bewilligungsrunden insgesamt bis zu eine Milliarde Euro bereit, die Länder stellen die Gesamtfinanzierung sicher.
  3. Tierschutzpreis 2017 geht an Bernhard Steinert und seinem Biobauernhof in Cunnersdorf

    Der Tierschutzpreis 2017 ehrt mit Bernhard Steinert und seinem Biohof in Cunnersdorf/Hohnstein einen Pionier der Rinderhaltung. Er erhält dafür von Staatsministerin Barbara Klepsch die »Johann-Georg-Palitzsch-Medaille«. Dem Preisträger Steinert ist es gelungen, bei seinen rund 30 Milchrindern auf das Kupieren der Hörner zu verzichten. Die Tiere bleiben nach dem Füttern und Melken tagsüber und während der Nacht auf der Weide. In der Wintersaison stehen die Rinder in einem Zweiraum-Tretmiststall. Deshalb leiden die Tiere nicht an den ansonsten weit verbreiteten Gelenk- oder Klauenerkrankungen. »Bernhard Steinert zeigt auf seinem Hof, dass Tierschutz Wirklichkeit wird, wenn man die Tiere mit ihren Bedürfnissen ernst nimmt und sich daran ausrichtet«, sagte Staatsministerin Barbara Klepsch. Im August dieses Jahres hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Nutztierstrategie vorgestellt. Damit soll das Gutachten »Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung« aus dem Jahr 2015 des wissenschaftlichen Beirats des BMEL umgesetzt werden. »Das Gutachten der Professoren hatte vor zwei Jahren für Aufruhr in der Landwirtschaft gesorgt und war utopische Zukunftsmusik. Wir haben uns in Sachsen umgesehen und stellten fest, dass Ihr Biohof, Herr Steinert, bereits seit Jahren lebt, was das Gutachten des Beirats des BMEL empfiehlt und jetzt mit der Nutztierstrategie umgesetzt werden soll. Was für viele Betriebe eine große Herausforderung sein wird, haben Sie bereits gemeistert und zeigen, dass es möglich ist und Erfolg hat«, so die Ministerin in ihrer Laudatio für den Preisträger. Der Tierschutzpreis wird seit 2001 rund um den Welttierschutztag verliehen. In diesem Jahr wird zum zweiten Mal ein Landwirt geehrt. Die Ehrung von Bernhard Steinert und seinem Team auf dem Biohof steht exemplarisch für die Vielen, die Tierschutz betreiben und sich um Tiere in Not kümmern. Auch ihnen möchte Ministerin Barbara Klepsch an dieser Stelle danken.
  4. Fachtagung „Kinder-Garten“: Gestaltungsbeispiele für naturnahe Bildungsräume

    Die 10. Fachtagung „Kinder-Garten“ unter dem Motto „Unser Kinder-Garten – ein naturnaher Bildungs- und Erlebnisraum“ findet am kommenden Donnerstag, den 28. September 2017, in Dresden statt. Es werden rund 180 Teilnehmer erwartet, die sich am Vormittag und Nachmittag in Workshops rund um das Thema „Kinder-Garten“ austauschen und Impulse für die eigene Praxis mitnehmen. Im Sinne des sächsischen Bildungsplanes regt der Kinder-Garten-Wettbewerb an, eine naturnahe, bildungs- und gesundheitsförderliche Außenwelt in der Kita für und mit den Kindern zu schaffen. Schirmherrin des Sächsischen Kinder-Garten-Wettbewerbs ist Kultusministerin Brunhild Kurth. Weitere Informationen zur Fachtagung gibt es im Internet unter: https://www.slfg.de/event/10-fachtagung-kinder-garten-am-28-september-2017/ Hinweis für Pressevertreter: Der Termin ist presseoffen. 28. September 2017, 9:00 bis 16:00 Uhr, Sächsische Aufbaubank – Förderbank Pirnaische Str. 9, 01069 Dresden.
  5. Staatsministerin Dr. Stange zieht positive Bilanz ihrer Südkorea-Reise

    „Es liegen drei sehr erfolgreiche Tage hinter uns. Wir haben ein außerordentliches Maß an Gastfreundschaft erlebt. Das Interesse an Deutschland und an Sachsen ist in Südkorea sehr hoch. Daraus ergeben sich Chancen für eine ergiebige Zusammenarbeit auf vielen Gebieten, die wir nutzen sollten“, erklärt Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst nach ihrer Rückkehr aus Fernost. Hauptanlässe ihrer Reise waren die Eröffnung der Ausstellung „The Dream of a King“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) im National Museum of Korea in Seoul und die Eröffnung des „Korea-Germany Materials Center“ (KGMC), unter dessen Dach sich das Korea Institute of Materials Science (KIMS), das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik an der TU Dresden (ILK) und das Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) für gemeinsame Projekte zur Materialforschung zusammenfinden. „Es ist uns gelungen, deutliche Akzente in der sächsisch-koreanischen Zusammenarbeit zu setzen und dafür zu werben, was der Freistaat in Kunst und Kultur sowie in Wissenschaft und Forschung zu bieten hat. Die Eröffnung der Kunstausstellung mit Exponaten aus dem Grünen Gewölbe, der Rüstkammer und der Porzellansammlung war ein großes Medienereignis und wird begeistert angenommen. Es freut mich sehr, dass bei den Staatlichen Kunstsammlungen und dem Nationalmuseum Koreas gleich der Impuls entstand, eine Ausstellung zu koreanischer Kunst und Kultur zu konzipieren, die in Dresden präsentiert werden soll“, bilanziert die Ministerin. „Das National Museum of Korea ist ein idealer Standort für die Ausstellung „The Dream of a King“ mit Meisterwerken aus dem Grünen Gewölbe, der Rüstkammer und der Porzellansammlung, denn hier werden die kostbarsten Schätze der koreanischen Herrscherdynastien präsentiert. Das Publikum zeigte sich überaus fasziniert von den Schatzkunststücken, Prunkwaffen und Porzellanen aus den Dresdner Sammlungen, die zusammen mit großformatigen Fotos eindrucksvoll inszeniert sind. Ich freue mich sehr, dass diese Ausstellung den Auftakt einer langfristigen Zusammenarbeit bildet und wir in naher Zukunft eine Ausstellung koreanischer Kunst in Dresden zeigen werden“, schätzt Prof. Marion Ackermann die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein. Ein weiterer Höhepunkt der Koreareise war die Gründung des Korea-Germany Materials Center. „Auch hier gab es einen großen Bahnhof mit großem Medieninteresse, die Gründung war von allen Seiten sehr gut vorbereitet. Es wurde noch einmal klar, wie wichtig die Kooperation der Forscher weltweit ist und wie begehrt gerade beim Thema Leichtbau die Expertise der sächsischen Institutionen und ihrer Wissenschaftler ist“, unterstreicht Ministerin Dr. Eva-Maria Stange. Das Korean Institute for Material Sciences ist eine der anwendungs- und entwicklungsstärksten Forschungseinrichtungen des Landes. Sofort nach der festlichen Gründung des gemeinsamen deutsch-koreanischen Materialforschungszentrums nehmen die Beteiligten die Arbeit an materialwissenschaftlichen Forschungsprojekten auf. Die Ministerin unterstreicht: „Die beteiligten Material- und Leichtbauforscher vereinbarten, die Zusammenarbeit nicht nur in Korea, sondern auch in Sachsen zu etablieren. Auf diese Weise kann auch der hiesige Forschungsstandort durch koreanische Kompetenz bereichert und der sächsischen Wirtschaft ein noch breiteres Spektrum an Neuerungen und Problemlösungen in der Materialforschung angeboten werden.“ Prof. Hubert Jäger vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden unterstreicht: „Die Gründung des KGMC wurde durch ein enges Zusammenspiel aller Akteure ermöglicht. Dank der Unterstützung der Provinz Gyeongsangnam-do und der Stadt Changwon auf koreanischer Seite sowie des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden auf deutscher Seite ist der Auftakt für eine Forschungskooperation zwischen dem KIMS, dem IKTS und dem ILK gegeben worden, die in Zukunft noch viele Früchte tragen wird. Wir werden dabei die Inventionsfreude aus Deutschland mit der Innovationsfähigkeit Koreas zur schnellen industriellen Markterreichung gezielt nutzen.“ Prof. Alexander Michaelis, Leiter des Fraunhofer Instituts für Keramische Technologien und Systeme Dresden betont: „Mit dem KGMC werden wir die herausragenden Kompetenzen der Städte Dresden und Changwon auf dem Gebiet der angewandten Materialwissenschaft kombinieren und weiter stärken. Die Forschungsinhalte werden wir eng mit deutschen und koreanischen Firmen abstimmen, um einen schnellen Transfer in die Anwendung zu gewährleisten. Damit werden wir die Wirtschaft in beiden Ländern stärken und die Zusammenarbeit fördern.“ „Dresden ist das Leichtbau-Zentrum Deutschlands und ein international führender Standort für Materialforschung. Die Zusammenarbeit der beiden Dresdner Forschungseinrichtungen mit dem Korea Institute of Materials Science wird die internationale Sichtbarkeit der hervorragenden Material- und Technologiekompetenz Dresdens weiter stärken. Ich bin mir sicher, dass sich aus den gemeinsamen Forschungsprojekten wertvolle Synergieeffekte ergeben – dass beide Seiten vom Technologie-Knowhow des jeweils anderen profitieren. Im nächsten Schritt wollen wir die Industrie in diese Kooperation einbinden“, so Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden, zur Eröffnung des Korea-Germany Materials Centers in Changwon.